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Mysterium und Kontolle des Geistes

Auszüge aus dem Buch "Mind - Its Myteries and Control" von Swami Sivananda

1. Kapitel

Was ist der Geist- oder das Denkorgan?

Das, was Dich von Gott trennt, ist das Geist- oder Denkorgan. Die große Mehrheit der Menschen kennt die Existenz und die Funktion des Denkorgans nicht. Selbst die Wissenschaftler kennen nur bestimmte Aspekte des menschlichen Geistes. Die zuführenden Nervenbahnen bringen die Sinnesempfindungen von der Körperperipherie, den Extremitäten, zum Rückenmark, wo sie nach oben hin zum verlängerten Rückmark, der so genannten ‘Medulla oblongata’ auf der Rückseite des Kopfes ziehen und sich dort überkreuzen. Von da aus streben sie zur höher gelegenen Gehirnwindung im vorderen Teil des Gehirns, wo man den Sitz des Intellektes oder des Denkorgans vermutet. Das Geistorgan nimmt die Sinnesempfindungen auf und sendet motorische Impulse über die Nervenbahnen nach außen, d.h., hin zu den Extremitäten, den Händen und Füßen usw.. Dies alles geschieht in den Augen der Wissenschaft ausschließlich aufgrund der Hirnfunktionen. Das Denkorgan ist ihrer Meinung nach lediglich ein Ausfluss des Gehirns, wie beispielsweise die Galle, die aus der Leber fließt.
Das Gehirn braucht Ruhe (Schlaf), nicht aber das Geist- oder Denkorgan. Ein Yogi, der seinen Geist beherrscht, benötigt keinen Schlaf. Er erholt sich allein in der Meditation. In SAMADHI14kehrt der Geist in seinen Ursprung, d.h. ins Herz zurück, was auch im Tiefschlaf der Fall ist, allerdings mit dem Unterschied, dass hier ein Schleier der Unwissenheit das Bewusstsein von BRAHMAN15 verdeckt.
Ein jeder Mensch hat seine eigene geistige Welt. Ein starker Geist hat durchaus Einfluss auf schwache Charaktere. Wer sein Geist- oder Denkorgan gereinigt hat, wird zu einem starken Kraftzentrum. Alle weniger starken und unreinen Geistorgane werden unbewusst zu einem gereinigten und somit umfassenderen Geist gezogen, da diese schwächeren Geistorgane vom gereinigten Geist Kraft und Stärke erhalten. Wer aus einem Wasserhahn Wasser trinken möchte, wird sich mit dem Körper herabbeugen müssen. Auf ähnliche Weise wird sich ein niederer Geist vor einem entwickelten und reinen Geist verbeugen müssen, um dessen Tugenden aufsaugen zu können. Der Gedanke als solcher muss ruhig und gelassen sein, nur dann kann man Anregung aus ihm gewinnen.
Das Geistorgan ist nichts anderes als eine Ansammlung von Samskaras108 und ein Bündel von Gewohnheiten. Es ist eine Ansammlung von Wünschen, die sich aus dem Kontakt mit unterschiedlichen Objekten ergeben haben. Das Geistorgan ist auch eine Ansammlung von Gefühlen, die aus all den weltlichen Belästigungen heraus entstanden sind. All diese Wünsche, Ideen und Gefühle wechseln beständig und verändern jede Minute ihre Farbe und Form, wie ein Chamäleon. Das Geist- oder Denkorgan reift durch Erfahrungen heran, was zur Entlassung von alten, und zur Aufnahme von neuen Wünschen, Ideen und Gefühlen führt. Die verbleibenden Eindrücke wirken in gesunder Zusammenarbeit mit den neu angekommenen, die wiederum stark von den alten angezogen werden. Beide arbeiten in harmonischer Weise zusammen und halten dadurch die Identität der geistigen Existenz aufrecht. Das Gewissen eines Menschen baut auf seinen Erkenntnissen auf und verändert sich von Zeit zu Zeit mit dem Wechsel seiner Einsichten im Lichte weiterführender Erkenntnisse, die sich aus dem Prozess ergeben. Das Gewissen besteht aus der Summe der instinktiv vorhandenen und vernunftgemäß gewonnen Überzeugungen.
ÂTMAN16, das SELBST17, nimmt alle Erscheinungen des Geistorganes, wie z.B. Wünsche, Vorstellungen, Zweifel, Glaube oder Unglaube, Scham, Furcht, Intelligenz usw. unmittelbar wahr. ES bleibt stets unangehaftet und unberührt von all diesen Dingen, wie der allgegenwärtige Äther oder der Kristall, der im Sonnenlicht die unterschiedlich gefärbten Objekte reflektiert, ohne sich dabei selbst zu verändern.
ÂTMAN ist die Kraft der Kräfte und verleiht dem Geist erst seine Kraft; ES ist das Licht der Lichter, das den Geist erleuchtet; ES ist der Seher aller Sehenden und Zeuge aller Motive und Veränderungen im Denkorgan; ES ist die Stütze aller Stützen, auf denen sich das Geistorgan ausruht, wenn es in BRAHMAN15 schläft.
Ein Tier ist nicht dazu fähig, „sich selbst zu kennen“, da es nur mit einem Körperbewusstsein ausgestattet ist. Es hat kein Selbstbewusstsein. Tiere empfinden Not und Leid, aber sie können nicht ihren eigenen Geisteszustand erforschen. Ein Mensch dagegen „weiß“ nicht nur, sondern er „weiß auch, dass er weiß“. Ein Mensch „fühlt“ oder „empfindet“ nicht nur die Dinge, sondern er kann seine Gefühle und Empfindungen auch mit Worten ausdrücken. Er kann sehr lebhaft seine Gefühle beschreiben und sich selbst von den Gefühlsempfindungen distanzieren. Der Mensch kann letztlich sogar seinen Geist beherrschen.

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