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Vers 1


Aadum pari Vel Aniseval Enap
Paadum Paniye Paniyaai Arulvaai
Thedum Kayamaa Muganaich Cheruvil
Saadum Thaniyaanai Sagodarane

„Der tanzende Pfau, der Vel und der schöne Hahn“,
So zu singen, gewähre mir diesen Dienst als meine heilige Aufgabe;
O Bruder des unvergleichlichen Vinayaka! Der in der Schlacht tötet,
Den suchenden Asura Gajamukha mit dem Elefantengesicht.

„O Subrahmanya, der (jüngere) Bruder des unvergleichlichen Ganesha, der in der Schlacht den Asura Gajamukha tötet, der immer (nach den Devas, die sich ihm in der Schlacht stellen) sucht! Gewähre mir als meine heilige Aufgabe das himmlische Seva, Dein Lob zu singen in Form von „der tanzende Pfau, der Vel und der schöne Hahn“.

Erklärung:

Das Kandar Anubhuti beginnt mit diesem Vers. Der Vers beginnt mit dem Wort „Aadum“ das das Akara (A), Ukara (U) und Makara (M) enthält, was „OM“ bedeutet. Also beginnt das Werk mit OM oder Pranava, dem heiligen Mantra. Die erste Zeile des Anubhuti „Aadum Pari Vel Aniseval“ enthält noch einmal das große Mantra auf Tamil „Velum Mayilum Tunai“, was bedeutet „Der Vel und der Pfau sind (mein) Schutz oder (meine) Unterstützung. Arunagiri bittet also um die Segnung, beständig dieses große Mantra „Om Velum Mayilum Tunai“ zu wiederholen. Der Pfau symbolisiert in seiner tanzenden Haltung „Om“. Der Vel steht für reines Wissen. Der Hahn kündigt in den frühen Morgenstunden die Ankunft des Lichtes oder der Sonne an und der himmlische Hahn auf dem Banner des Herrn weist auf die Ankunft der Weisheit, Jnana-Surya, hin.

Kandar Anubhuti In diesem munteren Zustand des Krähens sieht der Hahn noch schöner aus als sonst; darum sagt Arunagiri „der schöne Hahn“. Es ist interessant zu bemerken, dass der Heilige dem Pfau und dem Hahn die Adjektive „tanzend“ und „schön“ beigefügt hat, aber dem Vel nichts, weil der Vel, der reines Wissen und mit Gott selbst identisch ist, keiner weiteren Adjektive bedarf; es gibt allem Wert und nichts kann seinen Ruhm erhöhen. In einigen Versen bezieht er sich auf den Vel als „scharfer Vel“, „unvergleichlicher Vel“, „Sieges-Vel“ usw., aber dies sind keine Adjektive für den Vel; sie bezeichnen nur diesen besonderen Aspekt des Vel, der gemäß dem Kontext in dem jeweiligen Vers angerufen wird.

Gajamukha war ein Asura mit einem Elefantengesicht, dem von Shiva das Geschenk gewährt wurde, nicht getötet werden zu können. Seine einzige Tätigkeit war es, die Devas im Himmel zu plagen. Die Devas beklagten ihren Zustand vor Shiva. Einmal betraten Shiva und Parvati Devi das Mantra-Mandapa (das Haus der Mantras, worin 70 Millionen Mantras sind) auf dem Berg Kailash und betrachteten gnadenvoll die Samashti und Vyashti Pranavas (Pranava = das Mantra Om). Bei diesem Blick umarmten sich die beiden Pranavas und daraus entstand der himmlische Avatar von Ganesha, der Gestalt des Pranava. Ganesha kämpfte unter der Anleitung von Shiva mit dem Asura Gajamukha.

Da er die Gabe bekommen hatte, durch keine Astra (Waffe) oder Shastra zerstört werden zu können, brach Ganesha einen seiner beiden Stoßzähne ab und schleuderte ihn auf den Asura. Als ihn der Stoßzahn spaltete, nahm er, weil er aufgrund seiner Gaben nicht getötet werden konnte, die Gestalt einer Ratte an und griff Vigneshvara (Ganesha) weiter an, der ihn durch seinen gnadenvollen Blick zu seinem Vahana, seinem Reittier, machte. Vigneshvara wird deshalb als unvergleichlich bezeichnet, weil er eine Handlung vollbrachte, die sonst niemand hätte tun können. Den Ruhm Gottes zu singen, Nama-Sankirtana, ist eine sehr effektive Art des Sadhana.

Es reinigt das Herz schnell. Der heilige Arunagiri ist selbst ein Beweis dafür, was man erlangen kann, indem man die Namen Gottes und seinen Ruhm singt. Er hat den Segen von Nama-Sankirtana gekostet und betet zu Gott, ihm diese einzige Gabe, Seine Namen immer zu wiederholen, zu gewähren, als Anleitung für uns.

*

Dies ist ein Werk über Anubhuti oder direkte spirituelle Erfahrung. Es ist von Anfang an rein praxisbezogen, da bloßes Philosophieren den Sadhaka nirgends hinführen wird. Darum wird gleich im ersten Vers das praktische Sadhana von Nama Japa oder Nama- Sankirtana (Wiederholen der Namen Gottes und seinen Ruhm singen) hervorgehoben, indem nur um diese einzige Gabe gebeten wird. Unaufhörliche Erinnerung an Gott, durch Nama-Japa, Nama-Sankirtana usw. ist der Anfang des Sadhana. Darauf wird in diesem Vers hingewiesen.

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