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Chipak Mahadev

In einem kleinen Dorf in Indien war es Brauch, dass der Bräutigam zwei Monate vor der Hochzeit das Haus des zukünftigen Schwiegervaters in Begleitung eines Barbiers besuchen sollte. Vor diesem Problem stand auch der Held dieser Geschichte. Er suchte also ein Barbier auf um mit ihm zu seinem Schwiegervater zu gehen. Der Barbier war aber sehr schlau. Er bestand darauf den Bräutigam nur dann zu begleiten, wenn er genau die gleiche Kleidung tragen würde wie der Bräutigam. Schließlich willigte der Bräutigam ein und sie machten sich auf den Weg. Als sie sich dann dem Haus des Schwiegervaters näherten, bat der schlaue Barbier den Bräutigam draußen zu warten, damit er die Familie über seine ehrwürdige Ankunft informieren könne. Der einfältige Bräutigam tat dann auch wie geheißen.

Der schlaue Barbier ging nun ins Haus und sagte der Schwiegermutter, er habe sein Gepäck mit einem Diener draußen gelassen, und man könne jetzt nach dem Diener schicken, damit er das Gepäck hereinhole. Die Familie hielt den Bräutigam also für den Diener und behandelten ihn auch so, während der Barbier wie ein Prinz aufgenommen wurde. Der arme Bräutigam litt schweigend. Dies ging eine ganze Weile so. Eines Tages war nun kein Brennholz im Haus. Die Schwiegermutter fragte den Barbier-Bräutigam, ob sie seinen Diener in den Dschungel schicken könne, damit er Brennholz hole. Bereitwillig gab der schlaue Barbier sofort die Erlaubnis. Der einfältige Bräutigam ging also in den Wald und holte Holz. Da er vergessen hatte ein Seil mit zu nehmen, wusste er bald nicht mehr weiter. Betrübt setzte er sich hin und weinte über sein Schicksal. Zu seinem Glück kamen Shiva (einer der Hauptgötter) und Parvati (Gemahlin Shivas) vorbei und als die Mutter Parvati ihn weinen sah, hatte sie Mitleid mit ihm.

Sie bat Shiva den weinenden Mann nach der Ursache seines Kummers zu fragen. Shiva wollte den Zwischenfall eigentlich ignorieren, aber die Mutter Parvati bestand darauf, dass er den Grund herausfinden müsse. Als Shiva den unglückseligen Bräutigam fragte, warum er denn weine, erzählte ihm dieser die ganze Geschichte. Shiva tröstete den Mann und sagte ihm, dass wenn er die Worte „Chipak Mahadev“ murmeln würde, würde alles auf wunderbare Weise aneinander kleben. Der arme Bräutigam probierte die Worte sofort an dem Holzstapel vor sich aus, und alle Holzstücke klebten zusammen. Er setzte sich das Bündel auf den Kopf und ging zum Haus. Wie er ankam, sah er, dass der Barbier Milch trank. Als er die Tasse and die Lippen setze, sagte der Bräutigam leise das geheimnisvolle Mantra (Gebetsformel) „Chipak Mahadev“. Die Tasse klebte sofort an den Lippen des Barbiers! Nun befand sich der Barbier in einer misslichen Lage. Die Schweigermutter bemerkte bald, dass der vermeintliche Schwiegersohn die Tasse nicht von den Lippen nahm, sie war überrascht und wollte ihm helfen und selbst die Tasse fortnehmen. Aber als sie ihre Hand an die Tasse legte, murmelte der Bräutigam wieder das Mantra „Chipak Mahadev“. Die arme Frau blieb kleben, sie konnte ihre Hand nicht mehr bewegen.

Nach und nach wurden alle Mitglieder der Familie in dieser Falle gefangen und eine ganze Kette hilfloser Opfer klebte zusammen! In ihrer Not wurde ein Pandit (Titel eines gelehrten Brahmanen), der in der Nähe wohnte, gerufen. Schnell kam er zu Pferd. Wie er aber gerade vom Pferd abgesessen war, berührte er den Schweif des Tieres. Leise wiederholte der Bräutigam die gleichen magischen Worte. Der Pandit war verwundert. Er konnte seine Hände einfach nicht vom Schwanz des Pferdes nehmen! Der Pandit überlegte nun, dass alle Mitglieder des Hauses Opfer dieser „klebrigen Angelegenheit“ waren, außer einem einzigen Mann.

Liebevoll rief er also den Bräutigam und fragte ihn, was das alles zu bedeuten habe und weshalb er allein der Strafe entgangen sei. Der betrogene aber gutmütige Bräutigam erzählte also die ganze Geschichte. Alle waren verwundert und schämten sich, dass sie den echten Bräutigam so schäbig behandelt hatten. Der Bräutigam betete zu Shiva und alle wurden befreit. Der Barbier erhielt eine gute Tracht Prügel, die er sich auch verdient hatte und er wurde unverzüglich aus dem Haus gejagt. Und die Moral dieser Geschichte:

betrüge andere nicht.

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