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Die drei Gunas – Nahrung in drei Qualitäten


Gunas in der Yoga ErnährungDie Yoga Ernährung wurde entwickelt, um den Weg für die Meditation und das spirituelle Wachstum zu ebnen. Aber auch für den modernen Menschen, der nicht die Erleuchtung als Ziel hat, hilft die Yoga Ernährung zu einem gesunden und widerstandsfähigen Körper. Sogar die Heilung und Vorbeugung einzelner Krankheiten kann durch diese (vegetarische) Ernährungsform geschehen. 

Die Yoga Ernährung basiert auf drei qualitativen Nahrungsgruppen. Nur die Nahrung mit der bestmöglichen Wirkung auf den Menschen wird in der Yoga Ernährung dem Yoga-Übenden empfohlen. Die drei Nahrungsgruppen werden direkt von den drei „Gunas (Eigenschaften)“ abgeleitet – den drei grundlegenden Eigenschaften der Natur. Die Yogaschriften besagen, dass mit den Gunas die Welt in allen ihren Formen beschrieben werden kann.

  • Die drei qualitativen Prinzipien (Gunas) sind:

    • Sattwa (Leichtigkeit, Licht, Harmonie),
    • Rajas (Aktivität und Bewegung)
    • und Tamas (Trägheit und Dunkelheit).

Die Gunas treten in verschiedenen Graden in allen groben oder feinen Gegenständen (somit auch in Nahrung) auf und wirken auf der physischen, geistigen und emotionalen Ebene. Jedes  Nahrungsmittel wird einem Guna und damit einer der drei Qualitäten zugeordnet. Ziel der Yoga Ernährung ist die sattwige (reine, lichtvolle) Ernährung, welche den Mensch in einen klaren, harmonischen Zustand bringt.

Im Folgenden siehst du, welche Nahrungsmittel welche Qualität haben und wie diese auf den Körper und Geist wirken. In der Yoga Ernährung wird unterschieden in:

◊ Mehr zu: Kein Fleisch und Fisch in der Yoga Ernährung

Sattwige (leichte, reine) Nahrung

Orangen: sattwige NahrungDies ist die ideale Nahrung für den Yoga-Übenden. Unter sattwige Nahrung fällt alles, was deinem Körper wertvolle Nährstoffe und Energie gibt und leicht verdaulich ist. Sie macht den Geist klar, subtil und friedvoll. Sattwige Nahrung lässt dich alle deine physischen, geistigen und spirituellen Fähigkeiten und Talente nutzen – und ist im Übrigen rein vegetarisch.

Beispiele für sattwige Nahrung:

1.    Getreide:

Alle Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollreis, Hirse, Vollweizengries, Buchweizen, Amaranth, Quinoa, Dinkel, Grünkern, Roggen, Gerste, Tapioka. Kartoffeln sind zwar biologisch gesehen Gemüse. Aus Ernährungssicht aber dem Getreide zuzuordnen.

2.    Hülsenfrüchte:

Grüne Linsen, rote Linsen, schwarze Linsen, Mungbohnen, Sojabohnen und Soja-Produkte wie Tofu und Tempeh, Ackerbohnen, geschälte Linsen, Azukibohnen, Kichererbsen, grüne Erbsen, gelbe Erbsen…
Am einfachsten zu verdauen sind: Mungbohnen und Tofu.

3.    Gemüse und Salate:Salat_sattwig

Gekocht und roh zubereitet. Für eine sattwige Ernährung ist ausreichend Rohkost nötig (enthält viel Prana (Lebensenergie). Wichtig ist, verschiedene Sorten zu essen, um ein großes Spektrum an Nährstoffen zu bekommen. Bevorzugt aus biologischem Anbau.

4.    Obst:

Je frischer, desto besser. Bevorzugt aus biologischem Anbau.

5.    Milch und Milchprodukte:

Sauermilchprodukte sind am einfachsten zu verdauen, wie: Joghurt, Kefir, Buttermilch, Dickmilch und Schwedenmilch. Bei Milchallergie oder Laktosemangel durch ein mehr an Hülsenfrüchten zu ersetzen.

… und täglich 1,5-3 l Wasser oder Kräutertee

Am besten ist es täglich aus allen fünf sattwigen Nahrungsgruppen zu essen. Achte auf dein Bauchgefühl und finde selber heraus, welche Nahrungsmittelkombinationen dir am leichtesten bekommen. Dein natürlicher Instinkt wird verstärkt, wenn du nur sattwige Nahrung zu dir nimmst – so kannst du zwischen ungesunden Gelüsten und wirklichem gesunden Appetit unterscheiden.

Deine Lebensumstände und der Biorhythmus befinden sich in ständiger Veränderung. Besser als jeder Ernährungsberater sagt dir dein natürlicher Instinkt, was jeweils das Beste für dich heute ist. Nach einiger Zeit wirst du feststellen: Das, was du magst, ist das, was gut für dich ist.

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Rajasige Nahrung

Chili - rajasig

Alles, was deinen Körper, deinen Geist und deine Emotionen unruhig macht, gehört in die Kategorie der rajasigen Nahrung. Yoga-Übende sollten diese Gruppe auf ein Minimum reduzieren. Denn alles, was die Leidenschaften anregt, macht den Geist schwer kontrollierbar – was keine gute Vorraussetzung für die Meditation ist.

Beispiele für rajasige Nahrung:

  • Eier
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Scharfe Gewürze (Cayenne-Pfeffer und Cilli)
  • Alles Saure und Bittre
  • Weißer Zucker, Weißmehl, Weißbrot

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Tamasige Nahrung

Aus yogischer Sicht sollte diese Nahrung, so gut es geht, vermieden werden. Tamasige Nahrung macht deinen Körper träge und schwer oder wirkt sogar als Gift auf deinen Körper.

Beispiele für tamasige Nahrung:  

  • Faule, unreife oder überreifte Nahrungsmittel
  • Fleisch, Geflügel, Fisch
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Alles vergorene, wie Essig (außer Milchsauer-Vergorenes – siehe sattwige Nahrung)
  • Konserven, Tiefkühlkost
  • Essen, was zu lange gekocht wurde oder zu oft aufgewärmt wurde.
  • Zuviel Essen
  • Alkohol, Drogen, Tabak und viele Medikamente (auch wenn das nicht in die Gruppe der Nahrungsmittel gehört)

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Die besondere Bedeutung von Fleisch und Fisch

Vegetarisch LebenFleisch zu verzehren steht mit dem Zielen der yogischen Ernährung im Widerspruch, darum bedeutet Yoga Ernährung auch vegetarische Ernährung. Ein klarer Geist und ein ausgeglichenes Gefühlsleben erreicht man durch lebendige, vitale Nahrung.

Das Töten eines Tieres beinhaltet immer einen Gewaltakt, weswegen Fleisch und Fisch zu den tamasigsten Nahrungsmitteln gehört. Das Tier empfindet bei der Schlachtung im wahrsten Sinne des Wortes Existenzängste. Aus der Sicht der Yoga-Philosophie nimmt man automatisch diese Gefühle auf, wenn der Mensch das Fleisch von dem geschlachteten Tier isst. Noch schlimmer ist es, wenn das Tier sein ganzes Leben in einer Massentierhaltung verbracht hat und die ganze Zeit schlecht behandelt wurde. Eine Mischung aus Ohnmacht, Aggressionen, Verzweiflung, Stress, Fluchtimpulse und tiefe Trauer begleiten die Tiere und bleiben energetisch im Gewebe hängen. Keine Art von Stimmung, die für einen selbst wünschenswert wäre. Auf der physischen Ebene enthält Fleisch oder Fisch viele Stresshormone, die in diesen hohen Mengen wie Gift für den menschlichen Körper wirken und sich dem entsprechend auf das eigene Gemüt auswirken.

Aus dem Grund berichten viele Menschen, dass sie sich friedlicher fühlen und mehr Mitgefühl empfinden seitdem sie sich vegetarisch ernähren.
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Wie ist es bei dir? Kannst du es bestätigen, dass vegetarisches Essen sich positiv auf die Psyche auswirkt?


Und weitere Tipps für die yogische Ernährung findest du hier >>


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22. August 2016
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