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Göttliche Erkenntnis

 

Judentum

Judentum

Der Judaismus wird gebildet aus den religiösen Lehren und Riten der Juden, so wie sie im Gesetz von Moses vorgeschrieben sind. Der Judaismus basiert auf dem Parsismus. Er ließ zwei große Weltreligionen entstehen, nämlich Christentum und Islam. Die Mohammedaner sagen, daß ihre Religion auf dem Judaismus basiert. Auch der Koran sagt das ganz klar.

Die Auffassung des Parsismus von Ahura Mazda als dem höchsten Wesen ist vollkommen identisch mit der Vorstellung von Elohim (Gott) Jehova, den wir in den Büchern des Alten Testaments antreffen.
Abraham, der Prophet, war der ersten Mensch, der Gott der gesamten Menschheit enthüllte. Er ist der Begründer der hebräischen Rasse. Hebru ist einer der Nachkommen Jakobs, ein Israelite, ein Jude. Isaak hatte zwei Söhne, Essan und Jakob, und ihre Nachkommen sind einerseits die Christen und andererseits die Juden. Abrahmam hatte zwei Söhne (einen von Sarah und einen von Hagar, der ägyptischen Frau), nämlich Isaak und Ismael, die jeweils die Väter der Juden und der Mohammedaner sind.

Das Alte und das Neue Testament

Das Alte Testament enthält die heiligen Schriften der alten jüdischen Rasse. Der neuere Teil ist als das Neue Testament bekannt, das nach dem Kommen von Jesus Christus, vor mehr als neunzehnhundert Jahren, begonnen wurde. Lange bevor Jesus auf diese Welt kam, schrieben und lasen die Juden ihre heiligen Bücher. Diese waren in ihrer hebräischen Sprache verfaßt. Die alten hebräischen Bücher wurden etwa zweihundert Jahre vor der christlichen Zeit ins Griechische übersetzt.

Die Bücher der Juden gliederten sich in drei Hauptteile. Der erste wurde »Das Gesetz« genannt. Er sprach von den Weltgesetzen. Diese Bücher bilden jetzt den ersten Teil der Bibel, Genesis, Exodus, Levitikus, Zahlen und Deuteronomium. Die zweite Kategorie waren die Bücher der Propheten. Sie umfaßten Josua, Isaiah und Jeremias. Psalmen und Sprüche bilden die dritte Kategorie. Das Alte Testament hat 39 Bücher.

Das Neue Testament umfaßt 27 Bücher. Die ersten vier Bücher sind die Evangelien, die das Leben von Christus auf dieser Erde beschreiben. Das nächste Buch berichtet von den Taten der Aposteln, im besonderen vom bedeutenden Apostel Paulus. Die einundzwanzig kürzeren Bücher geben die Gedanken wieder, die dem christlichen Glauben der Frühchristen zugrunde liegen. Das letzte Buch ist das Buch der Offenbarungen. Es beschreibt die Serie der Visionen, nämlich das Lamm Gottes und die himmlische Stadt. Der Autor ist Johannes, der Lieblingsapostel von Jesus. Alle diese Büchen waren in Griechisch verfaßt, der Sprache der Gebildeten zu Beginn der christlichen Zeit.

Jüdische Sekten

Das Gesetz war als ein vollständiges System erstellt, nach dem die Menschen leben sollten. Unter dem Gesetz verstand man im besonderen den Pentateuch. Jedes Wort des Pentateuch wurde als Inspiration und direkte Offenbarung an Moses betrachtet.a) Es bestand das Bedürfnis nach Erklärung des Gesetzes. Die Schreiber waren die Interpreten des Gesetzes. Sie erklärten die Regeln der Thorah und wandten sie auf Einzelfälle an. Die Schreiber waren in Israel als Gesetzgeber und Richter anerkannt. Ihre Entscheidungen hatten Gesetzeskraft. Die ersten Schreiber waren Priester.

b) Die Bruderschaft der Pharisäer war die Volks- oder Nationalpartei. Sie glaubten an die Doktrin der Unsterblichkeit, die Auferstehung des Körpers und die Existenz von Engeln und Geistern. Als religiöse Lehrer hielten sie die Autorität der mündlichen Überlieferung ebenso hoch wie die des geschriebenen Gesetzes. Sie neigten zum Fatalismus in der Frage der Willensfreiheit. Die Zeloten waren eine extreme Form der Pharisäerbewegung.

c) Die Sadduzäer waren aristokratische Priester. Sie hielten sich an den Buchstaben der Offenbarung Moses. Sie anerkannten nicht die Autorität der mündlichen Überlieferung nach der Interpretation der Pharisäer. Sie lehrten vollständige Willensfreiheit im moralischen Handeln. Sie glaubten nicht an Engel und Geister. Sie anerkannten nicht die Lehre der Unsterblichkeit als eine Ableitung aus dem Pentateuch.
d) Die Essener hielten sich an Zölibat, Isolation, Schweigen, zerimonielle Opferungen und Enthaltung von tierischer Nahrung. Sie übten Askese. Sie verehrten Sonne und Engel. Sie glaubten an die dualistische Theorie von Gut und Böse nach dem Lichtsymbolismus. Sie praktizierten keine Opfer und keinen Gottesdienst im Tempel.

Thora

Die Propheten Israels waren große religiöse Führer, die in das hebräische Gedankengut einen großen Fortschritt brachten. Rabbis waren auch maßgebliche Lehrer. Sie arbeiteten sehr hart auf dem Gebiet der Thora. Sie brachten die umfangreiche Literatur des Talmud hervor. Sie waren die Repräsentanten des Pharisäertums. Der Talmud ist unerläßlich für die Kenntnis des hebräischen Gedankengutes.

Die Thora wurde in zehn Worten vermittelt. Jedes Wort bekam eine Stimme. Jede Stimme wurde in 70 Stimmen unterteilt, die alle vor den Augen ganz Israels schienen und glänzten. Die Thora sagt, daß die göttliche Offenbarung am Berg Sinai in den fünf Büchern Moses verkörpert ist. Die Thora (Gesetz) so wie sie von Moses gegeben worden war, besteht aus 613 Geboten, die die Essenz der göttlichen und der irdischen Mysterien darstellen. Die Thora zeigt eher einen Lebensweg als eine Glaubensform.

Moses erhielt die Thora (Gesetz, Richtung, Anweisung) am Sinai und gab sie weiter an Joshua, Joshua an die Ältesten, die Ältesten an die Propheten, und die Propheten gaben sie weiter an die Männer der Großen Synagoge, eine Synode von enthusiastischen Männern, die von Ezra, dem Schriftgelehrten aus dem fünften Jahrhundert vor Christus, geschaffen worden war. Die Funktion der Synagoge war Studium und Lehre der Thora. Die Synagoge war eine Kirche, eine Schule und ein Gerichtshof. Sie war ein Haus der Unterweisung. Die Einheit Gottes, die Nichtkörperlichkeit Gottes und die Heiligkeit Gottes sind die Hauptcharakteristika des Judentums.

Gott gab am Berge Sinai Moses Seine Zehn Gebote. Der Herr berief ihn auf den Berg und sagte: »So sollst Du es dem Hause Jakobs mitteilen und den Kindern Israels sagen.«

Die Zehn Gebote

1) Ich bin der Herrn dein Gott, der Dich aus dem Land Ägypten, dem Haus der Gefangenschaft, geführt hat.
2) Du sollst keine anderen Götter vor Mir haben. Du sollst Dir kein Götzenbild machen und kein Abbild von etwas, das sich im Himmel oben befindet, in der Erde darunter oder im Wasser unter der Erde; Du sollst Dich nicht vor ihnen verbeugen und ihnen dienen; denn Ich, der Herr dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott und bestrafe die Sünden der Väter auf die Kinder bis zur dritten und vierten Generation, derer, die Mich hassen, und zeige Gnade denen, die Mich lieben und Meine Gebote einhalten.
3) Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht verunglimpfen; denn der Herr wird den nicht schuldlos lassen, der Seinen Namen verunglimpft.
4) Gedenke des Sabbath-Tages und halte ihn heilig. Sechs Tage sollst Du tätig sein und all deine Arbeit tun; aber der siebente Tag ist der Sabbath des Herrn, deines Gottes; an ihm sollst Du keinerlei Arbeit verrichten, weder Du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Diener oder deine Dienerin, nicht dein Rind und auch nicht der Fremde, der sich auf deinem Grund befindet: denn in sechs Tagen schuf der Herr Himmel und Erde, das Meer und alles, was sich hier befindet, und er ruhte am siebenten Tag; daher segnete der Herr den Sabbathtag und heiligte ihn.
5) Ehre deinen Vater und deine Mutter; damit deine Tage lange seien im Land, das der Herr, dein Gott, Dir gibt.
6) Du sollst nicht töten.
7) Du sollst nicht ehebrechen.
8) Du sollst nicht stehlen.
9) Du sollst keine falsche Zeugenschaft ablegen über deinen Nächsten.
10) Du sollst nicht begehren deines Nachbarn Haus, Du sollst nicht begehren deines Nachbarn Frau, seinen Diener, seine Dienerin, seinen Ochsen oder seinen Esel und auch sonst nichts, was der Besitz deines Nachbarn ist.

Mosaische Kosmologie

Das ist die Mosaische Darstellung der Theorie von der Weltentstehung. Am ersten Tag wurden Himmel und Erde geschaffen; am zweiten das Firmament und das Wasser; am dritten das trockene Land, das Gras, die Vögel und die Obstbäume; am vierten die Lichter, die Sonne, der Mond und die Sterne; am fünften die sich bewegenden Geschöpfe, die Vögel und die großen Wale; am sechsten die Lebewesen, das Vieh, die Kriechtiere, die Masttiere und der Mensch. In der Genesis endet die Schöpfung mit der Erschaffung des Menschen. Gott schuf Adam am sechsten Tag und gab die Tiere in seine Obhut. Adam hatte drei Kinder, Kain, Abel und Seth. Kain tötete Abel. Die Nachfahren von Kain wurden in der Flut ertränkt. Die Nachkommen von Seth sind die gesamte Menschheit auf der Welt. Der Herr setzte Adam in den Garten Eden, damit er ihn bestelle und bewahre.

Grundsätze des Judentums

Die Juden glauben an die Wiederauferstehung, an Engel und an die Existenz von zwei Kräften, nämlich Gott und Teufel oder Satan.

Juden glauben, daß die Handlungen des Menschen am Tage des Gerichts in einer Waage abgewogen werden. Die Menschen werden nach der Wiederauferstehung über die Höllenbrücke gehen müssen.
Die Einheit Gottes ist das Hauptprinzip der Religion der Hebräer. Gott ist körperlos. Das ist auch ein Lehrsatz von großer Wichtigkeit. Gott ist stets rein und heilig. Das ist die dritte wesentliche Eigenschaft Gottes. Er ist der Schöpfer der ganzen Welt. Er ist der Vater all Seiner Geschöpfe. Er ist gerecht und barmherzig. Er ist ohne Sünde.

Die jüdischen Heiligen haben viel über Kraft und Wirksamkeit der Reue gesprochen. Glücklich ist der Mensch, der bereut. Die Tore der Reue verschließen sich nie. Reue verlängert das Leben eines Menschen. Die Tränen echter Reue werden nicht umsonst vergossen. Selbst die Rechtschaffensten werden keinen so hohen Platz im Himmel erhalten wie der wahrhaft Reuige. Bereue einen Tag, bevor Du stirbst, aufrichtig und mit zerknischtem Herzen. Nach dem Bereuen sollst Du dieselbe schlechte Tat nicht noch einmal begehen. Schon eine Stunde, die Du mit zerknischtem Herzen in dieser Welt in Reue zubringst, ist einem ganzen Leben in der nächsten Welt vorzuziehen. Das Ende und Ziel aller Weisheit ist Reue.


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