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Swami Krishnananda:

Antwort auf deine Fragen

Kapitel 18

Die Suche nach Glückseligkeit

Swamiji: Welches Ziel hast Du?

Ein Amerikaner: Philosophisch betrachtet glaube ich, daß wir uns alle Frieden und Freude wünschen, wobei es gleich ist, ob wir es im geschäftlichen Umfeld, in der Liebe oder in der Religion suchen.

Swamiji: Welche Freude erwartest Du von einem Leben, das in dieser Welt durch den Augenblick und eine ständige Bewegung mit vorübergehenden glücklichen Höhepunkten gekennzeichnet ist, in dem es nichts Dauerhaftes und letztendlich keine Kontrolle über irgend etwas gibt? Vielleicht kann gleichbleibende und nicht bloß vorüberfließende Glückseligkeit in einer Welt, die ih­rer Natur gemäß ständig im Fluß ist, nicht gefunden werden.

Niemand kann in dieser Welt glücklich sein, obwohl es die Glückseligkeit ist, die wir suchen. Dieses scheint im Gegensatz zu unseren Versuchen zu stehen. Wie kann man, in eine Welt von Bewegungen und Augenblicken verwickelt, beständiges Glück erwarten? Und doch sehnt sich Dein Herz nach beständi­gem Glück und nicht nur nach einer Freude für den Augenblick.

Tatsächlich ist die Freude, nach der wir uns sehnen, überphysisch und überir­disch; sie ist all-durchdringend. Alles das, was wir erfahren, wahrnehmen oder berühren, was wir im psychologischen Sinne aufgrund unserer Sinneswahrnehmungen fühlen, ist nicht die Freude, nach der wir uns letztendlich sehnen. Es gibt etwas in uns, das alldurchdringend und übernatürlich ist, und wenn Du mit diesem alldurchdingenden Element in Dir selbst oder in der Welt in Berührung kommst, dann bist Du möglicherweise mit der Quelle der Freude in Ver­bindung, - was übrigens die Aufgabe der Religionen ist.

Unter Religion versteht man nichts weiter als die Kunst, mit der Quelle des wirk­lichen Glücks in Verbindung zu treten, was, wie wir in der kleinen Analyse herausgefunden haben, nicht selbstverständlich in dieser Welt ist. Wenn ich „in dieser Welt“ sage, dann meine ich alles, was mit den Sinnen wahrnehmbar ist. Selbst dieser Körper ist keine verläßliche Glücksquelle, denn er kommt und geht.

Diesem Körper wurde die Geburt geschenkt, und er wird eines Tages dahin­scheiden. Würdest Du gerne Dein Glück mit einem Körper verbinden, der kommt und geht? Möchtest Du, daß Deine Freude kommt und geht? Du hast Dich bereits dafür entschieden, daß Du kein Verlangen nach vergänglicher Freu­de hast. Du möchtest beständige Freude, die nicht wieder vergeht, der Körper ist aber gekommen und er wird auch wieder gehen. Unsere Beziehun­gen, das Eigentum, die Welt, dieser Körper, alles wird uns verlassen. Wohin gehen wir letztendlich? DAS mußt Du mit Hilfe einer inneren Vision, durch Tie­fen-Analyse Deines Selbst’, durch Meditation, - genannt Yoga -, durch Reli­gion, Metaphysik usw. herausfinden.

Direkter Handlungsbedarf ist hier erforderlich; es muß etwas getan werden. Meditationspraxis ist die Konzentration auf irgend etwas, aber was ist dieses „Etwas“? Im Kriya-Yoga konzentriert man sich auf einen bestimmten Atemprozeß, - dieses ist eine Methode. Meditation ist die Kunst, mit der „Wirklichkeit“ in Verbindung zu treten, und darum muß man sich zuerst darüber klar werden, was „Wirklichkeit“ bedeutet. Man kann sich nicht auf etwas konzentrieren, das dem Verstand nicht klar ist.

Was möchtest Du letztendlich? Darauf mußt Du Deine Aufmerksamkeit lenken. Es ist dabei unwichtig, ob Du Hatha-Yoga, Kriya-Yoga oder irgend etwas ande­res anwendest. Richte Dein Bewußtsein auf Deine Vorstellung von der endgül­tigen Selbstverwirklichung und Du wirst gesegnet sein. Du mußt selbst ent­scheiden, was für Dich in dieser Welt letztendlich „Wirklichkeit“ bedeutet. Dann richte Deine ganze Aufmerksamkeit und Dein Bewußtsein darauf aus. Dieses ist Meditation und trägt sonst keinen besonderen Namen.

Man wendet verschiedene vorbereitende Techniken an, wie zum Beispiel Kar­ma-Yoga, Bhakti-Yoga, Raja-Yoga, Kriya-Yoga und Kundalini-Yoga, die sich aber von Schule zu Schule unterscheiden. Diese Namen wurden nur für die vorzubereitenden Stufen vergeben, sie haben aber letztendlich alle das glei­che Ziel. Dieses Ziel bedeutet „Eintauchen in die Wirklichkeit“. Was bedeutet Wirk­lichkeit? Dies erfordert das Wissen eines Lehrers. Dazu muß jeder einen Leh­rer oder einen Guru aufsuchen, der dringend notwendig ist.

Jedermann hat sein Konzept für das „Absolute Sein“, konzentriere Dich darauf. Das Wort „Absolut“ beinhaltet das Endgültige und es gibt nichts darüber hin­aus. Wenn Du danach fragst, dann brauchst Du nach nichts anderem mehr zu fragen. Richte Deinen Verstand darauf aus. Das ist die ganze Religion, Philo­sophie und Yoga.



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