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Studien über vergleichbare Philosophie

 

René Descartes

René Descartes wird richtigerweise als der Vater der modernen Philosophie bezeichnet. In ihm war der Drang zu einer modernen Philosophie, die frei von den alten Griechen und dem Hang zur Theologie des Mittelalters war, und die hauptsächlich auf einer wissenschaftlichen und rationalen Grundlage beruhte. Descartes erkannte, dass die Prinzipien der Philosophie auf augenscheinliche Wahrheiten basieren müssten, die sicher und für immer zweifelsfrei sind und selbst mathematischen Grundsätzen standhielten, von denen sich alle anderen Wahrheiten in logischer Reihenfolge korrekt schlussfolgern ließen, vorausgesetzt man machte keine Fehler in der Kalkulation und verstandesmäßigen Vorgehensweise. Er hatte das Problem, solch ein augenscheinliches Prinzip, auf das alle weiteren Entdeckungen und Untersuchungen basieren könnten, zu finden.

Descartes fing an zu zweifeln. Er entdeckte, dass man den Sinneswahrnehmungen nicht trauen konnte, denn sie führten zu Täuschungen und es ist schwer, sich der Wirklichkeit der Dinge zu versichern, die das individuelle Interesse weckten. Man kann sich nicht einmal der Wirklichkeit des eigenen Körpers sicher sein; möglicherweise träumt man nur davon, einen Körper zu haben; vielleicht träumt er auch nur von sichtbaren äußeren Objekten. Woher weiß man, ob man wach ist oder nur träumt? Vielleicht ist der Glaube an das, was wir sehen, ein völliges Missverständnis. Vielleicht existiert die Welt nur als Vorstellung im menschlichen Geist. Es könnte sich um eine Illusion handeln, die durch Gedanken hervorgerufen wird. Alles könnte angezweifelt werden, selbst die mathematischen Wahrheiten. Einzig sicher scheint, dass nichts sicher ist!

Nun kommt der erleuchtende Gedanke des Genies Descartes. Er fand heraus, dass bei allem Zweifel, die Tatsache des Zweifelns selbst nicht angezweifelt werden kann. Der Zweifel kann nicht bezweifelt werden. In den Gedanken existiert Zweifel; dies ist sicher. Und darum muss die Existenz des Zweiflers oder Denkers auch sicher sein. ‚Cogito, ergo sum‘ folgert Descartes. „Darum glaube ich, ich bin.“ Aus dem Gesichtspunkt des Denkens muss gefolgert werden, dass der Denker ein spirituelles Sein ist; ich bin, und ich muss von Natur aus im Wesen spirituell sein. Dieses Wissen ist die einzige gesicherte Erkenntnis. Und diese Erkenntnis stammt nicht von der Sinneswahrnehmung oder Vorstellung. Hier liegt die selbsterklärende rationale Basis für alle Schlussfolgerungen in der Philosophie. Dieses ist ein universaler und notwendiger Grundsatz.
In der Vedanta finden wir die umgekehrte Schlussfolgerung zur Gedankenkette von Descartes. Die Vedanta folgert die Gedanken von dem Denker und nicht den Denker von den Gedanken. Anstatt zu sagen, „ich denke, darum bin ich“, heißt es dort, „ich bin, darum denke ich.“ Das Selbst kommt in der Vedanta vor dem Denken. Die Tatsache des Denkens ist nicht zweifelsfrei und selbsterklärend, sondern unsere Existenz. Das Bewusstsein der eigenen Existenz kann nicht vom Denken oder Zweifeln hergeleitet werden. Sie ist nur selbsterklärende Wahrheit, die jenseits aller Beweise ist, und die Quelle aller Beweise ist. So wie das berühmte Werk Shankara’s lautet: „Niemand bezweifelt sein eigenes Selbst.“ Und dies ist nicht das Ergebnis einer Gedankenkette oder einer Schlussfolgerung, die von einer Abfolge einer empirischen Denkfunktion hergeleitet wurde. Für die Vedanta ist das höchste Bewusstsein im Selbst, und dieses Bewusstsein ist mit der Existenz identisch. Sat und Chit (Existenz und Bewusstsein) sind nicht voneinander trennbar. Die Erfahrung der Welt durch die Sinne und den Geist, die verschiedenen Prozesse des Denkens und die unterschiedlichen Verwicklungen durch diese Erfahrungen sind alles Ableger des Bewusstseins des einen Selbst. Gedanken gehen nicht dem Denker voraus, sondern der Denker geht den Gedanken voraus, und das Bewusstsein des Denkers geht der Feststellung voraus, ein Denker zu sein.

Descartes macht sein ‚Cogito, ergo sum‘ zum Ausgangspunkt für den Beweis der Existenz Gottes. ‚Ich denke, darum bin ich‘, ist eine unbestrittene Wahrheit. Gedanken müssen existieren, denn der Denker existiert. Nun betrachten wir den Gedanken oder die Idee von Gott, die im Geist aufkommt. Natürlich hat jede Wirkung eine Ursache; die Idee von Gott muss irgendwo seinen Anfang genommen haben. Es ist auch bekannt, dass die Wirkung nicht niedriger einzustufen ist als die Ursache. Wenn es irgendeinen Wert oder Wirklichkeit in der Wirkung gibt, muss diese auch in der Ursache vorhanden sein. Denn nichts kann von nichts kommen; auch dies ist eine selbsterklärende Wahrheit. Die Wirkung kann darum keine höhere Wirklichkeit besitzen als die Ursache. Darum kann die Idee von Gott, der unendliches Sein ist, nicht von mir, - einem endlich Sein, - kommen. Aus diesem Grunde muss diese Idee von etwas Unendlichem, aus einer unendlichen Quelle (Ursache) kommen, die diese Idee in mich hineingepflanzt hat. Diese unendliche Existenz ist für diese Idee von einem unendlichen Gott in mir verantwortlich. Auf diese Weise ist die Existenz Gottes bewiesen.

Descartes hätte besser wie folgt argumentieren sollen: die Idee des Unendlichen ist in meinem Geist; sie ist mir in den Kopf gekommen. Doch ich bin ein endliches Wesen; wie kann es dann möglich sein, dass eine höher stehende Wirkung in den Geist einer niederen Ursache kommt? Dies ist nicht möglich, denn die Ursache ist mindesten ebenso hoch einzustufen wie die Wirkung. Doch es ist auch richtig, dass die Idee von dem Unendlichen in meinen Geist gekommen ist. Diese Idee kommt nicht von jemanden anders. Und meine Idee ist wirklich, sie existiert, denn ich, der Urheber dieser Idee, existiere wirklich, - meine Existenz kann nicht angezweifelt werden, ‚Cogito ergo sum‘. Wenn also meine Idee von dem Unendlichen existiert, und wenn sie eine Ursache hat, und ich die Ursache bin, und die Ursache keinen niederen Stand als die Wirkung haben kann, dann muss die Idee etwas Unendliches sein. Unendliches Sein muss Gott sein, denn es kann keine zwei Unendlichkeiten geben. Auf diese Weise wird gleichzeitig die Existenz Gottes und meine göttliche Identität bewiesen. Wenn Descartes dieser Gedankenkette gefolgt wäre, dann wäre er näher an die Wahrheit von der Advaita Vedanta herangekommen, die besagt, dass die individuelle Seele vom Wesen her eins mit dem Absoluten ist. Doch das hat Descartes nicht gemacht, denn er hat sein Selbst in einem endlichen Zustand belassen. Darum unterscheidet sich dieses Selbst von Descartes vom Atman der Vedanta.

Das Argument wird durch seinen moralischen Aspekt gerechtfertigt, was das Unendliche zum Ziel des moralischen Dranges in uns macht, was uns immer dazu bringt, danach zu streben vollkommen zu werden, die Verwicklungen seiner Existenz in den Gefühlen zu entdecken, und unser endliches Sein und unsere Unvollkommenheit zu akzeptieren. Descartes flüchtet sich bei seiner Argumentation in diesen Aspekt und sagt, dass ein Bezug zum unendlichen und vollkommenen Sein notwendigerweise in die Erkenntnis der eigenen Endlichkeit und Unvollkommenheit eingeschlossen ist. Ich weiß, dass ich endlich bin; darum existiert das Unendliche. Die Kenntnis der Beschränkung deutet auf etwas hin, das jenseits der Grenzen ist.

Diese Schlussfolgerung von Descartes kann weitgehend von der Vedanta akzeptiert werden. Für die Vedanta ist Mumukshutva oder das Verlangen nach Freiheit, das sich aus dem Gefühl des beschränkten Selbst erhebt, nur von Bedeutung, wenn Unendlichkeit existiert. Doch als Beweis für die Existenz der Unendlichkeit reicht nicht die logische Schlussfolgerung aus, sondern nur ein innerer fester Glaube, unabhängig von Verstand und gefühlsmäßigem Drang, obwohl der Suchende zu einem späteren Zeitpunkt zu seiner inneren Zufriedenheit und Stärke danach sucht, die Richtigkeit seines inneren Rufes mit seinem Verstand zu rechtfertigen. Was die Vedanta als Viveka oder Unterscheidungsfähigkeit zwischen dem Wirklichen und Unwirklichen bezeichnet, und bei einem spirituellen Sucher eine natürliche Begleiterscheinung ist, ist eine rationale Überzeugung von seinem höheren Auftrag, in dem Suchenden mit dem Drang zum Ewigen notwendigerweise automatisch verwickelt ist.

Descartes folgert von der Vollkommenheit die Gott darstellt, dass Gott die letzte ursachenlose Ursache ist, was im Widerspruch zur Argumentation von Aristoteles steht. Nur der Eintritt eines solchen Gottes vermeidet eine Rückwärtsbewegung bei der Suche nach der letzten Ursache. Descartes hält daran fest, dass die angeborene Idee von Gott, die sich im Geist erhebt, Beweis genug ist, dass Gott den Menschen in seiner eigenen Vorstellung erschaffen hat. Die Existenz Gottes ist die Vorbedingung für die Existenz aller Dinge, die auch die individuellen Seelen und die Idee von Gott im menschlichen Geist einschließt. Es kann keine Idee ohne die Existenz Gottes geben. Gott ist etwas Geistiges, Intelligenz, Allwissendes, Güte und etwas Rechtes. Er ist allmächtig, ewig. Er ist keinen Veränderungen unterworfen und formlos. Als tief religiöser Mensch lässt Descartes den Verstand nur gelten, wenn er nicht mit der höheren Macht kollidiert. Dies ist auch die Position der Vedanta, für die der Verstand allein weit hinderlicher ist als das er nützt. Der Wert dieses Verstandes befindet sich in Übereinstimmung mit Sruti oder intuitionaler Offenbarung.

Unsere Gefühle liegen in der Ursache der Körper, die sich in den Raum ausdehnen. Dinge oder Körper sind Substanzen, deren Existenz sich außerhalb der Gefühle befinden, und die unabhängig unserer Gedanken sind. Auf diese Weise setzt Descartes drei Existenzen oder Substanzen voraus: Gott, Geist und Körper. Geist und Körper unterscheiden sich voneinander und kennen einander nur durch ihre Funktionen und Besitzverhältnisse; doch beide hängen von der absoluten Substanz - Gott - ab. Die Körper werden von Gott gesteuert, denn sie sind nicht in der Lage, sich unabhängig voneinander zu bewegen; sie sind passiv, Und ihre Bewegungen unterliegen den mechanischen Gesetzen. Doch Descartes glaubt nicht, dass Gott sich in die Mechanik der Welt einmischen kann. Gott hat die Welt bei sei-ner Schöpfung mit einer bestimmten Bewegungsmöglichkeit und Ruhe ausgestattet und sich selbst dabei in der Beeinflussung der Materie so weit beschränkt, wie er es selbst beim Schöpfungsakt vorgesehen hatte. Die Bewegungsaktivität kann nicht weiter ausgedehnt werden, obwohl Gott die Welt beim Schöpfungsakt hätte anders ausstatten können. Bewegung und Ruhe unterliegen dem Einflussbereich der Materie und nehmen weder zu noch ab.
 

Der Geist hat gemäß Descartes nicht dieselbe Ausdehnungsmöglichkeit wie ein Körper. Er unterscheidet sich vollkommen von den Körpern. Körper und Geist hängen voneinander ab, und beide hängen von Gott ab. Zwischen Körper und Geist herrscht Dualismus, und der Körper wird durch mechanischen Gesetze bestimmt. Der Geist ist nicht ein Teil der physischen Welt, die aus ausgedehnten Körpern besteht. Descartes hat keine Teleologie über Materie und ihre Gesetze. Die Wege der Welt werden nicht durch ei-nen Sinn oder eine letzte Ursache bestimmt. Die physikalischen Gesetze der Mechanik regieren die Welt der Materie. Selbst der menschliche Körper ist, obwohl er organisch ist, in seiner Funktionsweise mechanisch und wird durch die Hitze des Herzgenerators angetrieben. Der Körper arbeitet nicht zweckdienlich, sondern wie eine Maschine automatisch.

Der merkwürdigste Teil der Philosophie von Descartes ist seine Sichtweise, dass Körper und Geist nicht miteinander kommunizieren, um Änderungen herbeizuführen, und dass deren scheinbare verändernde Kommunikation nur auf der Übereinstimmung ihrer Funktionen beruht, die, wie zwei aufeinander abgestimmte Uhren, die die gleiche Zeit anzeigen, in die gleiche Richtung laufen. Descartes ist nicht geneigt, irgendeiner Abhängigkeit von Körper und Geist oder umgekehrt zuzustimmen. Die parallele Arbeitsweise von Körper und Geist ist seiner Meinung nach eine Fügung Gottes.

Es existiert ein radikaler Unterschied zwischen Descartes und der Vedanta in Bezug auf die Beziehung zwischen Gott, der Welt und der Seele. Descartes vermischt den Geist und die Seele und scheint zu glauben, dass der Geist die Seele oder das innere Selbst eines Menschen ist. Für die Vedanta ist die Seele das Bewusstsein. Die absolute Seele oder Gott ist das absolute Bewusstsein, das bei allen Aktivitäten im Hintergrund vorhanden ist. Das Bewusstsein offenbart sich jedoch als die individuelle Seele durch den Geist und nimmt auf diese Weise an der vorübergehenden und sich verändernden Charakteristika des Geistes teil. Der Geist ist eigentlich träge und hat in sich kein Bewusstsein; er dient lediglich als Vehikel der Individualität, und sein Bewusstsein wurde von der absoluten Seele ausgeborgt. Darum kann der Geist nicht die Seele sein.

Gott ist nicht von der Welt und den Seelen abgeschnitten, sondern es ist Gott, der als die Welt und die Seele erscheint. Wenn Gott, wie Descartes glaubt, sich von der Welt und den Seelen unterscheidet, dann kann es keine Beziehung zwischen IHM und ihnen geben, sodass ER sie nicht einmal parallel und unabhängig ihre Arbeit hätte aufnehmen lassen können. Durch das Festhalten daran, dass Gott und Geist sich voneinander unterscheiden, macht Descartes sich selbst unglaubwürdig. Der Dualismus zwischen Gott und Mensch hat zur Folge, dass der Mensch keine Kenntnis von Gott haben könnte, und selbst jegliche Art von Vorstellung über IHN schiede aus. Manchmal fühlt sich Descartes gezwungen, eine ursächliche Beziehung zwischen Gott und der Welt der Individuen herzustellen, um die Frage nach der Objektorientierung zu beantworten, denn, wenn man strikt an dem Dualismus oder Pluralismus der Substanzen festhalten würde, dann gäbe es untereinander keinen Austausch. Descartes räumt die Diskrepanzen seiner Sichtweise über den Gott nicht aus, der die einzig wahre Substanz einer-seits darstellt und andererseits auch den Gott, die Welt und den Geist als drei wirkliche Substanzen nebeneinander zulässt. Er erschafft große Ab-gründe ohne die verbindenden Brücken zu schlagen.

Die Theorie der parallelen Existenz, die von Descartes propagiert wird, steht im Gegensatz zu den Erfahrungen. Die Gefühle und Leidenschaften, die von den Individuen erfahren werden, beweisen die Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist. Die komplexen Emotionen, die sich im Geist erheben und die verschiedenen Gefühle von Hunger, Schmerz, Farben, Klängen usw. können nicht ausschließlich Geistes- oder Körperfunktionen sein, sondern sind das Ergebnis von Veränderungen in der Wechselbeziehung zwischen Körper und Geist. Entsprechend der Vedanta ist der Mensch weder reine Seele noch reiner Geist allein, oder reiner Körper. Der Mensch ist eine Mischung, die sich aus Seele, Geist und Körper zusammensetzt. Das spirituelle Selbst, der Geist und die Sinne zusammen bilden ein Individuum. Wir sind ein organisches Ganzes und keine getrennten Glieder, wie Descartes glaubt. Der höchste Organismus ist jedoch Ishvara, in dem die Individuen zu einem ganzen Sein vermischt sind. Der Wille Ishvara’s ist die absolute Bewegung, der die Richtung vorgibt und der Organisator aller Dinge. Für die Vedanta sind die Welt und die Individuen nicht wirklich unabhängig von Ishvara, sondern sie sind Erscheinungen von Ishvara selbst. Brahman sieht - vom empirischen Standpunkt aus - Ishvara als die einzige Wirklichkeit. Das Individuum, der Mensch, ist Teil von Ishvara, der alles Sein überwacht, und der Mensch ist in seinem Wesen von Ishvara untrennbar. Die Identität wird verwirklicht, wenn der unabhängige und verzerrte Eigenwille des Menschen aufhört, und wenn der Mensch seiner höheren Intelligenz Ishvara erlaubt sich zu erheben. Ishvara’s Beziehung zur Welt und den Individuen ist mit der Beziehung vergleichbar, die ein Mensch nach dem Erwachen über seinen Traum empfindet. Die Unterschiede zwischen Gott, der Welt und den Individuen sind darum nur Notbehelfe des empirischen Bewusstseins, während es in Wahrheit nur ein Sein gibt, das Gott heißt, der in Beziehung zur empirischen Welt, den Individuen und dem Absoluten in sich selbst steht. Die Dreiheit der Substanzen in Descartes Philosophie widersprechen dem gesunden Menschenverstand und scheitern an den Erfahrungen.

Der Behauptung Descartes darüber, dass Gott keinen Einfluss auf die Arbeit der Welt nähme, die ER selbst bestimmt und erschaffen hat, kann die Vedanta nicht zustimmen. Gemäß der Vedanta wird nicht so viel über Ishvara‘s Schöpfung der Welt, sondern mehr über Möglichkeiten der Offenbarung der nicht offenbarten Kräfte der unfreien Individuen in der Welt berichtet, die sich derzeit in Auflösung befindet. Alles, was geschieht, ist aus Sicht von Ishvara in völligem Gleichgewicht, und folglich ist der Glaube, dass ER die gegenwärtige Lage der Welt nicht verändert, kein Hinweis darauf, dass ER nicht allmächtig wäre. Er ist allmächtig. Er kann die Welt verändern, doch gibt es keinen Grund dies zu tun. Es gibt für IHN keinen Grund, in die Bewegung der Welt einzugreifen, da offensichtlich Er keine Veranlassung dazu sieht. – Sein Wille geschehe!

Die von Descartes gegebene Erklärung über die Welt, die nur mechanischen Gesetzmäßigkeiten unterliegen soll, ist für die Vedanta inakzeptabel. Die Welt scheint genauen Gesetzen der Mechanik zu folgen, denn unsere eigene Sichtweise ist auf die Raumzeit-Phänomene beschränkt, die uns in einem gradlinigen Prozesses einer vorübergehenden Gegenwart Produkte als ursächlich oder folgerichtig erscheinen lassen. Doch die Wahrheit liegt woanders. Die Welt der Materie ist weder von dem Menschen noch von Gott trennbar. Eine organische Einheit kann nicht durch mechanische Gesetze erklärt werden, genauso wenig wie die Funktionen des menschlichen Körpers ausschließlich mit den Gesetzen der Physik erklärt werden können. Ein höheres Verstehen und eine Vision offenbaren ein absolutes Ende, auf dass die mechanischen Bewegungen der Materie zusteuern, was den Sinn der Bewegung der Welt erklärt und was die Erfüllung des Phänomens der Welt und der Individuen in der letzten Verwirklichung des Absoluten bedeutet. Die Mechanik ist eine oberflächliche Erscheinung; der Grund für die Verwicklungen, die sich hinter der Sinneswahrnehmung verbergen, ist in Wahrheit, dass mit den Veränderungen und Bewegungen eine Sehnsucht einhergeht, die unveränderliche Wirklichkeit aufzudecken. 


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