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Vidyakut

Vielleicht ist es weit hergeholt, aber der Gedanke drängt sich auf, daß der Ortswechsel von Sultanpur nach Vidyakut einer Hinwendung zur Askese ähnelt, einem Fortgang von den vertrauten Wohnsiedlungen, um im tiefen Wald ein Leben der Entsagung und Entbehrung zu führen, denn Bipin Bihari war in seinem Herzen ein Asket. Aufgrund eines starken Zuges von Weltentsagung in seinem Wesen fiel es ihm schwer, sich um einen regelmäßigen Lebensunterhalt für seine Familie zu kümmern. Er war zur Haushaltsführung unbegabt, und schon bald schwand sein beträchtliches Erbteil dahin. Er verbrachte seine Zeit mit den damals üblichen Betätigungen eines frommen Brahmanen. Der Vormittag war der Puja, der rituellen Gottesverehrung im Hausschrein, gewidmet. Er entstammte einer Familie von spirituellen Lehrern (Gurus). Manchmal kamen Mitglieder von Familien unter ihrer geistigen Führung, um eine Einweihung zu erhalten. Wenn seine älteren Brüder ihn darum baten, führte er diese Zeremonie für sie aus.
      Neben seiner religiösen Schulung hatte er auch eine weltliche Schulbildung erhalten. Nach seiner Heirat überredete ihn einer seiner wohlhabenden Neffen einmal, auf einem seiner Güter als Buchhalter zu arbeiten. Der Neffe suchte einen ehrlichen Mann, dem er vertrauen konnte. Dieses Arrangement hielt jedoch nicht lange stand. Bipin Bihari liebte seine Unabhängigkeit zu sehr, um sich mit irgendeiner Brotarbeit in Diensten eines - wenn auch respektvollen - Jüngeren anzufreunden.
      Bipin Biharis Mutter, Shrimati Tripurasundari, hatte im Dorf Kheora im selben Distrikt einen kleinen Besitz geerbt. Nach einigen Ehejahren zog er mit seiner Frau nach Kheora, um sich dieses Erbes anzunehmen. Nach einiger Zeit wurde dem Paar ein Mädchen geboren. Auch Bipin Biharis Mutter zog nach Kheora. Wir wissen nicht, ob er durch den Umzug nach Kheora seine Frau und seine Mutter sicher versorgt glaubte, denn nun verließ er sein Heim mit unbekanntem Ziel, um als Asket zu leben.

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Mokshada Devi war eine echte Tochter von Ramakanta Bhattacharya. Sie akzeptierte die Lebensweise ihres Mannes nicht nur ohne Klagen, sondern mit vollem Verständnis. Sie war eine der seltenen Persönlichkeiten, in den sich alle feineren menschlichen Tugenden verkörpern. Ihr äußerst bescheidenes Wesen wurde durch ihre Lebensumstände auf eine harte Probe gestellt, doch sie verlor nie ihr heiteres Gemüt oder die Würde ihres Auftretens. Die beiden allein auf sich gestellten Frauen waren einander in Liebe und Achtung verbunden. Zu ihrem Unglück starb das kleine Mädchen bald und ließ sie traurig und allein zurück. Tripurasundari machte es sich zur Gewohnheit, den bekannten Kali-Tempel im nahegelegenen Kasba zu besuchen und um die Rückkehr ihres Sohnes zu beten. Einige Verwandte machten sich auf die Suche nach Bipin Bihari und spürten ihn an seinem Rückzugsort auf. Sie überredeten ihn, nach Kheora zurückzukommen. So kehrte er nach fast drei Jahren heim, um aufs neue das Leben eines Haushälters zu führen. Noch einmal wanderte seine Mutter nach Kasba und betete um einen Enkelsohn. Merkwürdigerweise hörte sie sich selbst im Gebet »Tochter« statt »Sohn« sagen. Auf jeden Fall, so dachte sie, würde ein Kind helfen, den unruhigen Geist ihres Sohnes an Heim und Herd zu binden.
      Am 30. April 1896 wurde Mokshada Devi und Bipin Bihari eine zweite Tochter geboren, die später als Shri Anandamayi Ma weltbekannt wurde. Brahamacharini Chandan, in dritter Generation eine Tochter des Hauses von Rama-kanta Bhattacharya in Sultanpur, hatte das Glück, Shri Ma zuzuhören, als sie Fragen nach ihrer irdischen Existenz beantwortete. Sie mußte an den Triveni Sangam, den heiligen Zusammenfluß der drei Flüsse Ganga, Yamuna und Saraswati denken. Der Vergleich kam ihr besonders deswegen in den Sinn, weil der dritte Fluß, die Saraswati, Brahmavidya [höchstes Wissen] symbolisiert. Die Gläubigen sind auch davon überzeugt, daß die Saraswati in geheimnisvoller, übernatürlicher Weise am Sangam gegenwärtig ist, da der Fluß heute für die Pilger nicht sichtbar ist.
      Shri Anandamayi Ma erhielt den Namen Nirmala Sundari, was »die makellos Schöne« bedeutet. Dieser Name war absolut zutreffend. Sie war ein äußerst liebenswertes Baby. Alle, die sie sahen, waren sofort von ihr entzückt und konnten sich nur schwer wieder losreißen. Ihre Mutter gewöhnte sich daran, daß selbst Fremde stehenblieben, um das Kind zu bewundern oder eine Weile mit ihm zu spielen. Ein Erlebnis blieb ihr das ganze Leben in Erinnerung: Sie waren gerade zu Besuch in Vidyakut. Eines Tages sah Mokshada Devi, wie ein Mann von außergewöhnlicher Ausstrahlung auf die damals etwa zehn Monate alte spielende Nirmala zuging und sich vor ihr verbeugte, als wolle er ihr seine Ehrerbietung zeigen. Mit einem Blick auf die Mutter sagte er: »Du hast ein ganz besonderes Kind. Aus ihr wirst du keine gewöhnliche Hausfrau machen. Sie ist die Mutter. Sie gehört der Welt.«
      Shrimati Mokshada Devi hielt den Mann zwar für einen Exzentriker, aber seine Worte vergaß sie nicht.

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