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Vers 13

Murugan Thanivel Muninam Guruvenru
Arulkondu Ariyaar Ariyum Tharamoo
Uruvanru Aruvanru Ulathanru Ilathanru
Irulanru Oliyanru Enanindra Adhuve


(Dies ist) Murugan, der unvergleichliche Herr des Vel und unser Lehrer –
Kann dies anders erkannt werden außer durch Gnade?
Nicht mit Form, noch ohne; nicht Existenz, noch anderweitig,
Nicht Dunkelheit, noch Licht; - So ist das Absolute.


„Dieses (Höchste Wesen oder das Absolute) von dem man weder sagen kann
es sei mit Form noch ohne Form, weder Existenz noch Nicht-Existenz, weder
Dunkelheit noch Licht, ist Murugan (an sich), ist Gott (an sich) mit dem unvergleichlichen Vel, ist (selbst) unser höchster Lehrer (Parama Guru) - kann dies erkannt werden außer von denjenigen, die es durch (göttliche) Gnade erkennen? (D.h. außer jenen, die dies durch göttliche Gnade erkennen, kann niemand dieses Geheimnis erkennen.)

Erklärung:

Im vorhergehenden Vers haben wir gesehen, dass, als Gott sich als höchste Stille offenbarte, Arunagiri still wurde und nichts mehr von dieser Welt wusste. Aber was wusste er dann in diesem Zustand? Etwas, was der normalen sterblichen Sicht unbekannt ist, wurde ihm enthüllt! Diese Erfahrung strömt in diesem Vers aus, nach seiner Rückkehr aus dieser Erfahrung. Natürlich verliert sie in der Übersetzung etwas von ihrem ursprünglichen Reiz. In diesem Zustand hat er intuitiv erfasst: (1) die Natur des Absoluten, (2) dass das Absolute Murugan ist, der unvergleichliche Herr mit dem Vel, unser Guru und (3) dass göttliche Gnade das einzige Mittel ist, um dies zu erkennen.

Die Natur der Wirklichkeit

(i) Was ist die Natur des Absoluten? Das Absolute ist unbeschreibbar. Aber der menschliche Geist, der selbst transzendente Dinge durch sein begrenztes Verstehen erkennen will, akzeptiert das nicht so einfach. Er versucht sein Bestes, um auch das Absolute zu definieren und zu verstehen. Darum gibt der Heilige eine Reihe verneinender Definitionen, so dass die Versuche des Intellekts, es zu verstehen, zunichte werden und er von seinen Anstrengungen ablässt, was eine notwendige Bedingung ist, damit sich die Wirklichkeit offenbaren kann. Das heißt, er versucht den Intellekt „verstehen“ zu lassen, dass die Wirklichkeit jenseits des Verstehens ist. Wenn der Intellekt seine Begrenzungen kennt und „still wird“, indem er von seinen Anstrengungen ablässt, wird die Wirklichkeit „erkannt“.

Das Absolute ist nicht mit Form, noch formlos, nicht Existenz, noch Nichtexistenz, nicht Dunkelheit, noch Licht. Solcherart ist die höchste Wirklichkeit, sagt Arunagiri.

Form und formlos: Die Wirklichkeit ist das, was ewig ist, und keiner Veränderung oder Zerstörung unterliegt. Darum kann es keine Form haben, weil alles, was eine Form hat, der Veränderung und Zerstörung unterliegt. Form gehört zur Natur der Objekte und nicht zur (höchsten) Wirklichkeit. Können wir dann sagen, dass die Wirklichkeit ohne Form ist? Nein, denn was immer wir sehen, ist nichts anderes als eine Manifestation von Jenem alleine. Denn es gibt kein Zweites außer Diesem. Der gesamte Kosmos, sagt der Veda, ist nichts als ein Bruchteil Seines Seins. Darum kann, was auch immer mit Form gesehen wird, nicht von der Wirklichkeit ausgeschlossen werden. Darum kann weder gesagt werden, Es sei mit Form, noch es sei ohne Form, weil Form und Formlosigkeit Konzepte des menschlichen Geistes sind. Sie erreichen nicht das Reich der Wirklichkeit. Es ist das, was ist, sagte ein großer Heiliger – es ist das, was ist, ohne Form und auch das, was mit Form ist. Darum haben wir, wenn wir sagen, dass Es ist, alles darüber gesagt. Es ist mit Form, es ist ohne Form und Es ist jenseits von Form und Formlosigkeit. Die Wirklichkeit ist.

Existenz und Nichtexistenz: Man sagt von der Wirklichkeit, sie sei weder Existenz noch Nichtexistenz. Sie ist nicht Existenz wie die Existenz von Gegenständen. Gegenstände existieren jetzt in einem Zustand und dann in einem anderen. Sie verändern sich von einem Zustand in den anderen, weil sie den Gesetzen und Begrenzungen von Raum, Zeit und Ursache unterliegen. Aber die Wirklichkeit ist nicht so. Sie ist nicht wie die Existenz eines Gegenstandes, der durch Raum und Zeit bedingt ist, weil diese die Wirklichkeit nicht erreichen. Sie sind Ihr nachgeordnet. Sie ist auch nicht Nichtexistenz, weil sie das Substrat für alles ist, was existiert. Angenommen sie wäre Nichtexistenz, wer würde sie erkennen? Es muss jemanden geben, der selbst diese Nichtexistenz erkennt. Dieser „jemand“ ist die Wirklichkeit. Sie ist nicht Existenz noch Nichtexistenz wie es vom menschlichen Verstand wahrgenommen wird; sie ist Existenz als solches, die sowohl der Existenz, als auch der Nichtexistenz Existenz verleiht. Selbst Nichtexistenz existiert oder ist; und das ist die Wirklichkeit.

Was war da vor der Schöpfung? Keiner weiß es, weil wir, die es zu wissen versuchen, alle die Wirkungen der Schöpfung sind, d.h. wir kamen, nachdem die Schöpfung begonnen hat. Wer könnte daher wissen, was vor der Schöpfung war? Etwas war, von dem man weder sagen kann, es sei existent, noch nichtexistent. Wenn es also heißt, die Wirklichkeit sei weder Existenz noch Nichtexistenz, muss man sie als das verstehen, was Existenz und Nichtsexistenz ist und auch als das, was jenseits von Existenz und Nichtexistenz ist.

Dunkelheit und Licht: Die Wirklichkeit wird in dem Vers auch als weder Dunkelheit noch Licht definiert. Sie ist nicht Dunkelheit, weil durch ihr Licht alles andere scheint. Aber sie ist auch nicht Licht im gewöhnlichen Sinne des Wortes, weil es nicht von den Sinnen wahrgenommen werden kann. Es ist das Licht, durch das die Sinne die Kraft haben wahrzunehmen, der Geist zu denken und der Intellekt zu verstehen. Wer sollte dieses Licht sehen, wenn Es der Sehende selbst ist? Darum ist die Wirklichkeit sowohl Dunkelheit (für die Sinne), als auch (die Quelle von allem) Licht und jenseits von Dunkelheit und Licht.

Die negativen Affirmationen sollen nur zeigen, dass die höchste Wirklichkeit jenseits aller Definitionen ist, obwohl sie nichts ausschließt. Sie ist gleich zeitig immanent und transzendent – immanent weil sie, da sie universal ist, in allem ist und transzendent, weil nichts sie begrenzen oder übersteigen kann. Solcherart ist die Natur der Wirklichkeit.

Diese Wirklichkeit ist Murugan. Sie ist Gott mit dem unvergleichlichen Vel. Sie ist unser höchster Guru. Kann man diese höchste Wahrheit verstehen, außer durch Seine Gnade? Nein, ist die Erfahrung des Heiligen.

Es ist nicht so, dass die Wirklichkeit eine Sache ist und Murugan eine andere, der Vel noch einmal eine andere und der Guru eine vierte. Die Eine Wirklichkeit erscheint als all dies auf verschiedenen Stufen der Evolution der Seele.

(ii) Die Wirklichkeit gehört nicht entweder zum Wachen oder Träumen oder zum Tiefschlaf, sondern transzendiert all diese Zustände.

Alles was wir im Wachzustand fühlen oder wahrnehmen, ist entweder mit oder ohne Form. Die unzähligen Gegenstände, die wir sehen, haben Formen. Farbe, Geschmack, Klang und Berührung haben keine Formen. Darum ist der gesamte Wachzustand entweder durch Formhaftigkeit oder Formlosigkeit charakterisiert. Aber, sagt Arunagiri, die Wirklichkeit ist weder mit noch ohne Form, was bedeutet, dass sie jenseits des Wachzustandes, also der phänomenalen Welt, ist, dass sie nicht auf die letztere begrenzt ist, obwohl diese nicht von ihr ausgeschlossen ist.

Die Traumerfahrung ist sowohl durch Existenz als auch durch Nichtexistenz charakterisiert. Die Traumwelt existiert so lange, wie man im Traum ist; für den Träumer ist sie wirklich und darum kann man nicht sagen sie sei nichtexistent. Aber sobald man aufwacht, wird sie transzendiert und wird so nichtexistent. Aber die Wirklichkeit ist weder Existenz noch Nichtexistenz, was bedeutet, dass sie jenseits des Traumzustandes ist und nicht darauf beschränkt ist, obwohl dieser nicht außerhalb der Wirklichkeit ist.

Der Zustand des Tiefschlafs wird sowohl durch Dunkelheit als auch Licht charakterisiert. Im Tiefschlaf arbeiten die Sinne nicht und es gibt keine Traumerfahrung. Es ist alles Dunkelheit und es gibt keine Wahrnehmung, kein Nachdenken etc. Es ist so als wäre alles tot; Dunkelheit überall. Und dennoch gibt es ein Licht, ein Bewusstsein das „weiß“, dass nichts gewusst wird. Wenn man aus dem Tiefschlaf aufwacht, sagt man: „Ich hatte einen tiefen Schlaf. Ich wusste von nichts.“ Es gab etwas (das Bewusstsein), das nichts wusste. Also ist die Wirklichkeit weder Dunkelheit noch Licht, das heißt, sie ist auch jenseits des Tiefschlafs und ist nicht durch diesen begrenzt, obwohl dieser nicht aus ihr ausgeschlossen ist.

„Weder mit Form noch ohne Form“ negiert also den Wachzustand, „weder existent noch nichtexistent“ negiert den Traumzustand und „weder Dunkelheit noch Licht“ negiert den Zustand des Tiefschlafs; und „das, was so steht“ bezieht sich auf den Atman, das Selbst, der von keinem dieser drei Zustände wirklich erschöpfend erklärt werden kann, der diese drei Zustände transzendiert, der der Zeuge und das Substrat dieser drei Zustände ist. Dieser Atman ist Murugan, Gott mit dem unvergleichlichen Vel, ist der Guru und wird von dem erkannt, der durch Seine Gnade erkennt. Die Guru-Gita beschreibt dies auf schöne Weise: „Verneigung vor Dakshinamurti, der in der dreifältigen Form von Gott, Guru und dem Selbst (Atman) erscheint, der alles mit Seiner Form durchdringt wie der Himmel.“

(iii) Das Absolute wird definiert als weder mit noch ohne Form usw., weil es das Absolute ist, kein Teilhaftes. Für den Jiva, der scheinbar von Gott getrennt ist, nützen die Konzepte von formhaft und formlos usw. etwas, weil es etwas außer halb von ihm gibt, etwas anderes als ihn, das entweder mit oder ohne Form sein kann, entweder existent oder nichtexistent, entweder Dunkelheit oder Licht. Wo es Dualität gibt, ist Raum für solche dualistischen Konzepte. Aber wenn der Jiva im Absoluten aufgeht, wie es Arunagiri geschah als Gott ihn „still sein“ ließ, dann existiert nur noch das Absolute alleine ohne ein zweites. Dualität reicht nicht dorthin. In diesem Zustand der Absolutheit entstehen natürlicherweise die relativen, dualistischen Konzepte von Form oder Formlosigkeit usw. gar nicht. Dies ist das Wesen des Absoluten, das Arunagiri dank der höchsten Gnade Gottes erfuhr, als Er ihn ohne Worte anleitete, still zu sein.

Kurz gesagt, die höchste Wirklichkeit kann nicht als dies oder das beschrieben werden. Wie auch immer man sie definiert, die Definition wird sie nicht erfassen. Wenn es als „dies“ definiert wird, wird es den „nicht dies“ - Aspekt davon ausschließen. Ähnlich, wenn es als „das“ betrachtet wird, wird es nicht den „nicht-das“ - Aspekt umfassen. Darum wird eine negative Definition gegeben, die nur als ein Hinweis dient, um es zu erreichen. Die Aussage, es sei weder mit Form noch ohne Form geschieht nur, um zu zeigen, dass es sowohl das Geformte als auch das Formlose ist und dass es jenseits von Form und Formlosigkeit ist, die nichts als Phasen dieser einen Wirklichkeit sind. Genauso bedeutet es, wenn man sagt, es sei weder Existenz noch Nicht-Existenz, dass es sowohl Existenz als auch Nicht-Existenz und jenseits von beiden ist, die nur Aspekte davon sind. Auf ähnliche Weise ist es sowohl Dunkelheit als auch Licht, und das, was jenseits von beiden ist und als Substrat für beide dient, die nur Phasen davon sind. Das Universale umschließt alle in sich und trans zendiert sie, wird nicht von ihnen begrenzt.

Das Universale ist das Universale, die Wirklichkeit ist die Wirklichkeit und in der menschlichen Sprache kann man es nicht definieren. Aber es ist in der inneren Erfahrung zu erkennen, als Murugan (oder als andere Form Gottes), als der Herr mit dem Vel, als der eigene Guru, wenn Er sich aus reiner Gnade offenbaren will.

Wenn man versucht, die Wirklichkeit zu verstehen, ist sie weder Existenz noch Nicht-Existenz usw.; aber wenn man die Wirklichkeit erfährt, ist sie Murugan, eine Verkörperung von Weisheit (Vel) und der eigene Guru. Wenn der Intellekt die Wirk lichkeit nicht verstehen kann und aufgibt, dann offenbart sich die Wirk lichkeit selbst als Murugan, als „Ich bin Er, Ich bin“ oder als Verkörperung der Weis heit, die sagt „Ich bin Das ich bin“ oder als der Guru, der sagt „Ich bin, der Ich bin“.

Das Absolute, das weder mit noch ohne Form usw. ist, ist gleichzeitig Murugan, ist der unvergleichliche Vel, ist der Guru. Das bedeutet, dass auch diese weder mit Form usw. sind. Die wirkliche Natur Gottes, des Vel und des Gurus ist formlos, ist reines Bewusstsein. Aber für die hingebungsvolle Meditation und die Hingabe der suchenden Seele erscheinen sie mit Form. Sie haben darum zwei Aspekte – den physischen und den rein spirituellen.

Gott, Vel und Guru haben Formen vom Standpunkt der physischen Wahrnehmung aus. Aber wenn der Geist durch Hingabe und Göttliche Gnade rein wird, wird ihre spirituelle Natur enthüllt, wenn Form der Formlosigkeit den Platz räumt. Auf ähnliche Weise haben sie Existenz im Sinne der begrenzten Form, in der sie erscheinen. Aber dies weicht der Unbegrenztheit oder Nichtexistenz, wenn ihre höhere Natur enthüllt wird. Des Weiteren sind sie Dunkelheit, d.h. ihre wahre Natur bleibt unbekannt, bis sie offenbart wird, wenn sie dem Licht Raum gibt, wenn die begrenzte Existenz der Form als das Unendliche erstrahlt, als unbedingtes Licht des Bewusstseins.

Der menschliche Geist ist anfangs aufgrund von Unreinheiten unfähig, die Wirklichkeit als solche wahrzunehmen. Er braucht eine Stütze, eine Unterstützung, eine Form, auf die er sich konzentrieren kann. Darum erscheint Gott, der jenseits aller Formen ist, als ein persönlicher Gott, mit verschiedenen Göttlichen Waffen, und erscheint auch in einer menschlichen Form als Guru. Indem man seinem Guru dient und seinen Anweisungen folgt, indem man Gott hingegeben ist, wird der Geist des Schülers schrittweise gereinigt und wird bereit, die höhere Natur in sich zu verstehen. Schließlich enthüllt sich als Meisterstreich seine höchste (göttliche) Natur durch dieses einmalige Upadesa von „Summaa Iru“ „seit still“, während er selbst in Stille ist. Bei dieser Erfahrung verschwindet die Welt aus seiner Wahrnehmung, sowohl Form als auch Formlosigkeit verschwinden zusammen, sowohl Existenz als auch Nichtexistenz verschwinden zusammen und sowohl Dunkelheit als auch Licht hören auf. Was bleibt dann übrig? „Summaa Iruththal“, Reines Sein –Gottes reine Existenz, in die der Jiva und die Welt transformiert wurden und in Ihm aufgegangen sind. Es ist Kevala Asti, reine Existenz oder „Verum Thaan“ mit den Worten von Vers 28.

Dieses Absolute, sagt Arunagiri, ist Murugan, ist der unvergleichliche Vel, ist unser Guru; und dies kann nur durch Gnade erkannt werden. Er sagt jedoch nicht, durch wessen Gnade dies erkannt wird. Offensichtlich ist das nicht notwendig. Denn weil die Drei Eines sind, kann es durch Gnade von jedem der Drei erkannt werden. Und selbst diese Wahrheit wird nur durch die Gnade alleine enthüllt. Was für ein Wunder! Dies ist der geheimnisvolle Kreis der Gnade – Gnade, die durch Gnade enthüllt wird, die durch Gnade erkannt wird und als Gnade erkannt wird, wo alles Gnade ist und nichts als Gnade. Es gibt da keinen Platz für den Intellekt oder Verstehen. Diese Gnade ist das Absolute; das ist Murugan; das ist der unvergleichliche Herr des Vel; das ist der Guru, das ist auch Arunagiri, der soviel Weisheit und noch mehr in einen einzigen Vers gepackt hat.

Der Vers wird auch so interpretiert:

(1) „Diese höchste Wirklichkeit, von der man weder sagen kann, sie sei mit noch ohne Form, weder Existenz noch Nichtexistenz, weder Dunkelheit noch Licht – kann dies erkannt werden, außer von jenen, die seine Gnade erlangen und es durch Erfahrung wissen, indem sie über „Murugan, den Herr mit dem unvergleichlichen Vel, ist unser Guru“ meditieren.

(2) „Ist es möglich, diese Wirklichkeit zu erkennen, außer für einen, der, indem er Murugans Gnade erlangt, erkennt, dass Murugan mit dem unvergleichlichen Vel der eigene Guru ist; diese Wirklichkeit von der man weder sagen kann, sie sei mit noch ohne Form, weder Existenz noch Nichtexistenz, weder Dunkelheit noch Licht?“

*

In diesem vorübergehenden Zustand des Göttlichen Bewusstseins, der durch den Guru „gegeben“ wird (Vers 12), dämmert dem Aspiranten die große Offenbarung, dass die Erfahrung des Absoluten unbeschreibbar ist, dass Sie selbst Gott ist, der als Guru gekommen ist, und dass diese Göttliche Gnade das einzige Mittel ist, um diese Wahrheiten zu erkennen. Es ist interessant, die Abfolge und die Bedeutung der Beinamen „Murugan – Thani Vel Muni – Nam Guru“ aus diesem Vers mit „Kumaran – Giriraasa Kumaari Magan – Samaramporu Dhaanava Nasagan“ aus Vers 8 zu vergleichen. Wenn wir es genauer untersuchen, sehen wir, dass das, was in diesem Vers enthüllt wird, schon in Vers 8 enthalten ist. Die Tatsache, dass Gott als Guru erschien, wird in Vers 8 nicht ausgesprochen; sie ist nur impliziert und muss von uns erschlossen werden – das legt nahe, dass der Sucher auf dieser Stufe noch nicht reif ist für diese Erkenntnis. Aber hier im Vers 13 wird es klar und explizit gesagt – das heißt, was bis dahin ein Geheimnis war, wird ihm jetzt offenbart.

Als Folge dieser großen Offenbarung macht der Sucher keine Unterscheidung mehr zwischen Guru und Gott. Er erkennt die vollkommene Identität zwischen ihnen. Er sieht den Guru nicht als Mensch, nicht einmal als einen spirituell entwickelten, sondern tatsächlich als Gott selbst, als das eigene Selbst, als das Absolute.

Diese Erfahrung flößt dem Sucher natürlich eine unerschütterliche Überzeugung und das Vertrauen ein, dass sein Guru ihn zweifellos zum großartigen Ziel der Gotteserfahrung führen wird.

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