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Goraksha Shataka

 

Vers 44: Wechselatmung: Einatmung links mit Visualisierung

 

Indem (der Yogi) während dieser (Art der) Atemregulierung (Pranayama) auf das (visualisierte) Abbild des Mondes, der dem Nektarmeer gleicht und den Glanz des blendend weißen Milchmeeres hat, meditiert, sei er voller Wonne.


    अमृतोदधिसङ्काशं क्षीरोदधवलप्रभम् |
    ध्यात्वा चन्द्रमयं बिम्बं प्राणायामे सुखी भवेत् || ४४ ||


    amṛtodadhi-saṅkāśaṃ kṣīroda-dhavala-prabham |
    dhyātvā candra-mayaṃ bimbaṃ prāṇāyāme sukhī bhavet || 44 ||

    amritodadhi-sankasham kshiroda-dhavala-prabham |
    dhyatva candra-mayam bimbam pranayame sukhi bhavet || 44 ||


Wort-für-Wort-Übersetzung

    amṛtodadhi-saṅkāśam : der dem Nektarmeer (Amritodadhi) gleicht (Sankasha)
    kṣīroda-dhavala-prabham : der den Glanz, die Pracht (Prabha) des blendend weißen (Dhavala) Milchmeeres (Kshiroda) hat
    dhyātvā : indem er meditiert, sich vorstellt, visualisiert ("meditiert habend", dhyā)
    candra-mayam : des Mondes ("das ganz Mond ist", Chandramaya)
    bimbam : auf das (visualisierte) Abbild (Bimba)
    prāṇāyāme : bei dieser (Art der) Atemregulierung, während der Atemverhaltung (Pranayama)
    sukhī : glücklich, voller Wohlbehagen (Sukhin)
    bhavet : werde er, sei er (bhū)

Anmerkungen: Dieser Vers bezieht sich direkt auf den vorangehenden Vers 43, der den ersten Teil der Wechselatmung beschreibt: während man durch das linke Nasenloch, also den Mondkanal (Chandra bzw. Ida) einatmet, den Atem anhält, und dann wieder rechts ausatmet, soll man in der beschriebenen Weise den Mond visualisieren. In der Gheranda Samhita (5.43) wird ergänzt, das der Yogi den Mond (mit geschlossenen Augen) an der Nasenspitze visualisieren soll. Auch über die relative Dauer der Phasen der Ein- und Ausatmung sowie der Atemverhaltung macht die Gheranda Samhita (5.39-40) konkrete Angaben: die Einatmung soll 16 Matras dauern, die Atemverhaltung 64 Matras, und die Ausatmung 32 Matras. Dies entspricht dem häufig praktizieren Verhältnis von 1 : 4 : 2.

    nāsāgre śaśadhṛg-bimbaṃ dhyātvā jyotsnā-samanvitam |
    ṭhaṃ-bījaṃ ṣoḍaśenaiva iḍayā pūrayen marut || 5.43 ||

"Während (der Yogi) an der Nasenspitze (Nasagra) die Mondscheibe (Shashadhrik-Bimba), die vom Mondschein (Jyotsna) umgeben ist, visualisiert, atme er mit dem Bijamantra ṭhaṃ genau 16 (Zählzeiten lang) durch das linke Nasenloch (Ida) ein." (GhS 5.43)

Diese Form der Wechselatmung in Verbindung mit der Wiederholung eines Bijamantras wird in der Gheranda Samhita (5.36) sa-manur nāḍī-śuddhiḥ, d.h. "Reinigung der Nadis (Nadishuddhi) in Verbindung mit einem Mantra (Samanu)", genannt.

Die beiden folgenden Verse 45 und 46 beschreiben den zweiten Teil der Wechselatmung nebst Visualisierung. 



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