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Die Aufnahme von Energie durch die fünf äußeren Energiequellen ist wichtig, kommt aber schnell an ihre Grenzen. „Mehr“ ist nicht immer „mehr“. Wenn man beispielsweise zu viel isst oder zu lange in der Sonne ist, ist man nachher müder als vorher. Man kann durch große Bewusstheit die Energieaufnahme aus den äußeren Energiequellen noch etwas erhöhen. Aber auch hier stößt man an Grenzen. Wichtiger als die äußeren Energiequellen ist die innere Energie, die Kundalini Shakti. Diese Kraft ist unendlich groß, da sie eins mit der Kosmischen Shakti ist, die das ganze Universum geschaffen hat. Es gilt, aus dieser Urquelle Kraft zu schöpfen.

In dir ist die Quelle allen Pranas

Daher sagen die Kundalini-Yogis: Du hast unendliche Kraft in dir. Alles ist möglich. Vielleicht kennst du Beispiele aus deinem eigenen Leben, als du unverhofft über dich selbst hinausgewachsen bist. Vielleicht gab es eine Gefahrensituation für dich oder einen dir sehr lieben Menschen: Plötzlich konntest du Unglaubliches leisten. Oder dich hat plötzlich die Begeisterung gepackt: Dann konntest du 12, 14, 16 Stunden konzentriert tätig sein, ohne zu ermüden.

Quelle allen PranasJeder hat diese unendliche Kraft in sich. Aber wer nicht weiß, wie er diese Energie anzapft, denkt, dass er sehr beschränkte Energieressourcen hat. Die verschiedensten Fähigkeiten und Talente schlummern in uns. Wer sich nicht mit der inneren Energie verbunden hat, kann nur einen Teil davon nutzen. Er verhält sich letztlich wie jemand, dessen Haus an das Stromnetz angeschlossen ist, der aber nicht weiß, was eine Steckdose ist, und deshalb mit einem Standfahrrad einen Dynamo betreibt, um zwei Glühbirnen zum Leuchten zu bringen.

So unternehmen wir alle möglichen Anstrengungen, um Prana anzusammeln, während wir doch unendliche Kraft haben. Ich möchte eine kleine Geschichte erzählen:

Geschichte eines Findelkindes

Es war einmal ein sehr reicher Kaufmann. Er war sogar der Reichste im ganzen Land. Zu seinem Glück fehlte ihm nur noch ein Kind. Schließlich geschah ein Wunder: Obgleich seine Frau schon Mitte vierzig war, gebar sie einen Sohn. Als das Kind ein paar Monate alt war, wurde es jedoch von einer Räuberbande entführt. Obgleich der Vater das Lösegeld bezahlte, befahl der Räuberhauptmann dennoch einem Untergebenen, das Kind umzubringen, da er befürchtete, das Kind könnte ihn vielleicht später wiedererkennen. Der Untergebene konnte es nicht über das Herz bringen, das Kind zu töten. Er vertraute das Baby einem anderen Räuber an, der auf der Reise in ein weit entferntes Land war. Als dieser dort ankam, legte er das Baby des Nachts vor die Schwelle eines Hauses, in dem ein kinderloses Schusterehepaar wohnte. Das Schusterehepaar fand das Baby, adoptierte es, zog es wie das eigene mit viel Liebe auf und lehrte es das Schusterhandwerk. Als das Kind 18 Jahre alt war, kam ein Kaufmann aus seinem Geburtsland, um sich Schuhe anpassen zu lassen. Als er bei dem Kind ein ihm vertrautes Medaillon an einer Halskette sah, sprach er das Schusterehepaar darauf an. Dabei erfuhr er, dass das Kind ein Findelkind war. Er erkannte, dass dieses Kind Erbe des reichsten Mannes seines Landes war. Er erklärte das den Adoptiveltern und auch dem jungen Schuster.

Was aber nutzte das dem jungen Mann in diesem Moment? Er wusste zwar nun, dass er unermesslich reich ist. Aber er konnte sich dafür erst einmal nichts kaufen. Denn die Geschichte spielt ja vor der Erfindung von Internet, Telefon, Flugzeug, Eisenbahn. Von der Gewissheit reich zu sein allein kann man sich nichts kaufen. Der Junge musste erst durch viele Länder wandern, um seinen Vater wieder zu finden. Und da er kein Geld hatte, konnte er auch nicht schnurstracks dahin gehen, sondern musste immer wieder anhalten, um Geld zu verdienen. Dennoch hatte sich für ihn sofort etwas Wichtiges verändert. Er wusste: „Eigentlich habe ich unermesslichen Reichtum.“ Er würde sich nicht mehr mit Kleinigkeiten zufrieden geben. Er würde sich auf den Weg begeben, alle Entbehrungen auf sich nehmen, auch weiter Hilfsarbeiten ausführen, kleine Vergnügen genießen, aber nirgendwo stecken bleiben. Schließlich würde er bei seinen Eltern ankommen. Diese würden ihn an seinem Medaillon, an der großen Ähnlichkeit mit dem Vater und an seinem Muttermal erkennen. So brauchte er sich nie mehr Sorgen um das Geld zu machen.

Du bist der Erbe der kosmischen Energie

Ähnlich ist es mit Kundalini und Prana: Wir sind Erbe der kosmischen, unendlichen Energie. Aber zunächst wissen wir das nicht und bemühen uns darum, unsere Alltagsaufgaben mit der begrenzten Prana-Menge, die wir haben, zu bewältigen. Dann erfahren wir, dass die Kundalini Shakti in uns ruht, dass diese unendliche Kraft uns die Energie für alles geben kann. Und obgleich diese Energie bereits jetzt in uns ist, nutzt uns das zunächst wenig. Wir müssen erst spirituelle Praktiken üben, um Zugang zu dieser Kraft zu bekommen. Bis dahin müssen wir geschickt mit unserem vorhandenen Prana umgehen und es durch äußere Prana-Quellen immer wieder regenerieren.

Lerne das Prana im Inneren zu aktivieren

Wie jede Geschichte hat die Geschichte des Kaufmannssohns aber auch ihre Grenzen. Denn im Unterschied zum Geschehen in der Geschichte bekommt jeder Mensch auch Energie von innen, von der Kundalini. Abends legt man sich müde zum Schlafen hin. Morgens ist man regeneriert und voller Kraft. Woher kommt diese Kraft? Ständig strömt von der Kundalini Shakti Energie in alle Systeme des Körpers. Da man beim Schlafen kein Prana verbraucht, hat man am Morgen mehr Energie als am Vorabend. Noch mehr gilt das für eine Tiefenentspannung. Wer regelmäßig Tiefenentspannung übt, kennt das: Schon zehn bis fünfzehn Minuten regenerieren wunderbar. Wie kommt das? Wenn man in einer Tiefenentspannung gut loslässt, kann die Kundalini Shakti Wogen von Prana ins ganze System schicken.

Innere und kosmische Shakti

Neben der inneren Shakti, der Kundalini, gibt es die kosmische Shakti, die alles ständig mit Prana versorgt. Die kosmische Schöpfungsenergie, welche das ganze Universum geschaffen hat und als Kundalini Shakti im Individuum ruht, ist weiter überall aktiv. Wenn man sich ganz auf sie einstimmt, kann sie einen mit Wogen von Energie überschütten. Wenn man sich ganz zu Gott, zur kosmischen Energie, zum Heiligen Geist oder wie immer man es nennen will, öffnet, kann man spüren, wie alle Zellen des Körpers neue Kraft bekommen und aufgeladen werden.

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