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Ma und Janata Janardana

Ma war den einfachen Menschen unseres Landes tief verbunden. Man kann nicht sagen, daß sie auf eine gerechtere Sozialordnung hinarbeitete. Wie alles andere erhob sie solche Dinge nie zu ihrem Programm. Jeder Mensch war ihr wichtig; wenn sie Fragen beantwortete oder sich mit sozialen Problemen befaßte, richtete sie sich an die ganze Persönlichkeit. Als im Vindhyachala-Ashram einmal ein Dieb auf frischer Tat ertappt wurde, wurde er nicht öffentlich bloßgestellt, weil Ma den Betreffenden nicht derart erniedrigen wollte. Man erlaubte ihm, den Schein zu wahren und in Ruhe abzureisen.
      Ma setzte sich wiederholt über die Kastenregeln hinweg; so schuf sie in Dacca den Jagannathkshetra. In Puri wird der Prasad aus dem Jagannath-Tempel als gesegnete Speise von Brahmanen und anderen gleicherweise geteilt. Jeder darf ihn austeilen, und so sind die orthodoxen Regeln aufgehoben, wenn die Pilger diese heilige Stadt besuchen. Häufig gesellte sich Ma zu Gruppen, die gemeinsam aßen, bediente sie und ließ sich von ihnen füttern. So erfreuten sich in Dacca, Calcutta, Varanasi und Vrindavan oft riesige Versammlungen an dieser festlichen Atmosphäre.
      Ma näherte sich immer ungehindert den Menschen, die in unserem Land als Dalits bekannt sind. Wir haben schon von den Frauen in Atpara berichtet, die Ma‘s Freundinnen waren. In Paruldia und anderen Dörfern freundete sie sich mit den Köchen und Dienstmädchen an und holte sie in die große Kirtangruppe. In einem Dorf bei Ranchi bestand sie darauf, daß die Ortsbewohner am Fest des Samyam-Saptah teilnahmen. Menschenmengen konnten sie nie einschüchtern, und deren Verlangen nach ihrem Darshan ließ sie nie ungeduldig werden. Im Ashram von Varanasi, der in einer Siedlung von Fischern liegt, nahm sie auf deren Bedürfnisse immer Rücksicht. In den Gassen um den Ashram wurde ein großer Jagannath-Kshetra eingerichtet, bei dem Ma mit einem Topf Khichiri [Eintopfgericht aus Reis und Linsen] auf den Stufen saß und daraus unermüdlich an immer neue Gruppen von Fischerkindern verteilte, die sich fröhlich um sie scharten. Wie der Topf Khichiri für diese Mengen ausreichte, ist an sich ein Wunder!
      Ma stellte ihren Ausspruch, sie gehöre allen, immer wieder unter Beweis. Von den Bergbewohnern bei Taklakote bis in die abgelegenen Dörfer von Bengalen, Bihar, Uttar Pradesh oder Gujarat liebten sie die bodenständigen Leute als eine der ihren.
      Viele Jahre lang waren Menschenmengen eine normale Erscheinung auf ihren Reisen. Sie hatte ihre besondere Art, an jeden Einzelnen in der Gemeinschaft Prasad auszuteilen. Sie warf Batasas oder Früchte in die Menge. Scheinbar mühelos konnte sie erstaunlich weit werfen. Von hinten begann die Menge nach vorn zu drängen, um eine Frucht zu fangen, und schob sich dann zurück, wenn sie merkte, daß der Segen hinter sie fiel. Manchmal führte sie zum Spaß ein Täuschungsmanöver aus: ihre Hand wechselte plötzlich die Wurfrichtung. Es traf sich immer so, daß die Früchte und Süßigkeiten für die versammelte Menge reichten. Unseres Wissens war es nie anders.
      Am 17. März 1969 mußte Ma einmal am Bahnhof von Hardoi ein paar Stunden warten. Sie begann, einen Kirtan zu singen. In wenigen Minuten war sie von einer Menschenmenge umgeben, Bahnangestellte, Reinigungspersonal, Reisende in verschiedene Richtungen umringten Ma und stimmten in den Chor ein. Unmittelbarbevor sie in ihren Zug steigen mußte, nahm sie von allen umstehenden fliegenden Händlern Früchte und Süßigkeiten und warf sie, wie oben beschrieben, in die Menge. Einige Händler ließen sich die Ware von Ma‘s Devotees bezahlen, andere gaben ihren Anteil als Geschenk. Ein paar Stunden lang erlebte der Bahnhof von Hardoi die Ekstase des Nama-Kirtan.

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