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Goraksha Shataka

 

Vers 52: Vereinigung von Apana und Prana, Aufstieg der Kundalini

 

Indem man den Apana (genannten) Lebenswind (durch das Setzen von Mulabandha) nach oben zieht, wird dieser mit Prana vereinigt, und durch die (Schlangen-)Kraft zum Schädel geleitet. So befreit man sich von allen Leiden.


    ऊर्ध्वमाकृष्य चापानं वातं प्राणे नियोजयेत् |
    मूर्धानं नीयते शक्त्या सर्वपापैः प्रमुच्यते || ५२ ||


    ūrdhvam ākṛṣya cāpānaṃ vātaṃ prāṇe niyojayet |
    mūrdhānaṃ nīyate śaktyā sarva-pāpaiḥ pramucyate || 52 ||

    urdhvam akrishya chapanam vatam prane niyojayet |
    murdhanam niyate shaktya sarva-papaih pramuchyate || 52 ||


Wort-für-Wort-Übersetzung

    ūrdhvam : aufwärts, nach oben (Urdhva)
    ākṛṣya : indem man zieht ("gezogen habend", ā + kṛṣ)
    ca : und (Cha)
    apānam : den Apana
    vātam : (genannten) Lebenswind, Aspekt der Lebensenergie ("Wind", Vata)
    prāṇe : (mit) dem Prana
    niyojayet : man vereinige ("bringe, zwinge zu", ni + yuj)
    mūrdhānam : zum Kopf, Schädel (Murdhan)
    nīyate : (der) wird geführt, geleitet (nī)
    śaktyā : zusammen mit der (Schlangen-)Kraft (Shakti, gemeint ist die Kundalini)
    sarva-pāpaiḥ : von allen (Sarva) Übeln, Leiden, Sünden (Papa)
    pramucyate : (so) wird man befreit, befreit sich (pra + muc)

Anmerkungen: Mit dem Hinaufziehen von Apana wird auf das Setzen von Mula Bandha (das Kontrahieren des Beckenbodens und Verschließen des Anus) verwiesen, vgl. Vers 33: apānam ūrdhvam ākṛṣya mūla-bandho nigadyate "... und ziehe so den Apana aufwärts. Das wird Mula Bandha genannt".

Auch in Hatha Yoga Pradipika 3.64 wird erklärt, dass das Setzen von Mula Bandha die Vereinigung von Apana und Prana bewirkt:

    prāṇāpānau nāda-bindū mūla-bandhena caikatām |
    gatvā yogasya saṁsiddhiṃ yacchato nātra saṃśayaḥ || 64 ||

"Wenn Prana und Apana sowie Nada und Bindu durch Mula Bandha vereinigt sind, dann verleihen sie Vollkommenheit (Samsiddhi) des Yoga - hierüber besteht kein Zweifel (Samshaya)." (HYP 3.64)

In diesem Zusammenhang ist auch Gheranda Samhita 3.54-55 interessant, wo das Vereinigen von Prana und Apana sowie das Eintreten dieser in die Sushumna durch die Praxis von Ashvini Mudra, das wiederholte Setzen und Lösen von Mula Bandha, beschrieben wird:

    bhāsmanā gātra-saṃliptaṃ siddhāsanaṃ samācaret |
    nāsābhyāṃ prāṇam ākṛṣya apāne yojayed balāt || 3.54 ||

"Man reibe den Körper (Gatra) mit Asche (Bhasman) ein und nehme den Lotussitz (Siddhasana) ein. Indem man Prana durch beide Nasenlöscher (Nasa) einzieht, vereinige man ihn gewaltsam mit Apana." (GhS 3.54)

    tāvad ākuñcayed guhyaṃ śanair aśvini-mudrayā |
    yāvad gacchet suṣumṇāyāṃ vāyuḥ prakāśayed dhaṭhāt || 3.55 ||

"Man kontrahiere den Anus (Guhya) solange langsam mit Ashvini Mudra, bis die Lebensenergie (Vayu) in die Sushumna eintritt und dort machtvoll aufleuchtet." (GhS 3.55) 



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