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Mysterium und Kontolle des Geistes

Auszüge aus dem Buch "Mind - Its Myteries and Control" von Swami Sivananda

7. Kapitel

SANKALPA6

Die Ausdehnung des Geistes ist Sankalpa6. Der Geist tut sich im Erdenken weltlicher Objekte leicht, aber es fällt ihm extrem schwer, an Gott zu denken. Lösche alle Sankalpas aus, die sich in Deinem Geistorgan erheben, nachdem Du Dich aller Wünsche nach sichtbaren Objekten entledigt und Deinen vorher unreinen Geist durch Deinen reinen Geist ersetzt und gefestigt hast. Sankalpas lösen sich durch ihre Kontrolle auf. Sitze allein in einem abgeschiedenen Raum und schließe Deine Augen. Überwache den Geist und vernichte die Vrittis, eine nach der anderen, durch beständige und energische Anstrengung. Sobald der Geist wunschlos und gedankenlos wird, leuchtet ÂTMAN16 und vergießt ewige Wonne und Frieden.
Alles im materiellen Universum um uns herum, hat seinen Ursprung im Gedanken. Der Geist ist voller Voreingenommenheiten. Das Bild, das ein Künstler auf eine Leinwand malt, entstammt dem vorgeformten Material des Geistes. Die ganze Welt, alles, ist lediglich eine Idee oder ein Gedanke. Sobald der Geist aufhört zu denken, verschwindet die Welt und unbeschreibliche Wonne regiert. Sobald der Geist wieder zu denken beginnt, erscheint die Welt wieder und das alte Leid ist da. Dieses Universum ist nicht die geistige Schöpfung der individuellen Seele (Jiva), sondern eine Erscheinung, die allein dem Göttlichen Willen entspringt, und nur aufgrund der besonderen Arbeitsweise des Geistes wirklich zu sein scheint. Das Universum, mit all seinen Bewegungen, ist ein lebendiges geistiges Bild im KOSMISCHEN GEIST, - dem GEIST GOTTES (ISHVARAS). In IHM gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft. Alles ist unmittelbare ‘Gegenwart’ für IHN. Nichts ist IHM ‘fern’ oder ‘nah’, vielmehr sind alle Plätze ‘hier’ und alle Zeiten ‘jetzt’. Die Ereignisse erscheinen auf der Bühne des langen Weltendramas und rollen dort im Zeit-Takt ab. Atome rotieren unaufhörlich. Altes wird neu und Neues alt, doch in Wirklichkeit gibt es so etwas wie ‘alt’ oder ‘einzeln’ nicht. Die JIVAS schauen mit ihren individuellen Geistkapazitäten auf die sich nachfolgenden Ereignisse, doch GOTT erfasst alle Ereignisse ‘auf eine Streich’. ER ist allwissend und alles verstehend. ER kennt jedes noch so kleine Detail in SEINER Schöpfung.
Der KOSMISCHE GEIST erschafft MAYA47. Der individuelle Geist empfängt die Dinge im Zustand der Täuschung. Glück und Unglück werden in dieser Welt durch das Wirken des Geistorganes verursacht. Das Geistorgan arbeitet innerhalb der begrenzenden Kategorien von Zeit, Raum und Ursache. Die Anziehung oder Anhaftung des Geistes an Objekte erfolgt aufgrund der täuschenden Kraft von MAYA. ISHVARA, der Herr des Universums schaut allem nur als Zeuge zu.
Der Geist selbst ist eine Schöpfung der Unwissenheit33 . Unwissenheit ist die Ursache, und der Geist ist die Folge. Er ist voller Täuschungen, weshalb er auch jeden Menschen täuscht und die Irre führt. Wenn Du die Ursache des Geistes, AJNANA90, durch den Erwerb von JNANA90 beseitigt hast, gibt es kein Geistorgan mehr. Es löst sich in ein luftiges Nichts auf. Die gesamte Erfahrung der Dualität, die auf der Annahme eines Wahrnehmenden und etwas beruht, das wahrgenommen wird, ist reine Einbildung. Es ist allein der Geist, der etwas erscheinen lässt. Der Samen, aus dem das Geistorgan sprießt, ist Ahamkara, das Ego-Prinzip, das sich mit seinen langen Ästen namens ‘mein’ und ‘dein’ usw. überallhin verzweigt. Das Ego-Prinzip sehnt sich danach, im Fleisch zu leben, Fleisch zu essen und Fleisch zu umarmen. Sei auf der Hut! Erwache! Erwirb rechtes Wissen (JNANA).
Man kann das Ego nicht schlagartig auf einmal beseitigen. Ahamkara kann nur schrittweise verringert und nach Jahren intensiver Übung erst entwurzelt werden. Allein die Identifikation mit dem fleischlichen Körper lässt alle Arten von Sorgen, durch das grobe Ego-Prinzip und die ‘Ich-Bezogenheit’ hervorgerufen, entstehen. Sobald sich Ahamkara zu behaupten versucht, sollte man sich selbst die Frage stellen: „Was ist eigentlich die Quelle dieses kleinen ‘Ich’s’?“ Diese Frage muss man sich immer wieder selbst stellen und ergründen, was dieses ‘Ich’ wirklich ist. Nach dem Entfernen der Zwiebelschalen bleibt letztendlich von der Zwiebel nichts mehr übrig. Genauso wird es diesem kleinen ‘Ich’ geschehen, das nach eingehender Selbstanalyse allmählich verschwinden und sich in Luft auflösen wird.

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