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Was Gott tut ist zum Besten

Es war einmal ein großer König namens Vikram, der berühmt für seinen Mut und seine Löwenjagd war. Sein erster Minister, Ajit, war bekannt für seine Weisheit, Ehrlichkeit, Treue und geschickte Verwaltung. Er verehrte Shiva (einer der Hauptgötter) zu tiefst. Er besaß einen starken Charakter und ein hohes moralisches Bewusstsein. Er verließ sich immer auf Shiva. Er vertraute innigst dem Sprichwort: „Was auch immer Gott tut, es ist zum Besten“ König Vikram hatte einen Bruder namens Banbir. Er war zwar sehr intelligent aber auch gerissen. Er war der Teufel im Gewand eines demütigen Bruders und führte etwas im Schilde. Heimlich intrigierte er, um seine Bruder vom Thron zu stoßen. Banbir betrachtete Ajit immer nur als ein großes ärgerliches Hindernis, da seine zahllosen Pläne gegen seinen Bruder, den König, immer nur scheiterten, denn Ajit war wachsam, geschickt und aufrichtig. Ajit hatte Banbir im Verdacht, weil ihm aber ein solider Beweis fehlte, sagte er nie ein Wort gegen ihn.

Eines Tages schnitt sich der König aus Versehen in den Finger. Als der König dies Ajit erzählte, sagte dieser ehrfürchtig: „Was immer Gott tut, ist zu unserem Besten. Auch dieser Unfall ist zu unserem Besten.“ Der König sah dies als Beleidigung und wurde wütend. Banbir dachte dies sei eine gute Gelegenheit und flüsterte eine paar taktvolle Worte, so dass der König die Beherrschung verlor. Darauf hin ließ er seinen ersten Minister ins Gefängnis werfen. Sein Befehl wurde unverzüglich ausgeführt. Ajit lächelte über den Vorfall und sagte: „Es ist alles zum Besten.“ Einige Tage später begab sich der König auf eine Jagd, gemäß einem Programm, das sein jüngerer Bruder Banbir aufgestellt hatte. Während der Jagd kam er bei der Verfolgung der Beute in einen dichten Teil des Waldes und ließ seine Jagdgefährten weit zurück. Er legte sich unter einen schattigen Baum, um auf seine Gefährten zu warten. Da er müde war, schlief er bald ein.

Plötzlich weckte ihn ein lautes Brüllen. Er sah einen wütenden Löwen auf sich zu kommen. Da er keinen Ausweg sah, schloss er die Augen und blieb mit angehaltenem Atem bewegungslos auf dem Boden liegen. Der Löwe kam und beschnupperte sein Opfer. Sobald er den verletzen Finger sah und roch, machte er kehrt. Der König sah dies und verstand nun, dass ihm sein verletzter Finger das Leben gerettet hatte. Es tat ihm sehr leid, dass er Ajit in den Kerker gebracht hatte. Er stand sofort auf und eilte zum Jagdlager. Vikram hatte erwartet, dass sein Bruder Banbir und seine Männer nach ihm suchen würden, er wurde jedoch enttäuscht.

Es war spät in der Nacht als der König das Lager erreichte. Er fand fünf Soldaten die ums Feuer herum miteinander flüsterten. Er vermutete Ärger und versteckte sich in einem Busch in der Nähe, so dass er sie deutlich hören konnte. Ihr Gespräch enthüllte das ganze Geheimnis der Verschwörung, die Banbir in die Wege geleitet hatte um ihn und Ajit zu ermorden und selbst König zu werden. Anstatt in das umzäunte Geländer des Lagers zu gehen, eilte der König sofort in die Hauptstadt. Sobald er den Palast erreicht hatte, befahl er seinem Oberbefehlshaber unverzüglich mit einer Truppe zuverlässiger Soldaten, das Lager anzugreifen. Er befahl Banbir und seine Gefolgsleute zu verhaften. Am nächsten morgen wurde Ajit zum Durbar (Empfangshalle im Palast) vor den König gebracht.

Sobald er den Hof betrat, befahl der König, ihm die Ketten abzunehmen. Er umarmte Ajit mit Liebe und Freude und entschuldigte sich für seinen Fehler. Er bat ihn wieder seine Stellung als erster Minister einzunehmen und belohnte ihn großzügig. Dann erzählte der König die ganze Geschichte der Jagd, seine Begegnung mit dem Löwen und die Verschwörung seines Bruders. Als er die Geschichte beendet hatte, bat er Ajit, er möge ihm doch erklären, inwiefern der Gefängnisaufenthalt zu seinem Besten gewesen sei. Ajit lachte und sagte: „Ich hatte vor in meinem Dorf einen großen, schönen Tempel für Shiva zu bauen, hatte aber nicht genügend Geld dazu. Nun wird mir die gütige Belohnung helfen, meinen Traum zu erfüllen. Shiva tut immer alles zum Besten. Seine Wege sind unergründlich und für uns schwer verständlich.“

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