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Nahtoderfahrungen

In den Siebziger Jahren machte ein Buch von Raymond Moody „Leben nach dem Tod“ viel von sich reden. Seitdem haben sich viele Menschen mit sogenannten „Nahtoderfahrungen“ beschäftigt.
Raymond Moody (*1944) war forensischer Psychiater und später Professor an mehreren amerikanischen Universitäten. Seit Anfang der 70er Jahre erforscht und dokumentiert er Fälle von Menschen, die klinisch tot waren, wiederbelebt wurden und sich an Geschehnisse in dieser Zeit erinnerten.

Klinischer Tod

Der klinische Tod ist charakterisiert durch:

  • völligen Kreislaufstillstand (Fehlen von Puls, Herzaktion und Atmung)
  • maximale Pupillenerweiterung
  • zyanotische Verfärbung von Haut u. Schleimhäuten
  • Aufhebung jeder Großhirnaktivität

Ein klinisch Toter kann einige Minuten nach Todeseintritt durch verschiedene Reanimationsmaßnahmen wiederbelebt werden. Durch Unterkühlung (Hypothermie) kann das Zeitfenster für Wiederbelebung erhöht werden. Zu den Reanimationsmaßnahmen können Beatmung, Herzmassage, Defibrillation, Intubation, Gabe von Medikamenten und anderes gehören.

Charakteristika von Nahtoderfahrungen

Wegen der Aufhebung der Großhirnaktivität haben die meisten Menschen keine Erinnerung an das Geschehen. Eigenartigerweise gibt es eine Reihe von Patienten, die klinisch tot waren, wiederbelebt wurden und von besonderen Erlebnissen berichteten. Diese Erlebnisse werden seit Raymond Moody als „Nahtoderfahrungen“ (engl. Near-Death-Experiences) bezeichnet.
Typische Elemente einer Nahtoderfahrung sind:

  • das Hören von meist wunderschönen Klängen
  • das Gefühl von Frieden und Schmerzlosigkeit
  • die Erfahrung, seinen Körper zu verlassen („Out-of-Body-Experience“)
  • die Erfahrung, seinen Körper von oben zu sehen („Autoskopie“), Ärzte, Rettungshelfer und Hinterbliebene zu sehen und zu hören (und anschließend deren Gespräche korrekt wiedergeben zu können)
  • das Gefühl, durch einen Tunnel zu reisen
  • das Gefühl, in himmlische Gefilde zu kommen
  • Sehen von Anderen, oft toten Verwandten
  • Treffen von spirituellen Führern, Engelswesen
  • Erfahrung von Gottesnähe
  • Schnelldurchgang durch das Leben mit Erkennen der wichtigen Lektionen dieses Lebens
  • Unwilligkeit ins Leben zurückzukehren

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Ein Fall eines Nahtoderlebnisses

Ich will hier einen Fall wiedergeben, wie ihn mir eine Seminarteilnehmerin vor einiger Zeit erzählt hat : „Ich hatte einen schweren Autounfall. Ich kam von der Straße ab. Mein Auto fuhr direkt auf einen Baum zu. Dann fehlt mir für einen Moment die Erinnerung. Ich sah mich dann oberhalb des Autos, sah einen Rettungswagen mit blinkendem Blaulicht. Ich hörte wunderbare Musik, die ich nur als Sphärenmusik bezeichnen kann. Ich sah oberhalb von mir einen weißen Tunnel, aus dem Lichtwesen zu mir kamen. Eines davon sagte mir in der Stimme meiner verstorbenen Großmutter: „Komm.“ Ich trat in diesen Tunnel ein. Dann wurde ich zum Zuschauer meines ganzen Lebens, welches wie ein Film im Schnellverfahren vor mir ablief. Ich konnte erkennen, wie alle Ereignisse meines Lebens zusammen einen tiefen Sinn ergaben. Dann sah ich wieder meine Großmutter. Sie lächelte mir zu und sagte: „Deine Zeit ist noch nicht gekommen. Gehe liebevoll mit dir und anderen um. Liebe ist das Wichtigste im Leben.“ Dann wurde ich den Tunnel nach unten gezogen und es wurde kälter. Ich sah, welche Instrumente die Rettungshelfer nutzten, um mich wiederzubeleben und hörte einige Bemerkungen. Dann wurde ich ganz in meinen Körper zurückgezogen, verlor das Bewusstsein und wachte im Krankenhaus voller Schmerzen auf. Die Ärzte waren sehr erstaunt, wie genau ich einen Teil der Wiederbelebungsmaßnahmen beschrieb und die Rettungshelfer, die ich später aufsuchte, bestätigten, dass die Gesprächsfetzen, die ich mitbekommen hatte, tatsächlich ihre Worte wiedergaben. Ich war vorher kein spiritueller Mensch. Diese Erfahrung hat mich stark geprägt und mir gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben.“

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Nahtoderfahrungen sind kulturübergreifend

In diesem Erfahrungsbericht sind viele typische Elemente einer Nahtoderfahrung enthalten.
Raymond Moody schildert in seinem Buch „Leben nach dem Tod“, dass die Nahtoderfahrungen von Menschen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen sehr ähnlich sind und dass überzeugte Atheisten oder Materialisten sie ähnlich häufig haben wie religiös Eingestellte oder esoterisch Vorgeprägte. Moody berichtet, dass die Nahtoderfahrung bei sehr vielen Menschen dauerhafte Veränderungen bewirkt hat und zwar stärkere als bei Menschen, die „nur“ klinisch tot waren ohne bewusste Erinnerung an die Zeit des klinischen Todes und auch stärkere als bei fast jedem anderen intensiven Erleben. Menschen beschreiben, dass sie seit dieser Erfahrung ihre Prioritäten anders gesetzt haben, liebesfähiger wurden, begannen, ein sinnvolleres Leben zu führen.

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Erklärungen für die Nahtoderlebnisse

Raymond Moodys Buch hatte eine sehr große Wirkung und öffnete viele Menschen für die Frage des Überlebens nach dem Tod und die Frage von Bewusstsein jenseits von Hirntätigkeit. So wurden viele Wissenschaftler dazu angeregt, auf diesem Gebiet zu forschen und alternative Erklärungshypothesen zu entwickeln. Viele Erklärungsmodelle behaupten, die Nahtoderfahrung sei auf eine Hirnveränderung zurückzuführen, die auch künstlich durch Einnahme von Medikamenten, Elektrostimulation oder künstlich induzierten Sauerstoffmangel herbeizuführen sei. Dafür, dass einige Wiederbelebte die Gespräche der Ärzte und zum Teil auch die Gespräche der Angehörigen im Raum nebenan korrekt wiedergeben konnten, bieten diese Modelle aber keine zufriedenstellende Erklärung. Meist wird das auch in entsprechenden Erklärungsmodellen einfach übergangen und so getan, als ob es das nicht gäbe. Zu einer kontroversen Diskussion regt das von Hubert Knoblauch und Hans-Georg Soeffner herausgegebene Buch „Todesnähe – interdisziplinäre Zugänge zu einem außergewöhnlichen Phänomen“, Konstanz 1999, an.

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