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Göttliche Erkenntnis


Christentum

Christentum

Das Christentum hat seinen Namen von Christus. Das Christentum spricht von einem persönlichen Gott. Es gibt im Christentum nicht viel tiefe Philosophie oder Yoga Sadhana. Das hat seinen Grund. Jesus hatte es mit ungebildeten Fischern aus Galilea zu tun. Er gab ihnen nur moralische Anweisungen und zeigte ihnen den Weg eines rechtschaffenen Lebens.

Das Christentum basiert hauptsächlich auf dem Judaismus und zum Teil auf dem Buddhismus. Die Lehre der christlichen Religion ist vollständig aus dem Judentum entnommen. Jesus sagte nie, er würde den Judaismus abschaffen und eine eigene neue Religion begründen. Er sagte: »Glaubt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten abzuschaffen. Ich bin nicht gekommen, um zu zerstören, sondern um zu erfüllen. Denn wahrlich ich sage euch: ‘Solange Himmel und Erde bestehen, soll nicht ein einziges Jota und nicht ein einziger Buchstabe des Gesetzes vergehen, bis alles erfüllt worden ist.’ Daher wird jeder, der das kleinste Gesetz bricht oder andere dazu verleitet, der Geringste im Königreich des Himmels genannt werden; wer aber danach lebt und sie lehrt, wird im Königreich des Himmels groß genannt werden.«

Der christliche Glauben entsprang der Weisheit Indiens und überdeckte den alten Stamm des Judentums. Der Buddhismus war in Palästina vorherrschend, als Christus geboren wurde. Christus selbst kam damit durch Johannes den Täufer in Berührung. Es besteht eine auffallende Ähnlichkeit zwischen Buddhismus und Christentum in ihren Geboten, in ihren Formen und Zeremonien, in der Architektur ihrer Tempel und sogar in den Lebensgeschichten ihrer Begründer.

Die Dogmen oder metaphysischen Lehren des Christentums sind dieselben wie die des Judentums, aber seine moralischen Gebote sind viel erhabener und edler als die der jüdischen Propheten. Das Christentum verdankt dem Buddhismus diese höhere Moral, die es vom Judaismus unterscheidet. Die Moralgebote und Lehren des Buddhismus haben viel mit denen des Christentums gemeinsam. Christus selbst lehrte keine Dogmen.

Die Lehre von Jesus, die in erster Linie eine ethische ist, ist in der Bergpredigt enthalten, im »Vater Unse« und in bestimmten Gleichnissen, wie dem Gleichnis vom ‘Barmherzigen Samariter’, vom ‘Verlorenen Sohn’ und vom ‘Schaf und den Ziegen’.

Philosophie und Lehre

Das Christentum ist im wesentlichen ein leuchtender Weg des Lebens, ein Weg glücklichen und siegreichen Lebens in dieser Welt. Jesus erstaunte die Menschen durch seinen Einblick, wenn er mit den religiösen Führern seiner Zeit über Religion sprach. Drei Jahre lang erklärte er seinen Anspruch auf den »einzigen Sohn Gottes« und belehrte die Menschen über das Wesen seines »Vaters«, Gottes, und die wahren Wege menschlichen Lebens in Form der Bergpredigt, usw. Jesus Christus wurde »Das große Vorbild« genannt. Er erklärte das wahre Wesen Gottes, des Menschen und der Welt, in der er lebte. Er lehrte die Menschen, ihre Art und Weise, die Dinge zu betrachten, zu ändern. Er sagte ihnen, daß sie erkennen würden, daß die Welt, in der sie leben, das Reich Gottes ist, wenn sie die Sicht in ihrem Leben vom materialistischen zum spirituellen Aspekt hin verändern.

Er hat keine schriftlichen Aufzeichnungen seiner wichtigen Lehren hinterlassen. Er verkündete seine gesamte Lehre mündlich. Weder er noch seine Anhänger schrieben auch nur ein einziges Wort, das von ihm gesprochen wurde, zu seinen Lebzeiten nieder.

Seine Worte wurden mißverstanden, falsch kommentiert, abgeändert, verformt und übertragen, und trotzdem haben sie fast zweitausend Jahre überdauert, da sie sehr mächtig waren und aus dem Herzen eines verwirklichten Yogi kamen.

Hier ist der Kern der Lehren Jesu: Gott ist Geist. Er ist allgegenwärtig. Er liebt seine Geschöpfe mit unendlicher Liebe. Er ist der Vater aller. Gott ist in der Welt enthalten. Er ist auch transzendent. Er sandte Seinen Sohn Jesus Christus in die Welt, damit er den Weg zur Erlangung von Unsterblichkeit zeige.

Die theologische Doktrin von Jesus ist der Glaube an die Vaterschaft Gottes und die Bruderschaft des Menschen. In der Göttlichkeit sind drei Personen vereinigt, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dies ist die Dreifaltigkeit der Christen. Alle Menschen sind Brüder, da sie alle der Familie Gottes angehören. Wenn die Lehre Christi in die Tat umgesetzt wird, gibt es keinen Krieg.

Hier ist der Kern seiner Bergpredigt:
Selig sind die Armen im Geist; denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden die Erde erben.
Selig sind die, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit;
denn sie werden erfüllt werden.
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Gnade finden.
Selig sind die, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedensstifter; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Innere Reinheit, Sanftmut, Bereitschaft zur Vergebung, das Vergelten von Bösem mit Gutem - all das sind die Charakteristika des Christentums. Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern durch jedes Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.

Jesus legte große Betonung auf die Liebe zu Gott, die Liebe zu den Mitmenschen und zum Gesetz. Der Glaube an Gott ist die zentrale Lehre von Jesus.

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