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Das Leben von erdgebundenen Geistern

Was geschieht also nach dem plötzlichen Tod weiter?
Wenn es Menschen, die einen plötzlichen Tod hatten, nicht gelingt, ihre Energien zu sammeln und sich von dem zu lösen, was man unbedingt noch auf der Erdebene machen wollte, können sie längere Zeit in dieser Bhur Loka verweilen.
Diejenigen, die auf Bhur Loka längere Zeit bleiben, werden als erdgebundene Geister bezeichnet, auf Sanskrit „Pretas“ genannt. Und es heißt, dass diese Ebene keine schöne ist. Die Seele, der Preta, hat weiter alle Wünsche, die sie vorher auf der physischen Ebene hatte. Nur der physische Körper ist weggefallen. Die Persönlichkeit bleibt, das Unterbewusstsein bleibt, Wünsche bleiben, Ängste bleiben. All das bleibt, nur der physische Körper ist weg. Es kann sein, dass man etwas Bestimmtes essen oder trinken will. Aber ohne physischen Körper geht das nicht. Er will mit jemandem sprechen, niemand ist da. Er will Dinge ändern und kann es nicht.

Erdgebundene Geister in der griechischen Mythologie

In der griechischen Mythologie findet man mehrere Mythen, welche diese Erfahrungen von Pretas versinnbildlichen. Ich will hier zwei herausgreifen, die Tantalusqualen und die Sisyphusarbeit. Tantalus und Sisyphus hatten sich beide in ihrem physischen Leben falsch verhalten. Nach ihrem Tod mussten sie deshalb leiden und zwar folgendermaßen: Tantalus stand in einem See, über dem wunderbare Obstbäume standen. Wenn Tantalus Hunger hatte und die Hand nach dem Obst ausstreckte, gingen die Zweige nach oben. Wenn er Durst hatte und sich zum Wasser hinbeugte, versiegte das Wasser. Die Tantalusqualen symbolisieren eine Art des Leidens auf Bhur Loka: Die Wünsche sind da, aber keine Möglichkeit, sie zu befriedigen.
Sisyphus sollte einen Stein einen Berg hochschieben. Wenn er den Stein fast hochgerollt hatte, entglitt ihm der Stein und rollte wieder den ganzen Berg nach unten. Das symbolisiert die zweite Art von Leiden für Pretas: Sie würden gerne etwas tun, gerne etwas bewirken, sie können es aber nicht. Die dritte Art von Leiden ist, wie oben erwähnt, die Unfähigkeit, mit jemand anderem zu kommunizieren.

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Lernlektion für Pretas, erdgebundene Geister

Die Zeit als Preta auf Bhur Loka ist eine große Lernlektion für die Seele: Sie wird sich ihrer Wünsche, Neigungen, etc. bewusst. Sie merkt, was ihr wichtig ist. Sie merkt ihre Abhängigkeiten vom Äußeren und wird sich bewusst, dass ihr Leben im Hamsterrad von Wünschen, Handlungstendenzen, Abhängigkeiten stand. Zwar ist auf der einen Seite die Erfahrung des Pretas großes Leid, auf der anderen Seite große Bewusstwerdung und Lernprozess. Irgendwann öffnet sich wieder dieser Lichttunnel, diese Jakobsleiter. Die Seele ist bereit, in die nächste Ebene, in Bhuvar Loka, aufzusteigen. Bis das geschieht, können Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte vergehen.

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