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Vorwort

Der Autor dieses Buches, Shri Jyotish Candra Ray, den die meisten einfach als Bhaiji (sprich: Bhaidschi, d.h. älterer Bruder) kennen, wurde von den Devotees Shri Anandamayi Ma‘s sehr geliebt und verehrt. Er verdient es tatsächlich, ein Prinz unter den Bhaktas genannt zu werden. Jeder, der ihn traf, war von seinem ausgesprochen edlen Charakter, seiner völligen Einfachheit und seiner ungewöhnlichen Ergebenheit beeindruckt. Seine außerordentliche Reinheit und Selbstauslöschung befähigten ihn dazu, Einblick in unergründliche Tiefen zu gewinnen.
      Was sein Buch Matri Darshan so wertvoll macht, ist, dass es von jemandem geschrieben wurde, der einen hohen Grad an Verständnis besaß, und dem sich Ma - in welchem Ausmaß auch immer - tatsächlich offenbart hat. Bhaiji‘s Gefühl selbst kann am besten in seinen eigenen Worten wiedergegeben werden: „Obwohl sich kleine Teile des weiten Himmels in Teichen und Seen widerspiegeln, so können uns diese Spiegelbilder keine Vorstellung von der Unermesslichkeit des Firmaments vermitteln.
      Ebenso können wir unmöglich die unendliche Größe von Ma‘s wahrem Wesen durch jenen Schimmer Ihrer Gnade erkennen, der sich in diesem äußerst unvollkommenen Instrument widergespiegelt hat.“ Trotzdem vermögen wir durch Bhaiji‘s Erzählung hindurch etwas von Ma‘s Liebe zu allen Lebewesen spüren, etwas von Ihrer Weisheit, die unbeeinträchtigt von Bücherwissen und Sektierertum blieb, und von Ihrer stets strahlenden Freude, die nicht von dieser Welt ist.
      Shri J. C. Ray wurde am 16. July 1880 in Chittagong geboren und erfuhr dort auch seine Ausbildung. Das Buch selbst teilt dem Leser ziemlich vollständig die wesentlichen Begebenheiten aus Bhaiji‘s Leben mit, soweit sie seine Beziehung zu Ma betreffen. 1937, kurz nachdem er das Manuskript von Matri Darshan abgeschlossen hatte, begleitete er Ma und Bholanath (Pitaji, sprich: Pitadschi, Ihren Mann) auf eine Pilgerreise zum Berg Kailash, zusammen mit Shri Gurupriya Devi und ihrem Vater Swami Akhandananda (vormals Shri Shashanka Mohan Mukerji).

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Als sie sich dem Ziel ihrer Reise näherten, ereignete sich ein bemerkenswerter Vorfall, der uns etwas von Bhaiji‘s wahrer Größe offenbart. Er und Bholanath waren vorausgewandert, während der Rest der Gruppe etwas zurückgeblieben war. Als sie am Manasarovar-See ankamen, wurde Bhaiji von absoluter Entsagung überwältigt. Er warf seine Kleider und seine heilige Schnur in den See und ging in das eiskalte Wasser. Mit gefalteten Händen bat er Bholanath um die Erlaubnis, allein in die Berge wandern zu dürfen. Bholanath erlaubte es jedoch nicht, sondern befahl ihm, sich anzukleiden und auf Ma zu warten. Als Ma etwa zwei Stunden später dort eintraf, kamen spontan Sannyasa Mantras aus Ihrem Mund.
      Auf diese ungewöhnliche Weise erhielt Bhaiji Initiation in Sannyasa, den Lebensstand der Entsagung, und wurde seitdem Swami Maunananda Parvat genannt.
      Auf Ma‘s Wunsch willigte er ein, die Gruppe zurück nach Almora zu begleiten. Während des Abstiegs bekam er hohes Fieber und verschied einige Tage nach der Ankunft in Almora. Seine ganze Krankheit über sorgte Ma äußerst liebevoll für Bhaiji. Nächtelang verbrachte Sie ohne Schlaf, doch die heitere Ruhe auf Ihrem Gesicht blieb ungetrübt. Ihr gewohntes Lächeln verschwand nie, und Ihre Gegenwart erfüllte den Raum mit Stille und Frieden. Als Bhaiji gefragt wurde, wie der Ashram in Dehradun ohne seine Hilfe und Anleitung weitergeführt werden solle, sagte er: „Es ist nicht mein Werk, sondern Ma‘s. Alles wird gelingen durch Ihre Gnade, wir sind nur Werkzeuge in Ihrer Hand.“
      Über Bhaiji‘s Tod schrieb Bholanath: „Bis zu seinem letzten Atemzug war Jyotish bei vollem Bewusstsein. Kurz bevor er starb, sagte er zu mir: ‚‚Sieh, Baba, in dieser Welt gehört niemand zu einem. Shri Shri Ma allein ist wirklich.‘ Dann rezitierte er MA, MA und OM und rief Hari Ram Joshi, zu dem er sagte: „Hör zu, wir alle sind eins. Ma und ich sind eins, Pitaji und ich sind eins.“ Dann richtete er seinen Blick auf Ma, und mit den Worten ‚MA, MA‘ tat er langsam seinen letzten Atemzug.“
      Vor seinem Aufbruch zum Berg Kailash hatte Bhaiji dem Übersetzer Gangacharan Das Gupta das Bengali-Manuskript von Matri Darshan übergeben. Es war sein ausdrücklicher Wunsch, dass das Buch gleichzeitig in Bengali, Hindi und Englisch erscheinen sollte. Sein unerwarteter Tod jedoch durchkreuzte alle Pläne. Das Original in Bengali wurde erstmals 1937 kurz nach seinem Tode herausgegeben. Die Hindi-Ausgabe erschien erst 1951, die englische Übersetzung 1952 und die deutsche Ausgabe 1986.
      Bhaiji war der erste, der die Welt über das einzigartige Leben von Shri Anandamayi Ma in Kenntnis setzte. Sucher aus der ganzen Welt haben ihm ihre Anerkennung und tiefe Dankbarkeit für dieses Werk der Liebe dargebracht.
zum 74. Jahrestag

13. August 1962
der 25. Jahrestag von Bhaiji‘s Mahasamadhi

Diese neu überarbeitete Ausgabe erschien 2011
zum 74. Jahrestag

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