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Yoga für Jugendliche im Gymnasium und anderen Schulen

Yoga im Gymnasium, das kann Kindern und Jugendlichen entscheidende Impulse für ihr Leben geben. Das Gymnasium umfasst die wichtigsten Jahre der Selbstfindung eines Menschen, nämlich 10-18 Jahre. In der Zeit des Gymnasiums entwickelt der wachsende Mensch sein Selbstbild, seine Persönlichkeit, die Art mit der Welt zu agieren. Yoga im Gymnasium selbst, also nicht nur als Freizeitaktivität, sondern als Teil des Schulunterrichtes, kann den Kindern und Jugendlichen zu einem stabileren Selbstbild verhelfen, zu mehr Selbstvertrauen, mehr Gelassenheit. In alten Zeiten galt das Alter von 10-20 Jahren als die Zeit, in der die heranwachsenden Menschen unbedingt Yoga üben sollten. Denn wenn Kinder und Jugendliche in der Zeit des Gymnasiums Yoga üben, ist das für ihre ganzheitliche Entwicklung ausgesprochen hilfreich. Anmerkung: Auch wenn dieser Artikel mehr unter dem Thema steht Yoga für Jugendliche im Gymnasium, gilt das gleiche auch analog für Yoga in Realschulen, Yoga in der Hauptschule, Yoga für Jugendliche in der Berufsschule, Yoga für Jugendliche in der Gesamtschule.

Wirkung von Yoga für Kinder und Jugendliche im Gymnasium

Yoga wirkt auf sehr vielen Ebenen. Während  im Vorschulalter und im Grundschulalter oft die eher spielerischen Elemente des Yoga Anwendung finden, kann im Gymnasium das ganze Spektrum des Yoga oder auch einzelne Elemente gezielt zur Anwendung kommen. Es gibt inzwischen zahlreiche Wissenschaftliche Studien Yoga für Kinder und Jugendliche. Die wissenschaftliche Forschung zeigt folgende Wirkungen von Yoga im Gymnasium und anderen Schulen:

Sportliche Wirkungen von Yoga im Gymnasium

Yoga, insbesondere Hatha Yoga, ist auch Bewegung, Trainieren der körperlichen Leistungsfähigkeit, der körperlichen Kondition. In einer Zeit, in der Kinder in ihrer Freizeit immer weniger sportliche Bewegung haben, kommt der Schule, dem Gymnasium, dafür eine besondere Bedeutung zu. Folgende sportliche Wirkungen hat Yoga im Gymnasium und allgemein Yoga für Jugendliche:

  • Yoga für Jugendliche verbessert die Beweglichkeit, die Flexibilität. Und körperliche Beweglichkeit und Flexibilität wiederum ist für die langfristige Gesundheit hilfreich. Wer als Jugendlicher beweglich ist, hat im Alter weniger Rückenprobleme und weniger Probleme mit Arthrose etc.
  • Yoga entwickelt die Muskelkraft der Heranwachsenden, der Teenager. Insbesondere die Rückenmuskeln, die Bauchmuskeln, die Beinmuskeln und die Armmuskeln werden im Yoga gestärkt. Das hilft auch gegen Rückenschmerzen, die oft genug heutzutage schon Kinder im Gymnasium betreffen
  • Yoga entwickelt auch die Ausdauer, also das Herz-Kreislauf-System. Zwar muss man sagen, dass andere Sportarten effektiveres Ausdauertraining sind. Aber Yoga kann manchmal gerade Sportmuffel dazu bringen, etwas für die Gesundheit ihres Herzens zu tun, auch und gerade im Gymnasium
  • Am meisten entwickelt Yoga die Koordination, das Gleichgewicht der Jugendlichen, der Teenager. Die Entwicklung von körperlicher Koordination und Gleichgewicht wiederum ist von besonderer Bedeutung für die geistige Entwicklung der Gymnasialschüler: Das Gehirn ist letztlich ein Ganzes. Wenn die körperliche Koordination verbessert wird, wird die Vernetzung der Hirnzellen miteinander verbessert. Die bessere Vernetzung des Gehirns verbessert auch die kognitive Leistung und die Fähigkeit zum inneren Gleichgewicht, was ja gerade im Gymnasium und nicht nur dort so wichtig ist.

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Gesundheitliche Wirkungen von Jugendlichen-Yoga im Gymnasium

Bedingt durch Stress, mangelnde Bewegung, oft auch schlechte Ernährung, haben viele Kinder und Jugendliche im Gymnasium diverse körperliche Erkrankungen. Yoga im Gymnasium kann diverse körperliche Beschwerden verringern. Hier seien ein paar Krankheitsbilder aufgezählt, für die Yoga bei Jugendlichen seine Wirksamkeit gezeigt hat

  • Kopfschmerzen: Wenn Kinder und Jugendliche im Gymnasium Yoga üben, verringern sich die Kopfschmerzen erheblich. Die meisten Kinder und Jugendlichen, die Yoga Übungen lernen, können ihre Kopfschmerzen ganz oder weitestgehend zum Stillstand bringen
  • Asthma: Es gibt einige wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Yoga im Gymnasium die Asthmawahrscheinlichkeit erheblich senkt. Die meisten Jugendlichen, die Yoga üben, werden anfallsfrei
  • Rückenschmerzen: Gerade im Gymnasium bekommen immer mehr Kinder und Jugendliche Rückenschmerzen. Oft beginnt eine lange Rückenschmerz-„Karriere“ schon im Gymnasium. Wer als Jugendlicher Yoga übt, braucht keine Rückenschmerzen zu bekommen.
  • Übergewicht: Im Gymnasium entwickeln Kinder und Jugendliche sehr häufig Übergewicht. Yoga ist eine effektive Strategie gegen Übergewicht. Zum einen ist Yoga auch körperliche Aktivität, die Kalorien verbraucht. Zum anderen hilft Yoga zu einer inneren Ruhe und Gelassenheit sowie zu einem besseren Körpergefühl, was Kindern und Jugendlichen hilft, auf Frustessen zu verzichten. Wer Yoga übt, isst automatisch gesünder, das gilt auch im Gymnasium

Wirkung von Jugendlichen-Yoga im Gymnasium auf Selbststeuerung und Emotionen

Wenn Yoga im Gymnasium geübt wird, hat das folgende Wirkung auf die Selbststeuerung und die Emotionen der Jugendlichen, der Teenager, der Teenies: 

  • Selbstbild, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen wird durch Yoga im Gymnasium verbessert. Kinder und Jugendliche bekommen ein besseres Gefühl für sich selbst, ihre Bedürfnisse und ihre Stärken
  • Emotionskontrolle verbessert sich durch Yoga im Gymnasium: Kinder können lernen, Wut nicht sofort auszureagieren, Frust auszuhalten, Ängste umzuwandeln, mehr Gelassenheit zu üben
  • Durch Yoga im Gymnasium verringert sich Angst, insbesondere Prüfungsangst, aber auch Ängste im Allgemeinen
  • Die Fähigkeit sich zu entspannen und das Bewusstsein sich jederzeit entspannen zu können, wenn man will, kann auch Süchten vorbeugen
  • Wenn Yoga im Gymnasium unterrichtet wird, verringert sich auch das Auftreten von Essstörungen wie Bulimie und Anorexie, die ja gerade im Jugendlichen Alter weit verbreitet sind. Durch verbessertes Selbstbild, durch stärkeres Spüren der eigenen Bedürfnisse, höheres Selbstvertrauen und die Fähigkeit der Selbststeuerung verschwinden oder verringern sich die Gründe für Essstörungen

Wirkung von Jugendlichen-Yoga auf die kognitive Leistungsfähigkeit

In der Schule, insbesondere im Gymnasium, geht es ja besonders um die kognitive Leistungsfähigkeit. Gymnasium ist (leider) hauptsächlich dazu da, die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern. Im Zuge der Pisa-Studien ist dieser Leistungsanspruch noch weiter gestiegen. Das Interessante ist: Yoga verbessert auch die kognitive Leistungsfähigkeit, ohne dabei auf Leistungsdruck und mehr Konkurrenz zu setzen. Studien haben gezeigt, dass wenn Kinder und Jugendliche im Gymnasium Yoga üben, dass ihre Leistungen in Fächern wie Mathematik, Deutsch, Englisch, Physik etc. sich verbessern, und zwar ohne mehr Leistungsdruck. Wie Hirnforscher festgestellt haben, lernt es sich besser, wenn Kinder emotional am Lernstoff interessiert sind, wenn sie dabei entspannter sind und wenn der Körper mit einbezogen ist. Yoga am Gymnasium gibt mehr Energie, was die Lernfreude verbessern kann. Yoga verbessert insgesamt die Konzentrationsfähigkeit – was auch wieder die Freude beim Lernen erhöht. Und Yoga trainiert den ganzen Körper, bezieht den ganzen Körper mit ein und verbessert die Vernetzung im Gehirn. Das kommt dann auch der intellektuellen Leistungsfähigkeit gerade im Gymnasium zugute.

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Verbesserung der sozialen Kompetenz und der kommunikativen Fähigkeiten durch Yoga für Kinder und Jugendliche am Gymnasium

Wissenschaftliche Studien zeigen auch, dass Yoga am Gymnasium auch die soziale Kompetenz und die kommunikativen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen verbessern.

  • In Klassen, an denen Jugendlichen-Yoga unterrichtet wird, gibt es weniger Mobbing
  • In Klassen, an denen Yoga unterrichtet wird, gibt es weniger soziale Ausgrenzung
  • Das Aggressionspotential an Klassen sinkt, wenn gemeinsam Yoga geübt wird
  • Kinder und Jugendliche, die Yoga üben, gehen mehr auch auf andere zu, die sonst ausgegrenzt werden
  • Soziale und nationale Hintergründe werden weniger wichtig, wenn Kinder miteinander Yoga üben
  • Gerade an Gymnasien mit einem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen mit Immigrationshintergrund kann Yoga sehr wichtig sein: Yoga entstammt einem anderen Kulturkreis. Kinder und Jugendliche lernen dieses Übungssystem aus Indien sehr schätzen. Yoga ist eine universelle Sprache, wo die verbalen Sprachkenntnisse nicht so wichtig sind. Yoga verbindet Menschen untereinander.
  • Die Hilfsbereitschaft der Kinder und Jugendlichen untereinander steigt, wenn sie gemeinsame Yogastunden mitmachen

Oft stehen Kinder und Jugendliche im Lernalltag in Konkurrenz zueinander. Auch die meisten Sportarten bestehen aus Messung der Leistungsfähigkeit und Konkurrenz. Yogastunden im Gymnasium führen zu einem Gefühl der Verbundenheit, der Gemeinschaft. Das Gemeinschaftsgefühl in Klassen, die regelmäßig Yogastunden haben, steigt.

Spirituelle Wirkung von Yoga an Gymnasien

Schulunterricht sollte nicht auf eine bestimmte Religion ausgerichtet sein, mit Ausnahme des Religionsunterrichtes. Aber auch Schüler am Gymnasium haben spirituelle Bedürfnisse. Kinder und Jugendliche stellen sich auch am Gymnasium Fragen wie: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es eine höhere Wirklichkeit? Auch im Gymnasialunterricht wird ja in Fächern wie Deutsch, Religion, Sozialkunde, Philosophie und Ethik auf solche Fragen eingegangen. Dabei kann die Beschäftigung mit Yogaphilosophie auch am Gymnasium interessante Einblicke geben. Noch wichtiger ist aber, dass die Übung von Meditation Schülern hilft, eigene Einsichten zu bekommen. Inwieweit man die spirituellen Aspekte von Yoga im Gymnasium einbeziehen will, muss jedes Lehrerkollegium, jeder Lehrer selbst entscheiden. Normalerweise beziehen Kinderyogalehrer und Jugendlichenyogalehrer, die von außen für einige Yogastunden, eine Projektwoche, für Ganztagsschule oder einen Yoga Workshop engagiert werden, die spirituellen Aspekte von Yoga nicht in ihren Unterricht ein, da sie sich der weltanschaulichen Neutralität der Schule verpflichtet sehen. Es wäre aber durchaus wichtig, das auch mit einzubeziehen. Das muss aber die Schule selbst entscheiden, ob sie das für hilfreich erachtet.


Zusammenfassend kann man sagen: Yoga am Gymnasium hat so viele großartige Wirkung für die Kinder und Jugendlichen. Yoga sollte unbedingt in den Regelunterricht an allen Schulen integriert werden!

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Yoga Übungen und Yogastunden am Gymnasium

Welche Yoga Übungen sind im Gymnasium empfehlenswert? Grundsätzlich kann man wie immer im Kinderyoga als auch im Jugendlichen-Yoga unterscheiden zwischen klassischen Hatha Yogastunden, spielerischen Yogastunden und die Integration von einzelnen Yoga Elementen in den normalen Schulunterricht.

  • Man kann ganz klassische Hatha Yoga Stunden kindegerecht und jungendlichengerecht am Gymnasium unterrichten. Eine Yogastunde für Kinder und Jugendliche am Gymnasium dauert typischerweise 45 Minuten, da ja der Schulunterricht meist in 45-Minuten-Einheiten aufgeteilt ist. Eine Yogastunde auch am Gymnasium besteht typischerweise aus Anfangsentspannung, Sonnengruß und Aufwärmübungen, statisch gehaltene Asanas (Yogastellungen) und Tiefenentspannung. Dabei können Geschichten mit den Yoga Übungen erlebt und körperlich erfahrbar gemacht werden, sollten aber nicht übertrieben werden. Gerade im Jugendlichenalter müssen die Lehrer aufpassen, ihren eigenen Spieltrieb nicht zu übertreiben und durch kindgerechte aber nicht jugendgerechten Geschichten ätzend zu wirken. Geschichten können bei Yoga im Gymnasium eine Rolle spielen, sollten aber oft mehr in den Hintergrund treten. Hier ist Yoga im Gymnasium anders als Yoga in der Grundschule
  • In einer eher spielerischen Yogastunde können verschiedene Bewegungsspiele, Massagen etc. mit eingebaut werden. Oft werden im Gymnasium solche Bewegungsspiele an den Anfang gestellt, macht man gerade am Anfang mehr Bewegung. Manche Jugendlichenyogalehrer lassen auch am Anfang die Kinder etwas erzählen. Heutzutage werden in Yogastunden auch Tanzelemente, und Übungen aus verschiedenen anderen Kulturkreisen eingebaut –so hilft Yoga auch zu echter Völkerverständigung. Allerdings muss man klar sagen: Die beste Wirkung hat klassischer, kindgerecht und jugendgerecht unterrichteter Hatha Yoga. Die großen Studien, welche die positive Wirkung des Yoga gezeigt haben, sind an standardisierten Hatha Yoga Kursen durchgeführt worden, weniger am „Freestyle Yoga“, bei dem Yoga mit allen möglichen weiteren Elementen angereichert wird
  • Man kann auch einzelne Yoga Elemente zwischendurch in den normalen Schulunterricht mit einbauen. Es gibt aktivierende und eher beruhigende Yoga Übungen – und es gibt besondere Übungen zur Förderung der Konzentration. Einzelne Yoga Übungen, die man in den Schulunterricht integrieren kann, sind z.B. Kapalabhati, Wechselatmung, kurze Meditation, Tiefenentspannung oder Blitzentspannung im Sitzen, der Baum, das Dreieck, einzelne Yoga Lockerungsübungen und mehr

Viel zum Thema Yoga Übungen für Kinder, Kinderyoga Musterstunden und viele Übungen für den Schulalltag zwischendurch findest du unter dem Menüpunkt Kinderyoga Übungen.

Besonderheiten bei Yoga für Kinder und Jugendliche am Gymnasium

Beim Jugendlichen-Yoga, beim Teenager-Yoga am Gymnasium muss man beachten, die spielerischen Elemente nicht zu übertreiben. Jugendlich wollen ernst genommen werden. Gerade externe Kinderyogalehrer an Gymnasien versuchen oft zu sehr ihren eigenen Spieltrieb auszuleben und kommen dann nicht so gut an. Was beim Kindergartenyoga und beim Grundschulyoga so gut funktioniert, funktioniert nicht mehr am Gymnasium.
Manchmal versuchen Jugendlichenyogalehrer sich zu sehr an die Sprachgewohnheiten der Jugendlichen anzupassen und versuchen, Jugendlichensprache im Yoga Unterricht zu nutzen. Meist wirkt das ziemlich schräg. Man muss auch als Yogalehrer nicht versuchen, die Sprachgewohnheiten der Jugendlichen zu imitieren. Jugendliche verstehen auch normales Deutsch.
Yoga am Gymnasium, das kann oft normaler Yoga Unterricht sein. Yoga am Gymnasium ist einfacher als Yoga an der Hauptschule. Yoga Unterricht am Gymnasium muss interessant sein. Die Konzentration ist das A und O. Wenn es dem Yogalehrer, der Yogalehrerin, gelingt, die Aufmerksamkeit der Schüler voll auf die Yoga Übung, bzw. letztlich auf sich selbst zu richten, dann lieben die Schüler, die Jugendlichen die Yoga Übungen. Die Übungen sollten nicht überfordern, aber auch nicht langweilig sein. Typischerweise ist der Yoga Unterricht gerade an der Mittelstufe und Oberstufe eher fordernder als Erwachsenenyoga. Kinder und Jugendliche lieben es, wenn sie sehen, dass sie Fortschritte machen. Lob und Anerkennung sind beim Yoga für Jugendliche, z.B. am Gymnasium auch wichtiger als beim Erwachsenenyoga. Allerdings muss man besonders darauf achten, dass der Wettbewerbsgedanke nicht zu starken Eingang ins Yoga findet. Ein Bestehen auf absolute Ruhe im Yoga Unterricht ist typischerweise nicht sinnvoll – die Kinder und Jugendlichen werden zwischendurch immer wieder das eine oder andere sagen, lachen, vielleicht auch mal toben. Wer Yoga am Gymnasium unterrichtet, braucht eine gewisse Geduld… Allerdings sollte bei Yogastunden am Gymnasium immer wieder einige Minuten Ruhe herrschen.

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Wer kann Jugendlichen-Yoga an Gymnasien unterrichten?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Yoga am Gymnasium unterrichtet werden kann: 

  • Ein Lehrer am Gymnasium, der seine normalen Schulfächer unterrichtet, macht eine Ausbildung zur Kinderyoga Übungsleiterin oder zum Jugendlicheyoga Übungsleiter und lernt so, kompetent Kinderyoga und Jugendlichenyoga am Gymnasium zu unterrichten. Grundsätzlich kann Kinderyoga bzw. beim Jugendlichenyoga im Rahmen des Sportunterrichtes, des Religionsunterrichtes oder anderer Fächer angeboten werden oder auch als eigenes Regelfach. Yoga als Regelfach, eine oder zwei Yogastunden pro Woche, das wäre das Ideale. Das geht in manchen Bundesländern und wird dort in einzelnen Schulen auch so gehandhabt (z.B. in Berlin). Gerade wenn die Klassenlehrerin selbst Kinderyogalehrerin ist, geht das besonders gut, bedarf aber oft gründlicher Überzeugungsarbeit – und das Heranziehen der wissenschaftlichen Studien
  • Gymnasiallehrer, die selbst Yoga üben, können einfach spielerisch die eine oder andere Yoga Übung in eine normale Schulstunde integrieren. Es gibt energetisierende, aktivierende Yoga Übungen, wenn die Schüler müde geworden sind. Es gibt beruhigende Übungen, entspannende Übungen, meditative Übungen, wenn die Kinder bzw. Jugendlichen überdreht sind. Gut sind auch die konzentrationsfördernden Übungen – gerade diese verbessern auch die schulische Leistung. Gerade Meditation, Atemübungen, Dehnübungen, Tiefenentspannung eignen sich für zwischendurch, auch als Vorbereitung auf eine Klassenarbeit
  • Eltern, die eine Kinderyoga Ausbildung mitgemacht haben, bieten ehrenamtlich Yogastunden als fakultatives Angebot am Gymnasium an
  • Jugendliche, die selbst Yoga üben, geben selbst Yoga Unterricht an ihrer Klasse. Das kann Teil eines Referats sein, einer Klassenarbeit etc. Yoga Vidya bietet inzwischen auch Jugendlichenyoga Übungsleiter Ausbildungen an: Jugendliche lernen, anderen Jugendlichen Yoga zu unterrichten.
  • Im Rahmen der Ganztagsschule bieten immer mehr Gymnasien auch Yoga an. Leider sind die Ganztagsschulen finanziell nicht so gut ausgestattet, weshalb der Unterricht im Rahmen des Ganztagsschulangebots meist nicht oder nur unzureichend bezahlt wird
  • Freiberufliche Kinderyogalehrer bieten Yoga am Gymnasium an. Dazu gibt es wieder mehrere Möglichkeiten: (1) Eine regelmäßige Yogastunde einmal oder zweimal pro Woche  (2) Im Rahmen einer Projektwoche üben die Kinder jeden Tag Yoga entweder am Gymnasium – oder in einer Yogaschule  (3) Yoga wird am Gymnasium als fakultatives Fach, als AG unterrichtet – also als Zusatzangebot. Meist fällt es freiberuflichen Kinderyogalehrern leichter, kleinere Gruppen von 6-12 Kindern zu unterrichten. Wenn man Yoga wirklich an Gymnasien integrieren will, müssen Yogalehrer auch lernen, normale Klassengrößen von 20-40 Kinder zu handeln. Wenn Yogalehrer sogar alle Parallelklassen gleichzeitig unterrichten können, also z.B. 80 Kinder gleichzeitig in der großen Turnhalle, dann können die Schulleiter auch leichter dafür gewonnen werden, dafür die finanziellen Mittel einzuwerben. Wenn Gymnasiallehrer eine Jugendlichenyoga Ausbildung gemacht haben, haben sie keine Probleme damit, Schulklassen von 20-35 Schülern Yoga zu unterrichten
  • Es gibt inzwischen auch Yogaschulen, die darauf spezialisiert sind, Yoga an Schulen einzuführen, Kinderyogastunden und Jugendlichenstunden zu geben und die Pädagogen dazu zu befähigen, anschließen selbst Yogastunden zu geben. Meist ist das ein auf 1-3 Monate befristetes Projekt, das anschließend die Pädagogen selbst fortführen können
  • Die verbreitetste Weise, Yoga am Gymnasium zu unterrichten, sind die Projektwochen. In den meisten Bundesländern gibt es 1-2 Mal im Jahr eine Projektwoche. Dabei können die Schüler eine Woche lang systematisch ins Yoga eingeführt werden. Meist gehen die Schüler dann in die Yogaschule oder den Yoga Ashram. Manchmal kann Yoga auch als Teil der Projektwoche unterrichtet werden. Und natürlich ist Yoga auch am Gymnasium selbst möglich. Erfahrungen bei Yoga Vidya haben gezeigt, dass Yoga oft das populärste Angebot der Projektwoche ist

Noten für Yoga am Gymnasium?

Charakteristisch für westliche Schulbildung ist das Vergeben von Noten Wenn Yoga ein Schulfach ist, müssen also auch Noten für Yoga vergeben werden. Beurteilung der Yoga Praxis widerspricht aber dem Grundgedanken des Yoga. In der Kinderyogaszene und der Jugendlichenszene gibt es durchaus unterschiedliche Konzepte, wie man trotzdem Noten vergeben kann für Yoga… Man könnte Noten vergeben für alle Aspekte des Yoga, auch für die Ruhe, die Entspannung, etc. Manche vergeben die Noten nur für die theoretischen Teile im Yoga Unterricht. Jeder, der Yoga als Regelschulfach einführen will,  muss sich auch mit der Frage der Benotung auseinandersetzen. Die Ablehnung der Benotung wird meist zur Ablehnung von Yoga als Regelschulfach führen.

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Yoga für Gymnasiallehrer

Gymnasiallehrer/in zu sein, das ist ein befriedigender, in jedem Fall auch anstrengender Job. Nicht umsonst ist die Burnoutrate und die Frühverrentung bei Lehrern besonders hoch. Es gilt: Gerade die Pädagogen, die Lehrer selbst, brauchen   Entspannung, Ruhe und immer wieder neue Energie. Die Heranwachsenden werden stark geprägt von ihren Lehrern, gerade im Jugendlichen Alter. So sollte es für jedes Gymnasium selbstverständlich sein, alles zu tun, damit es den Lehrkräften gut geht. Yoga am Gymnasium, das kann auch heißen, dass die Lehrer selbst Yogastunden genießen, vielleicht sogar gleich am Gymnasium selbst, vielleicht nach dem Schulunterricht, nachdem die Kinder gegangen sind, vielleicht vor dem Schulunterricht, vielleicht in der Mittagspause. Auch für die Lehrkräfte gilt: Es muss nicht gleich eine ganze Yogastunde sein. Im Schulalltag kann auch die eine oder andere Atemübung, Dehnübung, Meditationsübung Achtsamkeitsübung zwischendurch Wunder bewirken, neue Entspannung und Freude erzeugen. Kinder und Jugendliche lernen auch und besonders durch Beobachten und Nachahmung. Wenn Kinder und Jugendliche sehen, wie ihre erwachsenen Bezugspersonen zwischendurch die eine oder andere Yoga Übung mitmachen, dann wollen sie das auch machen. Man kann Kindern und Jugendlichen Yoga auch dadurch nahebringen, dass man selbst Yoga übt. Wenn Teenies sehen, dass ihr Lehrer auch in herausfordernden Situationen Ruhe bewahrt, fragen sie von selbst, wie der das schafft. Und das führt dazu, dass sie selbst Yoga üben wollen.

Jugendlichen-Yoga außerhalb der Schule

Natürlich kann Jugendlichenyoga auch außerhalb der Schule unterrichtet werden. Viele Teenager üben von sich aus Yoga anhand von Youtube Videos. In manchen Sportvereinen wird Yoga unterrichtet. Auch in immer mehr Jugend-Treffs gibt es Yogastunden. Hier ist es natürlich besonders gut, wenn Jugendliche selbst andere Jugendliche unterrichten können. Auch im Konfirmationsunterricht, in Jugendlichenfreizeiten wird Yoga für Jugendliche immer häufiger angeboten. Und natürlich haben viele Yogaschulen auch Yogastunden für Jugendliche. Viele Teenager gehen auch in normalen Yogaunterricht: Eigentlich können Jugendliche ab 14 Jahre ganz normal im Erwachsenenyoga Unterricht teilnehmen.

Und natürlich gibt es in den Yoga Vidya Seminarhäusern spezielle Seminare Yoga für Jugendliche.

Siehe auch

Zusammenfassung: Kinder können schon im Vorschulalter Yoga üben. Yoga im Kindergarten, Yoga in Kitas, das verhilft den Kindern zu mehr Spaß und Ruhe – und den Erzieherinnen zu mehr Gelassenheit und Energie. Und natürlich: Vor dem Yoga in der Grundschule gibt es schon Yoga im Kindergarten. Danach folgt Yoga im Gymnasium, auch Yoga in der Hauptschule.

Seminare zum Thema "Yoga für Jugendliche"

Yoga für Jugendliche

Datum: 25. Mai 2017 - 28. Mai 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Aditi Kolkmeyer
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Yoga für Jugendliche - Capoeira und Yoga - ab 12 Jahren

Datum: 02. Jun 2017 - 04. Jun 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Madlen Seidewitz
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Yoga für Jugendliche - Capoeira und Yoga - ab 12 Jahren

Datum: 02. Jun 2017 - 05. Jun 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Madlen Seidewitz
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Yoga für Jugendliche - Capoeira und Yoga - ab 12 Jahren

Datum: 04. Jun 2017 - 09. Jun 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Madlen Seidewitz
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Yoga für Jugendliche - Wilde Zeit und Natur - von 13-16 Jahren

Datum: 02. Jul 2017 - 07. Jul 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Aditi Kolkmeyer
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Yoga für Jugendliche - Fit und selbstbewusst mit Yoga - ab 12 Jahren

Datum: 07. Jul 2017 - 09. Jul 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Aditi Kolkmeyer
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Yoga für Jugendliche - Capoeira und Yoga - ab 12 Jahren

Datum: 14. Jul 2017 - 16. Jul 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Madlen Seidewitz
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Yoga für Jugendliche - Capoeira und Yoga - ab 12 Jahren

Datum: 16. Jul 2017 - 21. Jul 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Madlen Seidewitz
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Yoga für Jugendliche - CooL Teens-"Abenteuer ICH"

Datum: 21. Jul 2017 - 23. Jul 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Ganesha-Kinderteam
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Yoga für Jugendliche - Wilde Zeit und Natur - von 13-16 Jahren

Datum: 23. Jul 2017 - 28. Jul 2017
Ort: Bad Meinberg
Leiter: Ganesha-Kinderteam
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