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Goraksha Shataka

 

Vers 97: Samadhi

 

Ein Yogi, der im (Zustand) der Versenkung verweilt, nimmt weder Geruch, noch Geschmack, (weder) Form bzw. Farbe, noch Berührung, noch Klang, (weder) seinen eigenen (Körper) noch einen anderen wahr.


    न गन्धं न रसं रूपं न च स्पर्शं न निःस्वन् |
    आत्मानं न परं वेत्ति योगी युक्तः समाधिना || ९७ ||


    na gandhaṃ na rasaṃ rūpaṃ na sparśaṃ na ca niḥsvanam |
    ātmānaṃ na paraṃ vetti yogī yuktaḥ samādhinā || 97 ||

    na gandham na rasam rupam na sparsham na cha nihsvanam |
    atmanam na param vetti yogi yuktah samadhina || 97 ||


Wort-für-Wort-Übersetzung

    na : nicht (Na)
    gandham : Geruch (Gandha)
    na : nicht
    rasam : Geschmack (Rasa)
    rūpam : Form, Farbe (Rupa)
    na : nicht
    sparśam : Berührung (Sparsha)
    na : nicht
    ca : und, auch (Cha)
    niḥsvanam : Klang (Nihsvana)
    ātmānam : sich selbst (Atman)
    na : nicht
    param : einen anderen (Para)
    vetti : nimmt wahr ("weiß, kennt", vid)
    yogī : ein Yogi (Yogin)
    yuktaḥ : verweilend ("verbunden", Yukta)
    samādhinā : in der Versenkung ("mit" Samadhi)

Anmerkungen: Dieser Vers wird mit einer kleinen Variante in der Hatha Yoga Pradipika (4.109) überliefert. Dort heißt es am Anfang des zweiten Halbverses nātmānam (Sandhi für na ātmānam) anstelle von ātmānam, womit verdeutlich wird, dass auch in der Variante des Goraksha Shataka eine Verneinung impliziert ist: die Negation na bezieht sich demzufolge sowohl auf param als auch auf ātmānam, so wie sich das zweite na im ersten Pada sowohl auf rasam als auch auf rūpam bezieht.

Brahmananda, der Kommentator der HYP, erklärt, dass mit Atman hier der Körper (Deha) des Yogi im Gegensatz zum Körper eines anderen (Para, Antara) Menschen (Purusha) gemeint ist: ātmānaṃ dehaṃ … paraṃ puruṣāntaram. Mit anderen Worten hört im Samadhi die Unterscheidung zwischen Selbst und Nichtselbst, dem Ich und dem Anderen, auf. Der Wortlaut ātmānaṃ na paraṃ vetti yogī des Goraksha Shataka könnte somit wörtlich auch folgendermaßen übersetzt werden: "Der Yogi nimmt (nur) das Selbst (ātmānam) wahr (und) nichts anderes na param", weil das "Selbst" alles einbegreift. Das Sanskritwort Atman kann je nach Kontext den Körper, den Geist, das individuelle Selbst und das universelle Selbst, das mit dem Absoluten (Brahman) identisch ist, bedeuten.

Das PPP yuktaḥ bedeutet wörtlich "verbunden, beschäftigt, gesammelt, teilhaftig geworden". Insofern im Samadhi jegliches Tun, selbst das bewusste Meditieren, aufhört, und der Yogi auf oder in das Selbst zurückgeworfen wird, bedeutet yogī yuktaḥ samādhinā soviel wie "ein Yogi, dem Samadhi zuteil geworden ist". Daher kann yuktaḥ hier im Sinne von sthitaḥ (befindlich, verweilend Sthita) verstanden werden. Dies ist der Zustand des Yoga, von dem es im Yogasutra (1.3) heißt: tadā draṣṭuḥ sva-rūpe 'vasthānam "Dann ruht der Seher (Drashtri) in seiner wahren Natur (Svarupa)". 



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