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Abstrakte Meditation

Abheda Bodha Vakya (Eliminieren von Wort & Bild)

Erläuterung der Technik

Abheda Bodha Vakya Meditation ist eine der wichtigsten Meditationstechniken im Vedanta, im Jnana Yoga, Yoga des Wissens. Vakya heißt Worte und Bodha heißt hier Bilder und Abheda heißt Auflösen, Trennen, Loslassen, Eliminieren.

Abheda Bodha Vakya ist eine Meditation, in der du lernst, dich von Worten zu lösen, vielleicht sogar die Worte vorübergehend in deinem Geist gänzlich aufzulösen. Wenn keine Worte mehr da sind – was ist dann da? Manche Menschen können es sich gar nicht vorstellen, wie es ist, ohne Worte zu existieren. Sie haben einen Geist, der die ganze Zeit Worte formuliert. Aber es ist möglich, bewusst zu sein und ohne Worte.

Und sobald Bewusstsein ohne Worte da ist, gibt es weniger Trennung, Zeit und Raum sind weniger real. Es gibt kein Analysieren, kein Beurteilen, kein Nachdenken usw. Es ist eine wortlose Bewusstheit. Und in wortloser Bewusstheit ist das, was eigentlich ist, besser zu erfahren.

Wir sehen auch Bilder. Worte sind in dieser Welt nicht wahrnehmbar, es sind Konzepte von Wahrnehmbarem – das ist jedem sofort klar. Aber es gibt auch keine Bilder in der Welt, und es gibt keine Farben in diesem Universum. Farbe ist eine Interpretation von Schwingungen, durch unser Gehirn und unseren Geist.

Und wenn wir die Augen schließen, stellen wir uns alles Mögliche vor als Bilder. Angenommen, du würdest jetzt die Augen schließen, und ich würde „Tannenbaum“ sagen, würdest du einen Tannenbaum sehen. Du würdet dir ein Bild machen, aber das Bild, das du dir machst, entspricht nicht unbedingt der Wirklichkeit. Jeder stellt sich etwas anderes vor.

Du machst dir Bilder von Dingen. Du stellst dir Dinge vor. Wenn du in der Lage bist, nicht in Bildern und Worten zu denken und dann dein Bewusstsein ausdehnst ins Unendliche oder reduzierst auf einen Punkt, dann erfährst du Brahman, dann erfährst du das Ewige.

Und das ist das, worum es in der Abheda Bodha Vakya Meditation geht: Auflösen von Worten und Bildern und dann Ausdehnung der Bewusstheit. Und dann bekommst du eine Ahnung von Satchidananda, von Sein, Wissen und Glückseligkeit.

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Meditationsaleitung: Abheda Bhoda Vakya Meditation

Sitze ruhig und gerade für die Meditation, Wirbelsäule aufgerichtet, Schultern entspannt, Kiefergelenke entspannt, Augen entspannt. Atme ein paar Mal tief in den Bauch ein und aus. Atme 3-4 Sekunden lang ein, atme 3-4 Sekunden lang aus. Einatmen Bauch hinaus, Ausatmen Bauch hinein. Atme tief ein und aus und spüre das Kommen und Gehen des Atems. Atem kommt, Atem geht.

Wir wollen meditieren mit der Abheda Bodha Vakya Meditation. Einen Moment lang mache dir bewusst, welche Worte formulierst du momentan. Welche Worte formulieren sich von selbst? Und nimm dir vor, diese Worte jetzt aufzulösen. Es gibt verschiedene Weisen, die Worte aufzulösen. Eine wäre, du stellst dir vor, die Ohren sind wie die Lautsprecher eines Radios. Du stellst diese Lautsprecher ab und dann ist Ruhe. Stelle also jetzt die Lautsprecher ab und genieße wortlose Stille.

Und vielleicht merkst du, dass diese Lautsprecher defekt sind, d.h. sie stellen sich von alleine wieder an. Wenn du also merkst, dass sich geistig wieder Worte formulieren, dann nimm das lächelnd zu Kenntnis und stell die Lautsprecher dann wieder ab. Und genieße Stille.

Eine weitere Möglichkeit, Worte abzustellen, ist, in die Ohren hineinatmen und ausstrahlen lassen… eine Laya-Technik. Du kannst dir vorstellen, wie du beim Einatmen in das energetische Zentrum der Ohren hineinatmest und so die Energie aller Worte in ihren Ursprung hineinziehst. Und lasse beim Ausatmen die Energie der Ohren weit ausstrahlen in alle Richtungen. So ist Ruhe mit Ausdehnung des Bewusstseins.

Eine dritte Möglichkeit ist Mantra. Du kannst mit einem Mantra arbeiten und die Energie aller Worte ins Mantra hinlenken. Und so wiederholst du keine anderen Worte, sondern nur ein Mantra wie Om oder Om Namah Shivaya und danach löse auch die Worte des Mantras auf und genieße Stille. Eine weitere Minute lang sei ganz achtsam, und wenn du Worte bemerkst, löse sie auf – sei es indem du den Lautsprecher abstellst oder die Energie der Ohren als reine Energie ausstrahlen lässt oder ein Mantra wiederholst und dann in die Stille gehst.

Als zweites löse auch Bilder auf, Bodha. Mache dir bewusst, welche Bilder sich vor deinem Geist bilden. Vielleicht siehst du Menschen, Geschehnisse oder andere Dinge. Du kannst dir vorstellen, dass du diese Bilder auf der Leinwand deiner Augenlider siehst. Hier siehst du Menschen, Dinge, Ereignisse.

Nimm das Lächeln zur Kenntnis und dann löse die Bilder auf, so als ob due den Fernseher, den Bildschirm, die Leinwand abstellst. Bildlose Bewusstheit. Oder aber du löst die Bilder auf, indem du sie in die energetische Mitte der Augen ziehst mit dem Einatmen und beim Ausatmen diese Energie der Augen weit ausstrahlen lässt.

Einatmend ziehst du die Bilder in die Mitte der Augen und beim Ausatmen lass die Energie der Augen weit ausstrahlen. Eventuell entstehen dort auch abstrakte Bilder wie Lichter oder wie Wogen von Dunkelheit oder Farben. Diese kannst du lassen, solange es keine konkreten Bilder sind.

Und falls dort konkrete Bilder kommen, könntest du sie auch übermalen mit einem großen Pinsel, sodass konkrete Gedanken an Menschen, Ereignisse verschwinden. 1 Minute lang mache dir bewusst, ob sich Bilder bilden und eliminiere die Bilder, sei es durch das Abstellen des inneren Bildschirms, sei es durch Hineinatmen und Ausstrahlen-Lassen, sei es durch Übermalen. Und genieße so bildlose Bewusstheit.

Während der weiteren Meditation sei ganz achtsam. Wenn Worte sich formulieren, löse sie auf – sei es indem du das innere Radio abstellst, sei es, dass du in die Ohren hineinatmest und ausstrahlen lässt, sei es, dass du ein Mantra wiederholst.

Löse innere Bilder auf – sei es, indem du den inneren Bildschirm abstellst, sei es, dass du in die Augen hineinatmest und ausstrahlen lässt oder alle konkreten Bilder mit einem großen Pinsel übertünchst.

Und danach dehne deine Bewusstheit in alle Richtungen aus. Genieße reine Bewusstheit – weit, ohne Worte und Bilder, weite Unendlichkeit, reines Sein, reine Bewusstheit und dabei Freude…

Om Om Om
Asato ma sad gamaya
tamaso ma jyotir gamaya
mrityor maamritam gamaya

Führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen
von der Dunkelheit zum Licht
von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.

Om Shantih Shantih Shantih
Om Frieden Frieden Frieden

 

Alles ist wahrhaftig Brahman

Dies ist eine Meditationstechnik für Fortgeschrittene.

Was ist Brahman? Sat Chid Ananada – Sein, Wissen und Glückseligkeit. Brahman ist das Absolute; nicht in Worte zu fassen. Vielleicht kannst du mit dieser Meditationsanleitung Brahman erahnen.

Setze dich in deinen bevorzugten Meditationssitz, ehe du die Anleitung startest. Löse dich von Worten und Bildern. Erfahre wortlose Bewusstheit. In der wortlosen Bewusstheit erfahre: Alles ist wahrhaftig Brahman.

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Laya Chintana (Auflösung)

Was auch immer Du fühlst und wahrnimmst, atme hinein in das Zentrum des Gefühls/der Wahrnehmung, und lasse es beim Ausatmen ausstrahlen.

Beginne damit, die wichtigen Energiefelder (Marmas) hindurchzugehen: Füße, Fußgelenke, Knie, Hüften, Geschlechtsorgane, Nabelbereich, oberer Bauch, Brust/Herz, Kehle, Mund, Augen, Stirn; Hände, Handgelenke, Ellenbogen, Schultern, Kiefergelenke, Ohren; Steißbein/Muladhara, Kreuzbein/Swadhisthana, Lendenwirbelsäule/Manipura, Brustwirbelsäule/Anahata, Halswirbelsäule/Vishuddha, Mitte des Kopfes/Ajna, Schädeldecke/Sahasrara; alles zusammen.

Anschließend Beobachtungshaltung: Was auch immer Du fühlst und wahrnimmst, atme hinein in das Zentrum des Gefühls/der Wahrnehmung, und lasse es beim Ausatmen ausstrahlen.

Etwaige Wortgedanken in das Zentrum der Ohren einatmen, beim Ausatmen als reine Energie ausstrahlen lassen, etwaige Bildgedanken in die energetische Mitte der Ohren einatmen, beim Ausatmen als reine Energie ausstrahlen lassen.

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Samprajnata/Asamprajnata Meditation (Ausdehnung des Bewusstseins)

(aus 1. Kapitel Yoga Sutra von Patanjali, in der Interpretation von Shri Karthikeyan)

1. Vitarka (Identifikation mit dem physischen Universum als Ganzes - Viratswarupa): Beginne, die einzelnen Köperteile zu spüren. Dann den Körper als Ganzes. Dann die Verbindung des Körpers mit der Umgebung (Kissen/Fußboden/Erde, Atemluft, Sinneswahrnehmungen etc.). Fühle den Körper als Zelle in Verbindung mit Umwelt. Fühle die anderen Körper in Deiner Umgebung. Fühle die ganze Gegend, die ganze Erde, das ganze Weltall.

2. Vichara (Identifikation mit dem Kosmischen Geist (allumfassendes Denken, Fühlen und Wollen - Hiranyagarbha): Beginne, Dein eigenes Denken und Fühlen wahrzunehmen. Spüre das Denken und Fühlen der Wesen in Deiner Umgebung; spüre das Denken und Fühlen in der ganzen Gegend, den Geist der Erde, den Kosmischen Geist

3. Sananda :Identifikation mit der Wonne (Ananda) und Liebe (Prema), welche der ganzen Schöpfung zugrunde liegt, und das als Erfahrung von selbst geschieht, wenn man sich mit der Schöpfung als ganzes identifiziert

4. Sasmita: Identifikation mit dem reinen Ich („Ich bin“) ohne Attribute

5. Asamprajnata: Verlassen jeglichen Geistesinhaltes, Selbstverwirklichung.

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Sakshi Bhav 1 (Etikettieren)

Sitze ruhig in einer Meditationsstellung. Beobachte alles, was geschieht und benenne (etikettiere) es bis zu 3 Mal, ohne zu werten, zu interpretieren, zu analysieren. Benennungen möglichst allgemein halten (z.B. „Gefühl im Herzen“ und nicht „Ärger“). Ist keine besondere Wahrnehmung da, kannst Du die Veränderungen beim Atmen benennen, z.B.: „Nasendurchgänge kühl – Nasendurchgänge warm“ oder „Bauch hinaus – Bauch hinein“.

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Sakshi Bhav 2 (Reine Aufmerksamkeit)

Sitze ruhig und bewegungslos. Erhöhe Deine Achtsamkeit/Aufmerksamkeit bis zum Maximum, richte sie in alle Richtungen gleichzeitig. Vollständige, nicht gerichtete, existentielle Achtsamkeit. Variation in Verbindung mit einem Mantra: Mantra entspannt wiederholen.

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Vakya („Großer Ausspruch“-Affirmation)

Meditiere über „Sat-Chid-Ananda-Swarupoham – meine wahre Natur ist absolutes Sein-Wissen-Glückseligkeit“ oder die 4 Mahavakyas (Tat Twam Asi; Aham Brahmasmi; Prajnanam Brahma; Ayam Atma Brahma).

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