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Karma - Gesetz der Evolution

Das vierte Gesetz des Karmas ist das Gesetz der Evolution. Ich persönlich halte dieses Gesetz für das Leben eines spirituellen Aspiranten für ganz besonders wichtig, vielleicht sogar für am Wichtigsten. Der Mensch ist auf dieser Erde, um sich spirituell zu entwickeln.

Der Mensch ist auf der Welt, um sich zu entwickeln

Damit ein Mensch sich entwickeln und entfalten kann, muss er bestimmte Erfahrungen machen. Man kann dies mit dem Abitur vergleichen: Um das Abitur zu schaffen, muss ein/e Schüler/in verschiedenste Wissensinhalte und Fertigkeiten lernen. Und wenn er/sie einen bestimmten Lernabschnitt nicht erfolgreich absolviert hat, muss er/sie vielleicht die Klasse wiederholen. Der/die Schülerin hat nichts falsch gemacht, dass er/sie all diese Aufgaben bekommt. Integral- und Differenzialrechnung, englische Grammatik und Sportunterricht sind keine Strafen für schlechtes Verhalten. Vielmehr gehört das alles zum Lehrplan dazu, wenn man das Abitur schaffen will.

Karma als Lehrplan zur Evolution

So ist es auch im spirituellen Leben: Die individuelle Seele geht durch einen großen Lehrplan hindurch. Zunächst macht die Seele Erfahrungen im Mineralreich. Dann kommen Erfahrungen im Pflanzenreich. Dann geht sie durch 8.400.000 verschiedene Formen von Tierinkarnationen. Dann kommt sie erstmals in einen Menschenkörper. Um zur höchsten Verwirklichung zu kommen, muss sie dann (fast) jede menschliche Erfahrung mindestens einmal erleben: Vergnügen und Schmerz, Freude und Trauer, scheinbares Unrecht und großes Glück, Verliebtheit, reife Liebe, Trennung, Verlassenheit etc. Das Leben ist kunterbunt und bietet einem alles, was man braucht, um zu wachsen.

Patanjali sagt (II.18): „Das Universum existiert zur Erfahrung und Befreiung der Seele (Purusha).“ Und: „Der Zweck der Verbindung von Purusha (Seele) und Prakriti (Universum) ist, dass die Seele die Kräfte erfährt, die in ihr und in der Prakriti angelegt sind.“ (II.23)
Es gibt also einen ganzen Lehrplan, der in deinem Sanchita Karma schon angelegt ist. Und du wirst dich solange inkarnieren, bis du alle Lektionen dieses Lehrplans gelernt hast. Die Lebensschule ist dabei geduldig: Du kannst mit der gleichen Aufgabe wieder und wieder konfrontiert werden, bis du sie schließlich verstanden hast. Das ist anders als bei der „normalen“ Schulbildung: Du kannst auf dem Gymnasium die gleiche Klasse nicht unbeschränkt wiederholen. Bei der „Lebensschule“ ist das anders: Die gleiche Lektion kann wieder und wieder kommen.

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Karma schon zur Geburt determiniert?

Bis zu einem gewissen Grad ist dieser Lehrplan des Lebens auch zeitlich schon bei der Geburt geplant. Daher können gute Astrologen gewisse Vorhersagen treffen, wann dem Menschen was zustößt. Gerade die sogenannte „karmische Astrologie“ sowie spirituell orientiertes „Jyotish“ (vedische Astrologie) will dem Menschen helfen zu erkennen, welche Lektionen wann dran sind.
Ich persönlich meine allerdings, dass es nicht notwendig ist, die Astrologie zu Rate zu ziehen: Das Karma breitet sich auch so aus – du kannst an den Ereignissen erkennen, was wann dran ist. Dazu kommt: Wegen der direkten Gesetze, den Gesetzen der Gedankenkraft und den Gesetzen der Kompensation sowie der Gnade Gottes kann der Lehrplan auch modifiziert werden. Und der Mensch hat die Freiheit, Lektionen schneller zu lernen oder sie in die Zukunft zu verschieben. Man hat sogar die Möglichkeit, manche Lektionen vorzuziehen. All das kann ein Astrologe nicht unbedingt aus einem Horoskop erkennen. Ich sehe ebenfalls eine Gefahr, wenn man sich von einem Astrologen erzählen lässt, was die eigene Aufgabe ist: Auch der Astrologe ist nicht allwissend. Er kann einen auch auf die falsche Fährte führen. Aber selbst das wäre dann im Karma angelegt.

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