Du bist hier: Shankara / Bhaja Govindam - Eine Hymne der Entsagung

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Über Shri Bhagavatpada Shankaracharya

ShankaraShankara wurde nach allgemein angenommener Ansicht im Dorf Kaladi an der Westküste Südindiens in einer Brahmanenfamilie geboren (nach Meinung der Historiker vor 1214 Jahren, nach der Tradition der Shankaracharya Klöster jedoch vor 2502 Jahren).

      Nach Beendigung seines Vedastudiums entsagte er auf der Suche nach Wahrheit schon früh der Welt. Er versicherte seiner Mutter, bei ihrer Todesstunde gegenwärtig zu sein und machte sich auf die Suche nach einem Meister. In Omkaranath am Narmadafluß fand er ihn in Govinda Bhagavatpada und wurde von ihm zum Mönch geweiht. Nach dem er bei ihm in langen Versenkungen tief in das Wesen der Wirklichkeit eingedrungen war, begab er sich nach Benares, um dort seine Aufgabe, die Erneuerung des Vedischen Wissens, anzugehen. Zu dieser Zeit hatte der Buddhismus großen Einfluß über Indien gewonnen, der den Menschen zwar den Weg zum Kosmischen Bewußtsein der Erkenntnis des eigenen Selbstes im Gegensatz zur vergänglichen Welt wies, ihnen darüber hin aus jedoch nicht das Bewußtsein der all durch dringenden Einheit von Relativem und Absolutem vermittelte. Es gab zahllose Sekten, die miteinander in Streit lagen, und überall herrschte eine Atmosphäre intellektueller Desintegration. Diesem geistigen Chaos stellte Shankara das Wissen um die Einheit gegenüber, das Wissen um Brahman, das kein »Zweites« neben sich hat (Advaita).

      In der Stille des Himalaya schrieb Shankara die berühmten Kommentare (Bhashyas) zu den zehn Upanishaden, der Bhagavad Gita und den Brahma Sutras, die er im Alter von 16 Jahren beendet haben soll. Sodann durchreiste er Indien kreuz und quer, debattierte mit zahllosen geistigen Führern, um den vielen Irrlehren ein Ende zu bereiten, und predigte im ganzen Land die Göttlichkeit der Seele und die Einheit des Seins. Shankara war die lebendige Verkörperung vedischer Weisheit, in der sich ein unerbittlicher intellektueller Scharfsinn mit einer außerordentlichen Hingabefähigkeit und Gefühlstiefe verband. An vier Orten Indiens etablierte er seine Hauptklöster, die als »Leuchttürme des Wissens « für kommende Zeiten dienen sollten: Shringeri Math in Mysore im Süden, Sharada Math in Dwaraka im Westen, Govardhana Math in Puri im Osten und Jyotir Math in Badarikashrama im Norden. Er gab sie in die Obhut seiner vier Hauptschüler Trotaka, Hastamalaka, Padmapada und Vartikakara. Außerdem reorganisierte er den altvedischen Orden der Sannyasis (wandernde Bettelmönche), indem er ihn in zehn Abteilungen unterteilte. In Kedarnath in den Himalayas gab Shankara im Alter von 32 Jahren seinen Körper auf.

      »Bhaja Govindam« (sprich: Badscha Govindam) ist eine scheinbar kleinere, aber nichtsdestoweniger sehr wichtige Hymne Shankaras, die mit ihren einfachen musikalischen Versen bereits Kindern oft geläufig ist. Die Umstände, die dem Meister diese Verse entlockten, werden folgendermaßen beschrieben:

      Shankara wanderte einst mit 14 Schülern in Benares, als er einen alten Pandit hörte, der für sich selbst Grammatikregeln wiederholte. Angesichts der Mühe, die dieser in eine rein intellektuelle Leistung investierte und damit seine Lebenszeit verschwendete, ohne zur Selbstverwirklichung zu gelangen, sollen diese Verse entstanden sein. Die erste Strophe wird als Refrain am Ende jedes Verses gesungen. Der Tradition nach stammen die ersten 13 Verse und die letzten 4 Verse von Shankara selbst, während die 14 Verse dazwischen den 14 einzelnen Schülern zu geschrieben werden, die ihn begleiteten.

      Oft mag man das Gefühl haben, daß diese »Hymne der Entsagung« von einem verhältnismäßig strengen und harten Ton beherrscht wird. Der Grund dafür liegt in der dringenden Notwendigkeit, den Menschen aus dem Schlummer des Samsara, des Geburtenkreislaufes, zu wecken. »Bhaja« bedeutet »verehre«, doch ist damit nicht bloße rituelle Verehrung gemeint, sondern vielmehr das Suchen nach Vereinigung mit dem Göttlichen.

      »Govinda« steht für die Wahrheit hinter der wandelbaren Erscheinungswelt, für Gott, für Brahman. Mit »Grammatikregeln« schließlich ist alles weltliche Wissen und weltlicher Reichtum gleichzusetzen.

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