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Göttliche Erkenntnis


Parsismus

Parsismus

Parsismus ist die Religion der Parsen.

Der richtige Name für diese von Zarathustra gegründete Religion ist Mazdaismus, was soviel bedeutet wie die Verehrung von Mazda, dem Herrn.

Der Mazdaismus wurde zuerst König Jamshid durch Homa offenbart. Dann wurde er König Fiedoon offenbart. Dann wurde er Thirta offenbart. Zuletzt wurde er Zarathustra offenbart. Nach dem Tod von Zarathustra wurde dessen Schwiegersohn Jamaspa sein Nachfolger. Jamaspa schrieb die Lehren Zarathustras nieder, die als Zend Avesta, die Schriften der Parsen, bekannt wurden. Frashaostra, der Schwiegervater Zarathustras, war der erste Apostel dieses Glaubens. Er erläuterte die Lehren dieser Religion. Der Parsismus wurde die persische Staatsreligion.

Nach der Zeit Zarathustras erfuhr der Parsismus viele Änderungen durch die Priester, die Magi. Die Priester führten Ritualismus und die Verehrung der alten Naturgottheiten in neuem Gewand wieder ein und erklärten sie zu Erzengeln von Ahura Mazda.

Zarathustra war weder Philosoph noch Metaphysiker. Er war nur ein Prophet, der göttliche Offenbarung hatte. Der Parsismus ist kein philosophisches System. Er ist eine offenbarte Religion des Glaubens und der Hingabe. Zur Zeit Zarathustras herrschte das dringende Bedürfnis nach Ethik und tugendhaftem Leben. Das Bedürfnis nach Philosophie war nicht vorhanden. Zu jeder Zeit ist das Bedürfnis, ein tugendhaftes und göttliches Leben zu führen, für den Großteil der Menschen weit wichtiger als das Bedürfnis, die verschiedenen philosophischen Probleme zu verstehen. Wenn ein Mensch nach den Lehren der Weisen und der Schriften ein göttliches Leben führt, findet er eine Lösung für alle philosophischen Probleme von innen, durch die Stimme des Innewohnenden.

Den Hauptwahrheiten, die Zarathustra lehrte, lagen die Veden zugrunde und sie waren von diesen abgeleitet. Der Parsismus basiert auf der Religion der Veden. Die Lehren und Rituale der Parsen sind denen der Veden in bemerkenswerter Weise ähnlich.

Die Schriften der Parsen

Yasna und Visparad sind die Veden des Parsismus. Der erste Teil des Yasna besteht aus Gathas, Hymnen, aus dem Munde des Propheten. Es gibt fünf Gathas. Die Gathas sind in einem Versmaß verfaßt, das dem Versmaß des Sama Veda entspricht. Der zweite Teil des Yasna enthält Gebete an den höchsten Herrn und andere Gottheiten der spirituellen Hierarchie.

Visparad ist eine Sammlung von Anrufungen und Litaneien, die vor anderen Gebeten und Schriften rezitiert werden. Die einundzwanzig Nasks befassen sich mit allen möglichen Wissenschaften, Medizin, Astronomie, Landwirtschaft, Botanik, etc. Sie entsprechen den Vedangas im Hinduismus. Dann gibt es den Khordah Avesta, den kleinen Avesta, der Yasths (Anrufungen) und Gebete enthält, die Laienschüler verwenden. Die modernen Parsen rezitieren diese Gebete täglich.

Die parsischen Schriften heißen Zend Avesta. Sie haben drei Teile. Der erste ist Vendidad. Er enthält religiöse Gesetze und alte Mythen. Der zweite Teil ist Visparad. Der dritte ist Yasna. Der Avesta enthält direkte Gespräche zwischen Zarathustra und Ahura Mazda, dem höchsten Herrn.

Die Ethik Zarathustras

Die ethischen Lehren Zarathustras: Gutes tun; rein sein in Gedanke, Wort und Tat; ein reines Herz haben; anderen Gutes wünschen; die Wahrheit sprechen; Barmherzigkeit üben; freundlich sein; bescheiden sein; Erkenntnis erlangen; den Zorn beherrschen; fromm sein; Eltern, Lehrer, alt und jung respektieren; süße und freundliche Worte sprechen; geduldig sein; zu jedem freundlich sein; zufrieden sein; Scham darüber empfinden, etwas Verbotenes zu tun.

Die Lehre

Der Parsismus lehrt, daß Ahura Mazda den Menschen erschaffen hat und ihm Körper und Geist gab. Ahura Mazda ist der Beschützer und Ernährer aller. Der Mensch ist verantwortlich für seine Gedanken, Worte und Taten. Individueller Wille und individueller Verstand sind verbunden mit dem kosmischen Willen und dem kosmischen Verstand.

Ahura Mazda schuf diese Welt in sechs Phasen. Mashya und Mashyana sind der erste Mann und die erste Frau, die Gott erschaffen hat. Während der Sintflut wurde ein unterirdischer Palast ‘Vara von Yima’ zum Schutz aller Lebewesen erbaut.

Der Parsismus ist eine Religion absoluten Glaubens und unerschütterlichen Hingabe an Ahura Mazda. Ein Gläubiger verneigt sich, betet und opfert. Er bring dem Herrn Geschenke dar. Er betet, und Ahura Mazda erfüllt all seine Wünsche. Er betet um die Beseitigung seiner Sünden durch Bereuen. Der Parsismus lehrt, daß das Ziel des Lebens das Erreichen vollkommenen ewigen Glücks durch das Zusammensein mit Ahura Mazda ist. Das Mittel, um immerwährende Wonne zu erlangen, ist Asha, Heiligkeit. Heiligkeit oder Reinheit ist die Seele des Parsismus.

Reine Gedanken, reine Worte, reine Taten - das ist der berühmte Grundsatz der parsischen Religion. Das ist die ständig wiederholte Regel des parsischen Lebens. Reine Gedanken, reine Worte und reine Handlungen können nur durch den Glauben an Ahura Mazda, den Herrn der Rechtschaffenheit, praktiziert werden. Das Wort Asha beinhaltet alle moralischen Prinzipien. Das Wort Asha findet sich in fast allen Kapiteln des Zend Avesta. Der Parsismus lehrt, daß Heiligkeit Glück ist, daß sie das größte Geschenk Ahura Mazdas ist, und daß sie das beste Opfer ist, das der Tugendhafte dem Herrn bringen kann.

Ein Parse muß im Einklang mit dem Willen Gottes handeln. Er muß die Schriften studieren und seine Pflicht gegenüber Gott und seinen Mitmenschen erfüllen. Er muß die göttlichen Gesetze genau einhalten. Nur dann wird er Heiligkeit und Glück erlangen.

Allgemeines

So wie die Juden auf den Messias hoffen und die Hindus auf den kommenden Kalki Avatara, so hoffen die Parsen auf die Geburt von Saoshyant, der auf Erden Rechtschaffenheit und Glück errichten wird. Es gibt im Parsismus kein Tapas, keine Askese, um den Körper nicht schwach und arbeitsunfähig zu machen. Wiedergeburt findet sich nicht in den von den orthodoxen Parsen anerkannten Schriften, sie wird aber in den Fragmenten gelehrt, die von Griechen und Desatern aufbewahrt wurden. Die Parsen beten zu festgelegten Zeiten für die Toten. Sie verehren ihrer Vorfahren und feiern mit großer Sorgfalt die Jahrestage der Toten.

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