Du bist hier: Sivananda / Botschaft des göttlichen Lebens

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Praktische Anweisungen:

  1. Gott ist in Dir und überall um Dich herum. Öffne die Augen und erblicke Ihn überall.
  2. Gott durchdringt das gesamte Universum. Er kommt im Gewand des Bettlers. Er stöhnt vor Schmerz in Gestalt der Kranken. Er wandert in Lumpen gekleidet im Wald umher. Öffne die Augen. Erkenne Ihn in allen. Diene allen.
  3. Das Salz des Lebens ist selbstloser Dienst.
  4. Das Brot des Lebens ist universelle Liebe.
  5. Lebe, um anderen zu dienen, dann wird die göttliche Kraft als lebensspendende Energie durch Dich fließen.
  6. Sei aufrichtig, ehrlich und geradlinig.
  7. Schaffe Harmonie zwischen Kopf, Herz und Hand. Hinterfrage und analysiere. Liebe und diene.
  8. Wann immer es einen Konflikt zwischen dem Intellekt und dem reinen Herzen gibt, folge nur der Stimme des Herzens.
  9. Reinige Deinen Geist durch Disziplin, Selbstbeschränkung und unaufhörliche Meditation.
  10. Besiege Deine niedere Natur. Lass Wahrheit, Gerechtigkeit und Vernunft Dein Leben beherrschen.
  11. O Ram, höre auf, die Fehler von anderen zu suchen. Beseitige Argwohn. Sieh das Gute in allen. Würdige das Gute in allen. Verletze niemanden.
  12. Dein Herz ist der Tempel Gottes. Halte diesen Tempel rein, wenn Gott darin verweilen soll.
  13. Es erfordert innere Stärke, an Rechtschaffenheit festzuhalten.
  14. Was Dich erhebt und näher zu Gott bringt, ist richtig. Was Dich nach unten zieht und von Gott entfernt, ist falsch. In Einklang mit dem göttlichen Willen zu wirken, ist richtig.
  15. Die Arbeit, die Dich erhebt und Dir Freude und geistigen Frieden bringt, ist richtig. Die Arbeit, die Dir Depression, Schmerz und Rastlosigkeit bringt, ist falsch. Anderen Freude zu bereiten, ist richtig; Leid und Schmerz zu verbreiten, ist falsch.
  16. Die Handlung, die anderen Leid verursacht, ist die schlechteste Handlung.
  17. Die Handlung, die vielen größte Freude bringt, ist die beste.
  18. Leidenschaft macht einen zum Bettler der Bettler.
  19. Leidenschaft ist nicht Kraft, sondern Schwäche und Sklaverei.
  20. Keuschheit ist die Flamme strahlender Reinheit.
  21. Keuschheit ist die grundlegende Tugend einer Frau.
  22. Es ist alleine das Herz, das jemanden wahrhaft reich macht. Sei zufrieden. Zufriedenheit ist der größte Reichtum. Erkenne den unerschöpflichen Reichtum des Atman und sei für immer glücklich.
  23. Der Mensch hat sich in einem großen Maße selbst erniedrigt, indem er eine Marionette der Leidenschaft wurde.
  24. Der Mensch ist schlimmer als ein Tier, wenn er unter dem Einfluss von Leidenschaft und Ärger steht.
  25. Selbstsucht ist die Quelle aller Laster. Ein selbstsüchtiger Mensch verletzt andere, raubt ihr Eigentum und begeht schlechte Handlungen, um seine Selbstsucht und seine Gier zu befriedigen.

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Auf Diät:

„Geh zum Essen. Die Glocke hat bereits geläutet", sagte der Meister zu Sri Swaminathan aus Neu Delhi, der gekommen war, um an den Feierlichkeiten des Geburtstags von Krishna teilzunehmen.
„Ich werde nachher etwas essen, Swamiji. Ich esse nur Reis und Joghurt. Ich verzichte auf Salz, Tamarinde und Chili."
„Das sind alles gedankenlose Handlungen. Du wirst nur Deinen Körper schwächen und Deine Energie verschwenden. Du wirst keine Kraft haben, um Sadhana zu machen. Geh und iss heute Sambhar", riet ihm der Meister.
Da Sambhar die 3 Dinge enthielt, die der Besucher aufgegeben hatte, sagte er: „Das wird mir den Magen verderben, Swamiji."
„Was Du aufgegeben hast, kannst Du leicht wieder zu Dir nehmen. Danach beginne, auch alles andere wieder zu Dir zu nehmen."
Sri Swaminathan nickte und stimmt den Anweisungen des Meisters zu.

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3 Arten von Dienst:

Sri Venkata Krishnayya reiste nach Hause. Er warf sich zu den Füßen des Meisters nieder und versprach, eine Zweigstelle der Gesellschaft in seiner Heimat zu eröffnen und seine private Büchersammlung von ungefähr 800 spirituellen Büchern in eine öffentliche Bücherei unter der Schirmherrschaft der Divine Life Society, umzuwandeln.
„Schon jetzt verleihe ich Bücher an Leute, die danach fragen", sagte er.
„Das ist die rajasige Art des Dienstes", sagte der Meister. „Wenn Du die Bücherei der Divine Life Society eröffnest, solltest Du deinen Dienst in einen sattwigen umwandeln. Du solltest starkes Verlangen nach der Verbreitung von spirituellem Wissen haben. Auch wenn die Leute sie gar nicht lesen wollen, solltest Du sie ihnen in die Hand drücken und sich das Wissen dadurch verbreiten lassen."
Sri Krishnayya fragte: „Swamiji, ich werde versuchen, das zu befolgen, was Du gesagt hast, aber erkläre mir noch einmal die Einteilung und Definition. Ich werde sie mir notieren."
Der Meister erklärte: „Eine sattwige Zweigstelle sucht aktiv Anhänger und hilft ihnen. Sie sucht weltlich orientierte Menschen und leitet ihre Schritte mit Liebe und Überzeugungskraft Richtung Gott. Die rajasige Zweigstelle klärt nur die Zweifel derer, die von selbst kommen. Die tamasige Zweigstelle versäumt sogar das. Selbst wenn ein Anhänger an die Tür klopft, bekommt er keine Antwort."
Dann, sich an Vishnu Swamiji wendend, fragte der Meister: „Zu welcher Kategorie von Yoga Lehrern gehörst Du?"
Vishnu Swamiji schwieg nachdenklich.
„Wenn Du zu ihnen ins Zimmer gehst, sie aufweckst und Asanas lehrst, bist Du ein sattwiger Lehrer. Wenn Du nur die lehrst, die danach fragen, bist Du rajasig. Wenn Du nicht einmal das tust, bist Du ein tamasiger Lehrer", sagte der Meister.
Ramamurthi erlöste Vishnu Swamiji, indem er sagte: „Er ist von der rajasigen Art, mit einer Tendenz zum sattwigen. Wenn er einmal weiß, dass wir an Asanas interessiert sind, kommt er täglich in unsere Zimmer, um zu sehen, ob wir regelmäßig in unseren Übungen sind."
Der Meister lachte herzlich und schwieg.

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Halte die Sinne zurück:

Ein hoher Beamter war zu Besuch. Er sprach mit dem Meister im Büro. In der Zwischenzeit waren die Ashrambewohner damit beschäftigt, Erfrischungen für den Besucher zu bringen. Tee wurde gebracht und der Beamte unterhielt sich mit dem Meister, während er den Tee trank.
„Swamiji, würde es Dir etwas ausmachen, wenn ich rauche?"
„Oh nein! Natürlich kannst Du rauchen."
Der Beamte zündete sich eine Zigarette an und bemerkte: „Swamiji, Du bist tatsächlich sehr großzügig. Ich habe einige andere Ashrams besucht, wo sie einem das Rauchen auf dem Grundstück verboten haben. Sie sind alle engstirnig."
Der Meister lächelte lediglich.
Nachdem der Beamte gegangen war, bemerkte der Meister: „Wenn ich sie beschränke, wenn ich mich ihnen gegenüber freundlich verhalte, wenn ich ihnen erlaube, zu tun, was sie wollen, wo immer sie wollen, dann bin ich großzügig! Welch schöne Mentalität das ist!
Ein Mann sollte lernen, sich so zu verhalten, wie es von ihm erwartet wird, nicht wie es ihm gefällt. Das ist das Geheimnis des Erfolgs und der Popularität. Dann würde er auch die Beherrschung über seine Sinne erreichen. Wenn dieser Beamte den guten Menschenverstand hätte, am Ufer des Ganges auf das Rauchen zu verzichten, hätte er ganz sicher gute spirituelle Eindrücke erhalten. Er hätte ein bestimmtes Maß Beherrschung der Sinne erreicht und seinen Willen zu einem bestimmten Grad entwickelt. Aber er ließ zu, dass die schlechte Angewohnheit ihn übers Ohr haut. Er ist ein Sklave der Gewohnheit geworden."

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Militärisches Training als Sadhana:

Während er im Büro war, sagte der Meister zu den Schülern: „Ich glaube, Soldaten sind hervorragend geeignet, Gott zu erreichen. In dem Moment, in dem sie der Armee beitreten, legen sie ihr Leben als ein bloßes Nichts beiseite und nehmen die Pflicht als ihr Ideal an. Sie sind jederzeit bereit, ihr Leben zu geben. Wer würde das tun? Keiner dieser großen Offiziere.
Soldaten besitzen Mut. Das ist eine der wichtigsten Qualitäten, die ein spiritueller Schüler besitzen sollte. Krishna hat Furchtlosigkeit als erste der göttlichen Eigenschaften genannt. Was kann ein Schwächling erreichen? Er kann sich als großer Gelehrter ausgeben. Er mag 24 Stunden am Tag wiederholen 'Ich bin Brahman', aber in der Nacht, wenn eine kleine Ratte an seinem Bett vorbei rennt, wird er vor Angst zittern. Was für eine Art von Verwirklichung kann er finden?
Die Militärschulen trainieren die jungen Männer, pünktlich und ehrlich zu sein und den Geist des Dienens zu entwickeln. Engländer haben diese Qualitäten in reichlichem Maß. Die Doon Schule ist heutzutage bekannt für ihr Training. Schau Dir Mani an, der kleine Junge, der vor ein paar Tagen hier war. Ein B.A. oder ein M.A. können an Allgemeinwissen, Kühnheit und Schärfe des Intellekts nicht mit ihm mithalten. So wurde er an der Doon Schule ausgebildet. Das ist der Grund, warum Eltern versuchen, ihr Söhne an solchen Schulen ausbilden zu lassen, auch wenn sie hohes Schulgeld bezahlen müssen.
Die Engländer mögen Indien verlassen haben, aber sie haben eine sehr lobenswerte Tradition zurückgelassen, indem sie solche Schulen in Indien etabliert haben. Die Mehrheit der Engländer besitzt diese edlen Qualitäten. Sie kennen den Wert der Zeit. Sie kennen den Wert eines Versprechens. Sie halten ihre Versprechen. Sie arbeiten gewissenhaft. Sie weichen ihrer Pflicht nicht aus. Einige Inder sind unehrlich, listig und weichen aus. Wenn sie eine Arbeit annehmen, suchen sie nach Wegen und Möglichkeiten, sie zu vermeiden. Sie arbeiten gemächlich. Sie verschwenden ihre Zeit, indem sie jede Stunde einen Tee trinken und jede halbe Stunde rauchen. Sie verbringen die meiste Zeit mit Klatsch. Aber ein Engländer arbeitet, wenn er arbeiten soll und entspannt sich, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Solch eine Ausbildung erhalten die Schüler in der Doon Schule. Sie werden zu idealen Bürgern, mutig und wahrhaftig.
Andere indische Schulen sollten dem Beispiel der Doon Schule folgen. Die Schulen sollten mehr Interesse daran haben, den Charakter der Schüler zu formen. Eine gewöhnliche Schule in Indien verlangt vielleicht wenig Gebühren, hat aber auch ebenso wenig Interesse am Wohlergehen der Schüler. Der Schüler geht zur Schule wann er mag und entwickelt alle möglichen schlechten Gewohnheiten direkt unter den Augen des Lehrers. Deshalb ist es kein Wunder, dass unsere Schulen und Universitäten Bürger hervorbringen, die den moralischen Standard der Nation senken."
Inzwischen näherte sich der Meister der Poststelle, wo er eine Menge Müll in einer Ecke außerhalb der Poststelle bemerkte. Ein defekter Stuhl, Müllsäcke, Altpapier und anderer Abfall waren gestapelt.
„O Keshavji!, welch wunderbare Art, sich um die Poststelle zu kümmern! Bitte lass den Platz gründlich aufräumen."
Dann, an einen der Schüler gewandt, sagte der Meister: „Er ist ein Vedantin. 'Alles ist Brahman', ist sein Motto. Warum also den Platz aufräumen? Das sollte nicht die Haltung sein. Nur wenn wir unser Innerstes, unsere Umgebung und alles andere sauber halten, wird sich die wahre Bedeutung der Aussage 'Alles ist Brahman' in unserem innersten Selbst reflektieren.

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Beispiel für Armeegeneräle:

Brigadier Yadunath Singh war sehr pünktlich und regelmäßig in seiner Meditation, dem Studium der Schriften und anderer spiritueller Praktiken. Er führte ein einfaches Leben und saß während des Essens mit allen zusammen. Er liebte Disziplin und hielt sich an die Art, wie im Ashram gelebt wurde, wann immer er da war. Er bewunderte den Meister wegen derselben Qualitäten sehr.
„Swamiji, Du scheinst immer der Erste zu sein bei den Morgen- und Abendstunden und bist auch immer regelmäßig im Büro."
„Ja, das ist sehr wichtig. Solange wir kein Beispiel geben, können wir nicht von anderen erwarten, dass sie in ihrem täglichen Programm pünktlich sind und eifrig bei ihrer Arbeit und dem Sadhana. Wenn der Brigadier bequem im geschlossenen Zimmer im Camp sitzt und lediglich dem Bataillon Befehle erteilt, wird der Krieg verloren. Wenn er hingegen selbst an der Front die Armee anführt und sich unter die Soldaten mischt, wird das Ergebnis wunderbar sein. Dann wird jeder Soldat mit größtem Enthusiasmus und Eifer kämpfen und der  Sieg ist sicher. Überall ist es dasselbe. Der Leiter muss ein Allround-Vorbild sein und sein vorbildlicher Charakter und sein vorbildliches Verhalten sollten jeden inspirieren, ihm zu folgen."

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Des Meisters Geist der Loslösung:

Seine Exzellenz, Sri C.P.N. Singh, Gouverneur von Punjab, war einige Stunden der vornehme Gast des Ashrams. Er wurde von einigen Verwandten und Regierungsbeamten begleitet. Sie kamen um 10 Uhr am Morgen an und wurden zur Satsang Halle geführt, wo ein Empfang abgehalten wurde.
Der Meister hing dem Gouverneur eine Girlande um und brachte seine Freude über seinen Besuch zum Ausdruck. Dann folgte ein Tanzvortrag von Sri Vasanta und Sri Veena, eine Willkommens-Botschaft in Sanskrit von Swami Turiyananda und eine kurze Vorlesung von einem Jungen namens Sri Siva Prem.
Der Gouverneur sagte, als Antwort auf das herzliche Willkommen, er habe schon viele Bücher des Meisters gelesen und viel von ihm gehört. Er wollte schon immer den Meister treffen und den Ashram kennen lernen. Er fühle sich glücklich und gesegnet, den Darshan des Meisters zu empfangen.
Am Ende der Rede folgte ein weiteres kulturelles Programm und Bhajan. Der Meister beendete das Programm mit einem Gebet für Gesundheit, langes Leben und Frieden des Gouverneurs und seiner Begleiter.
Der Gouverneur und seine Begleiter wurden dann durch den Ashram geführt und bekamen alle Abteilungen gezeigt.
Der Gouverneur wünschte dann die Hütte des Meisters zu besuchen, um ein persönliches Gespräch mit ihm zu führen, aber infolge des starken Regens begann die Flut des Ganges die Hütte des Meisters zu überschwemmen. Daher blieb der Gouverneur nicht für ein privates Gespräch. Er empfahl dem Meister, die Hütte auszuräumen, da der Wasserstand ständig und schnell stieg.
Als der Gouverneur abreiste, lud er den Meister ein, ihn im Dak Bungalow in Rishikesh zu besuchen, wo er wohnte.
Der Wasserstand des Ganges stieg schnell und die Hütte des Meister war in Gefahr, überflutet zu werden. Er nahm das Essen in der Küche zu sich. Es blieb keine Zeit, sich nach dem Essen auszuruhen, da das Auto des Gouverneurs angekommen war, um ihn zum Dak Bungalow zu bringen. Ohne einen Gedanken, was mit seiner Hütte passieren könnte, wenn das Wasser noch weiter stieg, ging der Meister, um den frommen Gouverneur zu besuchen.
Der Gouverneur war hoch erfreut, den Meister empfangen zu dürfen und erwies ihm seinen glühenden Tribut für seine enorme Arbeit.
„Was einst nur Dschungel war, haben Sie in ein dynamisches Zentrum des spirituellen Lichts verwandelt und Sie überfluten die Welt mit den Strahlen spirituellen Wissens", sagte er.
„Ich habe nichts getan, Maharaj. Ich singe nur die Namen Gottes und füge manchmal ein paar Gedanken hinzu, um daraus ein Lied zu machen", antwortete der Meister und sang dann Kirtans und einige englische philosophische Lieder.
Der Gouverneur war sehr inspiriert durch die Lieder und bemerkte: „Ihre Stimme ist wie die eines Kindes - süß und schön."
Der Gouverneur äußerte die verbreitete Meinung, dass Menschen, die dem Mönchsorden beitreten, auf gewisse Weise selbstsüchtig sind, da sie ihre eigene Erlösung suchten statt die aller Menschen.
Dazu sagte der Meister: „Unsere alten Seher der göttlichen Weisheit haben ein Lebensschema entwickelt, das sich in 4 Ashramas (Lebensstadien) unterteilt – Brahmacharya, die Schülerschaft, Grihastha, das Leben als Familienvorstand, Vanaprashtha, das Leben des Ruhestandes und Sannyas, das Leben der kompletten Entsagung. Wir müssen uns an dieses Schema halten. So wie ein Mann nach einem Leben als Brahmachari das Leben eines Familienvorstands beginnt, so muss er, nachdem die Kinder erwachsen sind, seine Pflichten als erledigt ansehen und der Welt entsagen. Es wäre nicht richtig, weiterhin Familienvorstand zu bleiben.
Sadhus (Wandermönche) und Sannyasins (Entsagte) sind nicht selbstsüchtig. Selbst wenn sie in Höhlen bleiben und ihre Zeit mit Meditation verbringen, strahlen sie Frieden und Göttlichkeit aus und lehren durch ihr eigenes Vorbild anderen erbauliche spirituelle Wahrheiten. Frieden und Wohlstand werden nicht so sehr durch Redekunst gesichert als vielmehr durch persönliches Vorbild und Gebet. Diejenigen, die solche Neigungen haben, dienen der Gesellschaft vielleicht auch noch als Sannyasins in einer reinen und selbstlosen Art, aber wir benötigen auch Aspiranten, die sich die ganze Zeit über Japa, Meditation und anderen Praktiken widmen."
Der Gouverneur stimmte dem Meister zu. Nachdem er über eine Stunde mit dem Gouverneur verbracht hatte, kehrte der Meister zum Ashram zurück.
Als das Auto im Ashram ankam, wurde es von Swami Paramananda auf die obere Straße umgeleitet.
„Swamijis Hütte wurde vom Ganges überflutet und steht hüfthoch voll Wasser. Wir haben sein Büro und das Bett in das neue Gebäude über der Satsang Halle verlegt. Swamiji kann direkt dorthin gehen."
Als ob nichts geschehen wäre, ging der Meister in seine provisorische Unterkunft und machte es sich bequem!

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Kraft der Mantras:

Sri Joshi kam für des Meisters Darshan, begleitet von seiner Frau und vier Kindern. Als er ihn und die Kinder sah, erkundigte sich der Meister: „Sind das Deine Kinder?"
„Ja, Swamiji", antwortete Sri Joshi.
Sri Joshi hatte zuvor keine Kinder gehabt. Erst nachdem er die Einweihung in das Sanatana Gopala Mantra vom Meister bekommen hatte, bekam er Kinder.
Der Meister erinnerte sich und bemerkte: „Schaut euch die Kraft des Mantras an! Früher hatte er keine Kinder und ich habe ihm das Sanatana Gopala Mantra. Nun hat er vier Kinder!"

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Fragen zu Yoga beantwortet:

Ein Anhänger aus Bihar saß in der Nähe des Meisters und fing ein Gespräch mit ihm an.
Er sagte, er habe das Gefühl, dass er sein Leben ganz dem Yoga widmen könne. Er machte klar, dass er den Pfad des Yoga nicht beschreiten wolle, um Siddhis (übernatürliche Kräfte) zu erlangen, noch um weltliche Ambitionen zu erfüllen. Er wollte seinem weltlichen Besitz entsagen und Sannyas nehmen, wenn er dadurch die wahre Pflicht eines Menschen in dieser Welt erfüllen würde.
Bevor er sich für Sannyas entschied, bat er den Meister, ihm einige Fragen zu beantworten. Die Fragen und die Antworten des Meisters folgen nun.
Anhänger: „Kann ein Mensch wirklich anderen in dieser Welt helfen oder ist diese Idee eine Täuschung des Geistes? Ist es nicht wahr, dass ein Mensch nur aufgrund seines eigenen Karmas aufsteigen oder fallen kann und dass das Karma anderer keinen Einfluss auf ihn hat? Sind die Umstände, denen ein Mensch begegnet, nicht das Ergebnis seiner eigenen Handlungen? Kann ein Mensch sich darum bemühen, seine Umstände und auch die anderer Menschen zu ändern?"
Meister: „Natürlich kann sich ein Mensch darum bemühen. Er kann sich selbst und anderen Gutes tun. Er kann die Umstände und die Umgebung bestimmen. Sieh nur, wie viel jemand für andere tun kann und ihnen wirklich auf der relativen Ebene helfen kann. Er kann Ungebildeten und Unwissenden Wissen geben; er kann Armen und Bedürftigen finanzielle Hilfe gewähren; er kann Waisen erziehen und Einrichtungen helfen, die sich um Kinder kümmern. Er kann aber nicht nur mit seinen Einkünften einen Beitrag leisten sondern mit noch mehr. Warum sollte es irgendeinen Zweifel geben hinsichtlich der Hilfe, die man anderen geben kann? Nimm das Beispiel von Gandhi. Erwies er der Nation und der ganzen Welt nicht einen enormen Dienst?"
Anhänger: „Was ist das Ziel menschlichen Lebens?"
Meister: „Gottverwirklichung. Alles andere ist zweitrangig."
Anhänger: „Verletzt man nicht sein Dharma (Pflicht), indem man Sannyas annimmt und dadurch nicht seine Pflichten gegenüber Eltern und Familie erfüllt? Hängen die Verwandten wirklich von einem ab?"
Meister: „Der Gedanke, dass andere von Dir abhängig sind, kommt durch bloße Täuschung. Gott alleine kümmert sich um jeden. Infolge dieser Täuschung denkst Du, Du würdest Deine gesamte Familie unterstützen und erlebst endlosen Kummer, Not und Ärger. Selbst wenn Du das Leben eines Einsiedlers führst, wird sich Gott um alles kümmern und Deine Familie erhalten. Keine Sünde wird Dir entstehen, vorausgesetzt Du bist sehr leidenschaftslos. Swami Rama Tirtha hatte brennende Leidenschaftslosigkeit. Deshalb gab er seinen Beruf auf, ließ seine Frau und zwei kleine Kinder zurück und nahm Sannyas. Ähnlich entsagte Buddha seinem Königreich und wurde zum Einsiedler."
Anhänger: „Welche der 4 Arten von Yoga sollte man praktizieren?"
Meister: „Alle 4 Haupt-Yogas - Karma Yoga, Raja Yoga, Bhakti Yoga und Jnana Yoga - sollten praktiziert werden. Der Mensch ist ein vielfältiges Wesen. Er hat einen Geist, ein Herz, einen Intellekt und einen Körper. Und die verschiedenen Yogas entwickeln diese verschiedenen Aspekte der menschlichen Persönlichkeit und machen sie zu einer integralen Persönlichkeit. Du musst den Yoga der Synthese übernehmen. Ich mag Synthese. Ich mag Synthese in allen Bereichen der Aktivität. Hatha Yoga ist gut, um den Körper gesund und aktiv zu halten. Raja Yoga hilft, den Geist zu beherrschen. Bhakti Yoga erweckt Hingabe im Herzen. Jnana Yoga schärft den Intellekt und ermöglicht es, Wissen zu erlangen. Karma Yoga reinigt den Geist und hilft, Tugenden zu entwickeln."
Anhänger: „Ist es notwendig, Yoga von einem Lehrer zu lernen, der selbst die Übungen gemacht hat und Erfolg darin hatte?"
Meister: „Ja. Man braucht die Führung eines Lehrers, aber der Schüler kann viel selbst zuhause machen und sich allmählich entwickeln. Die Welt ist ein großer Lehrer. Du kannst unendlich viele wertvolle Dinge von ihr lernen. Während Du das Leben eines Familienvorstands führst, kannst Du viele Tugenden entwickeln. Selbstkontrolle sollte geübt werden, solange man in der Welt der Versuchungen lebt. Du kannst Japa, Asanas, Pranayama und Meditation zuhause üben. Lebe einfach. Sei ehrlich und wohltätig. Ermutige Deine Frau, ebenfalls religiöse Bücher zu lesen wie das Ramayana und die Gita. So kannst Du Dich allmählich auf das strenge Leben eines Sannyasin vorbereiten. Führe ein spirituelles Tagebuch und schicke es mir zur Durchsicht. Komm während der Ferien hierher und unterziehe Dich der notwendigen Übungen und Disziplin. Wenn Du plötzlich Deine Familie verlässt, werden sie schockiert sein. Lass es allmählich geschehen. Im Laufe einiger Jahre werden alle Bande gebrochen sein. Dann kannst Du Dich leicht ganz dem Sadhana widmen."
Anhänger: „Warum dauern physische Leiden an, selbst wenn man Erfolg im Yoga erreicht hat?"
Meister: „Die Beseitigung physischen Leidens durch Hatha Yoga ist in der heutigen Zeit sehr schwierig. Die Menschen haben schwache Körper und unzählige Krankheiten. Außerdem muss das Karma ausgearbeitet werden, selbst im Falle eines befreiten Weisen. Sri Ramakrishna litt unter Kehlkopfkrebs. Swami Vivekananda hatte Diabetes. Aber ein gottverwirklichter Weiser kann seinen Geist vom Körper zurückziehen und in seiner essentiellen göttlichen Natur ruhen. Dies erreicht man durch das Zurückziehen der Sinne von den äußeren Objekten. Der Weise wird durch keine Art von Krankheit beunruhigt. Deshalb wird er nicht klagen."
Nun fing der Meister an, den Anhänger selbst zu befragen.
Meister: „Bist Du bereit für Sannyas?"
Anhänger: „Ja, Swamiji. Wenn ich über die Antworten nachgedacht habe, werde ich mich endgültig entscheiden."
Meister: „Was hat Dich hierher geführt?"
Anhänger: „Swamiji, ich bin kein emotionaler Mensch. Ich habe die Werke von Swami Vivekananda und anderen Heiligen gelesen. Ich habe auch einige Deiner Bücher gelesen. Ich habe über diese spirituellen Dinge und was meine Aufgabe ist die letzten 5 oder 6 Jahre nachgedacht. Ich habe keine Schwierigkeiten zuhause. Ich kann dort ein erfolgreiches und würdevolles Leben führen. Mein Vater ist reich und kann sich um meine Frau und meinen Sohn kümmern. Ich finde kein wahres Glück in der Welt. Deshalb bin ich zu Deiner Heiligkeit gekommen."
Als der Anhänger, der in einer nachdenklichen Stimmung schien, den Wunsch ausdrückte, sich im Ashram niederzulassen und somit dem Sannyas-Orden beizutreten, sagte der Meister: „In diesem Leben als Sannyasin kannst Du nicht immer Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten erwarten. Du musst bereit sein, Dich allen Schwierigkeiten zu stellen und Dich eiserner Disziplin zu unterziehen. Versuche die Situation ganz zu verstehen und Deine Verantwortung. Bist Du bereit für strenge Askese? Denke sorgfältig  darüber nach und entscheide dann richtig."
Daraufhin antwortete der Aspirant, er sei sich seiner Lage und Verantwortung bewusst und fügte hinzu: „Swamiji, ich denke, diese Phase wenn man jung ist, ist die beste Zeit, energisch Sadhana zu üben und Fortschritte auf dem spirituellen Weg zu erreichen. Es ist die beste Zeit im Leben. Im Alter kann man nichts mehr erreichen. Was ist Swamijis Meinung?"
Meister: „Ja, Du hast ganz recht. Jugend ist der beste Zeitraum für Sadhana."
Anhänger: „Ich habe das Gefühl, dass sich im Laufe der Zeit die weltlichen Bindungen vermehren und es schwierig wird, sie zu durchbrechen. Habe ich Recht? Selbst jetzt, Swamiji, sollte ich kein normales Berufs- und Familienleben führen. Ich müsste von der Familie weg sein."
Meister: „Dann bleibe hier und engagiere Dich im Sadhana. Gott wird sich um Dich kümmern."
Anhänger: „Swamiji, ich werde jetzt erst heimkehren, meine Angelegenheiten regeln und dann versuchen, wieder herzukommen. Ich glaube auch, dass ich meine Frau und Familie beruhigen kann, so dass es keinen plötzlichen Schock für sie gibt. Sie werden mir nichts in den Weg legen."
Meister: „Nein, Du wirst sie nicht überzeugen können. Deine Frau und ihre Verwandten werden hierher kommen und versuchen, Dich wieder in die Welt zurückzuziehen."
Anhänger: „Nein, Swamiji, ich denke, ich kann sie zufriedenstellen und es mit ihnen regeln."
Meister: „Nun gut, wir werden sehen. Möchtest Du ein vollkommener Einsiedler werden oder bist Du bereit, etwas für das Gute in der Welt zu tun? Warum teilst Du nicht Dein Wissen mit anderen?"
Anhänger: „Wenn ich mein Ziel erreicht habe, gehe ich vielleicht zurück in die Welt und versuche, anderen zu helfen."
Meister: „Kannst Du Sanskrit?"
Anhänger: „Nein, Swamiji. Ich möchte beides lernen, Sanskrit und Musik."
Meister: „Ja, ja, lerne wenigstens ein bisschen. Du solltest in der Lage sein, die Verse der Bhagavad Gita zu lesen. Lerne Bhadarkars Sanskrit-Grammatik. Damit kannst Du Dir vorbereitendes Wissen aneignen.
Möchtest Du ein Sadhu mit etwas finanziellem Kapital sein oder wirst Du nur von Gott abhängig sein? Es gab einen gewissen Vakil, der hatte Geld auf der Bank und übte Sadhana an verschiedenen Orten. Du kannst dasselbe tun. Arbeite einige Zeit und verdiene genügend Geld. Dann komm hierher, lass das Geld auf der Bank und führe ein Leben des selbstlosen Dienstes."
Anhänger: „Ich werde nicht genügend Geld für mein Leben lang haben. Ich werde 4.000 Rupien mitbringen, was für 3 bis 4 Jahre reichen wird. Danach werde ich versuchen, das Leben eines mittellosen Sadhu zu führen."
Meister: „Nein, nein, nachdem Du Dich hier niedergelassen hast, deponierst Du das Geld auf einer Bank. Von den Zinsen daraus musst Du den Armen und Sadhus dienen. Obwohl Du Geld hast, solltest Du wie ein mittelloser Sadhu leben. Behandle das Geld, als würde es Gott gehören und sieh Dich selbst als Verwalter. Fühle, dass Du das Geld bekommen hast, um Armen und Sadhus zu dienen. Lebe von Almosen und diene den Armen. Das wird Dein Herz schnell reinigen. Du wirst Seine Gnade im Überfluss empfangen. Er wird sich um Dich kümmern und Dich auf wundersame Art mit allem versorgen, was Du brauchst."
Anhänger: „Swamiji, ich werde mich bald entscheiden. Meine Arbeit ist so, dass ich zu jeder Tages- oder Nachtzeit gerufen werden kann. So kann ich keine Freizeit abzweigen, um mein Sadhana fortzusetzen."
Meister: „Also ist Deine Arbeit nicht vereinbar mit einem höheren Leben? Wie dem auch sei, Du solltest gut überlegen. Du hast eine gute Möglichkeit. Du kannst es in Deiner Arbeit sehr weit bringen. Lass keinen Platz für künftige Reue."
Anhänger: „Swamiji, mich faszinieren weder Geld noch gesellschaftliche Stellung. Ich sehne mich nur nach spiritueller Freiheit und danach, ein heiliges Leben zu führen. Mit Deinem Segen werde ich erfolgreich sein."

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Ratschläge zu Japa und Meditation:

Rechtsanwalt Sawalia Biharilal Varma bat den Meister um Hilfe bei seinem Sadhana. Er erzählte von seinen spirituellen Übungen und sagte, dass er jeden Morgen nach seinem Spaziergang Japa und Meditation übe.
Der Meister wies ihn an: „Sobald Du aufgestanden bist, wasche das Gesicht und setze Dich hin für Japa und Meditation. Wenn Du zuerst noch einen Spaziergang machst, verpasst Du die frühen Morgenstunden, die sehr gut für Japa und Meditation geeignet sind. Du brauchst vor Meditation und Japa nicht unbedingt ein Bad zu nehmen. Wasche die Füße, Hände und das Gesicht und mache Achamana (etwas Wasser trinken). Das genügt. Nach der Meditation und Mantrawiederholung ruhe Dich eine Weile aus. Dann übe Asanas und Pranayama. Danach lies ein bisschen in spirituellen Büchern. Anschließend kannst Du einen Spaziergang machen.
Sobald Deine Söhne erwachsen sind und Deine Töchter geheiratet haben, solltest Du alles, was Du verdienst, den Armen geben. Für dich selbst solltest Du keinen Cent anrühren. Das ist Dharma (Rechtschaffenheit). Bis zum Tod Geld zu verdienen, ist Adharma (nicht in Einklang mit den natürlichen Gesetzen der Rechtschaffenheit)."
Der Rechtsanwalt stimmte zu, den Anweisungen des Meisters zu folgen.

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Die Bemühungen fortsetzen:

Ein Sindhi-Anhänger des Meisters kam aus Punjab, um seinen Darshan zu empfangen. Er erzählte, er finde keinen geistigen Frieden und sei zum Meister gekommen, um inneren Frieden zu erreichen.
Der Meister fragte: „Machst Du Japa?"
„Nein, Sir", antwortete der Anhänger.
„Was ist Dein bevorzugter Aspekt des Göttlichen?", erkundigte sich der Meister.
„Alle Aspekte sind meine Gottheiten."
„Aber Du brauchst einen bevorzugten Aspekt, um Mantrawiederholung zu praktizieren. Wie ist Dein Name?"
„Ram Sahani."
Als er den Namen hörte, sagte der Meister augenblicklich: „Glaube an Sri Rama und wiederhole 'Sri Ram, Sri Ram'. Wiederhole das Mantra so oft wie möglich, dann wird alles gut sein."
Der Anhänger bat den Meister um seinen Segen, der ihm allein, so sagte er, geistigen Frieden geben würde.
Der Meister sagte: „Ich werde für Dich beten, aber Du musst die Bemühungen von Deiner Seite aus fortsetzen, um geistigen Frieden zu erlangen. Erwartest Du von mir, dass ich für Dich esse, um Deinen Magen zu füllen?"
Der Meister gab ihm daraufhin eine Mala (Gebetskette) und wies ihn erneut an, Japa des 'Sri Ram' Mantras zu machen.

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Kuntis Gebet:

Unter den Besuchern, die eines Abends Darshan des Meister hatten, war ein Mädchen Namens Kunti.
Der Meister fragte sie: „Kennst Du das Gebet Kuntis?"
Sie wusste es nicht.
Der Meister gab selbst die Antwort: „Kunti Devis Gebet war: 'Oh Herr, gib mir Leiden, so dass ich mich immer an Dich erinnere. Ich wünsche nicht Namen, Ruhm oder Geld.'"
Kunti Devi war die Mutter der 5 berühmten Pandava Brüder.

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Rezept für geistigen Frieden:

Kunti beschwerte sich dann beim Meister, dass sie keinen geistigen Frieden habe.
Der Meister sagte: „Mache Japa, Gebet und Kirtan. Lies spirituelle Bücher. Beherrsche Ärger. Erinnere Dich immer an Gott, indem Du Seinen Namen wiederholst. Entwickle Liebe, dann wird der Ärger vergehen. Schicke mir jeden Monat Dein spirituelles Tagebuch und gib darin an, welche Tugend Du gerade entwickelst und welche relative Gewohnheit Du gerade aufgibst, wie oft Du gelogen hast, wie viel Japa, Lesen und Kirtan Du gemacht hast. Ich werde Dir antworten und Dich führen. Dein Frieden wird zunehmen."

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Geld nach der Entsagung:

Ein Brahmachari, der der Welt entsagt hatte, lebte im Ashram. Am Abend fragte er den Meister: „Swamiji, ist es Unrecht, um Geld von zu Hause zu bitten, besonders da ich meinen Anteil vom Eigentum meines Vaters habe?"
Der Meister antwortete: „Wozu brauchst Du Geld, nachdem Du allem entsagt hast? Warum läufst Du den weltlichen Dingen hinterher? Du hast genügend Essen, frisches Obst und das heilige Wasser des Ganges hier im Ashram. Wenn Du Geld von zu Hause bekommst, bindest Du Dich an Dein Zuhause und verlässt vielleicht den Pfad der Entsagung. Du verstrickst Dich vielleicht sogar wieder in weltliche Angelegenheiten und Maya."

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Geheimnisvolle Anleitung:

Sri G. kam für den Darshan des Meisters. Der Meister wusste, dass er ein Mann mit hitzigem Temperament war und er hatte sich in einem kürzlich an ihn gesandten Brief handschriftlich am Ende erkundigt: „Wie geht es jetzt Deinem Ärger?"
Sri G. erzählte dem Meister: „Swamiji, ich erhielt Deinen Brief, als ich gerade im Streit mit jemand war und war, als ich Deine Frage las 'Wie geht es jetzt Deinem Ärger?' sehr überrascht, wie Swamiji spirituelle Schüler anleitete. Ich zeigte den Brief meinen Freunden und erzählte ihnen, wie Swamijis Anweisungen die Schüler im richtigen Moment erreichen."

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Die Kraft von Maya:

Sri Balan war der Meinung, dass Orte für Sadhana weit entfernt von Orten sein sollten, wo Frauen sind und dass spirituelle Schüler niemals jemanden vom anderen Geschlecht treffen oder sich mit ihnen unterhalten sollten. Ruhig schaltete sich der Meister in die Diskussion ein und fügte seinen heiligen Ratschlag hinzu.
„Das wird niemals funktionieren, Balanji. Du rennst vielleicht vor Frauen weg, aber Maya (Illusion, Täuschung) hat ihre eigenen Weg, Dich mit ihren Reizen zu verführen. Du magst Dich in eine Höhle oder einen dichten Wald zurückziehen. Nach einer Weile wird eine Frau - eine Stammesfrau - kommen.
„'Swamiji', würde sie bitten, 'ich habe ein schlimmes Geschwür am Arm. Darf ich Dich bitten, mir zu helfen?'
Aus Mitgefühl wirst Du mir vielleicht eine Karte schreiben, damit ich Medizin schicke. Die Karte geht vielleicht verloren. Die Frau wird Dich jeden Tag um Hilfe bitten. Aus purem Mitgefühl wirst Du vielleicht ein weiteres Mal schreiben. So fängt es an. Selbst große Entsagende geraten so in die Falle von Maya. Du solltest geistig immer sehr wachsam sein."

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Tennis und Sannyas:

Der Winter setzte langsam ein, mit seinen angenehmen Morgen- und Abendtemperaturen. Es war die Zeit für Spiele und gesundheitsfördernde Übungen.
Der Meister und einige Schüler waren auf der Terrasse gegenüber dem Büro. Govindaswami kam aus Rishikesh in den Ashram. Der Meister erinnerte sich sofort, dass er einer der Badminton Spieler des Ashrams gewesen war und im Winter Badminton gespielt hatte.
„Oh Govindaswamiji!, es ist wieder Zeit, mit Badminton anzufangen. Bitte kümmere Dich um den Platz, die Schläger und Bälle. Du bist der Kapitän!"
Dann wandte sich der Meister an die versammelten Schüler und sagte: „Manche Leute denken, dass Sannyasins nicht Tennis spielen sollten. Ich bin nicht dieser Meinung. Sannyas hat nichts damit zu tun, was Du brauchst, um den Körper - den Tempel Gottes und das Instrument für Karma Yoga - stark und gesund zu halten. Sannyas sollte Dich nicht davon abhalten, dem Körper zu geben, was er braucht, in Grenzen natürlich. Früher habe ich lange Abend-spaziergänge gemacht. Die Arbeit hat zugenommen und dieser tägliche Spaziergang war nicht mehr möglich. Und selbst während der Arbeit war der Druck zu groß, und ich brauchte ab und zu etwas Entspannung. So besorgte ich mir einen Tennisschläger und Ball und spielte ein paar Minuten gegen die Wand. Nach diesen wenigen Minuten war ich bereit für die nächste Arbeit.
Spielen, Üben, das Praktizieren von Asanas und Pranayama - all das ist notwendig. Selbst heute versäume ich nie meine Asanas und Pranayama. Im Bett mache ich einige einfache sitzende Übungen, einfache Asanas und auch etwas Pranayama. Diese Übungen halten meinen Körper gesund für die Arbeit, die mir Gott anvertraut hat. Ich halte Sein Instrument rein und gesund.
Natürlich sind Askese und Selbstüberwindung notwendig. Sie sind die Grundlage des Sadhana. Ansonsten wird man anfällig für Fehler und wird eine Beute des Luxus. Ich habe einen chronischen Hexenschuss. Wenn ich einen Arzt nach seinem Rat frage, verbietet er mir, das kalte Gangeswasser zu berühren. Aber ich kann nicht leben, ohne im Ganges zu baden. Ich schwimme auch im Ganges. Gott kennt mein Herz. Deswegen hat er irgendwie dafür gesorgt, dass dieses Bad im Ganges meine Gesundheit nicht gefährdet.
Mein Hexenschuss erlaubt es mir heute nicht mehr, täglich das Essen im Speisesaal zu verteilen. Aber als Maßnahme des Sadhana und als Übung stelle ich mir oft Menschen vor, die auf meiner Veranda sitzen und ich fange an, ihnen Dhal aus imaginären Töpfen und Gemüse zu verteilen. Dabei verbeuge ich mich vor jedem und sage: „Nimm etwas Dhal, Bhagawan; nimm etwas Gemüse, Bhagawan.'
Sadhana sollte intelligent praktiziert werden. Man muss wissen, was man durch Sadhana erreichen möchte. Nur dann wird es Früchte tragen. Sei aufrichtig in Deinem Bestreben. Dann wird Dich Gott von innen leiten, was zu tun ist."

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Des Meisters Liebe für Tiere:

Swami Yoganandaji schloss sich der Gruppe von Sannyasins an, die den Worten des Meisters zuhörten. Hinter ihm kam ein Hund gerannt, der sich ebenfalls der Gruppe anschließen wollte. Der Meister sah den Hund und erkundigte sich: „Geht es dem Hund jetzt gut?"
„Ja, Swamiji, die Wunde am Hals ist komplett verheilt."
Swami Yoganandaji war einer der ersten Schüler des Meisters. Er berichtete, wie der Meister Kühen, Hunden und Eseln, als wesentlicher Teil seiner spirituellen Praxis gedient hatte.
„Swamiji fütterte immer die Affen der Gegend und die Hunde und Kühe, die sich um ihn versammelten, wenn er sein Essen zu sich nahm. Bevor er sich setzte, um selbst etwas zu essen, nahm er etwas von dem Essen und fütterte die Fische im Ganges. Erst dann nahm er sein Essen zu sich.
Dienen war schon immer Swamijis Leidenschaft im Leben. Er kümmerte sich um schwere Fälle von Cholera und Typhus und half den Patienten Tag und Nacht, blieb bei ihnen und reinigte ihre Bettpfannen mit seinen eigenen Händen. Auch um Aussätzige kümmerte er sich. Er hatte größtes Interesse an ihrem Wohlergehen. Durch Vorbild und Anleitung hat er uns gelehrt, dass nur der Dienst an jedem Lebewesen, ohne die geringste Spur von Abstoßung, Abneigung oder Widerstreben, mit ganzer Liebe - allein das Herz schnell reinigen kann und es zu einem geeigneten Gefäß für die Herabkunft göttlicher Erkenntnis macht."

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