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Yoga Vidya als Kloster

Einfach leben und erhaben denken. Yoga Vidya betreibt in seinen Ashrams und Zentren klosterähnliche Lebensgemeinschaften. Hier erfährst du mehr über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu einem klassischen Kloster, dem Leben als Nonne bzw. Mönch im Ashram sowie über unser Retreatzentrum Shivalaya.

Wortbedeutung

Das Kloster als verbreitetste christliche Form der spirituellen Lebensgemeinschaft, wird von wikipedia wie folgt definiert:

"Ein Kloster ist eine Anlage, in der Menschen (in den kontemplativen Orden Mönche oder Nonnen genannt) in einer gemeinschaftlichen, auf die Ausübung ihres Glaubens konzentrierten, Lebensweise zusammenleben (Vita communis). Die Klosteranlage besteht in der Regel aus Kult-, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und eventuell noch weiteren Bauwerken" (Wikipedia, 2021)

Kloster beziehungsweise klosterähnliche Gemeinschaften finden sich nicht nur im Christentum wieder, sondern überall auf der Welt, wie beispielsweise im buddhistischen und hinduistischen Glauben.

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Gemeinsamkeiten zu einem Kloster

Als eine klosterähnliche Lebensgemeinschaft weist Yoga Vidya einige Charakteristika auf die einem Kloster entsprechen: 

Zusammenleben

Die Bewohner von Yoga Vidya nennen sich Sevaka, also Menschen die Seva, spirituellen Dienst verrichten. Die Sevaka wohnen jeweils zusammen in Ashram oder Stadtcenter Lebensgemeinschaften, in denen sie gemeinsam ihren Seva im Rahmen des Seminarbetriebs verrichten, Yoga lehren und üben, gemeinschaftlich haushalten und wirtschaften.

Spirituelle Werte

Die Yoga Vidya Lebensweise ist nicht völlig wahllos, sondern anhand yogischer Werte und Ideale ausgerichtet. Ganz besonders wichtig sind unsere Grundprinzipien, die "4 S" : Sadhana, Seva, Sattwa und Satsang.

Daneben folgen wir sattwigen Ernährungsregeln und haben bestimmte ethische Grundsätze. Wie in einem Kloster leben die Mitglieder der Yoga Vidya Lebensgemeinschaften nicht für materiellen Wohlstand, sondern für spirituelles Wachstum zusammen.

Zusammenhängende Gebäudeanlage

Die Yoga Vidya Ashrams sind eigenständige Gebäudeanlagen, in denen es Yoga-, und Meditationsräume gibt, ebenso wie Wohngebäude, Küche, Vorratsräume, Hauswirtschaftsräume, Büros und Räume für kulturelle und spirituelle Praktiken und Feiern.

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Unterschiede zu einem Kloster

Ein Ort für alle

Das Wort Kloster kommt ja von "Claustrum", also verschlossener Ort. Im Gegenteil dazu sind die Yoga Vidya Ashrams sehr offene Orte. Sowohl Aspiranten als auch Gäste sind uns herzlich willkommen. 

Vielfalt an Beziehungsformen

In traditionellen Klöstern legen Nonnen und Mönche das Gelübde der Entsagung ab, was sexuelle Enthaltsamkeit bis Ehelosigkeit, Besitzlosigkeit und Gehorsam bedeutet.

Zwar gibt es die Möglichkeit eines monastischen Lebens, die meisten Yoga Yidya Sevaka legen jedoch keine Gelübde ab, vielmehr findet sich in den Yoga Vidya Ashrams eine Vielfalt an unterschiedlichen Beziehungsformen.

Privater Besitz

Bei Yoga Vidya werden gemeinschaftliche Räume und Besitz geteilt, dennoch geben die Sevaka typischerweise nicht ihr privates Vermögen auf. Außerhalb der Yoga Vidya Daseinsfürsorge enthält jeder Sevaka ein Taschengeld für private Bedürfnisse.

Demokratische Entscheidungsfindung

Die wichtigsten Entscheidungen werden von der Gemeinschaft in demokratischen Abstimmungen getroffen. Das Prinzip des Gehorsams gibt es in den Yoga Vidya Ashrams nicht.

Zwar haben Team- und Bereichsleiter auch im Alltag mal Leitungsbefugnis, aber wichtige Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen. Darüber hinaus gibt es keine übergeordnete Kirche mit Entscheidungsbefugnis über Yoga Vidya. 

Sozialversicherungspflicht

In christlichen Klöstern werden die Ordensangehörigen von der Sozialversicherungspflicht (§27 Abs. 4 SGB III) entbunden. Yoga Vidya Sevakas sind, wie christliche Ordensangehörige, satzungsmäßige Mitglieder einer geistlichen Genossenschaft, sind aus spirituell-religiösen Beweggründen im Seminarbetrieb tätig sowie anderen gemeinnützigen Tätigkeiten.

Daher fallen sie zunächst unter dieselbe Ausnahmeregelung wie christliche Nonnen/Mönche. Allerdings überschreitet der Wert der Daseinsfürsorge für Yoga Vidya Sevakas den gesetzlichen Grenzwert, sodass die Sevakas doch wieder unter die Sozialversicherungspflicht fallen.

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Leben als Nonne/Mönch bei Yoga Vidya

Beziehungsformen

Die Art und Weise des Zusammenlebens in den Yoga Vidya Ashram ist recht liberal und im Grunde spiegelbildlich zu Gesellschaft. Es gibt:

  • Singles
  • Partnerschaften
  • verheiratete Paare
  • Familien mit Kindern
  • Aspiranten, die für eine Zeit lang bewusst auf Zweierbeziehung verzichten
  • Brahmacharis (Novizen)
  • Swaminis/Swamis (Nonnen/Mönche)

Wie man an den letzteren Punkten erkennt, legt Yoga Vidya Wert auf einen bewussten und achtsamen Umgang mit der eigenen Sexualität. Dazu gehört auch der ethische Grundsatz Brahmacharya, also Verzicht auf Formen der Sexualität, die anderen Leid zufügt.

Nonnen/Mönche bei Yoga Vidya

Yoga Vidya steht in der Tradition von Shankaracharya und Swami Sivananda und damit in der Tradition eines Mönchsordens. Zwar ist es das Konzept von Yoga Vidya, die klassischen Yogalehren in einer lebensnahen Form weiterzugeben und zu leben. Dennoch verzichten wir darauf, Menschen auf eine enthaltsamen Lebensstil zu verpflichten.

Zurzeit (2021) gibt es bei Yoga Vidya eine Swamini und zwei Brahmacharis, also Novizen. Dieser monastische Zweig von Yoga Vidya wird sich möglicherweise in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Langfristig wäre dann auch die Gründung eines oder zweier Yoga Vidya Klöster möglich, also eines Mönchsklosters und eines Nonnenklosters. Das kann allerdings nur klappen, wenn sich:

  • eine ausreichende Anzahl von Menschen zum monastischen Leben hingezogen fühlen
  • sowie ausreichend Spenden für den Kauf, die Renovierung und die Unterhaltung der Kloster zusammenkommen

Werdegang als Swami

Bei Yoga Vidya müssen derzeit folgende Schritte unterlaufen werden, um Nonne oder Mönch zu werden:

  1. Einjährige enthaltsame Lebensweise als Sevaka
  2. Verpflichtung für ein dreijähriges Brahmacharya
  3. Sannyas Weihe nach 6 Jahren

Der Weg zur/zum Swamini/Swami ist recht lang und mit nachhaltigen Veränderungen in der Lebensführung verbunden. Der erste Schritt wäre es mindestens 1 Jahr bei Yoga Vidya Sevaka zu sein, ohne dabei in sexuellen Beziehungen zu leben.

Brahmacharya werden

Fühlt sich der Aspirant so wohl, kann danach das Brahmacharya, das Noviziat folgen. Du verpflichtest dich dabei, mindestens 3 Jahre lang ähnlich wie ein Mönch bzw. eine Nonne zu leben. Danach kannst du entweder in das Laienleben zurückkehren oder innerlich weiter auf Sannyas, also die Mönchs-/Nonnenweihe hinarbeiten.

Brahmacharis tragen gelbe Kleidung und halten sich besonders intensiv an ihr Sadhana, ihre spirituellen Praktiken. Zusätzlich sind sie angehalten, möglichst wenige Aktivitäten außerhalb von Sadhana, Seva und Erholung zu pflegen.

Swami/ni werden

Nach 6 Jahren im Brahmacharya kann auf eigenen Wunsch die Sannyas Weihe folgen. Dieses Ritual ist mit dem "Ewigen Gelübde" verbunden, also dem Versprechen, dauerhaft ehelos zu leben, keiner Erwerbsarbeit nachzugehen und sein Leben ganz der spirituellen Suche und Verwirklichung zu widmen.

Jemand der Sannyas genommen hat, wird dann als "Swami" bezeichnet und trägt orangene Kleidung. Du möchtest mehr lesen? Eine detaillierte Beschreibung über den Weg als Nonne oder Mönch erhälst du auf unseren Yoga-Wiki Artikel zum Thema Swami.

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Das Shivalaya Kloster

In Bad Meinberg gibt es seit 2011 das Shivalaya Kloster- und Retreatzentrum. Es befindet sich in der obersten Etage von Haus D im Seminarhaus Shanti. Das Shivalaya ist ganz der spirituellen Praxis gewidmet,

Auf der ganzen Ebene herrscht edle Stille, es wird also geschwiegen. Gelegentliche Vorträge, spirituelle Unterweisung und Mantra-Rezitationen sind davon die einzigen Ausnahmen. Das Shivalaya ist etwa 300 qm groß und enthält folgende Räume:

  • den großen Sadhana Raum für gemeinsame Praxis und Intensiv-Retreats
  • den kleinen Sadhana-Raum für individuelle Praxis
  • die Meditationshöhle für Dunkelmeditation
  • den Krishna-Tempelraum
  • das Sadhana Kutir für intensive Praxis
  • einen Aufenthaltsraum
  • eine Küche

Mehr Infos findest du auf den Internetseiten des Shivalaya Kloster- und Retreatzentrums.

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Dem Klosterleben nachspüren

Wenn du ein Yoga Kloster im Sinne von Gemeinschaft von zölibatär lebenden Nonnen oder Mönchen suchst, findest du das bei Yoga Vidya bisher nicht, dafür aber eine spirituelle Lebensgemeinschaft, in der das Leben an hohen spirituellen Idealen ausgerichtet und größtenteils der spirituellen Praxis gewidmet ist. 

Lies gerne hier weiter und erfahre mehr über das Leben in einem Yoga Vidya Ashram, oder komm uns gerne selbst besuchen und erlebe hautnah eine authentische spirituelle Lebensweise : 

Leben im Yogacenter. Ein Einblick in das  Ashramleben der Sevaka, über unsere Ideale, Aufgaben, Wohnsituation, Ausbildung u.v.m. weiterlesen

Sevaka werden. Wir bieten fortlaufend Plätze für Sevaka in all unseren Stadtcentern sowie Ashrams im Westerwald, Bad Meinberg, Nordsee und Allgäu. weiterlesen

Mithelfer werden. Werde bei Yoga Vidya Mithelfer in Küche, Haushalt und Co. und praktiziere nebenbei Yoga, Asanas, Pranayama, Meditation und Mantra-Singen. weiterlesen

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