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Yoga Vidya Kloster-Gemeinschaft

Gemeinsam leben, lernen, spirituell praktizieren - das sind Charakteristika von einem Kloster.

Einfach leben und erhaben denken - das gehört auch dazu.
Intensive spirituelle Praxis und uneigennütziges Dienen - das macht ein Kloster aus. Liebe zu Gott und Liebe zu den Mitmenschen und allen Geschöpfen - das macht in einem Kloster erfülltes Leben aus.

Yoga Vidya, eine der größten Yoga-Gemeinschaften in Europa, betreibt in den Yoga Vidya Ashrams und Zentren spirituelle Lebensgemeinschaften. Hier leben Menschen zusammen - in klosterähnlichen Gemeinschaften - ähnlich wie in Laienklöstern. Hier zunächst ein paar Infos über die Yoga Vidya Lebensgemeinschaft - und dann mehr Infos darüber, was das alles mit Kloster zu tun hat.

Bist du interessiert an mehr Detailinformationen über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Klöstern und den Yoga Vidya Lebensgemeinschaften? Dann lies hier weiter...

Klostergemeinschaft und Yoga Vidya Lebensgemeinschaft
Leben als Mönch oder Nonne bei Yoga Vidya
Shivalaya Kloster- und Retreat-Zentrum

 

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Klostergemeinschaft und Yoga Vidya Lebensgemeinschaft

Das Kloster als verbreitetste christliche Form der spirituellen Lebensgemeinschaft, hat Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit den Yoga Vidya Lebensgemeinschaften.

Wikipedia definiert: "Ein Kloster ist eine Anlage, in der Menschen in einer auf die Ausübung ihrer Religion konzentrierten Lebensweise zusammenleben. Die Klosteranlage besteht in der Regel aus Kult-, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und eventuell noch weiteren Bauwerken. Im Westen gibt es insbesondere christliche Klöster. Meist gehören diese zur katholischen oder orthodoxen Kirche. Es gibt jedoach auch protestantische und ökumenische Klostergemeinschaften. Auch die Wohnanlagen asiatischer Religionen, insbesondere buddistischer Mönche und hinduistischer Gemeinschaften als Klöster. Die Bewohner der Klöster bezeichnet man als Mönche oder Nonnen". Zitiert und leicht abgewandelt aus Wikipedia, Juni 2012.

Die Yoga Vidya Ashrams erfüllen einige der Kriterien eines Klosters:

  • Yoga Aspiranten wohnen zusammen in einer Lebensgemeinschaft
  • Das Leben ist ausgerichtet an spirituellen Werten - es ist eine spirituelle Lebensweise
  • Die Yoga Vidya Ashrams sind eigenständige Gebäudeanlagen, in denen es Yogaräume, Meditationsräume etc. gibt, ebenso wie Wohngebäude. Küche, Vorratsräume, Hauswirtschaftsräume, Büros könnte man als Wirtschaftsräume bezeichnen
  • Wie in einem Kloster arbeiten die Mitglieder der Yoga Vidya Ashram Lebensgemeinschaften nicht gegen Geld, sondern für spirituelles Wachstum. 

Einige Unterschiede gibt es aber:

  • Kloster kommt ja von "Claustrum", also verschlossener Ort. Die Yoga Vidya Ashrams sind sehr offene Orte
  • In Klöstern leben Mönche bzw. Nonnen, also solche, die das Gelübde der Entsagung abgelegt haben, was Ehelosigkeit bzw. sexuelle Enthaltsamkeit, Besitzlosigkeit und Gehorsam bedeutet. In den Yoga Vidya Ashrams wohnen die meisten Menschen in einer Beziehung, es gibt Familien mit Kindern. Auch die dauerhaft im Ashram wohnenden Menschen ("Sevakas") geben ihren Privatbesitz typischerweise nicht auf.
  • Die wichtigsten Entscheidungen werden von der Gemeinschaft in demokratischen Abstimmungen getroffen. Das Prinzip des Gehorsams gibt es in den Yoga Vidya Ashrams nicht. Zwar haben Team- und Bereichsleiter auch im Alltag mal Leitungsbefugnis - aber wichtige Entscheidungen werden gemeinschaftlich geschlossen. Und eine übergeordnete Kirche gibt es bei Yoga Vidya auch nicht
  • In christlichen Klöstern unterliegen die Ordensangehörigen nicht der Sozialversicherungspflicht gemäß §27 Abs. 4 SGB III. Yoga Vidya Sevakas sind, wie christliche Ordensangehörige, satzungsmäßige Mitglieder einer geistlichen Genossenschaft, sind aus spirituell-religiösen Beweggründen tätig in Unterricht und anderen gemeinnützigen Tätigkeiten, fallen daher unter die gleiche Ausnahmeregelung wie christliche Nonnen/Mönche.  Sie beziehen zwar auch ein Taschengeld sowie Sozialversicherung (Kranken-, Renten-, etc. Versicherungen) und betriebliche Alterssicherung. Allerdings überschreitet der Wert der Daseinsfürsorge für Yoga Vidya Sevakas den gesetzlichen Grenzwert (z.B. ist das Taschengeld etwas höher), sodass die Sevakas doch wieder unter die Sozialversicherungspflicht fallen.

Wenn du also ein Yoga Kloster im Sinne von Gemeinschaft von zölibatär lebenden Nonnen oder Mönchen suchst, das findest du bei Yoga Vidya (bisher) nicht. Wenn du eine spirituelle Lebensgemeinschaft suchst, in der das Leben an hohen spirituellen Idealen ausgerichtet ist, wo Raum für spirituelle Praxis ist, und Arbeit als sinnvoller Dienst verstanden wird - das findest du bei Yoga Vidya.

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Leben als Mönch oder Nonne bei Yoga Vidya

In den Yoga Vidya Lebensgemeinschaften leben zur Zeit (Juni 2012) insgesamt über 200 Sevakas, also solche die langfristig dort leben und sich voll einbringen. Wie diese Lebensgemeinschaften genauer aussehen findest du hier:

Es gibt verschiedene Lebensweisen in den Yoga Vidya Ashrams

  • Mehr oder weniger dauerhafte Zweierbeziehungen (die meisten heterosexuell, aber lesbisch bzw. homosexuell gibt es auch)
  • verheiratete Paare
  • Familien mit Kindern (in Bad Meinberg im Juni 2012 14 Kinder)
  • Singles, die nach einem Partner, einer Partnerin suchen :-)
  • Aspiranten, die für eine Zeit lang oder dauerhaft bewusst auf Zweierbeziehung verzichten, wie ein Mönch/Nonne leben, um sich mehr dem spirituellen Weg zu widmen
  • Aspiranten, die sich auf ein Leben als Swami, also als Mönch/Nonne vorbereiten
  • Brahmacharis, also Novizen
  • Swamis, also Nonnen

Yoga Vidya steht in der Tradition von Shankaracharya, Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda und damit in der Tradition eines Mönchsordens. Zwar ist das Konzept von Yoga Vidya, die klassischen Yogalehrern in einer lebensnahen Form zu lehren und zu leben. Aber es gibt auch bei Yoga Vidya die Möglichkeit, also Swami zu leben

Zur Zeit (September 2017) gibt es bei Yoga Vidya zwei Swaminis (Swami Nirgunananda und Swami Divyananda) und drei Brahmacharis, also Novizen, (Ananda Devi Chaitanya, Muktidevi Chaitanya und Vani Devi Chaitanya ). Dieser monastische Zweig von Yoga Vidya wird sich vermutlich in den nächsten Jahren auch weiter entwickeln. Langfristig ist auch die Gründung eines oder zweier Yoga Vidya Klöster möglich, also ein Mönchskloster und ein Nonnenkloster. Das kann allerdings nur klappen, wenn sich

  • eine ausreichende Anzahl von Menschen zum monastischen Leben hingezogen fühlen
  • ausreichend Spenden zusammenkommen für den Kauf, die Renovierung und die Unterhaltung von Klostern

Fühlst du dich zu einem Leben als Swami hingezogen?

  • Einiges erfährst du auf Yoga-Wiki, Stichwort Swami
  • Erster Schritt wäre, mindestens 1 Jahr bei Yoga Vidya Mitarbeiter zu sein und ohne sexuelle Beziehung zu leben
  • Nächster Schritt wäre die Einweihung in Brahmacharya, das Noviziat. Du verpflichtest dich dabei, mindestens 3 Jahre lang ähnlich wie ein Mönch, eine Nonne zu leben. Danach kannst du entweder in das Laienleben zurückkehren - oder innerlich weiter auf Sannyas, also die Mönchs-/Nonnenweihe hinarbeiten. Brahmacharis tragen gelbe Kleidung und sind besonders intensiv in ihrem Sadhana, ihren spirituellen Praktiken, und sind gehalten, möglichst wenige Aktivitäten außerhalb von Sadhana, Seva und Erholung zu pflegen.
  • Nach 6 Jahren im Brahmacharya kann auf Wunsch die Sannyas Weihe folgen.
  • Die Sannyas-Weihe ist verbunden mit den "Ewigen Gelübden", also dem Versprechen, dauerhaft ehelos zu leben, keiner "Erwerbsarbeitt" nachzugehen, und sein Leben ganz der spirituellen Suche und Verwirklichung zu widmen. Jemand, der Sannyas genommen hat, wir dann als Swami bezeichnet und trägt orange Kleidung.

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Shivalaya Kloster- und Retreat-Zentrum

In Bad Meinberg gibt es seit 2011 das Shivalaya Kloster- und Retreatzentrum. Dieses Shivalaya Kloster- und Retreatzentrum ist die oberste Etage (4. Stock) eines der großen Gebäude im Seminarhaus Shanti bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Dieses Klosterzentrum ist ganz der spirituellen Praxis gewidmet. Auf der ganzen Ebene herrscht Edle Stille, es wird also geschwiegen. Gelegentliche Vorträge, spirituelle Unterweisung und Mantra-Rezitationen sind die einzigen Zeiten, in denen im Klosterzentrum gesprochen wird. Shivalaya ist etwa 300 qm groß und enthält folgende Räume:

  • Der große Sadhana Raum - für gemeinsame Praxis und Intensiv-Retreats
  • Der kleine Sadhana-Raum für individuelle Praxis
  • Die Meditationshöhle für Dunkelmeditation
  • Der Krishna-Tempelraum
  • Sadhana Kutir - für solche, die ganz allein in einem Raum intensiv praktizieren wollen
  • Aufenthaltsraum
  • Küche

Mehr Infos findest du auf den Internetseiten des Shivalaya Kloster- und Retreatzentrums.

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