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Ungewissheit des Lebens

  1. O Ram! alle sind selbstsüchtig hier auf Erden. Wer ist dein Freund und wessen Freund bist du? Wie ungewiss und unsicher sind alle weltlichen Beziehungen! Wende dich dem Unvergänglichen zu, deinem unsterblichen Freund, der sich von der Wiege bis zum Grab um dich kümmert, der in Freud und Leid bei dir ist. Verlasse dich nur auf Ihn.
  2. Stärke ist Leben, Schwäche ist Tod. Kultiviere die Stärke, die aus der Erfahrung des Selbst geboren ist. Zerstöre alle Schwächen, indem du Stärke entwickelst.
  3. Hinter diesem Tal der Tränen ist das Königreich ewigen Sonnenscheins und ständigen Glücks.
  4. Die dunkelste Stunde geht der Morgendämmerung voraus. Wenn du großes Leid erfährst, wisse, dass Hilfe zur Stelle ist. Gott ist der innere Herrscher. Er weiß alles. Er ist barmherzig. Leiden kommen, damit sich früheres Karma ausarbeiten kann.
  5. Was auch immer geschieht, ist auf jedem Fall zu unserem Besten. Dies ist ein großes Geheimnis.
  6. Der Sünder von Heute ist der Heilige von Morgen. Selbst Verbrecher wurden zu großen Rishis (Weisen). Deshalb bemühe dich, reinige dich, werde wie die Heiligen. Gib alle Besorgnis, Angst und Sorgen auf. Ruhe in deiner wahren göttlichen Natur in dir.
  7. Alle Hindernisse, die Menschen von Menschen trennen, sollten unbarmherzig beseitigt werden.
  8. Sei sanft aber standhaft; sei freundlich aber unerschrocken; sei demütig aber mutig; sei einfach aber würdevoll.
  9. Entwickle ein schmelzendes Herz, eine gebende Hand, eine freundliche Sprache und eine unparteiische Einstellung.
  10. Der Beginn von Heiligkeit ist das Vernichten des Egoismus.
  11. Das Ziel von Heiligkeit ist ewiges Leben.
  12. Essen, trinken, schlafen, etwas Gelächter, viel Trauer! Ist das alles? Stirb nicht wie ein Wurm. Wache auf und erlange unsterbliches Glück.
  13. Der moderne Mensch hat so viele kleine unbedeutende Dinge, die sein Herz erdrücken. Der Rauch von Beklemmung, Sorge, Angst, Begierde und Zorn umnebelt auch seinen Verstand. Solange sein Herz nicht gereinigt und spiritualisiert ist, kann er überhaupt keine reinen, heiligen Gedanken aufnehmen.
  14. Wer stolz und begehrlich ist, ist immer ruhelos. Der erste Test eines wirklich großen Menschen ist seine Bescheidenheit, Einfachheit, Liebe und Mitgefühl.
  15. Freundliche Worte haben enorme Kraft. Sie beruhigen, trösten und ermutigen.
  16. Jeder gute Gedanke, jede gute Handlung erleuchtet deinen Weg.
  17. Wende dich Ihm zu mit Aufrichtigkeit und Vertrauen. Suche Zuflucht in Ihm. Er wird dein Leben erleuchten. Dann wird du Frieden und Glück erlangen.
  18. Suche Ihn. Finde Ihn. Kenne Ihn. Verwirkliche Ihn. Dann wirst du das Rätsel des Lebens lösen. Wünsche werden verschwinden und du wirst in Frieden mit allen sein.

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Fragen über Yoga:

Auf dem Weg zurück vom Büro zu seiner Hütte wandte sich der Meister, der wie immer von einigen Schülern und Anhängern begleitet wurde, zu Frau Sylvia Heck aus Kanada, die er liebevoll als Sushila ansprach. Er erkundigte sich, ob sie regelmäßig an den Asanastunden teilnehme. Sie bejahte.
„Was ist Yoga?", fragte sie der Meister.
„Kommunikation mit Gott ist Yoga."
„Wunderbar!", sagte der Meister und fragte erneut: „Was sind Asanas?"
„Es sind körperliche Stellungen, die dazu dienen, den Körper zu beherrschen, mit dem Ziel Gottverwirklichung zu erlangen."
„Was ist Pranayama?", kam die nächste Frage.
„Pranayama ist die Wissenschaft der Kontrolle des Atems."
„Deine Antworten sind wunderbar. Alle sind absolut richtig."
Nachdem er sie gelobt hatte, fragte der Meister: „Wer bist du?"
Atman", kam sofort die Antwort.
„Oh! Niemand hier sonst wäre in der Lage gewesen, so schnell und korrekt zu antworten. Ohne einen Moment nachzudenken, hast du alle meine Fragen beantwortet. Wenn du nach Kanada zurückkehrst, halte dort Vorträge über Yoga. Auch hier kannst du während des Satsangs 5 Minuten einen Vortrag halten. So kannst du dich darin üben, Vorträge zu halten. Es wird das Lampenfieber beseitigen."
Sri Sushila versprach, während der Satsangs zu sprechen, nachdem sie von einem bestimmten Ort zurückgekehrt war, den sie besuchen wollte.
Als der Meister und die ihn begleitenden Anhänger einige Schritte weiter gingen, kam ihnen Swami Rampremji, der Lieder über den Meister komponiert hatte, auf der Hauptstraße, die an der Hütte des Meisters vorbeiführte, entgegen. Er war in Begleitung von Swami Narayan Maharaj aus Almora.
Als sich Swami Rampremji verneigte, stellte ihm der Meister die Frage: „Wer bist Du?"
„Ich bin Swami Ramprem", antwortete er.
Alle fingen an zu lachen. Der Meister drehte sich zu Sri Sushila und fragte sie: „Wer bist Du?"
Sri Sushila überkam eine große Fröhlichkeit, kontrollierte sie aber mit großer Mühe und gab die Antwort: „Atman."
Dann ergänzte sie ihre Antwort, indem sie sagte: „Wir alle sind Atman und nicht nur Swami Rampremji."
Swami Rampremji genoss den Scherz des Meisters, aber diejenigen, die den Hintergrund des Gesprächs zwischen dem Meister und Sri Sushila kannten, genossen den Scherz noch viel mehr, da sie sahen, dass Swami Rampremji die Frage genau so beantwortet hatte, wie es der Meister erwartet hatte.
Der Meister liebte es, allen Freude zu bereiten und sie lachen zu sehen. Er machte großzügigen Gebrauch von seiner Gabe des Humors.

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Ein großes Wunder:

„Warst du in der Satsanghalle beim Vortrag über die Upanishaden?", fragte der Meister einen Sadhu nach dem Satsang.
„Nein, Swamiji. Ich kam etwas später."
„Oh! Was für ein großer Verlust! Die Menschen kommen von weit hierher, entsagen der Welt, um sich am Satsang von Sadhus und Sannyasins zu erfreuen. Es ist nicht einfach, einen geschulten Jnani wie Swami Krishnanandaji zu finden, der dir die Wahrheit des Vedanta so klar erklären kann. Wie wunderbar und spannend er die Upanishaden erklärt! Nur wenn jemand in den 100 vorhergehenden Leben große Askesepraktiken auf sich genommen hat, kann er zu den Füßen eines Jnanis wie ihm sitzen und die vedantische Wahrheit lernen. So ist die geheimnisvolle Natur von Maya, dass du nicht den höchsten Vorteil aus dem Satsang ziehst, obwohl Gott dir die großartige Gelegenheit gegeben hat, hier zu leben.
Nimm dir ein Beispiel an mir. Als morgens die Vorträge an der Yoga Vedanta University gehalten wurden, stand ich trotz meiner körperlichen Leiden um 3 Uhr auf, beendete meine Morgenarbeit und wartete bis die Glocke läutete. Sobald ich die Glocke hörte, ging ich zur Bhajanhalle. Manchmal wurde mir während des Gehens schwindlig, also trug ich einen Stock mit mir, obwohl ich ihn nie benutze. Ich wollte keinen Gehstock benutzen. Ich trug ihn nur für den Fall, dass mir auf dem Weg schwindlig werden sollte.
Du bist gesund und rüstig und trotzdem bleibst du bis 7 Uhr im Bett. So ist die Natur der Welt! Große Geschäftsleute und Landbesitzer sehnen sich nach einem Tropfen Gangeswasser, aber die Menschen hier haben kein Vertrauen darin. Du musst täglich die Worte von Sri Shankara lesen, wie er einen Tropfen Gangeswasser lobte. Nur dann wird Glaube in dir entstehen.
Manche Menschen haben eine beschränkte Sichtweise und einen begrenzten Verstand. Sie denken, dass etwas Havan (Feuerzeremonie), ein wenig Singen von Om oder etwas Lesen in den Upanishaden ihnen göttliches Wissen gibt. Andere denken, dass das weltliche Leben allein das Beste ist und Entsagung eine feige Handlung sei. Sie denken, dass die, die entsagen, vor der Welt davon laufen, weil sie versagt haben.
Derjenige ist ein Held, der in jungen Jahren der Welt entsagt. Was kannst du tun, wenn du alt bist? Du wirst nicht in der Lage sein, die Namen Gottes auszusprechen. (An dieser Stelle machte der Meister einen Zahnlosen nach, der Om, Om, Om! sagte). Jemand wird dir die Gita vorlesen, aber du wirst ihn nicht richtig verstehen.
'Hast du gehört?', wird er fragen. Unfähig, den Kopf aufrecht zu halten, wirst du einfach nicken oder unfreiwillig den Kopf schütteln! Wer wird dann deine Entsagung zu schätzen wissen? Was gewinnst du, wenn du dann erst der Welt entsagst? Was wirst du dann haben, dem du entsagen kannst? Der alte Mensch entsagt nicht der Welt; die Welt entsagt ihm! Er lebt von Geburt zu Geburt, um immer wieder die selbe Geschichte von Unwissenheit, Sklaverei und Elend zu erzählen.
Gott hat dir die Gelegenheit gegeben. Du musst in jedem Moment acht geben. Du musst dich jeden Moment prüfen und herausfinden, wie weit du auf dem Pfad vorangekommen bist. Sei nicht zufrieden mit dem bisschen feiner Arbeit, die du verrichtest. Jeden Morgen, wenn du aufstehst, solltest du reflektieren: 'Ich hätte heute Nacht auch sterben können. Gott hat mir einen weiteren Tag gegeben, um hier zu leben. Ich sollte das Beste aus diesem Geschenk machen.'
Halte Ausschau, halte Ausschau, halte nach jeder Möglichkeit Ausschau, der Menschheit einen Dienst zu erweisen. Nicht noch soviel Lesen in den Upanishaden und Wiederholung von Om wird in der Lage sein, das göttliche Bewusstsein in dir zu erwecken, solange das Herz nicht zuerst gereinigt wurde.
Neulich hat Ramakrishna die Bettpfanne von Achyutananda sauber gemacht. Er trägt den Geist des Dienens in sich. Diese Art von Dienst reinigt das Herz. Wenn du einen abgehobenen Geist entwickelst, wirst du Angst davor haben, niedere Arbeit zu verrichten. Allein schon die Idee, dass es so etwas wie niedere Arbeit gibt, dürfte gar nicht aufkommen. Du solltest fühlen, dass alle Arbeit nur Seine Verehrung ist. Trage 2 Eimer mit Wasser eigenhändig zur Küche. Fühle, dass du Gott dienst. Du kannst das nicht tun, da dich dein Egoismus davon abhält. Du machst dir Gedanken darüber, was andere denken werden. Du denkst, dass es unter deiner Würde ist, einen solchen Dienst zu erweisen. Dieses harte Ego wird nur durch Dienst verschwinden. Wenn eine alte Frau die Straße entlang geht und eine schwere Last trägt, wird dein Herz bluten aus Mitleid mit ihr? Wirst du die schwere Last augenblicklich auf deinen eigenen Kopf nehmen und ihr folgen? Wenn du das machst, sei dir sicher, dass du für die nächste Stufe im Yoga bereit bist.
Als ich auf Vortragsreisen war, hängten mir die Leute an den verschiedensten Orten sofort eine Girlande um, sobald ich aus dem Zug kam. Aber ich trug mein Gepäck selbst auf dem Kopf. Wenn du zum Markt gehst und Gemüse kaufst, benötigst du einen Diener, der den Korb trägt. Du schämst dich, ihn selbst zu tragen.
Das ist nicht richtig. Du solltest nicht nur dein eigenes Gepäck tragen, sondern du solltest auch das Gepäck eines anderen tragen. Das eigene Gepäck zu tragen, ist einfach genug. Vor einigen Jahren lebte ein Dewan Jaswant Rai im Ashram. Er wollte eine Violine. Ich besorgte ihm das Instrument und ich trug es selbst vom Bahnhof in Rishikesh bis zum Ashram. Als der Tempel gebaut wurde, trug ich selbst Körbe mit Steinen auf meinem Kopf. Ich identifizierte mich mit den Arbeitern und war glücklich, dass Gott mir die Gelegenheit gab, wenigstens soviel Dienst bei der Errichtung Seines Tempels zu erweisen.
Aufgrund meines hohen Alters und körperlicher Leiden bin ich heute nicht mehr in der Lage, genauso viel Dienst zu erbringen. Aber ich frage den Geist täglich: 'Bist du bereit, Kuhdung auf deinem Kopf zu tragen? Bist du bereit, dich selbst mit dem Straßenkehrer zu identifizieren und die Toiletten zu reinigen?' Der Geist ist auch heute noch bereit, solche Aufgaben zu übernehmen.
Dann kommt Bhakti. Die Menschen denken fälschlicherweise, dass eine konkrete Form Gottes nur Einbildung sei, dass sie nicht echt sei und dass die Realität formlos und namenlos sei. Es gibt Meinungsverschiedenheiten von Menschen, die Rama als Sohn von Dasaratha ansehen und anderen, die Ihn als alldurchdringenden Atman ansehen. Die Menschen halten Rama, den Sohn Dasarathas, für einen gewöhnlichen Menschen. Sie halten Krishna für einen gewöhnlichen Menschen. Sie wissen nicht, dass Rama und Krishna nichts anderes waren als Parabrahman (das höchste Absolute) selbst. Warum sollte der allmächtige Parabrahman nicht jede Form annehmen, die ihm gefällt?"
Auf die Figuren auf dem Altar deutend fuhr der Meister fort: „Diese Statuen von Rama und Krishna sind voller Bewusstsein. Hunderte von Verehrern wiederholen hier seit Jahren ununterbrochen das Maha Mantra und konzentrieren sich auf die Figuren. Für Mira war das Bild von Krishna lebendiger als irgendwer sonst. Es sprach zu ihr, tanzte mit ihr und aß Butter aus ihrer Hand. Du bist nicht in der Lage, dieses Bewusstsein in der Statue zu fühlen, denn du hast dich nicht entwickelt.
Du bist hier wegen den Eindrücken aus deinen früheren Leben. Sitzt du täglich eine gewisse Zeit in der Bhajanhalle und singst das Maha Mantra? Wenn nicht, verpasst du eine große Gelegenheit. Du verlierst deine spirituellen Eindrücke.
Diese Bücherei ist voll mit spirituellen Büchern. Wenn du nach draußen gehst, wirst du erkennen, wie schwer es ist, ein einziges spirituelles Buch zum Lesen zu bekommen. Du wirst nach spiritueller Nahrung hungern. Hier hast du all die Bücher zu deiner Verfügung. Besuchst du jemals die Bücherei und liest die Bücher dort?
Maya ist wahrlich sehr mächtig. Sie täuscht den Menschen im Handumdrehen. Man muss immer wachsam sein. Satsang ist sehr notwendig. Wenn du dich in der Gegenwart von Weisen aufhältst, fühlst du, dass da etwas ist, was über den Sinnen steht, über dem Geist, über dem Intellekt und über dem Egoismus - und dass dieses Etwas alleine die Quelle allen Glücks ist.
Dein Geist muss mit Gedanken an Atman gefüllt sein. Du musst immer wachsam sein. Der Geist wird versuchen, dich zu übertölpeln. Der Egoismus wartet immer darauf, dich zu täuschen. Du wirst denken, dass du einen fortgeschrittenen Zustand erreicht hast, aber in einem unvorsichtigen Moment wird sich der Egoismus behaupten und du wirst verloren sein. Das kommt daher, weil der Feind in dir ist; es ist dein eigener niederer Geist. Wünsche sind im Geist versteckt. Du weißt nicht, wann sie dich angreifen und deinen Fortschritt zu Fall bringen.
Umgib dich niemals mit weltlichen Menschen. Höre niemals weltlichen Gesprächen zu. Denke niemals an weltliche Dinge. Dann werden alle Wünsche langsam von alleine vergehen und dein Geist wird komplett gereinigt sein. Selbst wenn du dir sicher bist, dass du über dem Bösen stehst, solltest du hier bleiben. Rishikesh ist die Heimat von Sadhus und Sannyasins. Du solltest diesen Ort niemals verlassen. Selbst wenn du zur Arbeit nach draußen gehen musst, solltest du in kürzester Zeit nach Rishikesh zurück kommen. In Rishikesh bist du frei von äußeren Feinden. Du bist umgeben von heiligen Gedanken und Schwingungen. Selbst wenn du kein Sadhana und keine Meditation machst, bleib hier und stirb auch hier. Du wirst in der nächsten Geburt sicher den Faden aufnehmen und dich schnell entwickeln. Om Tat Sat. Jay Ho!"

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Das Problem der Ratten:

Eine Gruppe Besucher aus Dehra Dun, ein Professor aus dem Punjab und seine Familie, kam im Ashram an. Der Professor war ein stiller Bewunderer des Meisters und studierte seit langem seine Arbeit und folgte seinen Lehren.
„Swamiji, dein Name ist in ganz Dehra Dun bekannt."
Dann folgte ein Gespräch über die Veröffentlichung von Büchern und ihre Aufbewahrung.
Der Meister sagte: „Wir haben hier Regale voller Bücher und einen Mangel an Mitarbeitern. Deshalb fehlt es uns an richtiger Aufsicht. Ratten fressen einige der Bücher auf. Es ist ein großer Verlust an Lektüre."
„Swamiji, benutze bitte gute Rattenfallen, fange sie und lasse sie weit entfernt wieder frei. Es gibt eine Salbe, Swamiji. Sie wird helfen, die Rattenplage ein für alle mal zu beseitigen", schlug der Professor vor.
„Oh ja! Jemand hat mir davon erzählt. Es ist eine große Sünde, daran zu denken, die Salbe zu verwenden. Sie sagen, dass sie die Ratten tötet. Das ist undenkbar. Selbst ihre Herstellung sollte verboten werden. Ratten mögen eine Plage sein, aber sie sind auch Gottes Schöpfung. Wir haben kein Recht, sie zu töten. Gott lebt auch in ihnen."
Swamiji", gab der Professor erneut einen Rat, „du solltest dieselbe Falle nicht mehrmals hintereinander verwenden, ohne sie sorgfältig zu reinigen. Wenn eine Ratte in ihr gefangen wurde, wird am nächsten Tag keine Ratte in die Nähe der Falle gehen, denn sie erkennt am Geruch, dass darin eine Ratte gefangen war. Die Falle sollte daher gründlich gereinigt werden, bevor sie wieder verwendet wird. Außerdem sollte an aufeinanderfolgenden Tagen nicht derselbe Köder verwendet werden. Verschiedene Arten von Fallen können vielleicht benutzt werden - genauso wie bei deinem Yoga der Synthese, Swamiji. Das Ergebnis wird erfolgreich sein."

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Bescheidenheit:

Generalmajor Yadunath Singh, der Armeesekretär des indischen Präsidenten, besuchte den Ashram begleitet von einigen anderen Personen, darunter Sri Swami Ram Deva Maharaj aus dem Rashtrapati Ashram und Major Sreenivasan.
Die Gruppe nahm am Satsang teil und besuchte, nachdem sie etwas gegessen hatte, das Yoga Museum und andere Abteilungen der Gesellschaft, bevor sie wieder nach Delhi aufbrachen. Der Meister kümmerte sich mit großer Liebe und Zuneigung um sie.
Als die Gäste durch den Ashram gingen und die verschiedenen Abteilungen besuchten, lobte der Meister die Fähigkeiten von Generalmajor Yadunath Singh.
„Als er früher einmal im Ashram ankam, trug er sein Gepäck selbst auf den Schultern. Als einer der Ashrambewohner, der nicht wusste, wer er war, ihn nach seinem Gehalt fragte, erhielt er als Antwort: '6.000 Rupien!' Er wünschte keine besondere Behandlung. Er nahm sein Essen zusammen mit den anderen zu sich. Er saß am Ufer des Ganges und meditierte. Es wird erzählt, dass er sogar auf dem Schlachtfeld, als plötzlich Kugeln um ihn herum flogen, in Meditation versunken war. Er ist ein großer Anhänger. Wegen seiner gekonnten Führung waren Indiens Aktivitäten in Kaschmir ein Erfolg. Die Regierung verlieh ihm das Mahavir-Chakra (Heldenmedaille) für seine Tapferkeit."

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Die Fallen von Maya:

Eine Zeitung, die von einem dem Meister ergebenen Schüler herausgegeben wurde, enthielt einen ganzseitigen Artikel mit dem Titel: „Swami X. - Ein Porträt in seinen eigenen Worten".
Der Swami, der vom Meister in Sannyas eingeweiht worden war, beschrieb sich in dem Artikel selbst als „den größten Schüler von Swami Sivananda".
Von Beginn seiner spirituellen Laufbahn an hatte er vor, Amerika zu besuchen und sein Sadhana bestand daraus, sich auf diese große Mission vorzubereiten. Der Meister wusste davon und legte ihm, wie es für ihn üblich war, keine Hindernisse in den Weg.
Als der Meister den Artikel gelesen hatte, bemerkte er lächelnd: „Er hat jetzt den Zustand eines völlig befreiten Weisen erreicht. Es bleiben nur noch der Dienst an der Menschheit und die endgültige Vereinigung mit Gott!"
Nach einer Weile fuhr der Meister fort: „Swami X. hat ohne Zweifel einpünktige Hingabe an das Ideal, das er sich gesetzt hat. Er wünscht, nach Amerika zu gehen und zu predigen. Er bereitet sich darauf vor. Aber es ist ein fehlgeleitetes Streben. Ein Aspirant sollte immer bestrebt sein, sich selbst zu vervollkommnen. Swami X. weiß im Moment kaum, was auf ihn zukommt und was es bedeutet, in ein fremdes Land zu gehen und dort umherzuziehen. Der Eifer, spirituelles Wissen zu verbreiten, wird bald vergehen, wenn diese innere Erleuchtung nicht da ist, um diesen Eifer zu erhalten. Er wird dann eine Beute von Komfort und Annehmlichkeiten werden. Er wird Versuchungen von allen Seiten zum Opfer fallen. Es ist selbst für einen Jnani ein schwieriges Unterfangen, den Geist der Entsagung und Leidenschaftslosigkeit zu erhalten. Für eine Kinderseele ist es gefährlich, sich mit weltlichen Menschen zu umgeben. Maya ist sehr mächtig. Nehmt euch in acht!
Sri D. war ein begeisterter Aspirant. Er lebte 2 oder 3 Jahre hier. Er aß immer einfach, obwohl er reichhaltiges Essen gewohnt war,  bevor er hierher kam. Er trug nur ein kleines Stück Kleidung. Er schlief auf dem Boden oder auf Säcken. Er war immer mit Sadhana beschäftigt und hätte die Kundalini in wenigen Monaten erwecken können.
Dann ging er nach Delhi, 'nur für ein paar Tage', um dort jemanden zu treffen. Er blieb eine Weile dort. Die Leidenschaftslosigkeit verschwand. Seine alte Leidenschaft für Pferderennen holte ihn wieder ein. Er wollte ihr 'nur einmal' nachgeben. Und er fiel kopfüber wieder in die Grube der Weltlichkeit. 23 Jahre sind vergangen. Er ist immer noch da, wo Maya ihn hingezogen hat. Bedauerlich ist das Schicksal solcher Menschen. Alles nur wegen Unachtsamkeit und falscher Sehnsüchte.
Stell dich niemals zur Schau. Bleibe bescheiden und einfach. Strebe eifrig nach Befreiung. Die göttliche Gnade wird nur kommen, wenn du selbstlos dienst und unaufhörlich zu Gott betest."

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Eine liebende Frau:

Sri S., ein Besucher, erzählte dem Meister vom Verhalten seiner Frau.
„Ich verfluche den Tag, Swamiji, als ich dieses Mädchen zu meiner Frau nahm. Wir leben nun schon seit einiger Zeit zusammen. Als mein Vater sich ein eigenes Haus in einer nahegelegenen Straße baute, entschied ich, dass wir auch in das neue Haus ziehen sollten. Meine Frau war dagegen. Ich bestand darauf, aber meine Frau erwiderte scharf: 'Ich werde nicht kommen. Wenn du willst, kannst du gehen und bei deinem Vater leben.' Als ich anfing, meine Sachen zu packen - mein Bettzeug und meine Koffer - sprang sie plötzlich auf und sagte: 'Ich habe diese Decke und den Moskitovorhang aus dem Haus meines Vaters mitgebracht.' Also musste ich diese Sachen zurücklassen. Schau dir die mürrische Einstellung dieser liebenden Frauen an, Swamiji!", beendete der Besucher seine Erzählung.
Der Meister sagte einfach mit einem Lächeln: „Gott erzeugt auf diesen sonderbaren Wegen Leidenschaftslosigkeit in Männern. In jedem Haushalt gibt es solche wunderbaren Vorfälle. Jeder Mensch erfährt irgendwann die Hohlheit seiner geliebten Menschen. Trotzdem hängt er weiter an ihnen wie ein Blutegel. Das ist Maya."


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Wertmaßstab:

Der Meister sagte einem Besucher: „Dies ist dein eigenes Zuhause. Du kannst hier so oft herkommen, wie es dir möglich ist. Schließlich wohnst du hier in der Nähe. Mache es dir zur Gewohnheit, all deine Ferien hier zu verbringen und an allen wichtigen Veranstaltungen teilzunehmen."
„Swamiji, die Welt ist so, dass wenn du statt dessen gesagt hättest: 'Komm nach Rishikesh. Hier gibt es diese und jene Möglichkeit für dich, 10.000 Rupien zu verdienen,' dann wäre ich oft hierhergekommen. Es ist sehr schwer, den Nutzen zu schätzen, den man von Satsang, Abgeschiedenheit und Pilgerfahrten zieht. Nur die wenigsten Menschen erkennen überhaupt, dass darin viel Gutes liegt."

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Die Natur der Welt:

Nach dem Abendsatsang kehrte der Meister in Begleitung einiger Schüler zu seiner Hütte zurück. Ein Hund lief ebenfalls vor ihnen und blieb gelegentlich sitzen und verursachte dem Meister dadurch Unannehmlichkeiten. Als ein Schüler versuchte, den Hund zu vertreiben, sagte der Meister: „Welchen Schaden verursacht er? Lass den Hund bleiben. Ich werde diesen Weg nehmen" und meinte damit, dass er am Straßenrand entlang gehen werde.
Während der Meister weiter ging mit dem Hund vor ihm und den Leuten hinter ihm, versuchte er den gekrümmten Schwanz des Hundes mit seinem Spazierstock gerade zu machen. Jedes Mal, wenn der Meister versuchte, den Schwanz gerade zu machen, kehrte er wieder zu seiner gekrümmten Form zurück, sobald er den Spazierstock wegnahm.
„Könnt ihr den Schwanz des Hundes gerade machen?", fragte der Meister die, die ihm folgten.
Sie antworteten: „Nein Swamiji."
Der Meister bemerkte augenblicklich: „So ist auch die Natur der Welt!"

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Die Geschichte vom tollwütigen Hund:

Nach seiner Arbeit im Büro kam der Meister heraus und sah einige Menschen vor dem Ashramkrankenhaus, einige mit einem Verband, andere wurden gerade verbunden und einige mit offenen Wunden, aus denen Blut tropfte. Man sagte dem Meister, dass sie in der Nähe von Lakshman Jhula von einem tollwütigen Hund gebissen worden waren. Er tröstete sie und wiederholte das Maha Mrityunjaya Mantra für ihre baldige Genesung. Er wies Swami Madhavananda an, sie alle zur Behandlung nach Dehra Dun zu bringen und fügte hinzu, dass der Ashram für ihre Ausgaben aufkommen würde.
Dann fuhr der Meister nach Dehra Dun, um dort eine Seidenfabrik zu besuchen. Während seiner Abwesenheit kam der tollwütige Hund in die Nähe des Dattatreya Tempels im Ashram und griff zwei ältere Schüler an, Swami Narayanananda und Swami Poornabodhji. Beide wurden stark gebissen. Swami Narayanananda 10 Minuten und Swami Poornabodhji 15 Minuten am Stück. Der Meister war sehr bewegt, als er davon erfuhr. Er wies Dr. K.C. Roy an, sofort die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die nötigen Spritzen zu verabreichen und sandte einen Ashrambewohner nach Dehra Dun, um die Medizin zu besorgen.
Am nächsten Tag, während der Meister im Büro arbeitete, wurde der tote Körper des Hundes, der am Tag zuvor so viele Menschen gebissen hatte und der von einem Bewohner des Ortes erschossen worden war, zum Ashram gebracht.
Er kam aus dem Büro und sagte, als er sich dem Hund näherte: „Lasst uns das Maha Mrityunjaya Mantra wiederholen." Alle wiederholten das Mantra für den Frieden der verstorbenen Seele des Hundes.
Der Meister schaute den Hund einige Minuten mit Bewunderung und Sympathie an. „Wenn er weiter beißt, ohne jemanden zu verschonen, wird er sterben", bemerkte er.
Swami Narayanananda wurde gebracht, gestützt von einigen Leuten und auf einen Stuhl gesetzt. Er beugte sich zu dem toten Hund. Der Meister dankte dem Menschen, der den Hund erschossen hatte. Er gab ihm Tee und ein Geschenk von 10 Rupien und verlieh ihm den Titel "Veera Siromani", um damit seine Bemühungen anzuerkennen, dass er den Hund rund eine Stunde verfolgt und ihn dann erschossen hatte. Es wurde ein Gruppenfoto mit den anwesenden Opfern gemacht, der Person, die den Hund erschossen hatte, dem toten Hund und dem Meister. Der Meister bat Swami Chidanandaji, dem Bezirksbeamten zu schreiben und ein Foto der Person beizulegen, die den tollwütigen Hund erschossen hatte und ihn für eine Belohnung vorzuschlagen.

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Des Meisters Geist der Verhaftungslosigkeit:

Während der Meister nach dem Ende des Satsangs zu seiner Hütte zurückging, gab es unter seinen Begleitern eine Diskussion über das Nylonmaterial, dass Frau Sylvia Hellman dem Meister gegeben hatte, um einen Umhang herzustellen. Da es ein teures Material war, waren die Dienste eines erfahrenen Schneiders notwendig, um den Mantel herzustellen. Die örtlichen Schneider waren es nicht gewohnt, mit Nylon zu arbeiten.
Das Material war dem Meister schon vor einigen Wochen geschenkt worden, aber es war immer noch kein passender Übermantel genäht worden.
Der Meister sagte: „Genau wie Mädchen, die den Hochschulabschluss und den Magister absolviert haben, die musikalisch sind und tanzen können, unverheiratet bleiben, weil sie das passende Gegenstück suchen, während einfache Mädchen heiraten, so bleibt auch der kostbare Nylon ungenäht, weil man den passenden Schneider sucht."
Dann fragte er Frau Hellman: „Warum hast du mir ein so wertvolles Geschenk gemacht? Da es so kostbar ist, werde ich immer darauf bedacht sein, es vorsichtig zu behandeln. Die ganze Zeit wird mein Geist bei dem Mantel sein. Ich werde immer an ihn denken."
Swami Venkatesananda, der den Meister ebenfalls begleitete, antwortete, dass sich der Meister nicht darum kümmern würde, selbst wenn eine Ratte den Mantel am nächsten Tag annagen würde.
Der Meister war immer verhaftungslos und der Geist von Zufriedenheit und Verzicht brannte immer in ihm.
Einige Tage vorher, als Swami Satchidananda bemerkt hatte, dass die Schrift des Meisters nach seiner Krankheit 1954 etwas schwer zu lesen war, sagte der Meister: „Gebt mir einen größeren Tisch, dann werde ich in der Lage sein, besser zu schreiben. Wie kann ich auf einem Tisch, der so klein und überfüllt ist, richtig schreiben?"
Dies war des Meisters Geist von Verzicht und Selbstverleugnung.

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Praktisches Vedanta:

Der Meister war auf dem Weg zum Satsang. Er wurde von einigen Schülern begleitet. Unterwegs fanden sie mitten auf dem Weg eine leere Dose, in der normalerweise Butter aufbewahrt wurde. Sri Jitendranath, der den Meister begleitete, hob sie auf und warf sie zur Seite.
Der Meister fragte: „Wer ist dieser Karma Yogi, der die Dose aus dem Weg geräumt hat?"
Als Jitendranaths Name genannt wurde, schaute der Meister ihn an und sagte: „Das ist praktisches Vedanta. Du hast dir gedacht, dass vielleicht jemand gegen die Dose treten und sich verletzen könnte. Du hast Mitgefühl mit anderen. Das ist praktisches Vedanta."


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Japa ist einfacher als essen:

„Ich bin verwirrt, Swamiji. Ich weiß nicht, was ich tun soll", sagte Sri Subramania Iyer, als er begann, seine persönlichen Probleme zu schildern.
„Was zu tun ist? Wiederhole 'Ram, Ram, Ram'", gab der Meister ihm den Rat. „All deine Probleme werden gelöst werden und du wirst niemals verwirrt sein. Gibt es etwas noch Einfacheres? Selbst essen ist schwieriger. Du musst Geld verdienen, Vorräte einkaufen, das Essen kochen und wenn es auf dem Teller zubereitet ist, musst du es mit deiner Hand zum Mund führen. Japa verlangt nicht soviel Arbeit. Du kannst den ganzen Tag hindurch den Namen Gottes geistig wiederholen. In Seinem Namen liegt unendliche Kraft."
Die Frage, die sich Sri Iyer stellte, war, ob er wieder nach Hause zurückkehren oder irgendwo im Himalaja leben sollte.
Der Meister antwortete schnell: „Das Beste für dich wäre dein eigenes Zuhause. Lebe ein zurückgezogenes Leben in deinem eigenen Zuhause. Verbringe all deine Zeit mit Sadhana. Möge Gott dich segnen!"

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Menschliche Liebe und göttliche Liebe:

Auf dem Weg zurück vom Abendsatsang erreichte der Meister seine Hütte. Er schaute die Schüler und Anhänger an, die ihm folgten und bemerkte: „Ich glaube, all diese Leute, die nun hier sind, müssen mich lieben. Wenn nicht, wären sie nicht hierher gekommen. Solange es ein Herz gibt, wird es Liebe und Hass geben - manchmal Liebe und manchmal Hass. Nur göttliche Liebe ist beständig. Menschliche Liebe ist schwankend und unbeständig. Göttliche Liebe kann man nicht an einem Tag oder in einem Jahr erreichen. Viele Jahre des Dienens, der Innenschau und Selbstanalyse sind notwendig, um reine göttliche Liebe zu entwickeln."

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Dienst am Lehrer:

Auf dem Weg zurück vom Büro sagte der Meister Bezug nehmend auf einen Schüler: „Er ist ein unermüdlicher Arbeiter. Nur wenn jemand dem Lehrer unermüdlich 12 Jahre dient, wird sein Geist etwas gereinigt - ein wenig. Manche erwarten, dass der Lehrer einen Tropfen Wasser aus seiner Wasserschale auf sie spritzt und sie dadurch in den Zustand von Samadhi kommen. Nur wenn jemand dem Lehrer 12 Jahre lang beständig dient, wird sein Geist ein bisschen gereinigt."

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Das Gesetz des Karma ist unerbittlich:

Während des Abendsatsangs hielt der Meister eine glühende Rede zu Ehren von Swami Poornabodhji, der von einem tollwütigen Hund gebissen worden und daran gestorben war. Als der Meister nach dem Satsang zu seiner Hütte zurückkehrte, lobten seine Begleiter die Eigenschaften von Swami Poornabodhji.
Der Meister bemerkte: „Wenn es einen Gott gibt, warum wird dann so eine reine Seele von einem verrückten Hund gebissen? Die Menschen stellen diese Frage und kommen zu dem Schluss, dass es keinen Gott gibt. Wer weiß, welches Karma zu diesem Vorfall geführt hat. Er hat sich vielleicht in einer früheren Geburt schlecht verhalten und dafür musste er jetzt leiden. Wer diese Zusammenhänge nicht kennt, sagt sofort, dass es keinen Gott gibt."
Swami Mounanandaji zitierte daraufhin einige Beispiele für die Unerbittlichkeit des Karmagesetzes.
Darauf bemerkte der Meister: „Wie viele Fehler begehen wir alle von Kindheit an! Deshalb, seit gut, tut Gutes."

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Der Meister in einer spielerischen Stimmung:

Der Meister überraschte alle, als er in einem blau gestreiften Schlafanzug zum Satsang kam! Er war ihm von einer Anhängerin, Frau Wilson aus Sydney, geschenkt worden. Vielleicht zog der Meister den Schlafanzug an, um zu zeigen, dass alles, was mit Liebe gegeben wurde, für ihn akzeptabel war und dass er sogar die traditionellen Vorschriften außer Acht ließ, um den frommen Wunsch eines wahren Schülers zu erfüllen. Es war auch ein Zeichen für die einfache, kindliche Natur des Meisters und seinen Wunsch, allen Freude und Vergnügen zu bereiten.
Als der Meister die ungepflasterte Straße von seiner Hütte zum Satsang ging, bemerkte Swami Satchidananda: „Swamiji sieht jetzt sehr schlank aus."
Ein anderer sagte: „Swamiji ist nur noch halb so groß."
„Das ist nur der Übermantel, der mich beleibt aussehen lässt", sagte der Meister.
Als er zur Hütte von Swami Sivaprem kam, ging der Meister nah an die geschlossene Tür und rief: „Guten Tag Sivaprem!"
Swami Sivaprem öffnete die Tür, grüßte den Meister und freute sich über seinen Humor.
Als der Meister beim Satsang erschien, machte es die Anhänger fröhlich, den Meister in einem Schlafanzug zu sehen. Um das Lustige noch zu steigern, ging der Meister zu den westlichen Anhängern, die auf einer Reihe Stühlen saßen und setzte sich, nachdem er sie auf westliche Weise begrüßt hatte, zu ihnen auf einen der Stühle, anstatt auf seinem eigenen Sitz Platz zu nehmen.
Der Meister blieb für 2, 3 Minuten dort und zog die Aufmerksamkeit aller Anwesenden in der Halle auf sich. Alle freuten sich herzlich darüber, den Meister in einem Schlafanzug zu sehen. Später zog der Meister den Übermantel an, den er gewöhnlich trug und setzte sich auf seinen Platz. Der Übermantel verbarg den Schlafanzug größtenteils, bis auf einen kleinen Teil unterhalb der Knie.

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Eier und Knoblauch:

Sri Eric M. While aus London, der für einige Wochen im Ashram war, stellte dem Meister eine Frage, als er im Büro war.
„Swamiji, können wir Eier essen?"
„Nein. Sie machen den Geist unruhig. Sie sind nicht gut für die Meditation."
„Können wir Knoblauch essen?", war die nächste Frau von Herrn While.
„Knoblauch ist schlimmer als Fleisch. Aber Yogis können alles essen. Sie können alles in Sattwa umwandeln. Sie werden von keiner Art von Nahrung beeinflusst."

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Des Meisters Sadhana:

Als sich der Meister nach der Arbeit im Büro seiner Hütte näherte, erzählte Dr. K.C. Roy von den Bemerkungen Sri Ganga Shankers, einem Richter im Ruhestand aus Rishikesh, über des Meisters Sadhana im Swarg Ashram.
Sri Ganga Shanker kannte den Meister seit 30 Jahren. Er bekam im Ashram eine Infrarotbehandlung. Eines Tages erzählte er dabei Dr. Roy von den bewundernswerten Tugenden, die ihm in den frühen Tagen seiner Bekanntschaft mit dem Meister aufgefallen waren.
Dr. Roy sagte zum Meister: „Sri Ganga Shanker ist voller Bewunderung für dich, Swamiji. Er sagte, dass du auch schon während der Zeit als du im Swarg Ashram lebtest, sehr bescheiden warst. Manchmal schliefst du auf Laub. Wenn dir jemand eine Decke gegeben hat, hast du sie nach 1 oder 2 Tagen einer bedürftigen Person gegeben und bist ohne Decke ausgekommen. Er sagte, dass du Kitchery und Roti aus dem Almosenhaus genommen hast, aber an demselben Tag nur das Kitchery gegessen und dir das Roti für den nächsten Tag aufgehoben hast. Du hast das alte Roti im Gangeswasser getränkt und eingeweicht und dann gegessen. Das hast du gemacht, um dir den Weg zum Almosenhaus zu sparen und warst dadurch in der Lage, diese Zeit für die Meditation zu nutzen.
Sri Ganga Shanker erzählte auch, dass Swami Tapovanji, du und andere in dieser Zeit einmal pro Woche für Almosen zu ihm nach Hause gekommen seid. Du mochtest sein Essen sehr gerne. Er sagte auch, dass du ein guter Koch warst und dass du unterwegs auf einer Pilgerfahrt köstliche Speisen zubereitet hast.
Sri Ganga Shanker sagte, dass er dich und Swami Tapovanji 1930 mit nach Hardwar zur Kumbha Mela mitgenommen hat und du wohlklingende Bhajans gesungen hast."

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Ziel des Lebens:

Sri Steven V. Dabbs, ein Westler der in den Ashram gekommen war, um sich für einige Monate einem spirituellen Training zu unterziehen, stellte dem Meister die folgende Frage: „Ich bin in einem Dilemma, denn ich weiß nicht, was das Ziel in meinem Leben ist. Man hat mir gesagt, dass ich leichter meditieren könnte, wenn ich es wüsste. Kannst du mir sagen, wie ich die Antwort dazu finde?"
Der Meister antwortete: „Das Ziel des Lebens ist es, Gottverwirklichung zu erreichen. Eins zu werden mit Christus ist das Ziel des Lebens. Die niederen Instinkte umzuwandeln und göttlich zu werden, ist das Ziel des Lebens. Wenn du den Zorn beherrschst, wenn du Selbstsucht überwindest und Toleranz, Mitgefühl, Selbstlosigkeit, Mut, Großzügigkeit und Vergebung entwickelst, dann wirst du göttlich werden. Ist Selbstsucht gut? Nein. Also werde selbstlos. Ist Gier gut? Ist Zorn gut? Ist Begierde gut? Ist Eitelkeit gut? Sie bilden die niedere Natur des Menschen. Also entferne sie und werde selbstlos, großzügig, geduldig, tolerant, rein und bescheiden. Das ist das Ziel des Lebens."

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Nur Leiden in der Welt:

Der Meister kam gerade aus seiner Hütte auf die Straße, auf dem Weg zum Satsang. Er hörte Lieder von einer Schallplatte aus einem Haus, in dem eine Hochzeitsfeier stattfand.
Er stellte Frau Hellman eine Frage: „Gibt es Glück oder Leiden in der Welt?"
Sie antwortete: „Viel von beidem."
Der Meister widersprach ihr und sagte: „Es gibt nur Leiden in der Welt. Deine Antwort hätte lauten müssen, dass es nur Leiden in der Welt gibt. Weltliches Glück ist die Ursache von Schmerz. Die Geburt ist die Ursache des Todes. Wenn du den Tod vermeiden möchtest, musst du die Geburt vermeiden. Wenn du Schmerz vermeiden möchtest, musst du das Vergnügen meiden. Es gibt kein Glück in der Welt. Die Menschen spielen Schallplatten und feiern eine Hochzeit, deshalb sind sie jetzt glücklich. Aber das Glück wird nur heute anhalten. Morgen wird die Frau sagen: „Bring mir einen neuen Sari!"
Frau Hellman sagte: „Wenn das Leben voller Elend ist, warum ist es dann schlimm, seinem Leben durch Selbstmord ein Ende zu bereiten?"
„Das ist Torheit", sagte der Meister. „Man sollte sein Leben nicht beenden. Leben ist das wertvollste Geschenk. Es ist dazu da, um Kirtan, Japa und Meditation zu praktizieren und sich letztlich dahin zu entwickeln, ewige Glückseligkeit zu erlangen. Dem Tod folgt die Wiedergeburt. Deshalb wird es nicht funktionieren."
Frau Hellman sagte, sie habe in einem Buch gelesen, dass es nicht schlimm sei, dem eigenen Leben ein Ende zu bereiten.
Der Meister erwiderte sofort: „Dann ist der Autor des Buches ein Narr und sein Schüler auch. Man lebt, um Gottesverwirklichung zu erlangen. Noch schlimmer, die Seele leidet sehr nach einem Selbstmord und wird eine ungünstige Geburt bekommen."
In dem Moment kamen sie am Zimmer von Matha Satchidananda vorbei. Als sie heraus kam, stellte der Meister ihr dieselbe Frage: „Gibt es in der Welt Glück oder Leiden?"
Sie antwortete: „Das hängt vom Geist ab."
Der Meister sagte: "Nein. Es gibt nur Leiden in der Welt. Wenn du den Teil deines Körpers kratzt, der dich juckt, dann empfindest du das als angenehmes Gefühl. Ist das Glück? Macht dich kratzen glücklich? Die sinnlichen Freuden der Welt sind nichts anderes als die Freude, die man empfindet, wenn man ein juckendes Körperteil kratzt."

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Vier vorbildliche Schüler:

Der Meister war auf dem Weg zum Satsang. Zu einem Schüler, der ihn begleitete, sagte er: „Ich habe vier vorbildliche Schüler: Olgert Kaugerts, Neelakanta Iyer, Parasuram Panjabi und Pannalal. Wenn ich sie frage, ob sie irgendwelche Zweifel haben, dann sagen sie, dass sie keine Zweifel haben und dass sie nur durch das Beobachten meiner Handlungen erhoben werden. Sie sind vorbildliche Schüler.
Ein vorbildlicher Schüler beobachtet, wie sich der Lehrer verhält und handelt so, wie der Lehrer handelt. Es ist nicht notwendig, dem Lehrer Fragen zu stellen, wenn man ihn und sein Handeln beobachtet und lernt, seinem Beispiel zu folgen. Es gibt einige Schüler, die Stellen dem Lehrer 18 Fragen in 5 Minuten! Sie langweilen ihn unnötig und verschwenden seine Zeit. Ein Anhänger sollte seinem Lehrer keine weiteren Fragen stellen. Er sollte ihn und seine Handlungen eifrig und aufmerksam beobachten und seinem Beispiel folgen. Wenn er versucht, so zu leben wie der Lehrer lebt, wird er feststellen, dass es nicht notwendig ist, seinem Lehrer Fragen zu stellen, denn er wird keine Zweifel haben. Nur Antworten zu den eigenen Zweifeln zu bekommen, hilft einem nicht, das Ziel zu erreichen. Die Zweifel haben kein Ende. Sobald einige Zweifel beseitigt sind, kommen neue auf. Wenn der Lehrer weiter jede einzelne Frage seiner zahlreichen Schüler beantwortet, wird er keine Zeit mehr haben, sich anderen Dingen zu widmen. Deshalb sollten Anhänger dem Beispiel dieser vier Schüler - Olgert Kaugerts, Neelakanta Iyer, Pannalal und Parasuram Panjabi - folgen und aus dem täglichen Leben des Lehrers still ihre Lektionen lernen.
Schüler sollten die Handlungen des Lehrers studieren, seine Ideale, sein Verhalten unter bestimmten Umständen, seine Tugenden und auch die Lehren und Anweisungen, die er anderen oder allgemein mündlich oder schriftlich gibt. Sie sollten versuchen, ihr eigenes Leben nach dem persönlichen Beispiel und den Lehren des Lehrers zu formen. Wenn ein Schüler geduldig seinen Lehrer beobachtet und studiert und versucht, seinem Beispiel zu folgen, werden all seine Zweifel automatisch beseitigt. Zweifel ist ein großes Hindernis für die Konzentration und den spirituellen Fortschritt. Die Tendenz zu zweifeln sollte dadurch überwunden werden, dass man den Geist mit Sadhana und Dienst beschäftigt, so dass er keine Zeit zum Zweifeln hat. Frage weniger, beobachte mehr. Zweifle weniger, lerne mehr. Rede weniger, arbeite mehr."

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Der überbewusste Zustand

Zwei oder drei Professoren aus dem D.A.V. College in Dehra Dun trafen den Meister beim Satsang. Sie wurden von Sri Krishnamoorthy, dem ältesten Sohn von Dr. K.C. Roy aus dem Sivananda Krankenhaus, eingeführt. Sri Krishnamoorthy war Schüler in der Mittelstufe des D.A.V. College.
Der Vater einer der Professoren war dem Meister bekannt. Der Meister hatte ihn und seine Familie 1930 getroffen, als er in Lakhimpur war. Obwohl es 25 Jahre her war, dass der Meister seine Familienmitglieder gesehen hatte, und das nur ein einziges Mal, konnte er sich lebhaft an das Treffen mit ihnen erinnern.
„Dein Vater ist Rechtsanwalt, nicht wahr?", fing der Meister an. „Er ist ein beleibter Mann. Auch deine Mutter ist beleibt."
Der Meister fuhr mit einer Beschreibung der Familienmitglieder und ihrem Wohnsitz fort. Alle Angaben wurden von den Besuchern aus Dehra Dun, die über das großartige Gedächtnis des Meisters erstaunt waren, bestätigt.
Nach dem Satsang stellte einer der Professoren dem Meister eine Frage: „Swamiji, Psychologen akzeptieren nicht, dass es einen überbewussten Zustand gibt. Sie gehen nur vom bewussten und unterbewussten Zustand aus."
Sofort sagte der Meister humorvoll: „Eine Eule sagt, dass es kein Licht gibt. Gibt es deshalb kein Licht? Genauso sagte die 'Eule Professor', dass es keinen überbewussten Zustand gibt. Hört dieser Zustand auf zu existieren, nur weil ein 'Eulenprofessor' ihn widerlegt? Lies aufmerksam die Yoga Vasishtha (Schrift). Sie bestätigt die Existenz des überbewussten Zustands. Wer diesen Zustand bestreitet, ist wie die Eule, die das Licht bestreitet, nur weil sie es nicht sehen kann."


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Wahrhaftigkeit im weltlichen Leben:

Eine Gruppe von Besuchern aus Bombay war gekommen. Jemand aus der Gruppe stellte dem Meister eine Frage, während er im Büro arbeitete.
„Swamiji, ich finde es sehr schwierig, im täglichen weltlichen Leben die Gewohnheit der Wahrhaftigkeit beizubehalten. Das weltliche Leben ist so verdorben. Was ist dein Rat?"
Der Meister sagte: „Versuche, nur die Wahrheit zu sagen."
„Wenn ich das mache", sagte der Besucher, „werde ich nicht weit kommen."
Daraufhin sagte der Meister sofort: „Dann mache deinem weltlichen Leben ein Ende und nimm Sannyas. Durchschneide den gordischen Knoten. Dein Sohn wird sich um deine Angelegenheiten kümmern. Dann wird es für dich in den 3 Lebensabschnitten keine Welt geben."
Als der Meister das Zögern des Besuchers bemerkte, sagte er: „Spende ein Zehntel deines Einkommens für soziale Zwecke. Alles wird in Ordnung sein."

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An Studenten gewandt:

Etwa um 5 Uhr Abends kam eine Gruppe von 35 Studenten aus dem Southern Forest Rangers College in Coimbatore für den Darshan des Meisters in seine Hütte. Die Gruppe wurde vom Rektor und einem Lehrer geleitet. Der Meister verteilte Bücher und Handzettel an sie und als einer der Studenten um spirituelle Anweisungen bat, stimmte der Meister sofort zu.
„Diene. Liebe. Diene allen. Liebe alle. Werde nicht zornig. Hasse niemanden. Hasse dich selbst dafür, dass du andere hasst. Was auch immer du besitzt - sei es spirituell, geistig, ethisch oder materiell - teile es mit allen.
Entferne das Unkraut aus deinem Geist. Was ist Unkraut? Eifersucht, Selbstsucht, Eitelkeit, Gier und Hass. Eifersucht ist nicht gut. Selbstsucht ist nicht gut. Eitelkeit ist nicht gut. Gier ist nicht gut. Deshalb entferne sie durch Wohltätigkeit, Großzügigkeit und Bescheidenheit. Diene, reinige dich und konzentriere dich. Konzentriere dich auf Sri Rama oder Sri Krishna.
Erinnere dich ständig an Gott. Wiederhole 'Sri Ram, Sri Ram' während du arbeitest oder während du im Wald unterwegs bist. Singe den Kirtan, 'Raghupati Raghava Raja Ram, Patita Pavana Sita Ram'.
Löse und verbinde. Löse den Geist von den Objekten und verbinde ihn mit Gott. Suche, finde, kehre ein und ruhe dich aus. Suche Gott und ruhe in Gott. Sei gut. Tue Gutes. Sei immer gut und tue immer Gutes. Diene den Armen und Kranken. Respektiere alle. Respektiere Heilige. Gehorche. Gehorsam ist besser als Ehrfurcht.
Versuche ständig, Gott zu verwirklichen. Er ist alldurchdringendes Licht. Gott ist Glück. Gott ist Frieden.
Warum seid ihr Waldaufseher geworden? Um Geld und Glück zu erlangen. Aber ihr könnt kein Glück in der Welt finden. Weltliches Glück ist gemischt mit Schmerz und Leiden. Nach der Geburt kommen Krankheiten, Verfall setzt ein und ihr sterbt. Wenn ihr den Tod überwinden wollt, müsst ihr die Geburt überwinden. Was ist der Grund für die Geburt? Es ist Unwissenheit, es ist die Unfähigkeit, zwischen dem zu unterscheiden, was wirklich ist und dem, was nicht wirklich ist, es ist Mögen und Nichtmögen, es ist Karma. Die Augen, die Nase, die Ohren - sie sind alle das Ergebnis von Unwissenheit. Aus Unwissenheit entsteht Egoismus; aus Egoismus kommt Buddhi (Intellekt); aus Buddhi kommt der Geist; aus dem Geist die Sinne; und aus den Sinnen der Körper.
So wie eine Seidenraupe einen Kokon um sich spinnt und sich damit bindet, so habt ihr euch durch eure Wünsche selbst gebunden. Wiederholt die Namen Gottes. Alle Wünsche werden sterben. Der Egoismus wird sterben. Liebe wird sich im Herzen entwickeln. Ihr werdet ewiges Glück erlangen. Der göttliche Name hat eine geheimnisvolle Kraft, euren Geist zu reinigen. Er besitzt unendliche Macht. Er ist mächtiger als die Atombombe oder die Wasserstoffbombe. Er verbrennt alle Sünden, Wünsche und Begierden.
Wenn ihr keinen Tee bekommt, leidet ihr. Wünsche erzeugen Unruhe im Geist. Deshalb wiederholt die göttlichen Namen. Singt, 'Sri Ram Jaya Ram Jaya Jaya Ram, Sri Ram Jaya Ram Jaya Jaya Ram'. Ihr werdet von euren Wünschen befreit. Ihr werdet glücklich sein.
Lest die Gita. Macht Japa. Schreibt das Mantra täglich in ein Notizbuch. Übt Asanas und Pranayama. Tut immer Gutes. Teilt, was ihr habt, mit anderen. Seid nicht damit beschäftigt, euren Wohlstand zu vermehren und euer Konto zu füllen. Seit jeden Tag wohltätig. Wenn jemand in Not ist, helft ihm. Wenn jemand hungert, gebt ihm ein wenig Essen. Wenn jemand im Winter friert, weil er keine Kleider hat, gebt ihm etwas anzuziehen.
Im Moment ist eure Liebe um einige wenige Menschen zentriert. Ihr liebt nur euren eigenen Bruder und eure Mutter. Die ganze Welt ist eure Familie. Die ganze Welt ist euer Zuhause. Hasst niemanden und seid auf niemanden eifersüchtig. Lächelt mit allen. Lacht mit allen. Seid fröhlich. Der Himmel ist euer Körper. Der Ozean ist euer Körper. Grenzenlosigkeit ist Gott und Grenzenlosigkeit ist euer eigenes Selbst. Wenn Selbstsucht überwunden ist, wenn Egoismus stirbt, wenn Wünsche und Begierden entwurzelt sind, werdet ihr göttlich. Deshalb versucht alle, diese Tugenden zu besitzen. Entwickelt Mut, Ausdauer und Zuverlässigkeit.
Wenn ihr zornig seit, sagt ihr, 'Weißt du, wer ich bin? Ich werde dir den Kiefer brechen.' Benehmt euch nicht so. Kontrolliert euren Zorn durch Vergebung, durch Liebe, durch Dienst. Fragt euch: 'Warum bin ich wütend geworden?' Werde zornig auf deinen eigenen Zorn. Dann wird er abklingen. Verrichtet täglich etwas Dienst. Geht in ein Krankenhaus und dient den Patienten dort. Macht ihr das alle? Ihr strebt alle danach, Bezirksverwalter zu werden. Das ist euer Ziel. Kann es euch ewiges Glück bringen?
Der Mensch wurde wegen seiner Wünsche und Begierden zum Sklaven. Er sagt, 'Ja mein Herr, sehr gerne mein Herr.' Wenn ihr ein Herrscher werden möchtet, dann löscht alle Wünsche aus. Denkt daran, dass ihr das alles durchdringende Selbst seid. Wie man denkt, so wird man. Wenn man ständig denkt, man sei Brahman (das Absolute), dann wird man zu Brahman.
Studiert Vedanta. Vedanta sagt, dass man identisch ist mit Gott. Man sollte Kenntnis über die Natur Gottes und die Natur des Universums haben. Man sollte eine Vorstellung von Moksha, der Befreiung, haben. Man sollte die Methode kennen, wie man Gott erreicht und wissen, wie man die Mängel des Geistes findet und beseitigt. Solche Gedanken sollten den Geist beschäftigen. Wenn ihr Gott erreicht, wird sein ganzer Reichtum euch gehören. Gebt unbedeutende Wünsche auf. Wünscht, ein Heiliger zu werden. Gott segne euch! Jai ho!"

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Sei zufrieden:

Ein neuer Bewohner des Ashrams beschwerte sich, dass er aus Mangel an nahrhaftem Essen schwach sei und dass er mit zweimal Essen und zweimal Tee am Tag schlecht zurecht käme.
In sanftem Ton fragte ihn der Meister: 'Welches nahrhafte Essen möchtest du?"
„Ghee und Yoghurt", sagte der Bewohner.
„Bist du ein Haushaltsvorstand oder ein Sadhu?", fragte der Meister.
„Was sagt die Gita? Sie sagt, dass man mit dem zufrieden sein soll, was man bekommt. Man sollte Anpassungsfähigkeit entwickeln und sich nicht weiter beschweren 'Ich bekomme dies nicht, ich bekomme das nicht.'"
Einige Tage zuvor, als sich derselbe Schüler beim Meister über den Mangel einer angemessenen Unterbringung beschwerte, sagte der Meister zu ihm: „Wenn das neue Gebäude fertig ist, kannst du dir ein Zimmer nehmen. Ich werde dir den Schlüssel geben. Oder bleibe ohne Zimmer. Wozu brauchst du ein Zimmer? Arbeite im Büro und schlafe in der Bhajanhalle. Bleibe frei. Wozu willst du ein Zimmer?"
„Ich möchte ein Zimmer, damit ich ungestört lernen kann. Überall, wo ich hingehe, sagen die Leute, dass ich sie störe. Ich bin es nicht gewohnt, leise zu lesen. Wenn ich leise lese, bin ich nicht in der Lage, etwas zu verstehen."
Der Meister bemerkte, 'Wenn du laut liest, störst du andere. Du kannst in den Wald gehen oder dich ans Ufer des Ganges setzen und lesen. Niemand wird sich darüber beschweren. Ich habe versprochen, dir ein Zimmer zu geben, sobald das neue Gebäude fertig ist. Was willst du jetzt noch mehr? Täglich kommen neue Menschen. Wo sollen wir die ganzen Zimmer hernehmen? Innerhalb von 2 oder 3 Tagen nach deiner Ankunft hast du 3 oder 4 Bücher zum Lesen bekommen. Während meiner Zeit im Swarg Ashram habe ich nicht einmal Kerosin für die Lampe bekommen, denn damals gab es keine Elektrizität. Vom Swarg Ashram bin ich 2 oder 3 Meilen durch die heiße Sonne zum Lesen in die Ramashram Bücherei gegangen. Aber du hast kurz nach deiner Ankunft hier Bücher zum Lesen erhalten. Du solltest dir bewusst machen, dass Gott sehr freundlich zu dir war."


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