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Samadhi Yoga

Kapitel 4: Die Kontrolle des Geistes

1. Die Reinigung des Geistes

Physiologen sagen, dass die Organfunktionen durch die Nerven und das Nervensystem kontrolliert werden. Psychologen sagen, dass die Organe etc. durch den Geist kontrolliert werden. Religiös geprägte Menschen sagen, dass die Organe von den herrschenden Engelswesen kontrolliert werden. Vedanta Vertreter sagen, dass die Organe durch den inneren Herrscher, den Antaryamin229, kontrolliert werden. Die Nerven, der Geist, die Sinne und die Engelswesen beziehen diese Macht und dieses Licht vom inneren Herrscher, welcher die Urquelle von allem ist. Dies ist die Wahrheit.

Wenn der Geist rein und frei von Ablenkung ist, nimmt man das Höchste Selbst (Atman) innen und überall sonst wahr. Erkenne Es – den Motor allen Handelns. Selbst ein unendlich höherer Geist  ist doch ein Geist und ist aus dem gleichen Holz wie der des Menschen.

Die eigene Natur und alle Gewohnheiten können gänzlich verändert werden. Versuche, dich täglich in Frömmigkeit sowie spirituellem Frieden und spiritueller Kraft zu verbessern. Wenn du am Körper und an den Gunas (Eigenschaften der Natur) hängst, bleibst du gebunden. Wenn du dich über den Körper und die Gunas erhebst, wirst du Freiheit erlangen.

Intellektuelle Stärke ist physischer Kraft überlegen. Ethische Stärke übertrifft intellektuelle Stärke. Spirituelle Stärke steht höher als ethische.

In Träumen erlebst du eine große Welt in deinem Inneren. Du siehst Berge, Flüsse, Gärten etc. in dir selbst. Der Geist ist gleichzeitig Beobachter und Beobachtetes. Er nimmt die Gestalt eines Pferdes an, eines Wagens, einer Rose, eines Diebes etc.

Es ist sehr schwierig, den Geist eines Menschen zu verstehen, selbst wenn du jahrelang eng mit ihm zusammen bist. Es ist ebenso schwer, den eigenen Geist zu verstehen. Der Geist ist so ein schlimmer Teufel, so ein boshafter Kobold. Mara (ein Dämon) brachte Buddha in Versuchung. Der Satan umgarnte Jesus. Kama (der Liebesgott) störte Shiva als er in tiefer Meditation versunken war. Das Phantom der Lust verdarb die Askese von Visvamitra (einem der alten Rishis, Seher).

Im verzückten Geisteszustand verklingen körperliche und geistige Qualen durch tiefe Ruhe, dem Ursprung der Verzückung. Wenn man den Geist kontrolliert, legen sich die Leiden und Wonne kommt auf. Der Geist von jemandem, der glückselig ist, ist ruhig.

Wenn man eine Körnchen-große Menge Moschus oder Potassium Permanganat in ein sehr großes Wasserbecken gibt, vermischt es sich mit all dem Wasser. Ebenso breitet sich das Geist-Psyche-System im Gehirn aus.

Wahrnehmung durch den begrenzten Geist – Erkenntnis oder Erfahrung – erfolgt nacheinander, nicht gleichzeitig. Umfassende Erkenntnis kann man nur in Nirvikalpa Samadhi haben, wenn Vergangenheit und Zukunft in der Gegenwart verschmelzen. Nur ein Yogi kann simultane Erkenntnis haben. Ein weltlich ausgerichteter Mensch mit einem begrenzten Geist kann nur hintereinander wahrnehmen und erkennen. Zwar können mehrere Dinge gleichzeitig mit den verschiedenen Sinnesorganen in Kontakt kommen, doch verhält sich der Geist wie ein Türsteher, der nur eine Person nach der anderen durch die Tür lässt. Der Geist kann immer nur einen Typ von Wahrnehmung in die mentale Fabrik hineinlassen, um daraus einen wahrgenommenen Gegenstand und ein entsprechendes Konzept zu schmieden.

Wenn der Spiegel schmutzig ist, kannst du dein Gesicht nicht klar erkennen. Wenn der Spiegel wackelt, kannst du dein Gesicht darin auch nicht betrachten. Und wenn ein Schleier über dem Spiegel hängt, kannst du dein Gesicht auch nicht sehen. Genauso, wenn der Geist-Spiegel, der zwischen dir und Brahman (dem Höchsten Selbst) hängt nicht entfernt wird, kannst du dein Höchstes Selbst nicht schauen. Reinige deinen Geist durch die Zerstörung allen Verlangens, durch selbstloses Dienen und Japa. Schalte das Hin-und-Her des Geistes durch Tratak230, Pranayama und Gebet ab. Zerstöre das Avarana (Schleier der Unkenntnis) durch Meditation über das Höchste Selbst. Dann erlangst du Selbsterkenntnis.

Ein hohes moralisches Niveau oder ethische Vollkommenheit sind jedoch nicht das letzte Ziel eines Yogis. Sie sind nur ein Mittel zum Erreichen des Lebenszieles. Sich ethisch weiter zu entwickeln ist schwieriger als intellektuell herauszuragen, denn die Wahrheit kann nur von einem Yogi begriffen werden, der ein reines unbeflecktes Herz hat.

Warum machst du dir viele Gedanken um Upadhesha (spirituelle Unterweisung)? Reinige dich. Zuerst muss der Boden gut bestellt werden. Erlange die moralischen Voraussetzungen wie Brahmacharya, Wahrhaftigkeit etc. dann kommt die Einweihung von selbst.

Sich mit einem unvorbereiteten Geist in Meditation zu üben, der nicht ethischen Grundsätzen folgt,  ist wie wenn man ein Haus auf modrigen Fundamenten erbaut. Man kann das Haus hochziehen, doch es wird mit Sicherheit einstürzen. Du magst jahrelang meditieren und keine greifbaren Resultate erzielen, wenn du kein ethisches Training als Grundlage hast. Deshalb ist geistige Reinheit und gründliche ethische Schulung von größter Wichtigkeit, wenn du im Meditieren und im Samadhi (Überbewusstsein) erfolgreich sein willst. Bevor du dich im Meditieren versuchst, musst du das dazu nötige strenge moralische Leben führen. Du brauchst das nötige rechte Verständnis. Nur dann wird der Erfolg dir sicher sein. Es braucht mehr Zeit, den Geist auf das Meditieren vorzubereiten als für die Übung an sich.

Ein Vedantin (Anhänger des Vedanta) bedarf Chitta Shuddhi (Reinheit des Geistes) bevor er Nididhyasana (tiefe Meditation) beginnt. Ein Pranayama Praktizierender braucht Nadi Shuddhi (Reinheit des Energiesystems) bevor er mit dem eigentlichen Pranayama beginnt.

Warum kümmerst du dich so viel ums Baden? Kümmere dich vermehrt um deine geistige Reinheit. Auch ein Fisch, der 24 Stunden und mehr im Ganges ist, ist nicht rein im tieferen Sinn.

So wie gefärbtes Wasser leicht und einfach ein Stück reinen weißen Stoffs durchdringt, so können auch die Anweisungen eines Weisen nur dann ins Herz des Schülers eindringen und sich darin niederlassen, wenn die Unreinheiten des Geistes beseitigt worden sind. Darum erwartet man von einem Schüler, dass er die Voraussetzungen Viveka (Unterscheidungskraft), Vairagya (Nicht- Anhaften), Sama (Gleichmut), Dama (Sinnesbeherrschung) und Uparathi (Vermeiden von Ablenkung) besitzt, bevor er damit beginnt, sich im Hören der Shrutis (Schriften), in innerer Betrachtung und Meditation zu üben. Disziplinierung und Reinigung des Geistes und der Indriyas (Sinnes- und Handlungsorgane) sind die Grundvoraussetzungen eines Schülers auf dem Pfad der Wahrheit und der Selbsterkenntnis.

Wenn alle Gedanken ausgemerzt wurden, ist nichts übrig, was man noch ‚Geist‘ nennen könnte. Also sind die Gedanken der Geist. Noch einmal zeigt sich, dass es keine Welt unabhängig und außerhalb der Gedanken gibt.

Der Geist ist eine Fessel für die Seele. Reinige den Geist durch Japa, Kirtana und selbstloses Dienen. Halte den Geist durch regelmäßiges Meditieren auf den höchsten Atman gerichtet. Er wird so seine beschränkende und bindende Kraft verlieren und du wirst Selbsterkenntnis und Befreiung erlangen.

Der Mensch bekommt eine gewisse geistige Reinheit zum Teil als Ergebnis angesammelter Tugenden aus vielen Vorleben. Er erreicht eine gewisse Kontrolle über den Geist. Er lebt selbstlos. Sein Herz füllt sich mit Mitgefühl und reiner Liebe. Er teilt was er hat mit anderen. Es bereitet ihm große Freude, anderen zu dienen. Egoismus und Arroganz verschwinden langsam. Unterscheidung zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit und Gleichmut gegenüber dem Genuss äußerer Dinge steigen in ihm auf. Er geht auf einen Guru zu und beginnt zu seinen Füßen die Upanishaden (philosophischer Teil der Veden) zu studieren. Er dient ihm mit ganzem Herzen. Er sinnt und meditiert über die Bedeutung des tattvamasi ("Das bist du" - eines der vier beseutenden Mahavakyas) und erreicht schließlich Selbsterkenntnis.

Mit Seife und Wasser kann man den Geist nicht waschen, um seine Unreinheiten loszuwerden, doch wenn man das Verlangen und das Verhaftetsein austilgt wird der Geist von selbst rein werden.

Ein Mensch erlangt Reinheit im Geist, indem er täglich seinen in den Shastras (Schriften)  vorgeschriebenen Pflichten nachgeht ohne Belohnung zu erwarten. Die geistige Reinheit entwickelt Leidenschaftslosigkeit. Der Mensch erkennt die Unvollkommenheit der äußeren Dinge des weltlichen Daseins. Er bekommt eine tiefe Sehnsucht nach Befreiung aus dem Rad von Tod und Geburt. Er sitzt zu den Lotosfüßen eines Gurus und studiert die Upanishaden, er sinnt und meditiert über die Bedeutung des tattvamasi und erreicht Selbsterkenntnis, die Avidya (spirituelle Unwissenheit) und ihre Wirkungen zerstört.

Wenn man einen Teller nicht täglich reinigt, verliert er seinen Glanz. Genauso ist es mit dem Geist. Der Geist wird unrein, wenn er nicht durch regelmäßiges Meditieren sauber gehalten wird. Meditation entfernt die Schlacken des Geistes auf wirksame Art. Darum meditiere regelmäßig zur frühen Morgenstunde.

Wenn man reine Nahrung zu sich nimmt, bekommt man einen reinen Geist. Der Geist bildet sich aus der feinstofflichen Substanz der Nahrung. Wenn der Geist rein ist, gedenkt man Gottes. Wenn man Gott stets im Bewusstsein hält, werden die Knoten im Herzen, nämlich Avidya, Kama (Verlangen), Karma (Handlung) zerrissen. Man erlangt Moksha.

Übe dich in Selbstbeherrschung. Entwickle die edlen Tugenden des Herzens. Bringe die Launen des Geistes zum Stillstand. Bündle die zerstreuten Strahlen des Geistes. Übe dich regelmäßig in Konzentration. All deine verborgenen Kräfte werden schon bald an den Tag treten. Du kannst dann ohne die physischen Augen sehen. Du kannst ohne die physischen Ohren hören. Du kannst durch den Geist selbst direkt hören und sehen.

Spüre in dir die Kraft des Willens. Wille vermag alles. Durch Willenskraft kannst du den Geist und die Sinne an die Leine nehmen und Wunder vollbringen. Den Willen musst du Stück für Stück entwickeln. Je reiner und selbstloser du wirst, desto mehr Willenskraft entwickelst du.

Wenn du tief in Meditation oder Samadhi eintreten möchtest, muss dein Herz rein sein. Wenn du ein reines Herz hast, kommen Meditation und Samadhi von selbst. Ein reiner Geist, ein fokussiertes Bewusstsein, bewegt sich von alleine auf Atman, auf Gott zu. Viele Schüler ziehen sich zum Meditieren in die Einsamkeit zurück ohne ihr Herz gereinigt zu haben. Mit derartigen Versuchen erlangen sie keine Erfolge. Wenn du Gott auf den Thron deines Herzens setzen möchtest, musst du alle negativen Vrittis (Bewegungen des Geistes) ausmerzen. Was machst du, wenn du eine hochgestellte Persönlichkeit zu Hause erwartest? Du hältst den Hof sauber und entfernst alles Unkraut und allen Müll. Du machst alle Zimmer sauber und legst schöne Teppiche aus. In ähnlicher Weise muss aller Schrott des Geistes entfernt werden, wenn du mit Gott Kommunion halten möchtest, wenn du das Verlangen hast, wahrhaft Gott anzurufen, damit Er Platz in deinem Herzen nimmt.

Es dauert lange, das Herz zu reinigen. Genauso wie sich alle möglichen Arten von Staub und Schmutz unter dem Teppich verstecken, halten die verschiedenen Ecken des Geistes allerlei Unreines verborgen. Wenn man einen Raum sauber macht, der sechs Monate lang verschlossen war, kommt unterschiedlicher Schmutz zutage. Genauso kommen verschiedene Arten Unreinheiten unter dem Druck des Yoga zum Vorschein, wenn man spirituelles Sadhana, aufmerksame Innenschau sowie Selbstanalyse übt, und wenn man ein echtes spirituelles Tagebuch führt. Es kann sein, dass du fälschlicherweise glaubst, schon ein Jivanmukta (lebendig Befreiter) geworden zu sein. Das sind alles nur Täuschungen des Geistes.

Es ist schrecklich, Geschichten von gewissen Schülern und Sadhus (Wandermönch) zu hören, die als Jivanmuktas auftreten. Sie betrügen sich selbst indem sie andere betrügen. Sie üben etwas Japa und meditieren ein wenig am Morgen, lesen die Gita, die Upanishaden, das Bhagavata und das Ramayana. Sie leben zurückgezogen. Sie nehmen nur eine Mahlzeit am Tag zu sich. Sie halten das Schweigegelübde und fasten an Ekadasi (Voll- und Neumond). Sie tragen Malas (Gebetsketten) um den Hals. Wenn man ihr Benehmen genau beobachtet, stellt man etwas Sonderbares fest: gibst du ihnen ein paar Münzen, damit sie sich etwas Nützliches auf dem Basar kaufen können, geben sie einen Teil davon für ein Päckchen Tee oder eine Schachtel Zigaretten aus. So eine Schande!

2. Die Kontrolle der Indriyas

Der Jiva (individuelle Seele) sitzt auf dem fantastischen Wagen des Geistes, fährt in Sekundenschnelle durch das Tor der Ohren hinaus und genießt die verschiedenartige Musik der Welt. Er hält die Zügel der Sinnesreize in den Händen, kommt ins Reich der Berührung durch die Pforten der Haut und lässt  sich alle möglichen weichen Gegenstände gefallen. Er wandert in den Hügeln der schönen Formen umher und erfreut sich an ihnen durch die Fenster der Augen. Er betritt die Höhle des Schmeckens über die Allee der Zunge und genießt Leckerbissen, schmackhafte Gerichte und erfrischende Getränke. Er dringt über die Türen seiner Nase in den Wald der Gerüche ein und vergnügt sich nach Herzenslust darin.

Die Ohren vernehmen Klang durch die Intelligenz des Atman (Höheres Selbst). Die Augen schauen Dinge durch die Intelligenz des Atman. Die Zunge schmeckt Dinge durch die Intelligenz  des Atman. Atman ist der Leiter der fünf Sinne. Atman ist das Ohr der Ohren, das Auge der Augen, die Zunge der Zungen. Atman ist der mächtige Herrscher. Wenn du den verborgenen allmächtigen, allwissenden Kommandanten kennst, wenn du diesen Atman durch intuitive Wahrnehmung infolge des Meditierens erfährst, wirst du den Ozean des Samsara überqueren und Unsterblichkeit, unendliche Freude und ewigen Frieden erlangen.

Ein wirklicher Kontakt der Dinge mit den Augen und Ohren ist nicht vonnöten, um zu sehen und zu hören. Doch im Falle der Zunge und der Haut braucht es direkten Kontakt mit den Dingen um zu schmecken und zu fühlen. Die Sinne können nichts aus eigenen Stücken heraus. Es ist der Geist, der sie zum Handeln anspornt.

Durch die Yogapraktik kann man die Fähigkeit erlangen, ohne die Hilfe der äußeren Sinne zu sehen, zu hören und zu erkennen. Ein Yogi kann tatsächlich die dynamischen und positiven Wirkungen auf Geist und Körper durch sein inneres Auge visualisieren.

Die fünf Sinnesorgane sind wie die fünf Frauen eines Chinesen. So wie die Ehefrauen ihren Mann in verschiedene Richtungen zerren, so ziehen die fünf Sinne den leidenschaftlichen Jiva in fünf verschiedene Richtungen. Die Zunge zieht ihn ins Gasthaus und sagt: „Gib mir Süßigkeiten und leckeres Essen.“ Die Ohren und Augen sagen: „Geh mit mir ins Kino. Lass uns schöne Musik lauschen und wunderschöne Formen ansehen.“ Die Nase sagt: „Gib mir schöne Düfte.“ Die Haut sagt: „Lass mich in den Genuss von weicher Seide und Kissen kommen“. Der hilflose Jiva wird hin und hergeschüttelt und wird rastlos. Doch ein Yogi, der diese spitzbübischen Sinne unter seine Kontrolle gebracht hat, bleibt stets friedvoll und glücklich. Entwickle Leidenschaftslosigkeit und Unterscheidungskraft. Übe Pratyahara (Zurückziehen der Sinne) und Dama (Selbstbeherrschung). Die stürmischen Indriyas kommen dann unter deine Kontrolle.

Die Sonne geht nie auf oder unter. Es ist nur die Rotation der Erde um ihre eigene Achse, die die Sonne scheinbar auf- und untergehen lässt. Maya täuscht. Vertraue den Indriyas nicht. Sie täuschen und versuchen einen. Der eine Jnana Surya (Sonne der Erkenntnis) geht auch nie auf und unter, nimmt niemals zu oder ab. Erkenne die Herrlichkeit dieses Atman indem du die Augen schließt, die Indriyas zurückziehst und tief in Meditation versinkst.

Die Hand ist nicht nur ein Karmendriya213. Sie ist auch zum Teil ein Jnanendriya212, da sie eine wichtige Rolle beim Fühlen spielt.
Obwohl das Auge ein Jnana Indriya ist sollte man es besser ebenso als ein Karma Indriya betrachten. Wenn man einen lüsternen Blick hat, bewirken die Augen in der Tat ein schlechtes Karma.

Durch die Augen siehst du die Dinge dieses Universums (außen). Das ist eine ihrer Funktionen. Die Augen sprechen den Zustand des Geistes aus (innen). Das ist eine weitere Funktion.

Dasselbe gilt für Upastha Indriya (das Geschlechtssorgan) der ebenfalls ein Karmendriya ist: Bis zu einem gewissen Grad dient es dem Jnanaendriya. Er ist ein Instrument, das durch sexuelle Wonne gefühlt und erfahren wird.

Es gibt nichts Mächtigeres als Tapas (Askese), um die turbulenten Indriyas zu zügeln. Die Indriyas zu kontrollieren ist wie Gott Weihrauch darzubringen. Dharana (Konzentration) ist wie vor Gott Licht zu schwenken. Dhyana (Meditation) ist gleich dem Darbringen von Blumen. Samadhi ist Naivedya (Speiseopfergabe)231.

Ein Hirsch wird durch den Klang in die Falle gelockt, ein Elefant durch Berührung, eine Fliege durch Form, ein Fisch durch Geschmack, eine Biene durch Geruch. Wenn die Macht eines einzigen Indriyas derartig groß ist, was soll man dann über die geballte Wirkung der fünf Indriyas auf den Menschen sagen?

So wie ein Wagenlenker unruhige Pferde mit den Zügeln zurückhält, musst auch du die ruhelosen Indriyas (die Pferde) mit den Zügeln Viveka und Vairagya im Zaum halten. Nur dann wirst du eine sichere Fahrt zumAtmanhaben – zum wunderbaren Wohnort von Frieden und wahrer Freude.
Wie schwierig ist es, allein schon einen Hausdiener zu kontrollieren? Um wie vieles schwieriger ist es dann, die fünf Indriyas zu beherrschen? Ein Jitendriya232 ist ein gewaltiger Machthaber auf dieser Erde. Die Wonne eines Indra oder Chakravarthy ist nichts im Vergleich zu der Wonne eines Jitendriya Yogis. Meine stille Bewunderung gilt einem solchen Yogi.

Es gibt auf der Erde keinen mächtigeren Herrscher als einen Jitendriya Yogi der absolute Kontrolle über seine Indriyas hat.

Liebe und gib. Du wirst advaitische (nicht-duale) Einheit erfahren. Gib und vergib. Bald wirst du Göttlichkeit erlangen. Genauso wie du jede Vritti (Gedanken) beobachtest, so achte auch auf jedes Wort, das aus deinem Mund kommt. Ayam Atma Shanta – Dieser Atman ist Stille. Die beste Vorstellung von Gott ist „Stille“. Darum lerne still zu sein. Stelle den Geist ruhig, mache ihn regungslos, gedankenlos und wunschlos. Das ist wahre „Stille“.

Ich wiederhole diesen Punkt noch einmal. Traue den Sinnen nicht. Sie sind deine Feinde. Sie täuschen dich an jeder Ecke. Sie sind gewandte Trickbetrüger. Erlange Viveka (Unterscheidungskraft). Steigere Brahman-Vichara (das philosophische Hinterfragen). Suche die Gesellschaft von Sannyasins (Entsagten) und weisen Menschen. Entwickle Vairagya.

Ahara‘ heisst wörtlich Nahrung. Das ist die wortwörtliche Bedeutung. In einem weiteren Sinne heißt es ‚das was mit dem entsprechenden Indriya erfasst wird‘. Alle Indriyas sollten mit reinem Stoff gefüttert werden. Nur dann erreicht der Geist fokussiertes Bewusstsein. Nur dann wird er rein. Nur dann kannst du Selbsterkenntnis erlangen. Die Augen sollten das Bild deines Ishtar233 oder  andere heilige Gegenstände zu sehen bekommen. Die Ohren sollten die Upanishaden, das Ramayana oder das "Bhagavata Purana" hören. Die Zunge sollte von Dingen sprechen, die mit Gott zu tun haben. Dies ist reiner Stoff, reine Nahrung für die Indriyas.

Oh Suchende! Nehmt Zuflucht in eurem eigenen Selbst, der unsterblichen Seele. Seid standfest in eurem Entschluss. Geht den Pfad der Wahrheit und der Rechtschaffenheit. Beobachtet euren Geist mit größter Vorsicht. Seid wachsam und sorgfältig. Zähmt die wilden Indriyas. Bändigt die Zunge und die Geschlechtsorgane. Dann überquert ihr den Ozean des Samsara und erlangt Unsterblichkeit, ewigen Frieden und Freude.

Wenn man ein Buch bindet sticht die Nadel sehr schnell durch all die Seiten234. Doch die Nadel ist eigentlich sehr langsam durch ein Blatt nach dem anderen geglitten, auch wenn die Zeit dafür sehr kurz war. Genauso verhält es sich, wenn man hört, sieht und riecht. Die Aktivität der Indriyas in ein und demselben Augenblick ist derart schnell, dass es dir vorkommt als geschehen Riechen, Hören und Sehen gleichzeitig. Erfahrung ist das Ergebnis der Verbindung zwischen Geist und Indriyas, und darum erleben wir eine gleichzeitige Erfahrung der Eindrücke, die wir durch die verschiedenen Sinnesorgane empfangen. Im Alltag kannst du Menschen sagen hören: „Ich war geistig ganz woanders. Ich habe das nicht gesehen.“ Diese Unmöglichkeit einer gleichzeitigen Erfahrung durch verschiedene Sinneskanäle ist ein Zeichen für die Existenz des Geistes.

Eine wahre Schande ist die Zunge, dieser Taugenichts, wenn sie nicht den Namen Gottes wiederholt, am Abend Kirtan singt und Seine Stotras235nicht rezitiert. Schneide dir die Zunge heraus wenn sie dir nicht gehorcht. Augen, die keine Mahatmas zu sehen bekamen oder den Flötenspieler aus Brindavan (Krishnastatue), sind Sünder. Was nützt einem der physische Körper, wenn man ihn nicht in den Dienst eines Gurus stellt? Man kann ihn lebendig in Stück schneiden und den Geiern vorwerfen, wenn er sich weigert, seinem Lehrer zu gehorchen. Wozu brauchst du deine Ohren, wenn sie nicht göttliche Lieder und Geschichten hören können? Wenn deine Ohren deinen Weisungen nicht gehorchen stopfe sie zu mit geschmolzenem Blei.

Prana (Lebensenergie) ist am ältesten, denn er beginnt sein Wirken mit dem Augenblick der Empfängnis. Die Organe für das Hören etc. nehmen hingegen ihre Funktion erst auf, wenn ihre entsprechenden Behausungen, d.h. die Ohren etc. ausgebildet sind. Prana wird in den Upanishaden Jyeshta Sreshta (ältester und bester) genannt. Er ist der beste, weil er im Kampf zwischen dem Geist und den Organen den Sieg errang. Der Geist und die Organe bezeugten einstimmig: „Oh Prana, so soll es uns unmöglich sein ohne dich zu leben. Ruhm dir. Nun bleibe im Körper. Verlasse ihn nicht. Wir wollen dir dienen. Wir erkennen deine Überlegenheit gebührend an.“ Prana wirkt, selbst wenn der Geist während des Tiefschlafes abwesend ist.

Hinter all dem Lärm, hinter den brausenden Geräuschen dieser Welt, ist tiefe Stille. Diese tiefe Stille ist Brahman (Höchstes Selbst). Wenn du deine Aufmerksamkeit abziehst, gibt es kein Geräusch mehr. Klang ist auch nur eine geistige Kreation. Wenn der Geist mit dem Hörorgan verbunden ist, dann gibt es Klang. Wenn das Ohr dem Geräusch abgewandt ist oder wenn der Geist nicht mit dem Ohr verbunden ist, gibt es keinen Klang. Klang ist ein Kunststreich von Geist und Ohr. Ebenso Farbe. Ebenso Form.

Der Geist wird allgemein von strahlendem Licht, Schönheit, Intelligenz, verschiedenen Farben und angenehmem Klang angezogen. Lass dich von diesen kläglichen Dingen nicht in die Irre führen. Frage dich im Inneren: Was ist das Adhishthana, der Hintergrund, für all diese Dinge? Es gibt eine Essenz hinter dem Geist und hinter allen Dingen dieses scheinbaren Universums der Sinne. Diese Essenz ist Fülle (Paripurna) und genügt sich selbst. Diese Essenz ist das Brahman der Upanishaden. Diese Essenz, das bist du in Wahrheit, „Tat Tvam Asi“, mein lieber Leser!

3. Die Zunge (das Sprechorgan)

Die Zunge ist ein zweischneidiges Schwert. Sie ist das mächtigste Indriya. Wenn sie unter Kontrolle ist können alle anderen Indriyas sehr leicht beherrscht werden. Sie ist ein Freund des Geschlechtsorgans. Sobald der Magen mit leckerem Essen gefüllt ist, regt sich das Geschlechtsorgan. Der Mensch beginnt, lustvollen Gedanken nachzugehen. Beide Organe entstammen derselben Quelle, dem Apas (Wasser)-Tanmatra (feinstoffliches Element), die Zunge aus dem sattvigen Teil, das Geschlechtsorgan aus dem rajasigen Teil. Die Zunge ist ein Organ des Wissens (Jnana Indriya). Das Geschlechtsorgan ist ein Organ der Tat (Karma Indriya). Die Zunge hat zwei Funktionen: Essen und Sprechen. Darum ist sie ein zweischneidiges Schwert.

Wenn du die Augen kontrollierst, wenn du ihnen nicht erlaubst auf schöne Formen zuzurennen, kontrollierst du die anderen Sinne damit nicht; wenn du aber fastest und die Zunge kontrollierst, indem du ihr alle wohlschmeckenden Dinge entziehst, werden all die anderen Indriyas auch kontrolliert, denn die Zunge mästet alle anderen Sinne. Wenn man die Zunge kontrolliert, werden automatisch alle Sinne kontrolliert. Die Zunge ist der stürmischste und mächtigste aller Sinne.

Sprechen und Geist sind wie Mann und Frau. So wie einer dem anderen folgt, so folgt das Sprechen stets dem Geist. Der Geist gibt Anordnungen und die Sprache drückt ergeben die Wünsche des Geistes aus.

Worte besitzen ungeheure Kraft. Mit Worten kannst du andere ermutigen und aufbauen. Mit Worten kannst du anderen die größte Freude schenken. Mit Worten kannst du andere ruinieren oder sie verärgern. Ein Meister gibt mit Worten sein Wissen an seine Schüler weiter. Eine Mutter erzieht ihre Kinder mit Worten. Ein Redner fesselt sein Publikum mit seinen Worten. Das Wort ist die Verkörperung von Brahman, Gott. Wähle deine Worte mit Sorgfalt.

Benutze angenehme Worte und erobere so die Herzen. Benutze nie grobe Worte. Erkenne und verstehe die Kraft der Worte und werde weise.

Man muss sparsam mit seinen Worten sein, wenn man wirklich rasch zu Erfolg beim Meditieren kommen will. Sprich immer liebevolle Worte. Sage um jeden Preis die Wahrheit. Sprich keine rauen oder unangemessenen Worte, die darauf angelegt sind, die Gefühle eines anderen zu verletzen. Wäge deine Worte ab bevor du sprichst. Sprich nur wenig. Diese Sparsamkeit im Reden, Vak Tapas, bewahrt deine Energie und gibt dir geistigen Frieden und innere Stärke.

Harte Worte zu benutzen, Unwahrheiten zu sagen, schlecht über andere zu sprechen und unnützes Getratsche, das sind die vier schlechten Handlungen der Zunge.

Wenn du deine Zunge im Zaum hältst, bist du sicher. Dann hast du Frieden.

Bevor du sprichst überlege gut, welche Wirkung jedes Wort, das du sagst auf die Gefühle der anderen haben wird. Wenn Worte die Gefühle eines anderen verletzen können, vermeide sie. Bringe sie nicht zum Ausdruck.

Das Sprechorgan erzeugt eine Menge Ablenkung, Ashanti (Störung des Friedens) und allerlei Streit. Es ist, wie die Zunge, ein unruhiges Indriya. Die Leute sagen im allgemeinen wahllos, was ihnen in den Sinn kommt, ohne vorher nachzudenken oder Achtsamkeit walten zu lassen. Sie witzeln und scherzen auf Kosten anderer. Am Ende kämpfen sie miteinander wegen nichts, alles nur wegen ein paar Wortspielereien. Vak236 Indriya (das Sprechorgan) und Jihva237 Indriya (das Geschmacksorgan) sind die zwei am schwersten zu kontrollierenden Indriyas.

Wiege jedes Wort auf der geistigen Waage bevor es herauskommt. Jedes Wort ist erfüllt von Shakti, Kraft. Ein Mensch, der die Fähigkeit besitzt, seine Worte abzuwägen, bevor er sie ausdrückt, hat großen Frieden im Geist. All seine Worte sind mächtig. Sie haben auf ihre Zuhörer eine außerordentliche Wirkung.

Das Sprechen zu kontrollieren ist genauso wichtig wie das Denken zu beherrschen. Benutze wohl überlegt Worte, wenn du schreibst und sprichst

Wenn du diese zwei kleinen Hürden nicht meistern kannst, wenn du also die Zunge und das Geschlechtsorgan nicht kontrollieren kannst, wie willst du da diesen riesigen Ozean des Samsara überwinden können? Kontrolliere als erstes die Zunge. Dann wirst du letzteres ganz leicht in den Griff bekommen.

Wer den Geschmackssinn unter Kontrolle gebracht hat, kann die anderen Organe ganz leicht beherrschen. die Zunge ist dein größter Feind. Darum beginne jetzt, da du jung bist, damit, die Zunge zu bändigen. Wenn du alt geworden bist, wirst du nicht mehr genügend Kraft haben, die Indriyas zu zügeln. Die Zunge dient in erster linie als Jnanendriya (Wahrnehmungs- organ), doch weil sie einen wichtigen Anteil am Sprechen hat, ist sie in gewissem Maße auch ein Karmendriya (Handlungsorgan, das Karma verursach

4. Mouna (Schweigegelübde)

Schweigen ist ein sicheres Mittel, Frieden zu erlangen. Es wird dir Kraft geben. Du wirst die Emotionen, Impulse und den Ärger kontrollieren können.
Während Mouna (Schweigen) kann man sehr gut Innenschau halten und sich selbst analysieren. Man kann seine Gedanken beobachten. Man kann den Geist verstehen und wie er funktioniert. Man kann mit verfolgen, wie der Geist binnen einer Sekunde vom Einen zum Nächsten fliegt. Du wirst enormen Nutzen aus Mouna ziehen. Wahres Mouna ist Stille des Geistes. Physisches Mouna führt einen schließlich zu dieser Stille des Geistes. Übe während dem Schweigen viel Japa.

Mouna ist für einen weltlich orientierten Menschen gleichbedeutend mit Tod. Für einen Asketen ist er Leben. Für einen weltlich orientierten Menschen ist Sprechen Leben. Für einen Asketen ist es Tod. Ein Asket und ein weltlich orientierter Mensch bewegen sich auf zwei entgegengesetzte Pole zu.

Übe Mouna beim Essen. Beginne damit noch am selben Tag an dem du diese Anweisung liest. Es hat viele Vorteile. Praktiziere und spüre nach. Du entwickelst damit Willenskraft und erlangst geistigen Frieden.

Schweige zwei Stunden pro Tag, an Sonntagen sechs Stunden und einmal pro Monat vierundzwanzig Stunden lang. Praktiziere dabei intensiv Japa; bleibe offen für spirituelle Einkehr. Verlasse dein Zimmer nicht. Triff keine Verabredungen.

In Zeiten von Krankheit schenkt Mouna großen geistigen Frieden. Es dämmt auch geistige Gereiztheit ein. Mit belanglosem Gerede verschwendet man Energie. Mouna bewahrt diese Energie und lässt einen viel mentale und physische Arbeit bewältigen. Man kann viel meditieren. Durch das Praktizieren von Mouna wird die Energie für das Sprechen langsam in Ojas, in spirituelle Energie umgewandelt und erhöht. Mouna übt einen wunderbar beruhigenden Einfluss auf das Gehirn und die Nerven aus.

Du kannst das Schweigen lange Zeit praktizieren, solltest du es jedoch als schwierig empfinden, brich es sofort ab. Versuche dann lieber ein Mensch zu werden, der seine Worte abwägt. Das ist an sich schon Mouna. Sechs Monate lang übermäßig zu reden und dann sechs Monate lang Mouna zu praktizieren bringt überhaupt nichts. Das Sanskrit-Studium macht manche Menschen sehr redsam und bewegt sie dazu, sich mit anderen in unnötige Diskussionen einzulassen, um ihre Gelehrtheit zu zeigen. Pedanterie und eitle Zurschaustellung von Gelerntem sind eine besondere Eigenschaft einiger Sanskrit Gelehrter. Wieviel Energie mit solchem Geschwätz vergeudet wird! Welch großen Vorteil kann man haben, wenn man diese Energie bewahrt und für spirituelle Einkehr verwendet. Man kann so Himmel und Erde bewegen.

Manche werden sehr redselig, wenn ihr Mouna vorbei ist. Wer sich an regelmäßige Praxis von Mouna gewöhnt hat, sollte versuchen auch danach nur wenig zu sprechen. Beständige Kontrolle des Sprachorgans ist nötig. Vak Indriya ist ein schwieriges und mächtiges Organ. Es würde auf dieser Welt großen Frieden geben, wenn alle nur wenig redeten und Mouna praktizierten.

Langes Mouna ist nicht nötig. Einem starrköpfigen, unentwickelten Schüler fügt ausgedehntes Mouna Schaden zu. Praktiziere Mouna einen Monat lang, unterbrich es dann und nimm es später wieder auf. Mache Mouna nicht über lange Zeiträume hinweg. Einige Tage oder zwei Monate Schweigen sind für Schüler von großer Hilfe, um die zum Sprechen benutzten Organe und den Geist zu kontrollieren. Riesige Energiemengen können so bewahrt werden. Man empfindet ebenso einen großen Fried

5. Die Eroberung des Geistes

Die äußere objektive Welt ist die Welt der Dinge. Die innere subjektive Welt ist die Welt der durch den Geist erzeugten Bilder. Raga Dvesha (Vorlieben und Abneigungen, Anziehung und Abstoßung) existieren nicht in den äußeren Dingen. Sie leben im Geist und den inneren Bildern. Bremse den in der objektiven Welt herumstreunenden Geist mit Trataka, Japa, Upasana und Pranayama. In der subjektiven Welt führe Krieg gegen den Bilder-erzeugenden Geist, entweder mit der Methode des Raja Yoga, des Chitta-Vritti-Nirodha238 (Abschalten aller geistigen Bewegung) oder mit der Methode der Selbstanalyse und Selbstprüfung der Jnana Yogins. Der in der objektiven Welt herumwandernde Geist ist der wahrnehmende Teil des Geistes; der kreative Geist ist der denkende, der Gedanken erzeugende Teil des Geistes.

Manche westliche Psychologen meinen: „Ein ziellos herumwandernder Geist kann durch Konzentrationsübungen nur dazu gebracht werden, sich in einem kleinen, abgesteckten Kreis zu bewegen. Man kann ihn nicht gänzlich auf einen einzigen Punkt fixieren. Wenn man ihn auf einen einzigen Punkt fixiert, hemmt man den Geist komplett. Das bedeutet den Tod für den Geist. Durch völlige Fixierung des Geistes ist nichts zu erreichen. Es macht darum keinen Sinn, den Geist gänzlich einzuschränken.“ Das stimmt nicht. Völlige Kontrolle des Geistes kann man erzielen, wenn alle Gedankenwellen gründlich vernichtet wurden. Ein Yogi wirkt Wunder mit der Hilfe eines fokussierten Geistes. Er erfährt die versteckten Schätze der Seele mit Hilfe des Lichtstrahls, den ein auf einen einzigen Punkt ausgerichteter Geist hervorbringt. Wenn Ekagrata (Einpünktigkeit), einmal erreicht ist, muss Nirodha, völliger Rückzug erreicht werden. In diesem Zustand legen sich alle Bewegungen zur Gänze. Der Geist wird leer. Dann zerstört der Yogi auch diese leere Vritti (Bewegung)und wird eins mit dem Purusha (der höchsten Seele, dem höchsten Bewusstsein), von dem der Geist sein Licht bezieht. Dann erlangt er Allwissenheit und erreicht Kaivalya (Freiheit). Von diesen Dingen wissen westliche Psychologen nichts. Darum stochern sie im Dunkeln. Sie kennen nicht den  Purusha, den stillen Zeugen, der die Aktivitäten des Geistes beobachtet.

Kooperiere nicht mit dem Geist auf seinen üblen Streifzügen. Der Geist wird Stück für Stück unter deine Kontrolle kommen.



Das ist die Methode, mit dem Geist nicht zu kooperieren. Die Nicht-Zusammenarbeit mit dem Geist ist ein Schwimmen gegen die sinnlichen Strömungen. Schrittweise wird der Geist ausgedünnt. Er wird dein gehorsamer Diener. Du erlangst Herrschaft über den Geist.

Ein Mensch mit Selbstkontrolle bewegt sich zwischen den sinnlichen Dingen mit Zurückhaltung, ist frei von den Kräften der Anziehung und Abstoßung und erlangt Frieden. Der Geist und die Sinne besitzen von Natur aus die zwei Strömungen: Anziehung und Abstoßung. Darum mögen der Geist und die Sinne gewisse Dinge, und lehnen andere ab. Doch ein Mensch mit Disziplin bewegt sich zwischen den Sinnesobjekten mit einem Geist und mit Sinnen, die frei von Anziehung und Abstoßung sind, die durch das Selbst beherrscht werden und erlangt so den Frieden des Ewigen. Ein diszipliniertes Selbst hat einen sehr starken Willen. Darum gehorchen die Sinne und der Geist diesem starken Willen. Ein diszipliniertes Selbst nimmt sich nur die Dinge, die für das Überleben des Körpers unabdingbar sind, ohne Vorliebe, ohne Abneigung. Es nimmt sich etwas, was die Schriften verbieten.

So wie ein ganz klein wenig Öl noch an den Seiten eines Topfes klebt, selbst nachdem er gründlich geleert wurde, verstecken sich noch ein paar feine Sehnsüchte in den Ecken des Geistes, auch wenn du dein Allerbestes gibst, sie zu zerstören. Diese subtilen Wünsche sollten ebenso durch Unterscheidung und durch Vichara (Hinterfragen) ausgemerzt werden. Nur dann kannst du in tiefe Meditation und in Samadhi versinken.

Man kann einen Diamanten mit einem Haar durchbohren. Man kann einen wütenden Elefanten mit einem feinen Seidentuch anbinden. Man kann die Sonne scheinen lassen, wenn das eigene Kind spielen will. Man kann die Flamme des Feuers nach unten brennen lassen. Doch den Geist zu kontrollieren ist schwierig!

Man kann sogar eine Kobra als Schmuck um den Hals tragen. Man kann auf die andere Seite des Ozeans springen. Man kann aus einem Stein Öl pressen. Man kann ein Seil aus Sand flechten. Doch den Geist zu kontrollieren ist sehr schwierig!

Der Samen dieses Körpers ist der Geist. Für den Geist gibt es zwei Samen, die Schwingung des Prana und Vasana (subtile Samen der Wünsche). Wenn man Prana kontrolliert, kann man den Geist kontrollieren. Wenn man durch Unterscheidung, Vichara, Leidenschaftslosigkeit und Meditation die Vasanas ausmerzt, wird der Geist überwunden.

Geist und das Prana bedingen sich gegenseitig. Prana ist der Mantel bzw. das Gefährt für den Geist. Wo Prana ist, ist Geist und umgekehrt. Wenn du tief über eine Sache nachdenkst, egal was, verlangsamt sich der Atem. Wenn man an Erstickung leidet, kommt der Geist zum Stillstehen. Der Geist ist der Fahrer. Prana ist das Pferd und der Körper ist der Wagen. Prana schwingt und setzt den Geist in Bewegung. Der Geist denkt, wenn Prana sich bewegt. Wenn Prana den Körper verlässt, hören alle Körperfunktionen auf. Dann liegt der Körper am Boden wie ein Stück Holz. Die Trennung von Prana und Körper nennt man im allgemeinen Sprachgebrauch Tod. Die Kontrolle von Pranas führt zur Kontrolle des Geistes und umgekehrt.

Versuche den Geist nicht durch brutale Methoden unter Kontrolle zu bekommen. Manchmal muss man den Geist mit süßen Worten bewegen, so wie man ein Kind mit lieben Worten und Süßigkeiten dazu bekommt, etwas zu tun. So wie ein wütender Elefant nur durch die Rute kontrolliert werden kann, kann auch der Geist durch effiziente Mittel wie entschlossene Entsagung, Kontakt zu Weisen und steter Meditation unterworfen werden.

Wenn du einem Vogel beide Flügel stutzt, fliegt er nicht mehr. Er plumpst herab. Und doch flattert er noch ab und zu hierhin und dahin. Nach einer Weile wird er absolut still. Genauso wird der Geist absolut ruhig und frei von Gedanken werden, wenn du seine beiden Flügel stutzt.  Was sind seine beiden Flügel? Er denkt an die Vergangenheit. Das ist der eine Flügel. Die Erinnerung an Vergnügen erfüllt den Geist durch die Kraft der Samskaras (Eindrücke). Dann hängst du an diesen angenehmen Dingen. Dann organisierst du und planst du, wie du diese Dinge bekommen kannst. Dann führst du deinen Plan aus. Während der Durchführung bist du einigen durch die Emotion ‚Raga‘ (Liebe) positiv gegenüber eingestellt, andere lehnst du Kraft der Emotion ‚Dvesha‘ (Abneigung) ab. Als Resultat von guten und schlechten Taten erlangst du Freude und Leid. So dreht sich das Rad des Samsara mit den sechs Speichen von Raga und Dvesha (Mögen und Nichtmögen), Sukha und Duhkha (Vergnügen und Leid), Papa und Punya (Sünde und Verdienst), endlos herum. Diese stete Bewegung stört weltlich ausgerichtete, gedankenlose Menschen reichlich wenig. Sie sind froh, wenn sie ein paar Kekse, Brot, Marmelade und ein bißchen Geld bekommen. Einen Yogi stört es aber und er versucht sein Bestes, um diesen geistigen Strom anzuhalten.

Der zweite Flügel des Geist-Vogels ist das Planen der Zukunft. Schmiede keine Pläne für die Zukunft. Sei frei wie ein Vogel und wie die Luft. Beobachte die Vrittis. Zermalme ihre Knospen. Erfülle dir nicht deine Sehnsüchte. Das ist das große Geheimnis. Verwirf sie. Verlangen ist Brennstoff für den Geist. Gedanken sind Feuer. Das Feuer (die Gedanken) werden durch den Brennstoff (Verlangen) am Leben gehalten. Gedanken und Verlangen existieren zusammen. Führst du keinen Brennstoff zu (Verlangen), geht das Feuer der Gedanken langsam aus. Dann tritt Manonasha (die Auflösung des Geistes) ein. Der Geist geht in Brahman auf. Der Geist schmilzt in Brahman, in die Stille, wie eine aus Salz geformte Puppe sich auflöst, wenn sie im Wasser schwimmt. Der Geist erfährt Laya (Auflösung) in Brahman.

Nur wenn du hoffst, wirst du Enttäuschungen erleben. Deine Pflicht ist, zu handeln. Kümmere dich nicht um die Ergebnisse oder Früchte. Arbeite mit Samabuddhi (gleichmütigem Geist). Übe dich in Samabuddhitva (Gleichmut). Sei erhaben über Erfolg und Misserfolg. Nur so wirst du immer erfolgreich sein. Niederlagen sind einfach nur Stufen zu gewaltigem Erfolg. Pflege keine Hoffnungen, keine Erwartungen. Es ist schließlich Gott, der alles veranlasst und erweckt, der inspiriert und ausführt. Lasst uns eins sein mit Seinem Willen.

Die Welt ist ein riesiges Rad. Sie dreht sich ohne Unterlass. Der Geist ist die Nabe dieses Rades. Menschen, die egoistisch, stolz, leidenschaftlich und gierig sind, verfangen sich in diesem Rad. Wenn du den Geist zur Ruhe bringen kannst, kommt das Weltenrad zum Stillstand und du wirst aus dem ewigen Reigen von Tod und Wiedergeburt befreit sein. Wenn der Geist aufhören soll, sich zu drehen, musst du Egoismus, Stolz, Verlangen und Gier ausschalten.

Im Geiste derer, die friedlich sind und gleichermaßen gut und freundlich zu allen Wesen, geht die Wahrheit von alleine auf. Frieden im Geist erreicht man durch Ausreißen allen Verlangens und aller Gedanken. Wenn man Wünsche und Gedanken unter Kontrolle gebracht hat, wird der Geist ruhig wie ein See, den kein Wind bewegt. Dieser Frieden kann nicht in einer Woche oder in einem Monat erlangt werden. Langes Üben ist ausschlaggebend.

Der Geist fliegt wild umher wie eine trunkene Biene. Ziehe die Indriyas von den Dingen ab. Werde alle Reize und Anziehungen los. Kontrolliere den Prana. Verschließe die Öffnungen des Körpers. Genau wie man einen Elephanten einfangen kann, kannst du nun den Geist fesseln. Genau wie ein Soldat seine Feinde, die sich wieder und wieder gegen ihn erheben, mit dem Schwert erschlägt, so kannst du auch alle Gedanken an Dinge niederschlagen, wenn sie immer aufs Neue kommen. Wenn alle Vrittis absterben, kommst du in den Zustand geistiger Dunkelheit. Entferne diese Dunkelheit durch Unterscheidungskraft. Dann erlangst du ein strahlendes Licht. Gehe über diese Phase hinaus. Du wirst ein Land der Leere durchschreiten müssen. Dann wirst du Schlaf und Moha (Täuschung) überqueren müssen. Schließlich wirst du in Nirvikalpa Samadhi eintreten.

Prana vibriert solange Vasanas im Geist sind. Der Geist lebt solange er die Form der Dinge annimmt. Die Indriyas funktionieren so lange sie die ihnen entsprechenden Dinge wahrnehmen. Prana stirbt, wenn die zwei Ströme, die Anziehung und die Abstoßung von Dingen, ausgemerzt sind. Die Indriyas sterben, wenn sie durch das Praktizieren von Leidenschaftslosigkeit, durch Dama (Sinnesbeherrschung) und Pratyahara (Rückzug der Sinne) von ihren Dingen abgezogen werden.

Mit der Zerstörung der Vasanas und Sankalpas schmilzt du den Geist dahin, du merzt ihn aus. Mit dem Tod des Geistes beseitigst du den Egoismus. Mit der Zerstörung des Egoismus erkennst du das Selbst. Mit dem Erkennen des Selbst erlangst du Selbsterkenntnis. Mit der Selbsterkenntnis wirst du frei von allen Arten von Leiden, Kummer und Elend. Du erfreust dich der höchsten, ungetrübten Wonne des Ewigen und wirst zu Ihm.

Vasanas und Prana sind die zwei Samen für den Baum des Geistes. Wenn man einen von beiden kontrolliert, kontrolliert man beide.

Habe mit deinem Geist keine Nachsicht. Halte all deine Sinne und Wünsche unter strenger Kontrolle. Kontrolliere den Geist wie folgt: „Oh Geist, ich habe dir schon Tausend Mal geraten, dein Herumwandern bleiben zu lassen und die Lotosfüße Gottes aufzusuchen. Hör auf zu wandern oder ich bringe dich augenblicklich um.“

Schließe die Augen. Zerstöre die Vasanas (des Körpers, der Welt und aus Buchwissen). Ziehe den Geist ab. Identifiziere dich mit dem Sakshi (dem stillen Beobachter des Geistes).

Reiße den Schleier der Unwissenheit in Fetzen. Fange den sprunghaften Hirsch – den Geist – mit der Schlinge des Erforschens und des Brahma Chintana (Bewusstsein des Absoluten). Reite auf dem Elefanten der Erkenntnis deines Selbst und ziehe frei über die Höhenstraßen durch die Gipfel der absoluten Weisheit des Selbst.

Als erstes solltest du den Geist durch das Erforschen der Frage „Wer bin ich?“ (Vichara) erobern. Solange der Geist nicht zerstört ist, werden die Vasana immer wieder an dir kleben und du wirst keinen Frieden finden. Wenn der Geist an nichts denkt, wenn ihm alle Vasanas genommen sind, erlangst du den Zustand der Geistlosigkeit und kannst dich unbeschreiblichen Friedens erfreuen. Solange du dein Selbst noch nicht erkannt hast, solange wie du deinen Geist noch nicht kontrollierst, solltest du den Lehren deines Gurus und den Weisungen der Schriften bedingungslos folgen.

Wenn du Dinge anschaust, dringt der Geist in diese ein. Wenn du das Objekt nicht wahrnimmst, dringt es in deinen Geist ein. Es fällt dir sehr schwer, dich aus den Krücken der sinnlichen Gegenstände zu befreien. Verweilst du jedoch wie ein Sakshi (stiller Beobachter), entziehst du dich ihrem Einfluss. Darum kultiviere den Sakshi Bhava (die Einstellung eines Beobachters) und sei ein Beobachter der Vrittis (Gedankenwellen). Der Frieden des Ewigen wird dich erfüllen.

Versuche nicht, den Geist mit Gewalt zu kontrollieren. Du wirst dabei keinen Erfolg haben. Es ist nötig, die erprobten oder verordneten Wege aufzunehmen, nämlich, die Gesellschaft von Weisen aufzusuchen, Vichara, die Entsagung von Vasanas, Pranayama etc. Wenn du versuchst, den Geist gewaltsam zu kontrollieren, ist das als versuche man einen wütenden Elefanten mit einer dünnen  Schnur oder mit einer Bananenfaser anzubinden. Genau wie der Stock ein wirksames Instrument ist, einen wütenden Elefanten zu kontrollieren, ist Vichara das wirksame Instrument dafür, den Geist zu kontrollieren.

In der Katha Upanishad findet man geschrieben:

 

„Wer keine Unterscheidung kennt und wessen Geist stets unkontrolliert ist, hat unkontrollierte Sinne (Pferde) gleich den ungezügelten Pferden eines Kutschers.- Wer jedoch versteht und den Geist unter Kontrolle hat, hat kontrollierte Sinne gleich den gehorsamen Pferden eines Kutschers.- Wer allerdings keine Unterscheidungskraft besitzt und seinen Geist unkontrolliert und immer unrein lässt, erreicht das Ziel nicht, sondern bleibt in dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt.- Doch wer Verständnis hat, wer seinen Geist immer unter Kontrolle hat, und rein ist, erreicht das Ziel, an dem man nicht mehr wiedergeboren wird. Wer den Fahrer versteht und die Zügel des Geistes hält, erreicht das Ziel seiner Reise, und jenes ist der höchste Wohnsitz Vishnus.“ [Kaṭhopaniṣad 3.5-9]

Die weltlichen Pflichten sind keine Fesseln. Diese Welt ist der beste Lehrmeister. Es wird von dir nicht verlangt, dieser Welt zu entsagen und dich im Himalaya in eine Höhle zurückzuziehen, um deine verlorene Göttlichkeit wiederzuerlangen. Die Welt kann deiner Gotteserkenntnis nicht im Wege stehen. Lebe in der Welt, doch erlaube der Welt nicht, in dir zu leben. Wer inmitten der Versuchungen dieser Welt die Vollkommenheit erreicht, ist ein wahrer Held.

Ein Yogi oder Sannyasin, der Geistesruhe wahren kann, solange er in einer Höhle im Wald lebt, und sich über Störungen des Geistes beschwert, wenn er in einer geschäftigen Stadt lebt, besitzt keine Geisteskontrolle. Er hat keine innere spirituelle Stärke. Er ist kein wahrer Vedantin. Er hat keine Selbsterkenntnis. Er hat das Ziel des Lebens nicht erreicht. Er ist immer noch gefangen im Reich von Maya. Ein echter Yogi, ein richtiger Vedantin, ist einer, der den Geist in perfekter Ruhe bewahrt während er intensiven Aktivitäten mitten im Tumult einer Stadt nachgeht. Das ist die zentrale Lehre der Bhagavad Gita.

Krishna sagt: „Gedenke meiner allezeit und kämpfe.“

Er gab Arjuna seine Anweisungen in den Kampf mit. Obgleich Arjuna anfänglich mutlos war, gewann er an spiritueller Stärke und kämpfte auf dem Schlachtfeld.

Trotz deiner angestrengten Versuche und strengem Sadhana wird dich diese geheimnisvolle Welt überwältigen. Sei wachsam. Verdiene dir den spirituellen Reichtum von Moksha. Erhebe dich über die Versuchungen. Erhebe dich über Gut und Böse. Lebe in Gott. Lebe in der eisernen Festung der Gemeinschaft mit weisen Menschen. Keine Versuchung, kein Satan und keine Maya können diese bezwingen. Keine Maya kann in sie eindringen.

Der Sieg über den Geist bedeutet Sieg über den Tod. Über die Tyrannei von Materie und Fleisch zu triumphieren heißt, über den Tod zu triumphieren. Das ist das Erreichen von Atma Svarajya239, von Unsterblichkeit. Das ist das Ziel des Lebens. Das ist das Kaivalya der Vedantins bzw. die absolute Freiheit der Raja Yogis. Sie kann nur durch intensive spirituelle Praxis und beständiges Meditieren über das unsterbliche Selbst erlangt werden.


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