Du bist hier: Sivananda / Botschaft des göttlichen Lebens

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Oh Reisender, hör zu!

  1. Dieser Samsara, der Kreislauf von Leben und Tod, hat keine Essenz. Er ist saftlos wie der Stamm eines Plantain-Baumes (Bananenart). Er wird letztendlich verschwinden, wenn du Samadhi, den überbewussten Zustand, erreichst.
  2. Weltliches Leben ist apurna (nicht erfüllt), unvollständig, endlich und begrenzt. Es ist voller Schwächen, Schmerzen, Kummer und Krankheiten.
  3. Tritt heute deine Reise auf dem Göttlichen Weg an. Alle Ängste und Sorgen werden hier und jetzt enden.
  4. Entwickle die richtige Wertschätzung des Lebens hier. Es ist weder erfüllt noch ist es perfekt. Es gibt immer ein Gefühl des Wollens.
  5. Diese Welt, welche aus Freunden, Feinden und neutralen Personen besteht und die durch Freude und Schmerz auf dich wirkt, ist nur eine Schöpfung deines Geistes, ein Produkt der Unwissenheit.
  6. Die Objekte dieser Welt sind Rauschmittel: Geld ist Opium; der Mann ist für die Frau und die Frau ist für den Mann Wein; Macht ist Brandy; Status ist Ganja (indische Form von Cannabis); Besitz ist Champagner.
  7. Lasse dich nicht vom Charme eines äußerlichen Objektes täuschen. Er ist nur eine Illusion.
  8. Diese Welt ist eine Grube mit glühenden Kohlen, ein Tal der Tränen. Erwarte hier keine dauerhafte Glückseligkeit.
  9. Ein weltlicher Mensch ist sehr beschäftigt mit dem Spielzeug weltlicher Dinge. Er vergisst, in sich zu sehen und die ewige Glückseligkeit der Seele zu genießen.
  10. Ein gewöhnlicher weltlicher Mensch lebt verstrickt in seinen Emotionen. Er lebt in seinem niederen Verstand. Er hat keine Vorstellung von Intuition.
  11. Ein weltlicher Mensch hat einen verfälschten Geist. Er ist berauscht vom Wein seines eigenen Ego.
  12. Vergeblich sind die Wege des weltlichen Menschen. Eitelkeit ist die Basis der weltlichen Gesellschaft.
  13. Sei in dieser Welt, als ob du ein Vorübergehender auf der Straße wärst oder wie ein Lotusblatt im Wasser.
  14. Fürwahr, der Weg ist lang. Nil desperandum (lat.: ‚Kein Grund zur Verzweiflung!’; ‚Verzweifele nicht!’), Gefährte! Gehe ohne Furcht. Sei geduldig. Der Erfolg ist sicher. Du erreichst das Ziel bestimmt.
  15. Die Welt ist ein Gasthof. Beginne deine Heimreise. Dein wirkliches Zuhause ist Paramdhama, das unsterbliche Gefilde von Brahman.
  16. Was hast du mit Wohlstand zu tun? Was hast du mit Verwandten zu tun? Wie soll deine Frau dir helfen? Alles wird sicher vergehen. Suche den unsterblichen Atman (das dem Menschen innewohnende Göttliche), das wirkliche Selbst, das in der Höhle deines Herzens verborgen ist.
  17. Oh Sohn des Nektar! Oh Kind der Unsterblichkeit! Singe das Lied der Stärke. Singe das Lied des Triumphes. Schreite ohne Furcht voran und erreiche das Ziel der Erleuchtung.

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Ego-Operationen:

Ein Chirurg, welcher aus London zurückkehrte, erzählte dem Meister, dass er einige Augen-Operationen vorgenommen habe. Der Meister fragte ihn mit Humor: „Wie viele Ego-Operationen hast du durchgeführt?“
Mit Ego-Operationen meinte der Meister die Entfernung des Ego. Der Arzt verstand und antwortete: „Bisher habe ich noch keine gemacht und die erste werde ich an mir selbst durchführen!“
Alle, einschließlich dem Meister, schätzten die Antwort des Arztes.

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Wirkliche Entsagung:

„Der Ashram ist nicht mehr das, was er vor einigen Jahren war, Swamiji. Wir haben nicht mehr all die Annehmlichkeiten und Einrichtungen für die Besucher, die wir früher hatten“, sagte ein langjähriger Schüler des Meisters. Er fuhr fort: „P., ein guter Aspirant, der die letzten Tage über hier war, sagt, dass er eigentlich vorhatte, für längere Zeit zu bleiben, doch da er es nicht sehr bequem hat und seine Mahlzeiten und seinen Kaffee nicht pünktlich bekommt, fährt er vielleicht früher ab.“
„Wenn er Bequemlichkeit und Annehmlichkeiten sucht, warum ist er dann hierher gekommen? Dies ist ein Ort für spirituelle Praxis und Genügsamkeit. Nun gut, es ist unsere Pflicht, ihm die größtmögliche Bequemlichkeit und Annehmlichkeit zu bieten. Bediene ihn gesondert. Mach es ihm so bequem wie möglich.“
„Das ist heutzutage auch schwierig, Swamiji“, antwortete der Schüler.
„Du kannst nicht erwarten, dass der Ashram sich immer im gleichen Zustand befindet. Dies ist eine Welt der Veränderungen. Die Bequemlichkeiten, über die du vor einigen Jahren verfügtest, bekommst du nun vielleicht nicht mehr; doch du dienst der Menschheit in größerem Maße. 3 Monate sind vergangen, seit ich um ein Handtuch gebeten habe; ich benutze jetzt nur ein zerrissenes. Wir müssen all diesen ständigen Wandel mit Freude ertragen. Das ist Entsagung. Glaubst du, dass es Entsagung ist, wenn man für 100 Jahre auf dem Kopf steht wie bei Shirshasana? Frieden ist die größte Entsagung. Lasse deinen Willen zu dienen auch unter schlechten Bedingungen nicht erlahmen. Es mag sein, dass du den Besuchern nicht mehr so gut dienen kannst wie früher, aber gib dein Bestes“, schloss der Meister.

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Gibt es die Wiedergeburt wirklich?:

„Swamiji, was ist deine endgültige Meinung zur Wiedergeburt? Glaubst du wirklich, dass es Wiedergeburt gibt?“, fragte Asvatthanarayanan.
Überraschenderweise war die erste Reaktion des Meisters ein wenig schroff. „Was! Du, der du als Hindu geboren wurdest und in dessen Adern das Blut der großen Heiligen fließt, beschäftigst deinen Geist immer noch mit diesem Zweifel?“
Doch sofort gewann der Meister seine heitere, fröhliche Ausgeglichenheit zurück und fuhr fort: „Ja, ohne Zweifel gibt es die Wiedergeburt. Zu allererst einmal weiß man von mehreren wundersamen Ereignissen, bei denen kleine Jungen und Mädchen plötzlich große Weisheit zur Schau stellten. Ein junges Mädchen, das niemals irgendein Buch gelesen hat, rezitiert aus der Gita. Wie kann man dies erklären als durch die Tatsache, dass sie die Gita in ihrem vorherigen Leben beherrscht hat und dass dieses Wissen durch die Gnade Gottes auch für dieses Leben in den bewussten Teil ihres Geistes gekommen ist.
Außerdem ist die Wiedergeburt eine Notwendigkeit für die Evolution der Seele. Die Vollkommenheit kann nicht in einem einzigen Leben erreicht werden. Sogar für die Entwicklung einiger grundlegender Tugenden können mehrere Leben vonnöten sein. Wenn man die Selbstverwirklichung erreichen will, muss man in allen Tugenden die Vollkommenheit erreichen. Man muss die vollständige Reinigung des Selbst erzielen. Daher ist die Wiedergeburt eine Notwendigkeit für die Evolution der einzelnen Seele.“
„Swamiji, bitte erkläre mir, wie die Eindrücke von Handlungen und Wünschen von einer Verkörperung zur anderen weitergeleitet werden.“ –
„Hast du einmal eine Raupe gesehen, die sich von einem Blatt zum nächsten bewegt? Sie kommt ans Ende eines Blattes und streckt sich dann aus; sie bekommt ein anderes Blatt zu fassen und erst dann wird sie das erste vollends verlassen. Die Seele bewegt sich ebenso. Noch bevor sie einen Körper verlässt, hat sie einen neuen (grob- oder feinstofflich) geschaffen, je nach ihrem Karma und ihren Wünschen. Sie tritt in diesen neuen Körper mit all den vergangenen Eindrücken ein.
Lese jetzt bitte einige meiner Bücher durch. Du wirst eine klare Vorstellung bekommen. Es nützt nichts, über diese Themen nur zu reden. Du solltest lesen, das Mysterium verstehen und dann Sadhana, spirituelle Übungen, praktizieren und die Selbstverwirklichung erreichen. Gib der intellektuellen Neugier nicht nach.“

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Siehe Gott in allen:

Als der Meister aus seinem Büro kam, um hochrangigen Besuchern Früchte anzubieten, sah er eine Kuh beim Eingang stehen. Die erste Frucht bot er der Kuh an. Dann war ein Hund an der Reihe. Schließlich wandte er sich den Besuchern zu.
Eine der Damen tat ihre hochmütige Meinung zu einer so lebenswichtigen Angelegenheit wie dem Essen kund.
„Swamiji, du weißt, dass es überall im Land und in großen Teilen der Welt Nahrungsknappheit gibt. Tausende von Menschen bekommen nicht einmal das Nötigste. Und du fütterst hier Kühe und Hunde mit Dingen, die von vielen Menschen als Luxus angesehen werden.“
Der Meister lächelte und sagte: „All dies ist Sadhana für die Erweiterung des Herzens. Wenn du deinen Kindern, deinen Gästen, Tieren oder Vögeln Essen gibst, versuche zu fühlen, dass Gott in ihnen sitzt und dass Er deine Gaben annimmt. Siehe Gott in allen. Versuche es immer wieder. Die alten Vorstellungen werden nicht innerhalb eines Tages verschwinden. Mache weiter. Allmählich wird sich dein Bewusstsein ausweiten und du wirst kosmisches Bewusstsein, Advaita-Selbstverwirklichung (Nondualismus), erlangen.“

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Streben nach Titeln und Ruhm:

Der Meister: „Manche Menschen sind sehr darum bemüht, sich einen Namen zu machen und Ruhm zu erlangen. Sie machen eine Show aus sich selbst. Sie reisen in Autos, bauen Uhrtürme und Wolkenkratzer. Sie tragen modische Kleider und beschäftigen eine Reihe von Bediensteten. Sie stellen sich als Diener der Gesellschaft dar, doch stets versuchen sie, mehr Ruhm anzuhäufen. Die kleinste Kritik belastet sie. Sie können keine Opposition ertragen. Sie wollen, dass jeder sie respektiert. Trotz alledem erzielen sie keinen Ruhm und werden daher verärgert und ruhelos.
Doch wenn ein Mensch wahrhaft selbstlos ist, kümmert er sich nicht um Name, Titel und Ruhm. Er verrichtet seine Arbeit mit großem Interesse, aber er erwartet keine Belohnung für sie. Die Arbeit selbst ist seine Belohnung. Er strebt nicht nach Ruhm. Er hält Ausbeutung aus. Nur solch ein Mensch wird Frieden genießen. Doch er wird auch Ruhm haben – Ruhm als seinen Diener – aber er wird nicht an ihm hängen. Nur eine solche Person kann der Gesellschaft einen wirklichen Dienst erweisen. Darum gebt jedes Streben nach Ruhm auf. Arbeitet im Geist der Hingabe, so werdet ihr Glückseligkeit erfahren – und auch Ruhm erlangen. Widmet euch der Arbeit mit unbeirrbarer Hingabe.“

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Die Welt ist Gott:

Ein Besucher gab dem Meister ein spirituelles Buch, das er selbst geschrieben hatte und sagte bescheiden: „Dies ist ein Buch von einem weltlichen Mann, geschrieben für weltliche Leute.“
Sofort erwiderte der Meister: „Die Welt ist Gott. Es ist ein Buch von einem Göttlichen Mann, geschrieben für Göttliche Leute.“

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Sinneskontrolle:

Zal Mathaji fragte: „Meister, wie kann ich die Sinne kontrollieren?“
Der Meister antwortete: „Wenn deine Zunge nach Süßigkeiten verlangt, iss nur gewöhnliches Essen. Wenn deine Augen Kinobilder sehen wollen, halte dich zurück und geh nicht ins Kino. Siehe überall nur Krishna. Wenn dir dein Sprechorgan Probleme bereitet, halte Stille.“
„Und wenn der Geist Probleme bereitet?“, fragte Zal Mathaji.
„Wenn der Geist Probleme bereitet, meditiere über Gott. Praktiziere Mantra-Yoga. Du kannst alle deine Sinne dadurch kontrollieren, dass du den Geist auf Gott fixierst.“

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Den Göttlichen Willen kennen:

Einige Mitglieder der „Society of Friends“, bekannt als die Quäker, kamen aus Delhi, um den Meister zu treffen.
Während des abendlichen Satsangs hielt Swami Sadanandaji auf Anweisung des Meisters einen langen und erleuchtenden Vortrag über den Ursprung und die Entwicklung der Quäker-Bewegung und zeigte dabei, wie dieselben Ideale von der Divine Life Society durch die Gebote des Meisters in die Tat umgesetzt werden – „diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere, verwirkliche; sei gut, tue Gutes, sei freundlich, sei mitfühlend; frage dich ‚Wer bin ich?‘, erkenne das Selbst und sei frei.“
Der Vortrag gefiel den Quäkern sehr gut und am Ende des Satsangs fragten sie Swami Sadanandaji: „Wie können wir wissen, ob unser Wille sich im Einklang mit Gottes Willen befindet oder nicht?“
Sofort antwortete der Meister, der die Frage mitgehört hatte: „Dadurch, dass wir durch Selbstreinigung selbst zu Gott werden. Bis wir uns nicht geläutert haben und göttlich werden, können wir den Göttlichen Willen nicht kennen und all unser Sprechen darüber wird nichts als Marktgeschwätz sein.“

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Wirkliche Göttliche Gnade

Eine trauernde junge Witwe hatte nach dem Tod ihres Mannes aufgehört, Vina (ein Saiteninstrument) zu spielen, worin sie angeblich sehr gut war.
Der Meister tröstete sie und riet ihr: „Sei fröhlich. Gott tut alles für das Wohlergehen seiner Schüler. Es gibt eine Geschichte, die ich dir nun erzählen werde. Es war einmal ein reicher Mann. Er war ein „Lakh-pathi“ (Besitzer von Lakhs von Rupien; Lakh = ind. Maßeinheit, 100.000). Er war sehr unreligiös und hochmütig. Krishna und Arjuna besuchten ihn einmal und wurden unhöflich von ihm empfangen, doch Gott segnete ihn, so dass er in Kürze ein „Crore-pathi“ wurde (Besitzer von Crores von Rupien; Crore = ind. Maßeinheit, 1.000.000).
Krishna besuchte dann einen armen Suchenden, der ihn mit intensiver Hingabe empfing. Gott verfluchte diesen Aspiranten, auf dass seine einzige Kuh bald sterbe. Als Arjuna Gott über sein seltsames Verhalten befragte, antwortete er, dass der reiche Mann dadurch, dass er reicher würde, noch arroganter werden und letztendlich noch mehr leiden würde. Dies würde seinen Geist zu Gott wenden. Der arme Mann hingegen war Gott tief ergeben, doch sein einziges Hindernis war die Kuh, an der er sehr hing. Nun da dieses Wesen beseitigt war, würde sein Geist sich direkt Gott zuwenden und dort würde er  die Glückseligkeit genießen.
Es ist also so, dass Gott, wenn er seine Schüler bald wieder zu sich holen möchte, all ihre Besitztümer und Freuden beseitigt.
Vertiefe dich ins Spiel deiner Vina und erreiche die Einheit mit Gott. Übe Kirtan. Mache Mantra- und Bhajan-Yoga. Wenn du Bhajan, Lobgesang an den Ufern des Ganges singst, werden alle deine Sünden und Sorgen verschwinden.“
Gemäß der Bitte des Meisters sang die junge Frau einen Bhajan.

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Das Geheimnis des Überflusses

Der Meister: „Gebt euren Dienern immer die besten Sachen. – Trinkt den erstklassigen Kaffee nicht hinter verschlossenen Türen. Sobald ihr die Tür verschließt, solltet ihr fühlen, dass Gott Zeuge eurer Handlung ist und dass ihr nicht egoistisch handeln sollt. Gebt und gebt. Dies ist das Geheimnis des Überflusses. In dem Augenblick, in dem eure Vorräte durch das Geben an andere aufgebraucht sind, wird frischer Nachschub eintreffen. Dies ist das unabänderliche göttliche Gesetz.“

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Der Meister in Malaysia:

Der Meister reichte einen Brief, den er von Arumugam, einem alten Freund aus Malaysia erhalten hatte, an Pushpa weiter und sagte: „Dieser Brief wird dir von meinem Wesen vor 30 Jahren erzählen. Es war genauso wie jetzt.“
In dem Brief hatte Arumugam unter anderem erwähnt: „Ich erinnere mich an deine Heiterkeit, deine Freundlichkeit, deine Unterstützung und deine aufmunternden Worte. Ich erinnere mich auch, dass ich für gewöhnlich auf meinem Heimweg von der Bank an deine Tür klopfte und dass du es kaum einmal versäumtest, mir Kuchen anzubieten.“

Versuche es wieder und wieder

Der Meister: „Beklage dich nicht. Wenn du kein Essen oder keinen Tee bekommst, beklage dich nicht. Wenn jemand dich ausnutzt, bleibe still wie ein Steinblock. – Ist es unmöglich, still zu bleiben, wenn man ausgenutzt wird? – Fürchte dich nicht, verzweifle nicht. Bewege dich ohne Furcht. Schreite wie ein Held. Löse dich (vom Weltlichen) und verbinde dich (mit dem Göttlichen). D.I.N – do it now (mache es jetzt); T.I.N. – try it now (versuche es jetzt); K.I.V. – keep in view (behalte es im Blick).“
Nach der Erläuterung von T.I.N., was eine relativ neue Ergänzung seiner aphoristischen Kurz-Anweisungen war, sagte der Meister erneut: „T.I.N. – try it now“.
Als Zal Mathaji dies hörte, antwortete sie: „Auch nachdem man es versucht hat, stellt sich der Erfolg nicht ein.“
„Wenn sich der Erfolg nicht einstellt“, sagte der Meister, „versuche es erneut. Versuche es wieder und wieder. Erinnere dich an die Geschichte ‚Bruce und die Spinne‘. Ich glaube, Bruce scheiterte neunmal. Auch wenn du neunzig Mal scheiterst, versuche es erneut.“

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Vision (Darshan) Gottes:

Ein Besucher erzählte dem Meister von einem seltsamen Phänomen. Ein Milchmann tauchte zu einer Zeit vor ihm auf, zu der man dort keinen Milchmann erwartete. Noch merkwürdiger war, dass die eine Hand des Milchmanns leuchtender war als die andere. Der Besucher war im Zweifel, ob der Milchmann eine von Gott angenommene Form war oder lediglich ein Trugbild, da er nicht dachte, solch einen Gnadenbeweis zu verdienen.
Der Meister sagte: „Du solltest wissen, ob es ein Trugbild war oder nicht.“ Der Besucher gab seine Unfähigkeit zu, dies zu unterscheiden. Darauf sagte der Meister: „Du solltest anderen von solchen Erfahrungen nicht erzählen.“ Der Besucher erwiderte sofort: „Du bist mein Guru (spiritueller Lehrer). Ein Aspirant sollte seinem Guru alles enthüllen.“
Für eine Weile schloss der Meister dann seine Augen und sagte, als er sie wieder öffnete: „Es war kein Trugbild.“ Nach einigen Momenten fügte er hinzu: „Gott ist dir erschienen.“
„War es tatsächliche seine Erscheinung?“, fragte der Besucher. „Nur um dich zu ermutigen, schenkte er dir seine Vision.“

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Von innen hören:

Ein Besucher äußerte den Wunsch, von den Lippen des Meisters selbst Anweisungen zu hören.
Der Meister sagte: „Höre von innen.“ Da er sah, dass der Besucher nicht völlig zufriedengestellt war, erklärte der Meister: „Gehe zur Quelle. Diene, liebe, gib, reinige dich, meditiere, verwirkliche. Sei gut, tue Gutes.“

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Arbeit ist Verehrung:

Der Meister fragte Swami Nityananda: „Wo ist Swami X, arbeitet er?“ Swami Nityananda nannte die Abteilung, in der Swami X gerade arbeitete.
Dann sagte der Meister: „Der Dienst selbst ist Meditation. Die Arbeit selbst führt zur Erkenntnis. Wenn die Zeit kommt, erlangt man die Selbstverwirklichung. Während man sich dem selbstlosen Dienst widmet, stößt man auf verschiedene Namen wie Gopal, Krishna, Govind usw. Alle sind Namen Gottes und wenn man dies im Auge behält, wird die Arbeit zur Verehrung.“

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Gegengift für Sorgen:

Beim Satsang sang der Meister dieses Lied:
Nichts existiert,
Nichts gehört mir,
Ich bin weder Geist noch Körper,
Unsterbliches Selbst bin ich.
Bei einer früheren Gelegenheit sang der Meister dieses Lied und sagte: „Wenn man dieses Lied singt, wenn man über es meditiert, kennt man keine Sorgen und wird Frieden erlangen.“

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Rezept für gute Gesundheit:

Ein muslimischer Lehrer sagte: „Swamiji, gerade eben hast du für die Gesundheit, den Frieden und das Wohlergehen der ganzen Welt gebetet. Ich glaube an die Wirksamkeit von Gebeten, doch ich denke, dass die Leute auch gewisse Regeln beachten sollten, um gesund zu bleiben. Ich würde gerne von dir hören, welche Regeln eingehalten werden müssen, um einen guten Gesundheitszustand zu erlangen.“
Der Meister antwortete: „Iss sattvige Nahrung. Trinke reines Wasser und atme frische Luft. Schlafe tief. Praktiziere einige Körperübungen. Bete zu Gott und sei heiter. Sorge dich nicht. Singe. Musik wird dir auch viel helfen. Faste von Zeit zu Zeit.“

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Wahre Entsagung:

Eine Gruppe von Suchenden war zum Darshan, dem Verweilen im Angesicht des Meisters, gekommen. Sie beabsichtigten, Benares und andere heilige Plätze zu besuchen.
Der Meister fragte sie: „Wessen werdet ihr entsagen, nachdem ihr nach Benares gefahren seid?“
„Wir werden dem entsagen, was Swamiji verlangt“, antwortete eine ältere Frau aus der Gruppe. „Weißen Kürbissen?“, fragte der Meister. „Was auch immer der Meister gebietet“, antwortete sie.
„Dann gebt den Ärger auf. Gebt Egoismus und Hass auf. Dies ist wirkliche Entsagung.“ Die Dame war damit einverstanden.
Der Meister sah die anderen Aspiranten an und sagte: „Sie hat den Ärger aufgegeben.“
Dann sagte er: „Stellt euch vor, ihr geht jeden Tag zu einem Menschen, der beschlossen hat, den Ärger aufzugeben und fragt ihn: ‚Hast du den Ärger aufgegeben? Hast du den Ärger aufgegeben?‘ Er wird augenblicklich ärgerlich werden!“

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Die Zeit, eine geistige Schöpfung:

Auf dem Weg zurück zu seiner Hütte und umgeben von einigen Schülern rief der Meister Pushpa, eine Mathematiklehrerin und College-Konrektorin: „Stell dir vor, du befindest dich in Gesellschaft einiger Freunde und genießt Obstsalat und andere köstliche Speisen, dann verfliegt eine Stunde wie eine Minute. Stell dir andererseits vor, du stehst in der heißen Mittagssonne, dann kommt dir eine Minute wie eine Stunde vor.“
„Das ist Einsteins Theorie“, warf Mohini ein.
Sofort fügte der Meister hinzu: „Das ist auch die Theorie der Yoga Vasishta.“
Nach einer Pause bemerkte er: „Zeit ist nur ein Modus des Verstandes, eine mentale Schöpfung.“

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Liebe Worte:

Während er vom Satsang zurückkam, fragte der Meister Swami Nirmalananda, der für das Gästehaus des Ashrams verantwortlich war, ob die Besucher gut versorgt würden.
Swami Nirmalananda bejahte.
„Selbst wenn du keine Milch und keinen Joghurt anbieten kannst“, sagte der Meister, „sprich zumindest liebe Worte. Die Leute mögen liebe Worte mehr als Milch oder Joghurt!“

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Humor, eine göttliche Gabe:

Auf dem Weg zum Satsang machte der Meister eine humorvolle Bemerkung. Dann sagte er: „Humor ist gut, besonders wenn es pädagogischer und lehrsamer Humor ist. Wie die Musik ist auch der Humor eine göttliche Gabe.“

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Takt- und Anpassungsvermögen

Eine Schülerin des Meisters konnte gut singen. Der Meister sagte zu ihr: „Deine Tochter ist intelligent. Warum unterrichtest du sie nicht in Musik?“ – „Sie würde von mir nichts lernen wollen“, antwortete die Frau.
Die Tochter, die dabei war, sagte: „Sie rügt mich dauernd im Namen der Lehre.“
Der Meister besänftigte sie, indem er sagte: „Was ist daran schlimm, wenn deine Mutter dich rügt?“ – „Immer wenn ich sie unterrichte, denkt sie, ich rüge sie“, sagte die Mutter.
Der Meister sagte: „Du musst sie einmal gerügt haben, warum sollte sie sonst den Eindruck haben, dass du sie rügst? Du musst einen anderen Weg finden, mit ihr umzugehen.
Wir müssen das Wesen anderer Menschen erkennen und uns ihnen anpassen. Bloßes Rügen bringt keine Resultate. Es gibt hier eine Dame, die Spaß nicht zu schätzen weiß. Ich verstehe ihr Wesen und achte darauf, in ihrer Gegenwart Humor zu vermeiden. Auf diese Art müssen wir den Geschmack und das Wesen anderer studieren und uns mit Taktgefühl um sie herum bewegen.“

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Sei vorsichtig mit deinen Versprechen:

Während der Meister die Bhajan-Halle nach Ende des Satsangs verließ, näherte sich ihm ein Besucher und bat, dass ihm ein wenig Zeit für ein Interview zuteil werde.
„Morgen um 5 Uhr, aber ich kann nichts versprechen“, sagte der Meister.
Dann sagte er, indem er sich den Leuten zuwandte: „Gebt keine Versprechen. Selbst wenn ihr sicher seid, um 10 Uhr vormittags zu einem bestimmten Ort zu gehen, sagt nicht: ‚Ich werde gehen.‘ Sagt: ‚Ich werde es versuchen.‘ Das ist meine Methode. Sonst werden die Leute, wenn ihr nicht geht, sagen, dass ihr es versprochen hattet, aber euer Versprechen nicht erfüllt habt.“

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Die Wandergewohnheit:

Während der Meister die Bhajan-Halle nach Ende des Satsangs verließ, näherte sich ihm ein Besucher und bat, dass ihm ein wenig Zeit für ein Interview zuteil werde.
„Morgen um 5 Uhr, aber ich kann nichts versprechen“, sagte der Meister.
Dann sagte er, indem er sich den Leuten zuwandte: „Gebt keine Versprechen. Selbst wenn ihr sicher seid, um 10 Uhr vormittags zu einem bestimmten Ort zu gehen, sagt nicht: ‚Ich werde gehen.‘ Sagt: ‚Ich werde es versuchen.‘ Das ist meine Methode. Sonst werden die Leute, wenn ihr nicht geht, sagen, dass ihr es versprochen hattet, aber euer Versprechen nicht erfüllt habt.“

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Dienen ist Verehrung:

Der Meister besuchte das von Dr. Adhwaryoo im Ashram geleitete Eye Relief Camp (Augenoperationen). Als er die freiwilligen Helfer bei der Arbeit sah, sagte er: „Wenn man so dient, dass man fühlt, dass jeder Patient Gott selbst ist, wofür braucht man dann noch Meditation? Gott wird unermesslichen Gefallen an diesem Dienst finden und wird ihn mit Befreiung segnen. Selbstloses Dienen setzt Hingabe und Erkenntnis voraus.“
Bevor er das Camp verließ, leitete der Meister Kirtan und Japa, das Maha Mrityunjaya Mantra zum Wohle und zur schnellen Genesung der von Dr. Adhwaryoo operierten Patienten.

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Bitte um Gebet:

Ein gläubiger Herr bat den Meister um 2 Dinge: Zum einen, für eine bestimmte kranke Person zu beten und zum anderen dafür, dass sein Sohn sein Examen als einer der Besten bestehen möge.
Auf die erste Bitte erwiderte der Meister: „Ich mache täglich Japa des Maha Mrityunjaya Mantras für die Gesundheit aller Menschen auf der Welt. Auch wiederhole ich das Gebet Sarvesham Swastirbhavatu ebenfalls täglich. Ich werde für die schnelle Genesung deines Freundes beten.“
Zur zweiten Bitte sagte der Meister: „Ich kann nicht dafür beten, dass dein Sohn unter den Besten sein soll. Wie kann er zu den Besten gehören, wenn er nicht lernt? Aber ich kann allgemein für ihn beten.“
Am nächsten Tag sagte der Meister dennoch beim Satsang: „Lasst uns für die Genesung des Herrn X Kirtan singen und für den Sohn von Herrn Y, damit er seine Prüfung als einer der Besten bestehen möge.“
Dann begann der Meister den gemeinsamen Kirtan.

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Verschiedene Arten von Hexenschuss:

Lila Vlachow erklärte während ihrer üblichen morgendlichen Massagestunde, dass eine bestimmte Art der Massage bei Hexenschuss gut geeignet sei.
Der Meister fragte humorvoll: „Kann sie einen Eitelkeits-Hexenschuss heilen?“
Er fuhr fort: „Körnchen von Eitelkeit sammeln sich manchmal im Rücken an und verursachen einen ‚Eitelkeits-Hexenschuss‘. Leute mit dieser Krankheit können sich nicht vor anderen verbeugen. Sie können sich nicht vor den Göttern im Tempel verneigen. Es gibt verschiedene Arten von Hexenschuss – Lehrer-Hexenschuss, Rektoren-Hexenschuss, Premierminister-Hexenschuss und Ingenieurs-Hexenschuss!“

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Alles ist Gott:

Der Meister fragte einen Besucher, der in seiner Gegenwart einer älteren Person die Ehrerbietung erwies: „Was sind die Vorzüge der Ehrerbietung?“
Der Besucher antwortete: „Sie entwickelt das Gefühl des Einsseins und führt zum Erlangen des Einen Seins. Sie entwickelt Demut.“
Der Meister sagte: „Ja, sie entwickelt Demut. Ehrerbietung sollte gegenüber allem erwiesen werden, selbst Exkrementen, Steinen und Schuhen.“
„Hast du dies je getan?“, fragte der Meister und fügte dann hinzu, „ich mache das jeden Morgen sofort nach dem Aufstehen. Alles ist nur Göttliches Bewusstsein. Es gibt nichts, was nur tote Materie wäre. Ein Ding mag von außen so erscheinen, doch im Innern ist es reines Bewusstsein. Du solltest Dienern, Hunden und Eseln Ehrerbietung erweisen. Es gibt eine Geschichte von einem Maharashtra-Heiligen: Ein Esel war gestorben und als er dem toten Tier seine Ehrerbietung erwies, kam es zum Leben zurück, so groß war die Intensität seiner Hingabe.“

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Meditation in Höhlen:

Zu einem Aspiranten, welcher in den Ashram zurückgekommen war, nachdem er einsam in einer Höhle meditieren wollte, sagte der Meister: „Wenn du in eine Höhle gehst, um dort zu meditieren, wirst du nur 2 Dinge finden – Schlaf und Luftschlösser.“

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Gottes Wille:

„Warum hast du dich nicht im Bereich des aktiven Dienstes an der Menschheit engagiert, Swamiji, wie Gandhi es gemacht hat?“, fragte Asvatthanarayanan. „Im Unterschied zu ihm hast du dich an die Ufer des Ganges zurückgezogen, ohne auch nur im geringsten auf die Politik Einfluss zu nehmen.“
Die erste Antwort des Meisters war milde und gleichzeitig voll tiefer spiritueller Bedeutsamkeit.
„Gott hat jeden Menschen mit bestimmten Talenten versehen und ein Tätigkeitsfeld für ihn bestimmt. Die Weisheit liegt darin, diese Talente zu entdecken und sie im selbstlosen Dienst an der Menschheit in Übereinstimmung mit dem Göttlichen Willen zu nutzen. Gandhis Tätigkeitsfeld war das der Politik, meines ist das der Entsagung und Sannyas. Wenn wir unsere Plätze tauschen würden, wäre das so, als wenn ein Schuster und ein Schneider ihre Plätze tauschten.“
Er fuhr fort: „Aber erlaube es deinem Geist nicht, den Eindruck zu bilden, dass nur derjenige, der sich der Politik widmet, den Menschenkindern am Besten dient. Wie bist du hierher gekommen? Wie ist dir zu Ohren gekommen, dass dieser Ashram existiert und dass du hier Sadhana, spirituelle Praxis, für die Selbstverwirklichung machen kannst?“
„Durch deine Bücher, Swamiji.“
„Dann gibst du zu, dass dir die Bücher von Nutzen waren?“
„Natürlich, Swamiji.“
„Die Bücher sind das Resultat der dynamischen Aktivität hier. In der Welt wirst du solche hingebungsvollen Arbeiter wie hier nicht finden. Dort guckt man nach der Uhr. Wenn es 5 Uhr schlägt, legt man den Stift nieder. Doch hier machen die Sannyasins, die Entsagten, die Nacht zum Tag mit ihrer Arbeit. Zum Nutzen von Tausenden. Sie bekommen das richtige Wissen über das Ziel des Lebens und den Weg dorthin. Millionen machen Sadhana und bewegen sich mit Hilfe der Bücher in Richtung Vollkommenheit. Ist dies etwa kein Dienst?“
„Doch Swamiji, in der Tat ist dies ein größerer Dienst als die Rhetorik der Politik.“
„Ich bin auch durch das Land gezogen. Von 1930 bis 1940, 10 Jahre lang, bin ich häufig zu diversen Orten wie Punjab, Kashmir, die Vereinigten Provinzen, Bihar und anderen Provinzen gereist. 1950 habe ich das ganze Land bereist und besuchte eine Vielzahl von Orten. Obwohl öffentliche Vorträge sicherlich sehr gut sind, haben sie den Nachteil, dass man ständig unterwegs ist. Man kann einige Leute durch Vorträge erwecken. Man kann ein Publikum faszinieren. Doch wenn man ihnen nicht direkt eine dauerhafte Inspiration in Form von Büchern mitgeben kann, werden sie in der Hektik ihres täglichen Arbeitslebens schnell alles über den Vortrag vergessen.
Wenn ich immer unterwegs gewesen wäre, hätte ich nicht all diese Bücher schreiben können. Es ist im Interesse des Dienstes an den Kindern Gottes, dass ich mich hierher zurückgezogen habe. Um spirituelle Literatur hervorzubringen, ist ein solches Zurückziehen eine absolute Notwendigkeit. Verstehst du nun?“
„Ja, Swamiji. Eigentlich wusste ich auch schon vorher um deine verehrungswürdige Arbeit. Aber meine Freunde und andere Leute stellten mir sehr oft derartige Fragen und ich wusste nicht, wie ich ihnen antworten sollte. Deshalb habe ich dir diese Frage gestellt. Ich bin dankbar für deine Erklärung.“

Sich selbst reformieren: X beschimpfte Y mehr als eine halbe Stunde lang und beschuldigte ihn angeblicher Fehltritte. Dies alles geschah in der glückseligen Gegenwart des Meisters, der beide beruhigte, indem er sagte: „Ihr habt beide Recht“, was gleichzeitig auch bedeutete: „Ihr habt beide Unrecht!“
In Bezug auf die ungestüme und explosive Natur von X sagte der Meister später: „Es wird ihm nicht möglich sein, sein Wesen zu ändern. Er ist die letzten 20 Jahre lang so gewesen und hat immer noch nicht den geringsten Versuch unternommen, diese schlechte Eigenschaft in den Griff zu bekommen. Er schafft es nicht einmal für ein paar Tage, mit niemandem zu streiten.
Ähnlich ist es auch mit Swami S., er kann nicht an einem einzigen öffentlichen Treffen teilnehmen oder einen Vortrag halten, ohne jemanden zu kritisieren oder das Missfallen einer Person oder Gruppe auf sich zu ziehen. Einmal geriet er in bitteren Streit mit den Arya Samajiten. Sie veröffentlichten Pamphlete, in denen sie seine Rede kritisierten; er veröffentlichte Pamphlete, in denen er ihre Behauptungen anprangerte. Selbst heute noch ist er genauso.
Dieser X ist noch nicht einmal jetzt in der Lage nachzuempfinden, dass es unheilvoll ist, Menschen auszunutzen und mit Aspiranten zu streiten. Er glaubt sich tatsächlich im Recht und die anderen im Unrecht. Wie kann er sich dann selbst ändern? Der erste Schritt zu einer tiefgreifenden Veränderung ist die ehrliche Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeiten. Man sollte tief in sich hineinschauen, um alle versteckten Fehler und Schwächen zu entdecken und sich dann bemühen, sie zu beseitigen.“

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Wie man Beleidigungen aushält:

Swami A. kam zum Meister und beschwerte sich, dass Swami B. ihn beleidigt hätte, indem er ihm androhte, ihm „eins aufs Dach zu geben“.
Der Meister antwortete gelassen: „Was macht es aus, wenn er dir ‚eins aufs Dach gibt‘? Du hast die Vraja-Homa-Zeremonie vollzogen, als du in den Sannyas-Stand (Stand der Entsagung) eingeweiht wurdest. Du hast deinen Körper in der Vraja Homa (besondere Feuer-Zeremonie) verbrannt. Du bist nun körperlos. Dies ist die Bedeutung der Vraja Homa. Erinnere dich immer daran, dass du das Ewige Selbst bist und bleibe gelassen und ruhig, selbst wenn du angegriffen oder beleidigt wirst. Zweifelsohne ist dies schwer in die Tat umzusetzen, doch nimm es als Ideal. Wenn dich jemand beleidigt, dann frage dich:  „Wem gilt diese Beleidigung? Sie gilt dem Körper. Doch ich bin nicht der Körper. Wer beleidigt mich eigentlich? Dieselbe Kraft, die in meinem Körper und in den Körpern von allen ist, beleidigt. Also beleidige ich mich letztendlich selbst.“ Siehe die Angelegenheit in dieser Weise und bewahre deinen Frieden und dein Gleichgewicht. Anfangs mag dir diese Übung nicht gelingen, doch versuche es immer wieder. Schließlich wird es dir gelingen. Dann werden Lob und Tadel für dich dasselbe sein.
Bleibe ruhig und still wie ein Stein, selbst während man dir die Kehle durchschneidet. Ein kleiner Missbrauch versetzt den Geist des Menschen in Aufruhr. Wenn jemand zu dir sagt, du seiest ein Esel, regst du dich sogleich furchtbar auf. Wirst du denn wirklich zu einem Esel? Beleidigungen sind nur Schwingungen im Äther.
Solche Vorfälle bieten dir die Möglichkeit, deine spirituelle Stärke herauszufinden. Deine Meditation sollte mit deinen täglichen Aktivitäten übereinstimmen. Wenn du so tief meditierst, dass du das alles durchdringende Selbst bist, warum sollten dich dann Beleidigungen treffen? Nimm jede Beleidigung als eine dir von Gott gegebene Gelegenheit, deine spirituelle Stärke zu testen. Wenn du den Test nicht bestehst, erhöhe dein Pensum an Mantra-Yoga und Meditation und verwurzele dich in dem Bewusstsein, dass du Brahman bist, das Ewige Bewusstsein und dass du daher keinen physischen Körper hast.“
Swami A. war vom weisen Rat des Meisters beeindruckt und entschied in Erkenntnis seiner eigenen Begrenzungen, die Beschwerde fallen zu lassen.
Als er sich schon zurückzog, sagte der Meister zu ihm: „Ich werde Swami B. bitten, dich in Zukunft besser zu behandeln.“

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Bescheidenheit:

Während der Meister auf dem Weg zum abendlichen Satsang war, warf sich eine Schülerin vor ihm auf den Boden, die gekommen war, um seinen Darshan (Anblick) zu haben.
Der Meister grüßte sie und sprach gut von ihr. Sie antwortete: „Ich bin nichts, Swamiji.“
Darauf der Meister: „Nur wenn du nichts wirst, kannst du alles werden. Wenn du dich selbst leerst, wirst du gefüllt werden“.

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Das Eine wurde das Viele:

„So wurde das Universum erschaffen“, sagte der Meister. „Am Anfang gab es nur das Eine. Das Eine wollte das Viele werden. Sofort gab es das Viele.“
Der Anlass für diesen Ausspruch war ein Besucher, der ein Wasserglas zerbrochen hatte. Alle lachten!

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Weinen für Gott:

Ein Mädchen weinte, da es nach einer Schulaufnahmeprüfung nicht in den A-Kurs, sondern lediglich in den B-Kurs eingeteilt worden war. Der Meister sagte zu ihr: „Weine nicht über deine Prüfungsergebnisse, weine über deine Trennung von Gott.“

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Die Bedeutung von Satsang:

Der Meister sah eine Schülerin im Büro sitzen. Er hatte sie vor zwei oder drei Tagen beim Satsang (gemeinsame Meditation) gesehen, danach jedoch nicht mehr und hatte daher schon geglaubt, sie sei wieder abgereist.
„Du bist noch hier?“, fragte er sie. „Ja“, antwortete sie.
„Aber du hast gestern nicht am Satsang teilgenommen“, bemerkte der Meister.
„Mir ging es nicht gut“, erwiderte sie.
„Dann wäre die beste Medizin gewesen, am Satsang teilzunehmen“, sagte der Meister.

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Zerstörende Kräfte:

„Wenn man einen Ashram gründet, gute Arbeit leistet und einige Bekanntheit erlangt, dann werden die reaktiven Kräfte aktiviert. Maya, die Illusion, gestattet dem Gerechten keine absolute Freiheit auf seinem Weg. Die Nachbarn werden neidisch. Die Verwalter von anderen Ashrams verleumden einen. Alle möglichen Märchen werden in die Welt gesetzt, um die öffentliche Meinung zu vergiften. All dies geht Seite an Seite mit der eigenen Bemühung, der Menschheit Gutes zu tun“, sagte der Meister einmal spontan.
Er fuhr fort: „Wenige – und die sind weise – interessieren sich für ihre eigenen Angelegenheiten, für ihre eigene Verbesserung, ihre eigene Aufgabe. Viel kostbare Zeit, Energie und Geld werden darauf verschwendet, andere schlecht zu machen. Ein guter Organisator ist mit allen möglichen Schwierigkeiten konfrontiert. Er muss sich bemühen, seine Nachbarn bei Laune zu halten; er muss auf respektvolle Art öffentliche Kritik ignorieren und er muss sich freudig dem guten Ziel widmen, das er sich selbst gesteckt hat.
Die Probleme werden größtenteils von Leuten hervorgerufen, die einfach vor der Welt davonlaufen und nicht wissen, was sie als Nächstes tun sollen. Sie führen ein sinnloses Leben und erweisen sich als die effektivsten Werkzeuge in den Händen von Maya. Beschäftige dich rund um die Uhr damit, allen Gutes zu tun. Die Wahrheit wird schließlich erscheinen.“

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Über Meditation:

„Gibt es eine rationale Erklärung für die Meditation, Swamiji?“, fragte ein Ingenieur den Meister.
Sofort erwiderte der Meister: „Ach, laufe doch nicht rationalen Erklärungen hinterher – glaube einfach! Der Intellekt ist einerseits eine Hilfe, aber gleichzeitig auch ein großes Hindernis. Du kannst die Existenz von Gott auf so vielen verschiedenen Wegen erfahren, doch du solltest nicht versuchen, die Grenzen des Intellektes zu überschreiten. Dann wird er zu einem Hindernis. Hier kann dir nur der Glaube helfen. Welche Art der Meditation magst du am liebsten – mit oder ohne Form?“
„Ohne Form, Swamiji.“
„Wurdest du als Ingenieur geboren?“
„Nein Swamiji, ich habe einige Jahre lang die Schule und die Universität besucht und dann wurde ich Ingenieur.“
„Das ist richtig – Schritt für Schritt. Ähnlich verhält es sich beim Yoga, auch hier kannst du nicht direkt zum formlosen Brahman springen. Eine Form ist notwendig, um über das formlose Sein zu meditieren. Meditiere über abstrakte Ideen wie Wonne und Frieden, über die Form des Himmels, der Luft oder über alles durchdringendes Licht. Der Geist sucht etwas, worauf er sich stützen kann. Und der Himmel oder die Luft oder das Licht sind eine solche Stütze. Meditiere über Wonne oder Frieden. Das ist formlose Meditation.“
„Gut Swamiji, ich habe noch eine andere Frage. Kann ein Mensch nicht ein gutes, tugendhaftes Leben führen, wohltätig, ehrlich und edel sein und für das Wohlergehen der Gemeinschaft arbeiten, ohne nach etwas zu streben, das nach diesem Leben kommt? Er wird auch völlig zufrieden mit einem solchen Leben sein.“
„Ein Hund ist völlig zufrieden mit seinem Leben“, antwortete der Meister. „Ist solche Zufriedenheit dein Ziel? Wenn du ein tugendhaftes Leben führst und dann stirbst, wirst du als ein guter Mann sterben, nicht als ein Heiliger. Du wirst die Befreiung nicht erlangen.“
„Worin besteht die Notwendigkeit, Befreiung zu erlangen, Swamiji?“
„Um dies zu verstehen, solltest du dich dem Satsang und der Lektüre der Schriften zuwenden. Ein von allen möglichen Wünschen und schlechten Eindrücken umwölkter Intellekt ist nicht einmal in der Lage, die Notwendigkeit der Befreiung zu begreifen. Ein solcher Intellekt ist dämonisch. Lies die Bhagavad Gita, nimm am Satsang teil und höre den Vorträgen von Heiligen und Sannyasins (Asketen) zu. Dann werden Leidenschaftslosigkeit und Unterscheidungskraft (Vairagya und Viveka) in dir erwachen. Du wirst dann verstehen, dass diese Welt voller Schmerz und Leid ist. Der Bungalow, das Auto, die belanglose Stellung und das geringe Gehalt, die du nun dein Eigen nennst, werden dich nicht zufrieden stellen, wenn die Unterscheidungskraft erwacht. Dein Streben wird dann anfangen zu wachsen. Du wirst dich selbst befreien wollen.
Welche Sorgfalt wird zum Beispiel bei der Herstellung einer Mikroskoplinse aufgewendet! Erst nach langem Feilen kann man etwas jenseits des Glases sehen. Ebenso wird dein Intellekt erst nach langen Studien und Satsang das Jenseitige denken.
Entwickele Leidenschaftslosigkeit. Das ist die erste Grundbedingung. Du hast nicht die Leidenschaftslosigkeit, die der 5-jährige Nachiketas (aus der Katha Upanishad) hatte. Er lehnte sogar die längste Lebensspanne, den größten Reichtum, eine Armee der schönsten Mädchen und das beste himmlische Gefährt ab. Er wollte nur die Befreiung. Er wusste, dass alle diese Dinge nur seine Sinne verschleißen und Schwäche und Alter hervorrufen würden. Du wärst selbst mit dem millionsten Teil davon zufrieden.
Der Gott des Todes sagt: ‚Solche Leute zerquetsche ich wieder und wieder zwischen meinen Fingern.‘ Derjenige, der sich nicht nach Befreiung sehnt, der sich nicht gewissenhaft ernsthaftem Sadhana (spiritueller Praxis) widmet, erleidet unendliches Elend von Geburt zu Geburt.
Ist dein Geist jetzt in Frieden? Wie kann er es sein, wenn er voller Wünsche ist? Lies die Gita. Sei frei von Wünschen, von Egoismus, ‚Ich‘-heit und ‚Mein‘-heit. Entwickle Glauben und Hingabe. Dann wirst du Weisheit erlangen und mit ihr Frieden. Diesen Frieden erahnst du jetzt nicht einmal.
Wie schwer ist es, sich Leidenschaftslosigkeit zu erarbeiten! Die Menschen interessieren sich nur für ihre kleinen Ersparnisse, einigen Komfort und Annehmlichkeiten, einen Ehepartner und Kinder. Es gibt Tausende reicher Menschen. Es gibt auch Hunderte guter Menschen. Doch wie viele Heilige gibt es? Selbst wirkliche Aspiranten sind in der Welt von heute rar. Selbst in deiner Kategorie der ‚Guten Menschen‘ gibt es Abstufungen. Wie viele gute Menschen vom Schlag eines Gandhi gibt es?
Was machen deine guten Menschen? Sie sind vielleicht ehrlich und edel, vielleicht wohltätig und fromm, doch selbst sie sind noch durch und durch egoistisch. Sie horten Reichtümer an und sorgen sich nur um ihre Frau und Kinder. Fühlen sie, dass alle Kinder die ihren sind? Wenn sie Süßigkeiten vom Bazar mitbringen, geben sie zuerst anderen Kindern etwas davon? Nein, denn sie haben keine Kenntnis von der Wahrheit, dass das eine Selbst in allen Wesen wohnt. Bis nicht das Verstehen der Wahrheit in ihnen erwacht, bis sie nicht über die Höchste Realität meditieren und danach streben, sie zu verwirklichen, wie können sie dann Entsagung entwickeln und den wahren Geist des selbstlosen Dienens?
Ein guter Mensch zu sein ist zweifellos ein besseres Ideal als lediglich ein menschliches Tier voller schlechter Charaktereigenschaften. Aber es ist nur ein Mittel zum Zweck, es ist nur ein Schritt mehr in Richtung des Ziels, nicht das Ziel selbst. Das Ziel ist die Selbstverwirklichung oder Befreiung. Um diese zu erlangen, muss man gut sein und Gutes tun. Und man muss noch mehr machen – man muss Unterscheidungskraft, Leidenschaftslosigkeit und eine richtige Einstellung zum Leben kultivieren. Man muss meditieren, Mantra-Yoga und Kirtan machen sowie die Schriften lesen. Dann wird man mit Gottes Gnade das Ziel des Lebens erreichen.“

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Spirituelle Anweisungen:

Ein bei der Regierung beschäftigter Anwalt bat den Meister um einige Worte der Anleitung. Der Meister entsprach dem Wunsch bereitwillig.
„Diene den Armen; gib ihnen freie Leistungen. Behandle dein Zuhause und dein Büro wie Brindavan (der Wald, in dem Krishna in seiner Kindheit spielte). Sieh deine Kinder als Manifestationen Gottes an.
Ändere den Blickwinkel. Mache jede Handlung zur Verehrung Gottes. Übe ständig das Denken an Gott.“
„Aber Swamiji, während unserer Arbeit wird dieses Gedenken oft unterbrochen und es ist schwer, Kontinuität beizubehalten.“
„Richtig, doch die Kontinuität wird mit der Übung kommen. Lasse die Strömung des Gedenkens wiederholt anschwellen. Fühle wieder und wieder, dass du Seine Arbeit verrichtest. Auch Plädieren (vor Gericht) ist nichts als Sein Werk. Außerdem hat Gott dich voller Gnade als Sein Instrument ausgewählt, um Bhakti (Hingabe) und Sankirtan (Gemeinsames Singen des Göttlichen Namens) zu verbreiten. Er hat dich mit einer schönen Stimme und Talent für Kirtan ausgestattet. Es ist deine heilige Pflicht, den Ruhm von Gottes Namen und Hingabe zu Ihm zu verbreiten. Was sonst könntest du tun? Er wird sehr zufrieden mit dir sein.“

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Guru und Gehorsam:

„Na Gurur na sishyah, chidananda rupa Shivoham Shivoham – es gibt weder Guru noch Schüler, ich bin Shiva, ich bin Shiva!“, grüßte der Meister, als er einen jungen Mann traf, der sich Swami Brahmananda nannte.
„Ist Geld angekommen? Wann gehst du? Und wen wirst du als deinen nächsten Guru akzeptieren?“
„Mein letzter Guru, G.B., sagte, dass ich einfach nur herumziehen solle, ohne jemanden als Guru zu akzeptieren, Swamiji. Ich habe eine Einladung nach Frankreich. Ich frage mich, was ich tun soll.“
„Zuallererst entscheide dich, ob du die Befreiung oder Geld willst.“
„Natürlich will ich nur die Befreiung, Swamiji. Geld wird von selbst kommen.“
„Das ist eine merkwürdige Art zu denken. Wenn du die Befreiung willst, solltest du nicht einmal an Geld denken. Wenn du glaubst, dass Sadhana dir automatisch auch Geld bringen wird, dann täuschst du dich. Dein Streben ist nicht stark genug für die Befreiung. Wenn du wirklich die Befreiung willst, dann bleibe an einem Ort, nimm einen Guru an und praktiziere, was er dich zu praktizieren heißt. Ich habe noch nie von jemandem gehört, der sagt: ‚Alle sind mein Guru.‘ Du bist der Erste, der dies sagt. Das zeigt nur, dass du niemandem folgen willst. Das wird nicht reichen.“
„Aber Swamiji, ich habe in einem Büro gearbeitet. Dort musste ich ein Sklave sein. Ich diente Dr. T.R. als sein Sklave. Wenn ich so weitermachen soll, wann werde ich dann unabhängig, Swamiji? Jeder Guru möchte mich zu seinem eigenen Zwecke nutzen. Wann kann ich machen, was ich machen will, Swamiji?“
„Was für eine Art von Unabhängigkeit willst du? Was möchtest du erreichen? Diese Art der Unabhängigkeit wird dich nur in eine bodenlose Grube von tiefster Dunkelheit führen. Was du dir unter Unabhängigkeit vorstellst, ist nicht wirkliche Unabhängigkeit sondern Ausschweifung. Sie wird lediglich deine Torheit und deine Boshaftigkeit wachsen lassen. Gib sie auf und widme dich ernsthaft der Übung der Selbstkontrolle.
Gehorche einem Meister. Lass dich von ihm formen. Dann wirst du schnellen spirituellen Fortschritt machen. Oder mache, was immer du willst – ziehe von Ort zu Ort, nimm, wen auch immer du unterwegs triffst, als deinen Guru für diesen Tag – und gehe deinen eigenen Weg in den spirituellen Ruin! Wenn du verschiedene bittere Erfahrungen gemacht haben wirst, wird dein Geist auf den richtigen Weg gelenkt werden. Dann wirst du vom richtigen Kurs überzeugt werden. Das ist besser. Gott segne dich!“

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