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Der verborgene Schatz

Es war einmal eine sehr arme Familie bestehend aus Vater, Mutter und einigen Kindern. Sie mussten schwer arbeiten, um Geld fürs Essen zu verdienen, aber oft gingen sie auch von Markt zu Markt und bettelten um ein paar Münzen oder ein Stück Brot. Sie waren so arm, dass bereits der Anblick von Geld in der Hand eines Reichen ihr Herz höher schlagen ließ. Wenn sie ein paar Münzen von gutherzigen Menschen erhalten hatten, kauften sie auf dem Markt das Notwendigste und ruhten sich eine Weile auf dem Heimweg aus. Häufig mussten sie auf jegliches Essen und jeglichen Trost verzichten und dann jammerten sie über ihre elendige Lage. Sie lebten zwischen Tränen und Lachen, Freude und Leid, Gewinn und Verlust, Vergnügen und Schmerz.

In Wirklichkeit besaßen sie jedoch einen immensen Schatz von dem sie gar nichts wussten. Er war auf dem Grundstück vergraben, auf dem ihre Hütte stand. Sie ruhten darauf, schliefen darauf, erfreuten sich aber nur an dem wenigen was sie bekamen und lebten ein elendes Leben, ohne von dem Schatz zu wissen. Hätten sie dort gegraben, hätten sie den Schatz gefunden und ihrem Elend ein Ende machen können. Dies ist auch das Los der individuellen Seele, die sich des höchsten Reichtums des Atman, der im Bett ihrer Kausalhülle oder Wonnehülle ruht, völlig unbewusst ist. Sie streift im Laufe der weltlichen Existenz umher, genießt Sinnesobjekte. Freude kommt aus der Wonnehülle, die drei geistige Zustände kennt – Priya (die Freude, wenn man ein begehrtes Objekt sieht), Moda (das Vergnügen) und Pramoda (die höchste Freude, wenn man das Objekt der Begierde genießt).

Priya ist die Freude, wenn man ein begehrtes Objekt sieht. Moda ist das größere Vergnügen, ein Objekt der Begierde in Besitz zu nehmen und Pramoda ist die höchste Freude, wenn man das Objekt der Begierde genießt. Wenn die Anspannung des Geistes durch die schrittweise Befriedigung eines Wunsches nachlässt, kehrt sich der Intellekt des Menschen nach Innen und erhascht einen kurzen Blick durch den Schleier der Unwissenheit auf die Wonne von Atman. Wenn der Mensch den Schleier auseinander reißt, wird er nicht wie die arme Familie sein, die auf dem Markt von Samsara (Kreislauf von Geburt und Tod) umher rennt, auf der Suche nach ein wenig Freude über Sinnenvergnügen, die mit soviel Demütigung, Schmerz und Leiden vermischt ist. Jeden Tag kommt die individuelle Seele im Schlaf nahe an den Schatz, aber wegen des Schleiers der Unwissenheit erreicht sie ihn nicht. Wenn Jiva (Wesenheit) mit dem Spaten der Nachforschung das Beet der Unwissenheit umgräbt, in das Wesen des wahren Selbst hinein, mit der Kraft der Unterscheidung und Leidenschaftslosigkeit, dann findet es den verborgnen Schatz des Atman und wird so ein Atma-Samrat oder Selbstherrscher.

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