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Ma’s erste Reise nach Gujarat

Ma schickte Didi und Swami Akhandananda von Dehra Dun nach Vindhyachal und weiter nach Calcutta. Nach Bhaijis Tod waren die dortigen Devotees sehr verunsichert. Ma bat Didi, mit ihnen allen zu sprechen und ihnen von Bhaijis letzten Tagen zu berichten. Schweren Herzens nahm Didi Abschied. Als sie Ma fragte, ob sie den Devotees eine Botschaft von ihr überbringen solle, sagte sie: »Ermahne alle, ständig im Bewußtsein Gottes zu leben und ihre Aufmerksamkeit fest auf das Eine Ziel zu richten.«
      Nach der Rückkehr aus Almora nahm Ma fast einen Monat lang nur Wasser zu sich. Ihr Körper war ganz regungslos, wie im Samadhi. Die neuen Devotees aus Dehra Dun merkten bald, daß dieser Zustand nichts mit Krankheit zu tun hatte, denn wie sie sahen, war Ma ansonsten unverändert. Sie unterhielt sich mit Besuchern und ließ keinerlei Anzeichen von Erschöpfung oder anderen negativen Auswirkungen des völligen Nahrungsverzichts erkennen. Ruma Devi kümmerte sich, unterstützt von Besuchern aus dem Ort, um ihre bescheidenen Bedürfnisse. Auf Einladung der Bengali-Gemeinde von Dehra Dun besuchte Ma am 13. Oktober 1937 deren jährliche Durga Puja. Nach der Puja sagte sie zu ihren Gefährten: »Da wir Kishenpur (den Ashram) nun schon verlassen haben, Laßt uns nicht zurückkehren, sondern nach Hardwar weiterfahren.«
      Wie bei Ma üblich, wurde das kaum Denkbare sehr leicht möglich. Ihr wie immer großes Gefolge griff den Plan begeistert auf und fuhr sogleich mit ihr nach Hardwar. Rasch wurde frische Kleidung besorgt, freiwillige Spender gaben Geld. Alle diese improvisierten Vorkehrungen ließen eine Fest- und Ferienstimmung aufkommen, wie sie in Ma‘s Nähe typisch war, da die Atmosphäre immer von Satsang erfüllt war. Vielleicht indem sie sich über konventionelle Normen hinwegsetzte, eröffnete sie vielen Menschen einen Raum der Freiheit. In solchen Situationen nahmen die Dinge von selbst einen solchen Lauf, daß Ma‘s Kheyala ungehindert ausgeführt werden konnte und alle glücklich waren. Es standen z.B. genügend Fahrzeuge, Geld, Kleidung und Lebensmittel für einen so großen plötzlichen Exodus zur Verfügung. Zuerst hielten Didi und andere das für bloßen Zufall, aber dann brachte die Regelmäßigkeit, mit der sie diese Phänomene beobachteten, sie zu der Überzeugung, es sei immer am besten, sich an Ma‘s Kheyala zu halten, ganz gleich wie unpraktikabel oder unmöglich es schien. Wenn man Ma einen vernünftigeren Gegenvorschlag machte, willigte sie sofort ein, aber dann klappte nichts mehr, und die Ratgeber selbst schwenkten auf den ursprünglichen Plan ein. Im Lauf der Jahre wurde dies so deutlich, daß niemand, der Ma gut kannte, bewußt versucht hätte, ihr Kheyala zu ändern oder abzubiegen.
      In Hardwar besuchte sie den Ashram von Swami Mangala Giri Maharaj und ging auch zu Swami Ashimananda. Sie erinnerte ihn daran, daß er ihr einmal versprochen hatte, sie zu den heiligen Stätten am Narmada-Fluß in Gujarat zu begleiten. Er erklärte, er sei dazu bereit, wann immer sie wünsche. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, daß sein Gast sogleich erwiderte: »Dann wollen wir heute aufbrechen und den ersten Zug nehmen, der dorthin fährt!«
      Nachdem ihr Vorschlag zuerst großes Durcheinander hervorrief, tat jeder das praktisch Erforderliche, und als der Zug schließlich aus Hardwar abfuhr, wurde allen klar, daß es doch kein so unmögliches Unterfangen war. Die Gesellschaft, die am 18. Oktober 1937 in Chandod an der Narmada ankam, war recht klein. Die meisten Begleiter waren nach Ma‘s Abreise aus Hardwar wieder nach Dehra Dun gefahren. Didi und Swami Akhandananda waren zurückgekommen, um Ma auf dieser Tour zu begleiten.

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Swami Ashimananda war in diesem Landesteil wohlbekannt. Er führte Ma und ihre Gefährten im fliegenden Wechsel an viele interessante Stellen. In späteren Jahren wurde Gujarat eine der wichtigsten Provinzen, in denen Ma viele Anhänger gewann. Sie fuhren durch Ahmedabad, Baroda und kamen zurück nach Vyas und Karnali. Wo immer Ma einige Tage blieb, strömten Menschenmengen zusammen. Gujarat hat seine ganz eigene Kultur. Die Menschen haben eine andere Sprache und packen das Leben von der praktischen Seite an; doch Ma wurde mit freundlicher Selbstverständlichkeit aufgenommen, als sei sie eine alte Bekannte. Die Hingabe, die ihr entgegenbracht wurde, stand der in Dacca, Dehra Dun oder Almora in nichts nach. Männer und Frauen scharten sich um sie, sangen Kirtan, stellten ihr Fragen oder saßen einfach still bei ihr.
      Diese ruhige Periode am Ufer der heiligen Narmada blieb durch die Lieder der Gottesliebe, die Bipin Bihari [Ma‘s Vater] sang, in besonders tiefer Erinnerung. Beide Eltern begleiteten Ma auf dieser Reise. An vielen Abenden erhob Bipin Bihari die Herzen der versammelten Devotees mit seinen Liedern. Manchmal stimmte Ma ein, wie sie es in ihrer Kindheit getan hatte. Oft hallte Musik, die den Menschen göttlich vorkam, von den mondbeschienenen Sandstränden der Narmada wider.
      Die stille Zeit an der Narmada ist auch insofern besonders erinnernswert, als es Bipin Biharis letzte Tage mit seiner Tochter waren. Ma und Bholanath fuhren von Gujarat quer durch ganz Nordindien nach Tara-peeth, während der Rest der Gruppe nach Calcutta und zu anderen Orten aufbrach. Bipin Bihari erkrankte und Bholanath und Ma besuchten ihn. Während Ma bei ihm stand, wiederholte er ständig: »Ma, Ma, Ma ...« In Bengalen sprechen Väter ihre kleinen Töchter mit ›Ma‹ an, aber hier schien es den Zuschauern, als meine er die Gottheit seines Herzens. Vielleicht erkannte er die wirkliche Bedeutung der Lieder, die er ihr so oft vorgesungen hatte. Nach einer Weile bat Ma um die Erlaubnis, Abschied zu nehmen, was er ihr mit einer friedlichen Geste des Lebewohl gewährte. Er starb am 6. Dezember 1937 im Alter von 71 Jahren. So endete ein Leben großer Hingabe an das Eine, auf das Ma so beständig verwies.

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