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Abtreibung und Fehlgeburt

Der erste Schritt der neuen Reinkarnation ist die Empfängnis. Der Moment der vollen Inkarnation nach dieser Theorie ist die Geburt. Es kann eine wichtige Frage sein, die Frauen sich stellen: Abtreibung ja oder nein? Vom yogischen Standpunkt aus ist ab dem Moment der Empfängnis tatsächlich schon ein Wesen da, die Seele ist mit dem Embryo verbunden. Deshalb ist Abtreibung normalerweise nicht richtig, sondern widerspricht dem Yogaprinzip von Ahimsa, Nichtverletzen. Aber bis zur Geburt ist es auch noch keine Vollinkarnation. Abtreibung ist nicht gleichzustellen mit Mord, wie es manche Fundamentalisten behaupten. Abtreibung ist nicht dasselbe, als wenn man ein Neugeborenes erdrosseln würde. Leben im Mutterleib ist zwar schon Leben, aber noch eine Zwischenstufe bis zur Vollinkarnation. Hier hilft die yogische Reinkarnationstheorie zu einer differenzierten Betrachtungsweise. Abtreibung ist in gewisser Weise schon Himsa..  Allerdings wird der Seele, die sich inkarnieren wollte, kein dauerhafter Schaden zugefügt. Die Seele wird sich einen anderen Mutterleib suchen, durch den sie sich inkarnieren kann. Wenn also eine Leserin abgetrieben hat, kann sie daraus Trost schöpfen: Vermutlich hat die Seele inzwischen schon einen neuen Fötus gefunden, über den sie sich inkarnieren konnte. Manche Frauen haben nach einer Abtreibung lange Zeit ein schlechtes Gewissen. Ich hatte schon Frauen in einer Beratung, die vor 30 Jahren eine Abtreibung vornehmen ließen und bis zu der Beratung nicht mehr glücklich sein konnten, weil sie dachten, sie hätten ihr Kind umgebracht und einem Wesen das Leben genommen. Ein gewisses Karma ist damit vielleicht erzeugt worden. Die Mutter selbst wird eine karmische Reaktion erfahren. Aber der Seele, die sich inkarnieren wollte, ist kein bleibender Schaden zugefügt worden. Sie wird einen anderen Weg gefunden haben und vermutlich längst inkarniert sein. Vielleicht ist es das Nachbarkind, das so gerne zu einem kommt, vielleicht der Lausbub, der immer den Fußball in den Garten schießt.  
Manche Frauen haben nach einer Abtreibung noch viele Jahre das Gefühl, dass die Seele ihnen immer noch nahe ist. Wenn das der Fall ist, empfehle ich, all das zutun, was ich beschrieben habe in den Kapiteln: „Wie kann man im Moment das Todes helfen?“ und „Wie hilft man Pretas?“ Insbesondere würde ich empfehlen, das Mantra „Om Tryambakam“ zu wiederholen und Licht und Kraft schicken. Wenn man das ein paar Wochen lang täglich macht, hat man seinen Fehler mehr als gut gemacht. Falls die Seele tatsächlich noch im Energiefeld der Mutter war, hat sie die Energie bekommen, sich einen neuen Körper zu suchen. Falls die Seele sich schon längst wieder inkarniert hat, erhält sie so einen Schub von Lichtenergie und Liebe, welcher ihr auf dem weiteren Lebensweg helfen kann.
Manchmal inkarniert sich eine Seele im Embryo des Mutterleibs und verlässt diesen Embryokörper nach ein paar Wochen oder Monaten wieder. Das kann dann zu einer Fehlgeburt führen. Manche Seelen brauchen ein paar Mal das Gefühl der Geborgenheit im Mutterleib, bevor sie sich voll inkarnieren. Daher ist es gerade nach einer Fehlgeburt besonders wichtig, ein kleines Totenritual zu zelebrieren und der Seele Lichtenergie zu schicken.
Wenn eine Seele den Embryokörper verlässt, muss das nicht immer zu einer Fehlgeburt führen. Es gibt nämlich Seelen auf  Bhuvar Loka, die es besonders eilig haben, sich zu reinkarnieren. Diese können dann den Embryokörper übernehmen, den die andere Seele gerade verlassen hat. In diesen Fällen kann die Zeit der Seele zwischen Tod und Geburt sehr kurz sein. Es kann sogar sein, dass eine Seele sich direkt aus Bhur Loka inkarniert, ohne zwischendurch in Bhuvar Loka verweilt zu haben. Das ist zwar selten, kann aber vorkommen. In diesen Fällen kann sich das Kind manchmal an seine frühere Inkarnation erinnern. Bei den meisten der von Ian Stevenson untersuchten Reinkarnationsfällen war die Zeit zwischen Tod und Geburt sehr kurz, häufig nur wenige Tage oder Wochen.

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