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Leben und Werk des Heiligen Arunagirinathar - Die traditionelle Überlieferung

Diese ist durch Hörensagen über Generationen zu uns gekommen. Sie beruht hauptsächlich auf dem frühesten poetischen Werk über das Leben von Arunagiri mit dem Titel „Arunagirinatha Swamigal Puranam“ von einem heiligen Swami namens Thandapani Swamigal (der auch unter den Namen Murugadasa Swamigal und Tiruppugazh Swamigal, 1839-1898, bekannt ist), das ungefähr im Jahr 1865 geschrieben wurde.

Demzufolge wurde Arunagiri in Tiruvannamalai, Tamilnadu, geboren und man nimmt an, dass er irgendwann in der Mitte des 15. Jahrhunderts nach Christus gelebt hat. Er war der Sohn einer Daasi (eine Tänzerin) namens Muthu und hatte eine ältere Schwester namens Adi. Es heißt auch, dass Muthu ihn auf eine ungewöhnliche Weise von Pattinathar, dem berühmten mystischen Weisen von Tamilnadu, empfangen hatte. Als der Junge fünf Jahre alt war, kam er zur Schule. Als er sieben Jahre alt war, verschied seine Mutter. Sie liebte den Jungen so sehr, dass sie ihn auf dem Sterbebett der besonderen Sorge ihrer Tochter (d.h. der älteren Schwester von Arunagiri) anvertraute, mit der ausdrücklichen Anweisung, nichts zu tun, was ihm missfallen würde. Arunagiris Schwester verstand die Ängste ihrer Mutter und versprach ihr, dass sie nichts unversucht lassen würde, um es Arunagiri gut gehen zu lassen und ihn glücklich zu machen.

Als Arunagiri älter wurde, fand er die Gesellschaft von Frauen angenehmer als seine Studien, die er praktisch vernachlässigte, und suchte die Freuden bezaubernder Kurtisanen. Langsam wurde er zu einem zutiefst ausschweifenden Menschen. Seine Schwester versuchte ihr Bestes, um ihn aus den Fallen der Prostituierten zu befreien. Aber nichts konnte Arunagiri von seiner verblendeten Liebe zu Frauen abhalten. Er musste seinen Willen um jeden Preis haben. Die arme Schwester konnte nichts unternehmen, wenn sie nicht grob zu Arunagiri sein oder ihm missfallen wollte, was bedeuten würde, das Versprechen ihrer Mutter gegenüber zu brechen. So frönte Arunagiri achtlos dem Sex und verbrauchte das ganze Vermögen seiner Mutter. Allmählich nahm er eines nach dem anderen die Schmuckstücke seiner Schwester weg, manchmal mit ihrem Wissen und manchmal ohne. Die hilflose Schwester konnte nichts anderes tun, außer zu Gott zu beten, Arunagiri zu retten.

In der Zwischenzeit fing sich Arunagiri viele Krankheiten ein und litt sehr. Dennoch lernte er nichts daraus. Er verprasste die ganze Mitgift seiner Schwester und machte sie vollständig mittellos. Aber selbst dann forderte er noch Geld von ihr, um seinen sexuellen Hunger zu befriedigen und wenn sie ihn hilflos anflehte, drohte er ihr, er würde vor ihren Augen zusammenbrechen. Obwohl sie sich in diesem erbärmlichen Zustand befand, konnte sie sich nicht vorstellen, Arunagiri nicht zu helfen. Aber jetzt war sie völlig hilflos. Sie verzweifelte und sagte: „Bruder! Ich habe Dir mit allem geholfen, was ich hatte. Aber jetzt finde ich keine Mittel mehr, um Dir zu helfen. Und dennoch kann ich nicht daran denken, Dich im Stich zu lassen. Bruder, sag mir, was ich tun kann. Nun, nur ein Mittel ist mir noch geblieben. Obwohl wir von derselben Mutter geboren wurden, haben wir verschiedene Väter. Darum kannst Du das Vergnügen, dass Du von einer Frau suchst, bei mir finden!“ Sie wollte fortfahren, aber ihre Kehle zog sich zusammen und sie verstummte. Und siehe da! Diese Worte drangen in Arunagiris Herz wie scharfe Pfeile und erschütterten sein inneres Wesen so grundlegend, dass er zerknirscht all seine Übeltaten bereute und bitterlich weinte.

Im selben Moment entschloss er sich, seinem Leben als Sühne für all die von ihm begangenen Sünden ein Ende zu setzen. Bevor seine Schwester noch verstehen konnte, was mit Arunagiri geschah, rannte er schleunigst davon, erklomm den Turm des Arunachala Tempels, rief laut den Namen Gottes „Muruga, Muruga, Muruga“ und sprang hinunter, um seiner elenden Existenz ein Ende zu setzen und dadurch von Sünden befreit zu werden. Wer kann die Wege des Herrn verstehen! Ehe Arunagiri zu Boden stürzte, stand dort Lord Skanda mit ausgestreckten Händen und fing ihn mit einer warmen Umarmung auf, obwohl Arunagiri völlig unwissend war.

Mit seinem Vel (Speer; die Waffe von Skanda) schrieb Skanda sein heiliges Mantra auf Arunagiris Zunge, gab ihm eine Japa Mala und befahl ihm, seinen Ruhm zu besingen. Arunagiri zögerte. Da gab ihm Gott selbst die erste Zeile als: Muttait Taru Pattit Tirunagai Attikkirai Sattich Saravana Muttik Koru Vittug Gurupara - Ena Odhu „Mit göttlichem Lächeln und Zähnen einer Perlenkette gleich, O Moksha gewährender Gemahl von Deivayanai! O Sharavanabhava, der Du den Shakti-Vel hältst! O höchster Guru! O Same (Quelle) um Moksha zu erlangen! - so singe.“

Der Herr verschwand. Arunagiri war vollständig verwandelt. Er nahm das Leben eines Entsagten auf. Der einstmalige Sünder erstrahlte jetzt als ein Heiliger. Sein Körper wurde von allen Krankheiten geheilt, sein Geist von allen  Unreinheiten gesäubert; sein Herz quoll über vor Hingabe und er war in einer hohen ekstatischen Stimmung. Arunagiri, der jetzt die vollständige Gnade und den Befehl Gottes hatte, vervollständigte sofort das Lied. Es war voller Ausdrucksstärke, Liebe und höchster Hingabe. Wie das Wasser aus einem Reservoir herausschießt, wenn das Wehr plötzlich geöffnet wird, flossen Weisheit und Liebe durch den Heiligen in der Form seiner Tiruppugazh-Lieder.

Er ging von Turm zu Turm des Arunachaleshwarar Tempels und verströmte Gedichte in exquisitem Tamil. Dann ging er durch die Straßen von Tiruvannamalai und besang den Ruhm des Herrn auf verschiedene Weisen. Er war innen und außen von Gott berauscht, begann eine Pilgerfahrt zu allen heiligen Plätzen und sang dabei den „Ruhm Gottes“ (Tiruppugazh), wo immer er hinging und hatte verschiedenste göttliche Erfahrungen an mehreren Orten.

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