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Der undankbare Hund

In einem bestimmten großen Wald lebte ein Asket, der sehr strenge Gelübde abgelegt hatte. Er lebte von Früchten und Wurzeln. Er konnte seine Sinne kontrollieren. Er reinigte sein Herz durch Fasten. Er behandelte alle Geschöpfe mit großer Zuneigung. Wenn er auf seinem Sitz saß kamen alle Tiere mit Zuneigung zu ihm, da er voller Erbamen und Güte war. Wilde Löwen, Tiger, Leoparden und Elefanten kamen zum Rishi (Seher, Weiser). Alle verhielten sich ihm gegenüber wie Verehrer und Sklaven und taten alles um ihm gefällig zu sein. Es lebte jedoch ein Hund bei dem Heiligen. Er hing sehr an dem Asketen. Daher lebte er ebenfalls von Früchten und Wurzeln. Doch durch das Fasten wurde er schwach und ausgemergelt. Eines Tages kam ein sehr starker und hungriger Leopard dorthin, um den Hund zu fressen. Der Hund lief Schutz suchend zum Rishi. Der Rishi hatte Mitleid mit dem Hund und verwandelte ihn unverzüglich in einen Leoparden, der noch stärkeren war als der Neuankömmling.

Der Leopard ging enttäuscht von dannen. Einige Zeit später kam ein schrecklicher Tiger, der den Hund der jetzt ein Leopard war, angreifen wollte. Der Leopard lief wieder Schutz suchend zum Rishi. Diesmal verwandelte der Rishi den Leoparden in einen mächtigen Tiger. Der andere Tiger ging, wie der erste Leopard, ebenfalls enttäuscht von dannen. Der Hund, der ja jetzt in einen Tiger verwandelt war, frass seine vorherige Nahrung aus Früchten und Wurzeln nicht mehr sondern ernährte sich von anderen Tieren des Waldes, wie ein echter König der Tiere. Nun kam ein riesiger Elefant, der den Tiger angreifen wollte. Und wieder suchte der Tiger Schutz zu Füßen des Rishi. Daraufhin verwandelte der Rishi den Tiger in einen Elefanten, der noch mächtiger war als der echte Elefant. Der echte Elefant ging verängstigt und unentrichteter Dinge fort. Eines Tages kam ein Löwe und wollte den Elefanten angreifen. Und wieder verwandelte der Rishi nun den Elefanten, der ursprünglich ein Hund gewesen war, in einen Löwen, der stärker war als sein neuer Feind. Als er ein starkes Tier seiner eigenen Art sah, bekam der wilde Löwe Angst und lief davon.

Einige Zeit später kam ein Sharabha (ein schreckliches wildes Tier) mit acht Beinen und Augen auf der Stirn, um den Hund, der nun ein Löwe war zu töten. Der Rishi hatte Mitleid mit dem Hund-Löwen und verwandelte ihn in einen sehr starken Sharabha. Als der wilde Sharabha nun vor sich einen noch stärkeren Sharabha sah, floh er ängstlich aus dem Wald. Nun war der Sharabha frei von allen Gefahren. Er lebte glücklich aber alle anderen Tiere lebten in Angst und Schrecken. Eines Tages dürstete das undankbare Tier, das einst ein Hund gewesen war und nun von dem Heiligen in ein Sharabha verwandelt war, gierig nach dem Blut des Rishi. Der Rishi wusste dies durch seine spirituelle Vision und asketischen Kräfte. Der Heilige sagte: „Oh Hund! Ich habe dich in verschiedene Gestalten verwandelt, um dich vor Gefahren zu retten. Ich habe dich sehr geliebt. Oh du sündige Kreatur! Nun möchtest du mich töten, der ich dir doch keine Verletzung zugefügt habe. Du wirst die Gestalt deiner eigenen Art annehmen und wieder Hund sein.“ Das heimtückische, böse und törichte Tier nahm wieder seine eigene Gestalt an. Er war wieder ein Hund. Dankbare Menschen sind selten in dieser Welt. Es ist nicht richtig, zu vergessen, wenn andere dir Gutes tun. Du solltest für immer dankbar gegenüber dem Mann sein, der dir Gutes getan hat und der dir geholfen hat, als du in Schwierigkeiten warst.

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