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Ein Leben voll Glückseligkeit

  1. Der Geist ist manchmal verärgert und manchmal ruhig. Gib dem niemals nach. Sei gelassen.
  2. Vergiss dich selber vollständig in den Sorgen und Nöten deiner Mitmenschen.
  3. Säe den Samen der Arbeit zur günstigsten Zeit, wenn er am fruchtbarsten ist.
  4. Bringe den Schwachen Trost, Licht in die Dunkelheit und den Verzweifelten Hoffnung.
  5. Dein Herz ist durch Heuchelei, Unaufrichtigkeit, Boshaftigkeit usw. sehr eng geworden und verkümmert. Es ist deine beschwerliche Pflicht, es jetzt zu öffnen.
  6. Dein Herz ist härter als Granit oder Stahl, da es der Hort schlechter Eigenschaften gewesen ist wie Habgier, Geiz, Grobheit, Zorn, Eifersucht und Stolz. Es ist deine oberste Pflicht, es zu erweichen.
  7. Das Verlangen nach Ruhm, Ehre und Genuss unter dem Deckmantel der Frömmigkeit ist der Erzdämon und ein Hindernis auf dem spirituellen Weg.
  8. Leidenschaft macht uns blind und zum ärmsten aller Bettler. Unser Sehorgan tut viel Böses. Vernichte den lustvollen Blick, die Untreue des Auges. Schlage den Weg der göttlichen Entwicklung ein und versuche, Gott in allem zu sehen.
  9. Überwinde die Trägheit, die dich in den Ruin führen kann.
  10. Derjenige, der allen selbstsüchtigen Handlungen entsagt, der die Gegensätze überwindet, wird aus dem Kreislauf von Geburt und Tod befreit.
  11. So wie die Eule, die in der hellen Sonne nicht sehen kann, ist auch ein weltlicher Mensch wegen seiner Unwissenheit, seiner Selbstsucht und seiner Eitelkeit nicht fähig, Gott zu erkennen.
  12. Krankheit ist ein Segen; sie hilft dir, deinen Geist nach Innen, auf Gott zu richten.
  13. Leid ist eine Feuerprobe, in welche die Natur den Menschen wirft, um ihn zu einem höheren übermenschlichen Wesen zu formen.
  14. Stehe auf, wache beizeiten auf. Warte nicht, bis harte Schicksalsschläge dich zur Besinnung bringen.
  15. Beklage dich nicht darüber, dass du keine Zeit für spirituelle Übungen hast. Schlafe weniger und plaudere weniger. Dann wirst du genügend Zeit für Sadhana haben. Siehe Gott in jedem Gesicht, in allem.
  16. O Ram, wiederhole den Namen Gottes unaufhörlich. Singe ihm zu Ehren. Meditiere. Diene den Heiligen.
  17. Sei harmonisch im Umgang mit allen und überall.
  18. Wenn du dich nicht um Gottesverwirklichung bemühst, solange Gott dich mit einem menschlichen Körper gesegnet hat und du dieses wertvolle Leben mit sinnlichen Genüssen vergeudest, bist du ein ausgewiesener Narr. Du wirfst die kostbare Perle des Chintamani (Edelstein) weg und nimmst eine Glasscherbe. Der Verlust ist in der Tat erbärmlich.
  19. Disziplin, Selbstbeschränkung und tiefe Meditation sind notwendig, um den Willen Gottes zu erfahren.
  20. Erwacht, Kinder des Lichts! Zieht euch nach innen zurück. Schränkt eure Sinne ein. Erlangt das Licht der Lichter.

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Dienst an den Schülern:

Während der ersten Zeit im Ashram fragte der Meister stets, wenn er sein Mittagessen einnahm, nach einem zweiten Teller und gab etwas von seiner Mahlzeit, was immer er auch aß, auf diesen zweiten Teller. Nachdem er sein Mittagessen beendet hatte und ohne danach zu ruhen, nahm er diesen Teller, bedeckte seinen kahlen Kopf mit einem dünnen Tuch und ging von Zimmer zu Zimmer, um seinen Schülern von diesem Prasad zu bringen.
An einem sehr heißen Tag schlossen die drei Schüler, die im Büro arbeiteten, die Tür, um sich in einem kleinen Nebenraum auszuruhen.
Als an diesem Tag der Meister mit dem Teller kam, sah er, dass die Bürotür und die Tür des anderen Raums geschlossen waren und dachte sich, dass seine Schüler sich ausruhten. Also ging er zur Küche, die in der Nähe des Büros lag und gab dem dort arbeitenden Swami das Prasad mit der Anweisung, es den Schülern ins Büro zu bringen, wenn diese aufwachten.
Ein paar Minuten später hörte der Swami einen der Schüler im Büro lachen. Er kam mit dem Prasad und sagte: „Oh! Swamiji hat dieses Prasad in der Küche gelassen und mich gebeten, es euch zu bringen, da er dachte, ihr würdet euch ausruhen.“
Es gab eine weitere erinnerungswürdige Begebenheit in den frühen Tagen des Ashrams, in einer Zeit, in der die Einkünfte gering und Obst selten und teuer war.
Eines Tages kamen einige Schüler zum Meister, um Arbeit und Anweisungen zu bekommen.
Auf einmal wandte sich der Meister seinem persönlichen Koch zu und fragte ihn, ob Orangen da seien. Als der Koch bejahte, bat der Meister ihn, sie zu bringen.
Der Koch war ein wunderbarer Mensch und dem Meister sehr ergeben. Als er gebeten wurde, das Obst zu bringen, rührte er sich nicht von der Stelle, sondern sagte: „Die sind nur für dich, Swamiji, und für niemanden sonst.“
„Ah! Nur eine, nur eine“, bat der Meister.    
„Nein, Swamiji. Sie sind sehr teuer und schwer zu bekommen in dieser Jahreszeit. Wir haben nur einige wenige für dich gekauft, Swamiji.“
„Ah! Sehr selten? Sehr teuer?“
„Ja, Swamiji. Es ist Sommer und es gibt nicht viele Orangen in den Läden.“
„Ah! Fürchterlich teuer? Ich verstehe!“
Daraufhin ging der Meister in die Küche und brachte die Orangen!
„Hm! Das sind sehr schöne Orangen, auch wenn sie sehr teuer sind. Sie sind sehr gut.“
Der Meister schälte eine und gab jedem der beiden Schüler ein paar Stücke. Dann warf er einige Stücke in den Ganges.
„Die Fische können auch etwas davon bekommen. Wenn sie so teuer und so selten sind, warum sie nicht auch mit den Fischen teilen?“
In der Zwischenzeit hatten sich einige Affen auf dem Dach versammelt und er warf ihnen auch ein paar Stücke zu. Eine nach der anderen wurden so alle Orangen verbraucht!

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Dürftiger Dienst:

Om Namo Narayanaya, Swamiji! Ist alles in Ordnung? Ach ja! Ich habe dich auf dem Weg zum Berg Kailas getroffen.“
Nachdem auf diese Weise die Freundschaft mit einem Mönch wieder angeknüpft worden war, der den Ashram besuchte, wandte sich der Meister einem Schüler zu und lobte die spartanische Lebensweise des Mönches, der ohne Schuhe, ohne Brille und ohne wollene Kleidung zum Berg Kailas gepilgert war. Dann erfuhr der Meister, dass der Mönch bereits am Vortag angekommen war und sich nur einige wenige Ashrambewohner dürftig um ihn gekümmert hatten.
„Ja ja, der Ashram ist gewachsen. Alle haben viel zu tun, deswegen regen wir uns leicht auf. Außerdem gibt es hier Tiger, wilde Eber und Kühe. Wenn du dich an Chidanandaji oder Sivanarayanaji gewandt hättest, wärst du sicherlich anders behandelt worden. Sie sind die Kühe.“
Der Meister und der Mönch lachten beide herzlich. Nachdem der Meister sich mit dem Mönch, dessen Name Swami Rama Teertha war, in freundschaftlichem bewunderndem und vertrautem Ton unterhalten hatte, bemühten sich alle im Ashram, ihn gut zu betreuen.

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Mayas machtvolle Waffe:

„Ein Mann baut sein spirituelles Wachstum langsam auf. Innerhalb einer Minute ist alles dahin wegen einer Frau. Frauen sind die schrecklichste Waffe von Maya“, sagte der Meister, als Swami Chidanandaji einen Mann erwähnte, der als Witwer ein frommes Leben geführt hatte und dann in einem Haus, wo er als Gast der Familie weilte, ein junges Mädchen kennengelernt hatte.
„Es ist Verrat, das zu tun – das Vertrauen der Familie zu genießen und auf einmal der Familie ein Mädchen zu entreißen. Frauen haben so große Macht, dass sie die Männer blenden können.“
„Das ist wahr, Swamiji. Manchmal ist ein tiefer spiritueller Fall auf den Einfluss einer Frau zurückzuführen“, stimmte ihm Swami Chidanadaji bei.
„Aber letztendlich ist es nicht allein die Schuld der Frauen“, sagte der Meister. „Der Hauptschuldige ist das schlechte Verlangen im Mann selbst. Der Dämon der Lust muss besiegt werden, sonst ist kein Fortschritt möglich. Spirituelle Praxis ohne den Sieg über Lust, Zorn und Habgier bringt selten Früchte.“

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Ratschlag für Verehrer:

Kripalani, ein Ingenieur und seine Frau Srimati Gopi hatten einige Tage im Ashram verbracht. Da sie am folgenden Tag ihre Abreise nach Shikohabad geplant hatten, baten sie um ein Gespräch mit dem Meister, um seinen Rat in einigen Angelegenheiten einzuholen.  Sie wurden gebeten, um 6 Uhr nachmittags zum Meister zu kommen. Ebenso baten Dr. Sushila Vighnay und ihr Sohn um ein Gespräch mit dem Meister, um dessen Rat und Segen zu erhalten. Also gingen auch sie zum Meister. Alle vier betraten seine Hütte, verneigten sich und setzten sich auf den Boden.
Kripalani: „Swamiji, ich werde ins Ausland gehen, um mich als Architekt weiterzubilden. Meine Gesundheit ist nicht einwandfrei, aber ich muss dennoch gehen. Ich bitte dich um deinen Segen für meine Reise und eine erfolgreiche Weiterbildung.“
Meister: „Nimm Gopi mit. Sie wird dich unterstützen und sich auch um deine Gesundheit kümmern.“
Kripalani: „Ja, Swamiji, ich möchte sie mitnehmen. Aber die Nationalbank erlaubt mir nicht, genügend Geld in Pfund auszuführen. Mit deiner Gnade gelingt es mir vielleicht, die Genehmigung zu bekommen. Meine Firma wird die Kosten übernehmen.“
Meister: „Ist es eine europäische Firma?“
Kripalani: „Ja, Swamiji. Es wird die größte Firma in Indien sein. Sie produzieren Glühbirnen und andere Dinge. Die Regierung ist der Meinung, dass wir uns selber um eine bessere Qualifizierung bemühen sollten, anstatt Ingenieure aus dem Ausland zu holen. Deswegen werde ich ins Ausland geschickt. Meine schlechte Gesundheit ist ein großer Nachteil.“
Meister: „Rezitierst du täglich das Maha Mrityunjaya Mantra?“
Kripalani: „Ja, Swamiji.“
Gopi: „Ich bete täglich hundert Malas für seine Gesundheit und wir haben zusammen in diesen Tagen einen Lakh durchgeführt (das Mantra 100.000 Mal wiederholt).“
Meister: „Einen Lakh? Ihr habt es 100.000 Mal wiederholt? Dann müsste deine Migräne verschwunden sein, denke ich. Sehr gut, macht weiter so. Eure Probleme werden verschwinden mit der Gnade Gottes.“
Kripalani: „Mit deinem Segen ist alles möglich.“
Meister: „Habt ihr viele Freunde?“
Kripalani: „Nein, Swamiji, ich habe keine Freunde. All die sogenannten Freunde sind egoistisch und streitsüchtig. Heute sind sie Freunde, morgen verwandeln sie sich in Feinde. Ich halte mich da heraus und verbringe meine Zeit ausschließlich mit meiner Arbeit und meinem täglichen Sadhana. Ich lese religiöse Bücher, die meisten sind von dir und über Japa und Meditation. Damit bin ich vollauf beschäftigt. Ich gehe nicht ins Kino. Ich frage mich, wie die Leute drei Stunden lang da sitzen und irgendeinen Unsinn anschauen können. Ich mag Dokumentarfilme, kann mir aber nicht erlauben, drei Stunden damit zu verschwenden.“
Meister: „Also habt ihr überhaupt keine Freunde. Das ist gut. Ihr habt die wahre Natur der menschlichen Freundschaft erkannt. Wie geht ihr Freundschaften aus dem Weg?“
Kripalani: „Ich gehe einfach nicht darauf ein, wenn jemand versucht, mich zu loben oder mir zu schmeicheln. Ich mache mir nichts aus ihren Freundlichkeiten. Das hilft mir, meine Pflichten zu erfüllen, ohne in irgendeiner Weise parteiisch oder ungerecht zu sein.“
Meister: „Du bist jetzt ohne Freunde, aber es gibt einen ewigen Freund, dem du nicht aus dem Weg gehen kannst – Gott. Erlaubst du Gopi auch nicht, Freundschaften zu anderen Frauen zu knüpfen?“
Kripalani: „Ich erlaube es ihr, aber in Grenzen. Ich bitte sie, keinen Streit anzufangen, sondern Streitigkeiten zwischen den Frauen der Beamten und anderen Frauen zu schlichten.“
Meister: „Du bist ein Philosoph. Du führst ein gutes Leben, ein vorbildliches sogar und erfährst dadurch sicher Frieden und Glück im Überfluss.“
Kripalani: „Das ist wahr, Swamiji. Ich habe eine Bibliothek mit deinen Büchern eingerichtet und habe bisher ungefähr 200 gesammelt. Ich habe beinahe alle gelesen, Swamiji. Ich habe mir schon immer gewünscht, den ersten Teil deiner Brahma Sutras zu lesen, aber bisher habe ich es nirgendwo finden können. Könntest du jemanden bitten, mir das Buch zu leihen? Es gibt sicher auch andere Herausgeber, aber ich möchte nur dein Buch lesen.“
Meister: „Warum liest du nicht irgendeine andere Ausgabe? Weil du mein Buch einfacher und verständlicher findest? Swami Krishnanandaji hat auch gesagt, dass er die Philosophie der Brahma Sutras erst verstanden hat, nachdem er meine 2 Bände gelesen hatte. Er ist selber eine großer Kenner der Vedanta. Ich werde jemanden bitten, dir eine Kopie zu geben. Der erste Band ist schon lange vergriffen.“
Kripalani: „Ich stehe bei eurer Heiligkeit in tiefer Schuld.“
Meister: „Arbeitest du in Shikohabad? Ich habe auf meiner Tournee in beiden Schulen dort Vorträge gehalten.“
Kripalani: „Ich freue mich sehr, das zu hören. Deine Botschaft hat sich dort verbreitet. Ich möchte versuchen, erst eine Bibliothek dort zu eröffnen und dann einen Ableger der Divine Life Society. Mit deinem Segen wird es mir sicherlich gelingen.“
Meister: „Fange mit der Bibliothek an. Ich werde dir alle Bücher schicken.“
In diesem Moment bemerkte der Meister, dass Dr. Sushila Vighnay ungeduldig darauf wartete, ebenfalls ihre Fragen stellen zu dürfen. Sie hatte sie auf einen Zettel notiert. Indem er sich ihr zuwandte, fragte der Meister: „Welche Frage hast du? Gib mir deinen Zettel.“
Dr. Sushila: „Nein, Swamiji, du wirst meine Schrift nicht lesen können. Ich lese sie lieber selber vor und bitte eure Heiligkeit, sie zu beantworten.“
Daraufhin zeigte sie ein Foto einer Statue von Ganesha. Wie sie sagte, war die Statue in einem Brunnen in ihrem Haus gefunden worden.
„Swamiji, diese Statue ist herausgespült worden und schwamm 24 Stunden lang auf dem Wasser. Ich habe es aus dem Wasser gezogen und gesehen, dass es eine Statue von Ganesha ist. Ich weiß nicht, wie es möglich ist, dass sie auf dem Wasser schwamm und wie sie dorthin gekommen ist, und nicht einmal jetzt kann ich mir dieses Geheimnis erklären. Was kann das sein, Swamiji?“
Meister: „Ist Ganesha deine persönliche Gottheit?“
Dr. Sushila: „Ja, Swamiji, das ist er.“
Meister: „Dann ist die Antwort klar. Aus Freude über deine Hingabe und Liebe ist er in dieser Form zu dir gekommen. Er möchte dich ermutigen. Du hast gut daran getan, die Statue in deinem Haus aufzustellen und sie zu verehren. Du hast seine Gnade erlangt.“
Dr. Sushila: „Die Leute fragen sich, ob ich eine Heilige oder eine Zauberin bin. Außerdem würde ich gern wissen, wie es möglich ist, dass ich deinen Darshan schon in Träumen erhalten hatte, noch bevor ich von dir hörte. Ich versuche, die verschiedenen inspirierenden Erfahrungen zu verstehen, die ich durch deine Gnade hatte, aber es gelingt mir nicht. Kannst du mir das erklären, Swamiji?“
Meister: „Versuche nicht, diese Dinge zu analysieren. Versuche nicht, diese Geheimnisse zu erklären. Es sind alles göttliche Dinge. Genieße sie als Erfahrungen, aber bemühe dich nicht, sie zu enträtseln. Dein früheres Sadhana und dein hartes Leben bringen nun Früchte. Du wirst dafür belohnt.“
Dr. Sushila: „Nun bin ich zufrieden, Swamiji. Da gibt es aber noch eine Frage. Ich möchte die vollständige Selbstverwirklichung erreichen. Dieser Wunsch ist tief in mir verwurzelt und ich bin hergekommen und habe alle weltlichen Angelegenheiten hinter mir gelassen, um die Methoden zu erlernen, die dorthin führen. Bitte sage mir, was ich tun muss, um Gott bald zu verwirklichen. Ich werde deine Ratschläge streng befolgen.“
Meister: „Dem ist nichts hinzuzufügen. Übe weiterhin das gleiche strenge Sadhana mit noch mehr Konzentration und Glauben.“
Dr. Sushila: „Ich mache alle Sadhanas, die eure Heiligkeit mir gezeigt hat. Ich übe sogar Asanas. Ich kannte nur wenige und nun lerne ich sie hier im Ashram. Du denkst also, Swamiji, dass ich mein Ziel erreiche, wenn ich alle diese Übungen weiterführe und dass keine weiteren Übungen notwendig sind?“
Meister: „Nichts Weiteres ist notwendig. Mache mit genau diesen Übungen weiter.“
Dr. Sushila: „Meine Schwägerin, eine große Verehrerin Eurer Heiligkeit, hat mich gebeten, dir mitzuteilen, dass sie sehr schlecht sieht und dass sie dich um Rat bittet, was sie dagegen tun kann. Sie trägt eine Brille mit Stärke fünf und befürchtet, dass ihre Augen noch schlechter werden könnten. Sie möchte die Brillenstärke verringern.“
Meister: „Empfehle ihr, das Surya Mantra und die zwölf Namen der Sonne zu wiederholen. Die Sonne ist die Hauptgottheit der Augen. Durch die Gnade des Sonnengottes werden ihre Augen besser. Du findest dieses Mantra und die zwölf Namen in meinen Büchern. Sie soll sie auswendig lernen und täglich wiederholen. Außerdem soll sie die Augenübungen von Swami Chidanandaji lernen. Er wird sie dich lehren. Später kannst du sie deiner Schwägerin zeigen. Diese Übungen sind sehr einfach und können leicht erlernt werden. Du kannst sie auch in unserem Film sehen.“
Dr.  Sushila: „Swamiji, ich nehme nur eine Mahlzeit täglich zu mir. Ist das richtig?“
Meister: „Nein, du musst zwei tägliche Mahlzeiten  zu dir nehmen. Faste nicht zu viel und übe Sadhana. Verringere nicht die Menge des Essens, sonst wirst du dich müde und schwach fühlen. Du verrichtest viel anstrengende Arbeit im Krankenhaus. Du engagierst dich außerdem stark sozial. Deswegen solltest du dich ausreichend ernähren.“
Suresh: „Swamiji, ich hatte einen Unfall und habe drei Brüche erlitten. Mein Zustand hat sich so schnell verbessert, dass sogar die Ärzte verblüfft waren. Sie hatten meinen Fall für hoffnungslos gehalten. Ich kann ohne Probleme gehen. Jetzt sagen die Ärzte, ich müsste mich einer Operation unterziehen. Ich habe allerdings Zweifel. Soll ich mich operieren lasen, Swamiji?“
Meister: „Frag deine Mutter. Sie ist auch Ärztin.“
Suresh: „Nein, Swamiji, ich möchte deine Anweisung hören, nicht die Meinung meiner Mutter.“
Meister: „Nimm weiterhin Massagen. Trainiere deine Wadenmuskeln. (Hier zeigte der Meister, wie man dies machte). Wiederhole das Maha Mrityunjaya Mantra. Mit der Gnade Gottes wird es dir bald gut gehen. Lass dich nicht operieren. Solange du nicht zu den Ärzten gehst und ihnen deine Probleme schilderst, werden sie nichts finden können. Verlass dich nicht auf ihre Versprechungen. Übe Sarvangasana und Paschimottanasana.“
Suresh: „Ja, Swamiji, ich werde mich nicht operieren lassen und werde deine Anweisungen zu den Asanas befolgen.“
Meister: „Hast du schon deine Zwischenprüfung abgelegt?“
Suresh: „Ja, Swamiji. Ich habe die Prüfungen gerade abgeschlossen, bevor ich hierher kam. Dein Segen  hat mir sehr geholfen. Alle meine Arbeiten sind fertiggestellt.“
Meister: „Was wirst du als nächstes studieren?“
Suresh: „Ich möchte nach China gehen und Zahnmedizin studieren. Das ist eine gute Arbeit und außerdem gut bezahlt. Die Chinesen sind große Experten in der Zahnmedizin. Wenn  du mir dein Einverständnis und deinen Segen gibst, werde ich dorthin gehen und studieren. Wenn es mit der Zahnmedizin nicht funktioniert, werde ich ins Geschäftsleben einsteigen.“
Meister: „Hast du eine besondere Vorliebe für das Geschäftsleben?“
Suresh: „Ja, Swamiji, es gefällt mir sehr. Schon als Kindheit habe ich immer irgendwelche Geschäfte gemacht. Als Junge habe ich Drachen gemacht und diese verkauft. Je nach Jahreszeit habe ich unterschiedliche Geschäfte gemacht. Wenn du mir rätst, ein Geschäft zu führen, werde ich aufhören zu studieren und ein Geschäft aufmachen.“
Meister: „Dann betreibe ein Geschäft anstatt der Zahnmedizin, die weniger gut bezahlt ist. Am Anfang solltest du allerdings bei einem erfahrenen Geschäftsmann arbeiten. Werde sein Partner. Investiere keine großen Summen, bevor du das nötige Handwerkszeug beherrschst. Wenn du das erlernt hast, kannst du dich auch selbständig machen. Fange in Bombay an.“
Suresh: „Ich hatte mich auch schon entschieden, in Bombay anzufangen. Ich bin froh, dass Swamiji persönlich meine Probleme löst. Swamiji, meine Mutter hatte mich davor gewarnt, all diese Fragen zu stellen und deine Zeit solange in Anspruch zu nehmen, aber da sich mir diese ausgezeichnete Gelegenheit bot, habe ich nicht auf sie gehört.“
Alle brachen in Gelächter aus.
Dr. Sushila: „Swamiji, gestern habe ich in einem Vortrag in der Bhajan Halle gehört, dass unser Karma für unser Leid und Glück verantwortlich ist. Wenn das wahr ist, wie können wir dann unser Karma überwinden?“
Meister: „Du musst das Karma erschöpfen, gerade indem du es durchlebst. Aber die Gnade Gottes kann alles Karma zerstören. Nichts ist unmöglich für ihn.“
Dr. Sushila: „Swamiji, ich muss um alles im Leben kämpfen. Nichts ist mir je einfach so zugefallen. Nein, ich habe mir alles stets hart erkämpfen müssen. Vielleicht ist das mein Schicksal.“
Meister: „Hast du die finanzielle Unterstützung von der Regierung  erhalten, um die du dich bemüht hast? Selbst wenn du sie nicht bekommst, faste nicht, sondern übe Satyagraha!“
Alle brachen in Gelächter aus!
Suresh: „Swamiji, das ist sehr vernünftig. Wenn sie auf einen Brief von dir wartet, fastet sie und schweigt, bis der Brief kommt.“
Meister: „Tu das nicht. Wie viele Niederlassungen hat dein Institut?“
Dr. Sushila: „Vier, Swamiji. Ich habe den Zuschuss von der Regierung erhalten und mit deinem Segen läuft alles gut.“
Meister: „Wenn du vier Niederlassungen hast, wird es sehr schwierig sein für dich, alle selber zu leiten. Das bringt viele Sorgen und Probleme mit sich. Aber das macht nichts. Da du alles in einem Geist der Selbstlosigkeit machst, wird dir alles Freude bringen. In diesem Geist liegt viel Kraft. Diene weiter, solange Gott will. Wenn du eine Assistentin brauchst, nimm Gopi. Sie wird dich unterstützen.“
Alle brachen in Gelächter aus!
Suresh: „Aber sie ist die einzige Freundin von Kripalani.“
Noch mehr Gelächter!
Dr. Sushila: „Swamiji, Englisch ist nicht meine Muttersprache, deswegen weiß ich nicht, ob meine englischen Gedichte über deine Heiligkeit gut sind. Auf Marathi kann ich sehr gut schreiben.“
Meister: „Ja, höre nicht auf zu dichten. Die Gedichte sind sehr gut.“
Suresh: „Mein Vater tut alles, um deinen Darshan zu erhalten, aber er kann sich diesen Wunsch nicht erfüllen. Bitte segne ihn für einen baldigen Darshan.“
Meister: „Oh ja! Jetzt wird es schon dunkel.“
Der Meister rief Swami Satchidanandaji zu sich und bat ihn, Prasad zu verteilen, was er tat. Alle standen auf und gingen, nachdem sie sich vom Meister verabschiedet hatten.

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Yogalektionen:

Dr. Mukherji aus Kalkutta kam mit einigen Decken zum Meister und schenkte sie ihm zusammen mit einer Opfergabe. Der Meister hieß ihn willkommen.
Als der Doktor sich gesetzt hatte, zog er ein Papier hervor und machte sich daran, vorzulesen, was darauf stand.
Meister: „Was ist das?“
Dr. Mukherji: „Maharaj, ich habe meine Fragen aufgeschrieben, damit ich sie nicht vergesse. Ich möchte sie eine nach der anderen vorlesen und die Antworten aufschreiben. Swamiji, ich habe einige persönliche und einige allgemeine Fragen, die ich dich zu beantworten bitte.“
Meister: „Ja, ja, lies sie vor.“
Dr. Mukherji: „Wenn ich meditiere, schweift mein Geist ab. Ich schaffe es nicht, mich zu konzentrieren. Wie kann ich meinen Geist an einem Punkt festhalten?“
Meister: „Ja, der Geist ist sehr ruhelos. Er springt und rast umher. Er ist wie ein ungezogenes Kind. Du wirst ihn immer wieder zu deinem Meditationsobjekt, zum Mittelpunkt deiner Konzentration zurückbringen müssen. Regelmäßiges Üben ist notwendig. In der Gita hat Gott uns die Methode erklärt – ‚Aus welchen Gründen auch immer der Geist abschweift, halte ihn in Schranken und bringe ihn unter die Kontrolle des Selbst.‘ Du musst versuchen, den Geist von den Sinnesobjekten zurückzuziehen und ihn in deinem Meditationsobjekt festzuhalten. Nach einiger Übung wird dir das gelingen.“
Dr. Mukherji: „Wenn ich mit weltlichen Angelegenheiten befasst bin, wird mein Geist sehr unruhig und aufgewühlt. Wie kann ich inneren Frieden und Gleichgewicht bewahren?“
Meister: „Versuche, in allem Krishna zu sehen. Betrachte alles als Sein göttliches Spiel. Handle als Sein Instrument. Dann wirst du nicht mehr so zerstreut sein. Die ganze Welt ist eine Manifestation Gottes. Wie ist es also möglich, sich von Gott ablenken zu lassen?“
Dr. Mukherji: „Ja, Swamiji, ich werde mich an deine Anweisungen halten. Aber ich habe noch ein anderes Problem. Ich bin der Vorsitzende, Berater und Unterstützer so vieler Einrichtungen in Kalkutta und anderswo. Das nimmt viel Zeit und Energie in  Anspruch. Ich fühle mich gestresst. Wäre es besser für mich, diese Verpflichtungen aufzugeben oder rätst du mir, sie beizubehalten?“
Meister: „Ich denke, in deinem Alter ist es besser für dich, wenn du deine Aktivitäten etwas einschränkst. Behalte nur die wichtigen bei. Dienen ist notwendig, aber es sollte nicht zuviel sein. Du solltest nun Gott und deiner spirituellen Praxis mehr Zeit  widmen.“
Dr. Mukherji: „Du hast recht, Maharaj, so werde ich es machen. Und welche Ernährung wird meiner spirituellen Entwicklung zuträglich sein? Was soll ich essen?“
Meister: „Bist du Vegetarier?“
Dr. Mukherji: „Ja, Swamiji.“
Meister: „Dann iss Obst und Milch. In den kleinen Pausen kannst du etwas Lowki, Moong und Lady’s Fingers essen. Nimm sattwige Nahrungsmittel zu dir. Finde heraus, was deiner Konstitution entspricht. Das Abendessen sollte immer sehr leicht sein. Milch und Obst ist genügend.“
Dr. Mukherji: „Swamiji, ich fühle mich hier sehr wohl und würde gern noch weitere acht Tage hier bleiben, wenn du es erlaubst. Ich möchte einige Kirtans und Asanas lernen. Kann ich sie hier lernen? Wer wird mich unterrichten?“
Meister: „Oh ja! Ich werde dich Kirtans und Bhajans lehren.“
Daraufhin sang der Meister den Maha MantraKirtan und einige andere.
Meister: „All diese Lieder sind in meinem Buch, ‚Inspirierende Lieder und Kirtans‘. Ich werde dir ein Exemplar geben.“
Der Meister bat Swami Satchidanandaji, eine Exemplar zu holen und gab dieses, als es gebracht wurde, dem Doktor.
Meister: „Nimm am Kirtansingen vor dem Büro teil. Da wird täglich gemeinsam gesungen. Du wirst die Lieder rasch lernen. Und ich werde dir täglich einige weitere Lieder beibringen. Suche dir die Lieder aus, die dir gefallen. Lerne Asanas. Es gibt jeden Morgen eine Unterrichtsstunde in der Bhajan Halle. Dort werden Asanas und Pranayama gelehrt.“
Dr. Mukherji: „Einverstanden, Swamiji. Ich möchte gern die verschiedenen Einrichtungen des Ashrams besichtigen. Gibst du mir die Erlaubnis?“
Meister: „Oh ja! Du kannst sie gern besichtigen. Hast du schon das Yoga Museum, die Druckerei, die Bhajan Halle und die Regalia (Ausstellung von Gegenständen Swami Sivanandas) gesehen?“
Dr. Mukherji: „Nein, bisher habe ich nur die Bhajan Halle und den Tempel gesehen.“
Meister: „Unsere Diathermie, das Röntgenlabor und den Operationssaal – alles soll dir gezeigt werden.“
Dr. Mukherji: „Ich habe einen Vorschlag. Mein Schwiegersohn, der in Delhi für das Sozialamt arbeitet, ist verantwortlich für den Unterricht für Ausländer, die Indien besuchen und sich in Delhi aufhalten. Wie ich gehört habe, setzen manche dieser Ausländer viele Gerüchte über unsere heiligen Institutionen und Sannyasins in die Welt. Mein Schwiegersohn wird sehr gut bezahlt. Er braucht ein paar gute Bücher. Deine Bücher, Swamiji, werden ihm sehr hilfreich sein. Ich würde ihm gern einige schicken.“
Meister: „Ja, gib mir seine Adresse. Ich werde ihn hierher einladen und ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Ich werde ihm regelmäßig Bücher senden. Gib mir seine Adresse, den Rest erledige ich.“
Der Doktor war überwältigt von soviel Wärme, Liebe und Herzlichkeit, die der Meister ihm und seinen Verwandten so selbstverständlich entgegenbrachte.
Dr. Mukherji: „Swamiji, ich kann auch einige deiner Bücher übersetzen und sie auf Bengali veröffentlichen. Die Kosten dafür möchte ich selber übernehmen.“
Meister: „Ja, ich werde dir einige Bücher geben.“
Swami Satchidanandaji: „Möchtest du Bücher über Bhakti oder Vedanta?“
Dr. Mukherji: „Ich möchte Literatur über Bhakti. Ich bin ein Schüler auf dem Pfad der religiösen Hingabe.“
Der Meister fragte daraufhin Swami Satchidanandaji, welche Bücher er ihm geben sollte.
Einige Titel wurden genannt. Swami Satchidanandaji brachte das Buch ‚Krishna, sein Spiel und seine Lehren‘ und überreichte es dem Doktor, indem er sagte: „Das ist ein sehr gutes Buch über Bhakti. Du kannst es übersetzen.“
Meister: „Ja, es ist ein gutes Buch. Ich werde Rajani Mohan Chakrabarthy und N.C. Ghosh aus Kalkutta schreiben. Sie werden dir bei der Übersetzung helfen. Ich habe eine ins Bengali übersetzte Fassung von ein oder zwei Büchern. Ich werde sie dir geben.“
Dr Mukherji: „Ich werde in den Tempel gehen und zum Kirtansingen um 7 Uhr kommen. Darf ich mich von dir verabschieden, Swamiji?“
Meister: „Ja, du kannst gehen. Komme pünktlich zum Kirtan. Sie werden viele gute Kirtans und Bhajans singen. Jai Ho Bhagawan! Gott segne dich!“
Nachdem der Doktor gegangen war, bemerkte der Meister: „Er ist ein sehr sympathischer und frommer Mensch. Er hat eine wichtige gesellschaftliche Stellung und trotzdem ist er so einfach und demütig.“

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Ein Rezept für die Kontrolle des Geistes:

Dr. Hetrams Sohn, Rishi Ram, kam mit seiner Frau, um den Segen des Meisters zu erhalten. Der Meister fragte freundlich nach ihrem Leben und Sadhana.
Meister: „Übt ihr täglich Japa?“
Rishi Ram: „Ja, Swamiji.“
Meister (zu Srimati Rishi Ram): „Was ist mit dir?“
Srimati Rishi Ram: „Ich finde keinen Gefallen an Japa. Deswegen übe ich nicht. Swamiji, mein Geist schweift wild umher, wenn ich versuche, Mantras zu wiederholen.“
Meister: „Das macht nichts, lass den Geist tun, was er gewohnt ist zu tun, aber du solltest täglich eine bestimmte Anzahl von Japa Malas machen. Nach und nach wird der Geist gereinigt und der Gefallen an Japa wird in dir erwachen. Höre nie damit auf.“
Srimati Rishi Ram: „Also gut. Swamiji. Ich werde es ab heute versuchen. Gib mir deinen Segen, damit ich mit meinen Bemühungen Erfolg habe.“
Meister (zu Rishi Ram): „Wie hoch ist dein Gehalt?“
Rishi Ram: „6.000.“
Meister: „Das ist ein gutes Einkommen, höher als das von Ministern der Regierung. Aber hast du auch Muße und inneren Frieden?“
Rishi Ram: „Ich muss mit dem Telefonhörer in der Hand meine Mahlzeiten zu mir nehmen und habe absolut keine Zeit, um mich um persönliche Angelegenheiten zu kümmern. Ich habe jetzt erkannt, dass Reichtum nicht wirklich glücklich macht.“
Meister: „Verdiene noch ein bisschen mehr Geld und setze dich dann zur Ruhe. Mit diesem Lebensstil kannst du keinen wahren Seelenfrieden und Freiheit erlangen. Komme ab und zu hier her.“
  Rishi Ram: „Ich habe keine Zeit, irgendwohin zu gehen. Sogar diesmal bin ich nur hier, weil meine Frau mich hier her gebracht hat.“
Meister: „Wie fühlst du dich hier?“
  Rishi Ram: „Es gibt mir ein Gefühl der Freiheit und Ruhe. Es ist, als ob eine schwere Last von mir genommen worden wäre.“
Meister: „Genau so ist es! Daher solltest du öfter herkommen und ausruhen.
(Zu Srimati Rishi Ram) Bringe ihn alle drei Monate her. Bleibt jedes Mal mindestens drei Tage. Ein Tag ist nicht genug. Eine Woche wäre besser.“
Srimati Rishi Ram: „Swamiji, es gelingt mir zwar, ihn davon überzeugen, zum Ashram zu kommen, aber er sagt immer, dass er viel Arbeit und keine Zeit hat.“
Rishi Ram: „Swamiji, ich schlafe nicht gut. Was kann ich dagegen tun?“
Meister: „Reibe deinen Kopf mit Amla Öl ein und nimm etwas Santogen zu dir, bevor du schlafen gehst. Übe mehr Japa und Meditation. Dann wirst du gut schlafen. (Zu Srinati Rishi Ram) Tue Gutes und sei wohltätig. Gib armen Leuten zu essen. Wenn Sannyasins und Sadhus kommen, gib ihnen mit eigenen Händen zu essen.“
Srimati Rishi Ram: „Ja, Swamiji. Nichts werden wir lieber tun als diese Art Dienst. Ich werde deinem Rat folgen. Bitte gib mir deinen Segen dafür.“
Meister: „Sei wohltätig und rezitiere den Namen Gottes.“
Das Ehepaar bat dann den Meister um eine Mantraweihe. Der Meister vollzog die Weihe und gab ihnen Malas. Dann stellte er ihnen einige Fragen zu ihrer beruflichen Tätigkeit und ihrem häuslichen Alltag und gab ihnen hilfreiche Ratschläge. Sie dankten dem Meister für sein herzliches Interesse.
Dann wurde Prasad verteilt. Auf die Bitte von Rishi Ram schrieb der Meister Briefe an zwei seiner Schüler in Deutschland.
Als das Ehepaar gegangen war, sagte der Meister: „Ich muss mit jedem Menschen so sprechen, wie es seine Bedürfnisse und sein Wesen erfordern. Wenn Geschäftsleute wie dieser Mann zu mir kommen, spreche ich mit ihnen über das Geschäft. Andernfalls hätten sie das Gefühl, dass ich nicht auf sie eingehe. Außerdem verstehen sie von diesen Themen am meisten. Wenn Ärzte kommen, spreche ich über medizinische Themen. Diese Art Anpassung ist notwendig, wenn man den Menschen dienen will. Wir müssen uns in sie hinein versetzen, wenn wir ihnen helfen wollen.“

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Wie sich Sankalpa (Wunsch) erfüllt:

Zwei junge Brahmacharis aus dem Ramakrishna Ashram in Almora kamen zum Meister, um dessen Segen zu erhalten. Einer von ihnen sagte, er habe sich seit Jahren den Segen des Meisters gewünscht.
„Swamiji, ich bin so glücklich, dich heute zu sehen“, sagte er. „Mein lang gehegter Wunsch ist heute in Erfüllung gegangen. Obwohl mein Urlaub beinahe zu Ende ist und meine Aussichten, deinen Segen zu erhalten, gering waren, habe ich mich entschlossen, hier nicht fortzugehen, bevor ich dich nicht gesehen hatte. Ich bin froh, dass mein Wunsch erfüllt worden ist.“
Meister: „Dein Wunsch war sehr stark, deswegen ist er erfüllt worden.“    
Brahmachari: „Ich möchte einige deiner Bücher kaufen. Welchen Preis nimmst du von Leuten wie mir?“
Meister: „Wieso fragst du nach dem Preis? Ich werde dir alle Bücher umsonst geben. Welches Buch möchtest du jetzt?“
Brahmachari: „Ich hätte gern deine Gita.“
Der Meister bat Swami Satchidanandaji, ihm ein Exemplar zu geben. Die Gita und andere Bücher wurden für beide Brahmacharis gebracht. Der Meister signierte die Bücher und gab sie ihnen.
Beide Brahmacharis freuten sich sehr und dankten dem Meister immer wieder. Der Meister erinnerte sich an einige Ereignisse, die er in Almora erlebt hatte und erwähnte die Namen einiger Personen, die den Ramakrishna Ashram dort leiteten.

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