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Yoga Geschichten

Der Holzfäller

Ein Holzfäller war älter geworden. Er war es müde zu arbeiten. Da er keine Kinder und auch keine Frau hatte und es keine Alterssicherung gab, er aber selbst langsam zu schwach wurde, um weiter diesem harten Beruf nachzugehen, erinnerte er sich an seinen Guru. Dieser hatte nämlich übernatürliche Kräfte und kommandierte über Dschinnis, dienstbare Geister.

Er ging zu seinem Guru und sagte: „Bitte Guru, ich kann meinen Lebensunterhalt nicht mehr verdienen und brauche einen deiner dienstbaren Geister. Bitte, bitte, gib mir einen.“

Dieser antwortete ihm: „Das ist nicht so ganz ungefährlich. Ich gebe sie nicht so gerne, denn wenn du nicht richtig mit ihnen umgehst, bekommst du Probleme.“

„Aber Meister, ich habe sowieso schon Probleme, viel größer können sie gar nicht werden. Ich werde hungers sterben, wenn du mir nicht hilfst.“

„Nun gut“, antwortete dieser. „Ich gebe dir einen meiner Geister. Du musst ihn aber ständig beschäftigt halten, sonst frisst er dich auf.“

„Kein Problem“, antwortete der Holzfäller. „Ich habe mehr als genug zu tun.“

Er kam zu Hause an und fand dort schon den Dschinni, der auf ihn wartete. Er sagte: „Meister, gib mir etwas zu tun!“

„Siehst du die Bäume in diesem Waldstück hier?“, fragte der Holzfäller. „Schlag jeden zweiten Baum davon ab!“

Der Dschinni zog los und hatte nach zwei Stunden die Arbeit erledigt.

„Meister, gib mir etwas zu tun!“, forderte er.

„Entrinde die Bäume, schneide die Äste ab, mach’ sie dann klein und bündele sie schön“, sagte der Holzfäller.

Eine Stunde später war der Dschinni auch damit fertig und forderte wieder vom Holzfäller: „Meister, gib mir etwas zu tun, sonst fresse ich Dich auf!“

„Dann geh jetzt ins Dorf und verkaufe das Ganze!“

So ging das eine Weile weiter. Der Dschinni erledigte auch die schwierigsten und langwierigsten Aufgaben in kürzester Zeit. Schließlich ließ sich der Holzfäller noch eine Hütte und ein Haus bauen und neue Bäume pflanzen.

Doch nachdem er drei Tage und drei Nächte nur beschäftigt gewesen war, sich auszudenken, was er dem Dschinni als nächstes zu tun geben könnte und der Dschinni immer wieder drohte, ihn zu fressen, rannte er schließlich zu seinem Lehrer und sagte: „Oh Guru, du hast Recht gehabt. Ich kann unmöglich meinen Dschinni ständig beschäftigt halten. Du musst mir helfen.“

„Ich will Dir einen Ausweg zeigen“, antwortete der Meister. „Bitte deinen Dschinni, den höchsten Baum zu fällen, die Zweige abzuschlagen und als Pfahl neben dein Haus in den Boden zu setzen. Und dann sag ihm, er soll hinauf steigen und wenn er oben angekommen ist, soll er wieder hinunter steigen. Wenn er unten ist, dann soll er wieder hoch klettern und wenn er oben ist, dann soll er wieder herunter klettern. Und das soll er so lange machen, bis du ihm etwas anderes zu tun gibst.“

Und so lebte unser Holzfäller glücklich und zufrieden bis an das Ende seiner Tage. Und wenn er nicht gestorben ist, dann rennt der Dschinni noch heute hoch und runter.

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