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Samadhi Yoga

Kapitel 11: Siddhis

1. Siddhis

Yoga zielt darauf, den Geist zu kontrollieren. Durch methodisches Üben von Yoga können wundersame Kräfte, Siddhis, erlangt werden. Die Wissenschaft des Yoga verspricht als Frucht des Übens z.B. die Fähigkeit, sich selbst unsichtbar zu machen, sich unendlich groß oder unendlich leicht zu machen, andere Gestalten anzunehmen, den Verlauf der Natur zu ändern und das Erlangen aller anderen Wunderkräfte.

Ein Yogi wird zum Herrn über alle Kräfte in der Natur und kann sie nach seinem Willen benutzen. Er hat völlige Kontrolle über die Elemente.

Jnanins (Übende des Jnana-Yoga-Wegs) können mittels der Kraft des Satsankalpa (reinen Willens oder Entschlusses) mit ihren physischen Körpern tun was immer sie möchten. Kabir ließ seinen Körper mit Hilfe seines Willens zu Rosen werden. Er wurde zu einem Rosenbusch. Tiruvalluvar brachte seinen Körper durch Willenskraft dazu, sich in Gold zu verwandeln. Der Körper von Naikka Vasagar wurde zu einer Masse strahlenden Lichts.

Ein Yogi erfasst mit seinem inneren Auge unmittelbar die Samskaras (Prägungen) seiner Schüler, kennt ihre Schwächen und Fehler und gibt ihnen die richtige Art von Sadhana, um diese rasch auszumerzen. Auch ein Jnani kann das tun. Was ein Yogi durch seinen yogischen Samyama  (vollständige Konzentration) oder gleichzeitiges Dharana, Dhyana und Samadhi tut, kann ein Jnani durch die Kraft seines Satsankalpas bewirken.

Ein Schüler von Samarth Ramadas übertrug seine spirituelle Kraft auf die Tochter einer Tänzerin, die ihm leidenschaftlich zugetan war. Er schaute ihr in die Augen. Ihre Leidenschaft verflog. Sie wurde fromm und religiös. Jnana Sanchar, die Übertragung von Kräften, kann ein Yogi durch seinen Blick ausüben, durch eine Berührung oder durch Sankalpa (Willen, Entschluss).

In höheren Stadien des spirituellen Lebens hat Sprache wenig mit Kommunikation zu tun. Durch bloßes Wollen und Denken können telepathische Wellen übermittelt werden.

Ein Yogi Namens Chang Dev ritt auf einem Tiger in Alandi, in der Nähe von Poona, ein, wo der Yogi Jnaneshwar lebte. Er hatte eine Schlange als Peitsche in der Hand, um den Yogi mit seinen Kräften und seiner Macht über die Natur zu beeindrucken. Jnaneshwar war bereit, ihn zu empfangen. Er stieg mit seinen Brüdern und Schwestern auf die Mauer, die sein Haus umzäunte und befahl der Mauer, ihn seinem Besucher entgegenzutragen, und die Mauer tat, wie ihr befohlen.

Mansoor war ein berühmter Sufi und Brahma Jnani, der vor rund vierhundert Jahren in Multan (Pakistan) lebte. Er wiederholte immer „ana l-haqq (arabisch für "Ich bin das Wahre"). Das entspricht in etwa den Sanskritaussprüchen „so`ham“ („Ich bin Er“) oder „ahambrahmasmi“ („Ich bin Brahman“) der Vedantins. Die Leute sagten dem damaligen Herrscher, Mansoor sei ein Atheist (Kafir) und dass er immerzu „ana l-haqq“ rezitiere. Der Herrscher war total empört. Er befahl, dass man Mansoor in Stücke schneide. Und so wurde er in Stücke zerschnitten. Doch selbst dann rezitierten die einzelnen Stücke weiter „ana l-haqq“. Er fühlte keinen Schmerz, da er ein verwirklichter Samadhi Jnani war und sich völlig mit Brahman identifizierte. Er stand über dem Körperbewusstsein. Er war ein Videha (körperlos). Man verbrannte die Stücke im Feuer. Selbst dann noch murmelten diese „ana l-haqq“.

Shams Tabriez war ein weiterer Brahma Jnani aus Multan. Auch er lebte vor etwa vierhundert Jahren. Er war ein Hindu Sannyasin der Puri-Richtung (einer der 10 Sannyas-Orden). Mohammedaner gaben ihm den Namen Shams Tabriez, um ihn für ihre Seite zu vereinnahmen. Auch er war dem damaligen Herrscher unlieb wegen seines Rezitierens von „ana l-haqq“. Eines Tages war er sehr hungrig. Jemand gab ihm ein Stück rohes Fleisch. Er bat ein paar Leute um Feuer, um das Fleisch zu rösten. Alle lehnten ab, denn wenn sie ihm halfen, würden sie bestraft werden. Shams Tabriez hielt daraufhin das Stück Fleisch auf seiner Hand der Sonne hin und sagte: „Oh Sonne, komme herab und röste dieses Stück Fleisch für mich. Ich bin sehr hungrig.“ Sofort kam die Sonne herab und röstete sein Fleischstück. Shams Tabriez aß es mit Freuden. Die sengende Sonne begann, die Leute von Multan und den Herrscher zu verbrennen. Der Herrscher erzitterte, kniete sich vor Shams Tabriez nieder und sagte: „Vergib mir, mein Herr. Mach, dass die Sonne wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückkehrt oder wir werden alle sterben.“ Daraufhin befahl Shams Tabriez: „Oh Sonne, kehre zurück an deinen ursprünglichen Platz.“ Die Sonne gehorchte dem Befehl des Jnani und kehrte an ihren Platz zurück. Ein Jnani ist Gott Selbst. Er kann durch Satsankalpa (reinen Willen oder Entschluss) alles bewirken. Er ist der König der Könige, auch wenn er keine Schätze besitzt. Was ist ein erbärmlicher Herrscher vor einem Sannyasin, dem Herrscher der Herrscher? Shams Tabriez wurde auf Befehl des Herrschers gehäutet, und doch lachte er nur, er lachte durch und durch.

Kabirs Körper verwandelte sich in Blumen, von denen die eine Hälfte von Hindus in Benares beerdigt wurde, die andere Hälfte von Moslems in Maghar. Der Körper des Weisen Tiruvalluvar verwandelte sich bei seinem Tod in Gold. Die Körper einiger Heiliger in Südindien wurden bei ihrem Tod zu einer Masse aus Licht. Heilige können alles tun, was sie wollen.

Es ist wahr, dass Buddha an Durchfall infolge einer Vergiftung starb, Shankara an Hämorrhoiden, Ramakrishna an Krebs, Vivekananda an Diabetes mellitus. Selbst wenn ein Weiser eine physische Krankheit hat, ist er doch nicht betroffen davon, weil er sich nicht mit dem Körper identifiziert. In seiner Vorstellung gibt es für ihn keinen Körper. Er kümmert sich nicht um seinen Körper. Für ihn ist der Körper eine abgeworfene Hülle. Ein entwickelter Hatha Yogi, der Kaya Siddhi (Herrschaft über den Körper) besitzt, kann nie irgendeine Krankheit haben, da er einen stählernen Körper besitzt.

So etwas wie Wunder oder Siddhi gibt es eigentlich nicht. Der normale Mensch weiß einfach nichts von höheren spirituellen Dingen. Er ist in Vergessenheit versunken. Er ist abgeschnitten vom höheren transzendenten Wissen. Also nennt er ein ungewöhnliches Ereignis oder Auftreten ein Wunder. Für einen Yogi, der die Dinge im Licht des Yoga versteht, ist nichts ein Wunder. Nur ein Dörfler ist erstaunt, wenn er zum ersten Mal ein Flugzeug oder einen Kinofilm sieht. Genauso ist ein weltlicher Mensch fassungslos, wenn er zum ersten Mal Zeuge eines außergewöhnlichen Ereignisses wird.

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Das Vorführen von Siddhis ist kein Kriterium, mit dem sich der Grad der Spiritualität eines Menschen messen lässt. Wer Siddhis aus eigennützigem Beweggrund zur Schau stellt, ist ein ganz weltlicher Mensch. Schon bald wird er zu Fall kommen. Manchmal zeigt ein Yogi einem Schüler vielleicht ein Wunder, um ihn von der Existenz übernatürlicher Dinge zu überzeugen und ihm auf dem spirituellen Pfad Mut zu machen. Königin Chudalai schwebte vor ihrem Mann Shikhidhvaja in Gestalt von Kumbha Muni über dem Boden, um in ihm einen starken Glauben an Yoga zu erwecken.

Nur ein unkultivierter Mensch rennt Siddhis, Wunderkräften, hinterher. Siddhis haben keinerlei spirituellen Wert. Weltliche Menschen sind verliebt in Leute, die Siddhis zeigen und rennen ihnen neugierig nach. Sie erliegen der falschen Vorstellung, dass Leute, die Siddhis vorführen, wahre Mahatmas (große Seelen, Heilige) oder Jivanmuktas (Befreite) seien. Das ist falsch!

Patanjali Maharshi sagt:

     te samādhāvupasargā vyutthāne siddhayaḥ

„Übernatürliche Fähigkeiten werden nur von einem undisziplinierten Geist als Vollkommenheit angesehen, sind jedoch wahre Hindernisse für spirituelle Meditation.“[YS 3.38]

Siddhis haben keinen echten Platz im spirituellen Leben. Du musst sie ignorieren, selbst wenn sie im Verlauf deines Sadhana auftreten. Und sie treten mit Sicherheit auf. Siddhis und Riddhis tanzen zu Füßen eines Aspiranten, der die Sinne unter Kontrolle gebracht hat und Konzentration übt. Sie stehen mit gefalteten Händen bereit, um dem praktizierenden Yogi zu gehorchen. Doch sollte der sie kein bisschen beachten. Nur dann kann er auf dem spirituellen Pfad voranschreiten. Freiheit kann man nur erlangen, wenn man auch Allwissenheit und Allmacht als wertlos fallen lässt. Sie sind nichts im Vergleich zum höchsten unvergänglichen Reichtum von Moksha oder Kaivalya.

Wenn du dich auf die Nasenspitze konzentrierst, wirst du Divya Gandha (übersinnliche Gerüche) wahrnehmen, wenn du dich auf die Zungenspitze konzentrierst, wirst du übersinnlichen Geschmack erleben; an der Basis der Zunge übersinnlichen Klang; am Gaumen übersinnliche Farbe. Diese übersinnlichen Erfahrungen werden dir Ermutigung sein und deine Überzeugung von den Wahrheiten des Yoga stärken. Sie werden dich dazu antreiben, diszipliniert Yoga zu üben, um die höchste Erkenntnis zu erlangen.

Auf ganz natürliche Weise erlangt ein Yogi, der seine Indriyas und sein Prana kontrolliert hat und Konzentration und tiefe Meditation übt, verschiedene Arten von Siddhis. Sie sind Hindernisse auf dem Weg zur Erkenntnis. Ein ernsthafter Yogi sollte sie ignorieren. Wer Siddhis hinterher rennt, wird zum größten weltlich eingestellten Menschen, den es gibt. Selbstverwirklichung ist das alleinige Ziel.

Welche Siddhis und Riddhis du auch erlangen magst, weiche nicht ab von deinem spirituellen Weg und von deinem Lakshya (Meditationsobjekt). Behandle sie wie Gift, Mist oder Stroh.

Wenn man regelmäßig meditiert erlangt man die ein oder andere übernatürliche Fähigkeit, das ist sicher. Setze diese Kräfte nicht für niedere egoistische Zwecke, für den einen oder anderen materiellen Gewinn ein. Du wirst nur zu Fall kommen. Die Natur wird dich bestrafen. Aktion und Reaktion sind gleich stark und entgegengesetzt. Jede falsche Tat verursacht eine Reaktion. Sie wird auf dich zurückprallen und dir Verderben bringen. Prostituiere dich nicht für übersinnliche Fähigkeiten. Ich warne dich allen Ernstes. Sei vorsichtig. Macht, Frauen, Männer, Wissen, sie alle wirken wie starke Drogen. Wer sie besitzt, weiß nicht wirklich, was er tut. Sein Verstand wird getrübt. Sein Verständnis wird verschleiert. Diese Kräfte werden dich nicht verführen können, wenn du in den Yamas, den ethisch-moralischen Disziplingen, geübt bist.

So wie du Kühe behandelst, so behandeln Devatas (Engelswesen) Menschen und Aspiranten. Die Devatas stellen den Suchenden ernsthafte Hindernisse in den Weg. Sie führen sie in Versuchung. Sie locken vor allem die fortgeschrittenen Schüler. Respektiere vor allem die fortgeschrittenen Schüler. Respektiere sie, aber weise Siddhis oder Versuchungen schonungslos zurück. Nur dann kannst du auf dem Weg weiter voranschreiten. Wenn du ihren Lockungen nachgibst, wenn du zu einem Sklaven der Siddhis wirst, wirst du hoffnungslos in die Tiefe gerissen werden.

Oh Suchender, sei vorsichtig! Siddhis sind dem Erreichen des ultimativen Lebensziels definitiv abträglich. Man wird nur bereit für die Unsterblichkeit, wenn man alle Freuden dieser Welt und anderer Welten, einschließlich der Welt von Indra und Brahma, hinter sich lässt. Siddhis locken den Yogi, in die sinnlichen Gefilde zu laufen. Die Motive mit denen einer zu Beginn nach Siddhis strebt mögen rein sein, doch werden latente Wünsche plötzlich aufgehen und den Schüler in die Irre führen. Beständiges Gebet und ein starker Glaube an Gott sind die Medizin für alle Leiden. Entwickle allmählich Leidenschaftslosigkeit gegenüber den weltlichen Dingen, den Körper einbegriffen. Sei allzeit vorsichtig!

Höhere spirituelle Erfahrungen haben mit Farben und Klängen nichts zu tun. Es geht um innere Freude, Frieden und Ausgeglichenheit. Der Geist sollte im Erfolg wie im Misserfolg, in Freude und Leid, in Ehre und Schmach ausgeglichen sein. Die Gegensatzpaare sollten überwunden werden. Raga-Dvesha (Zu-/Abneigung) sollte verschwinden. Kosmische Liebe sollte herrschen. Die ganze Welt sollte zur Manifestation des Höchsten Gottes werden. Man sollte frei sein von Angst und Schmerz. Das ist die wahre Natur der hohen spirituellen Erfahrungen.

Das Wort Bhagavan („der Erhabene“; Name für Gott oder Weise) bezeichnet jemanden, der die sechs übermenschlichen Kräfte bzw. sechs Eigenschaften besitzt, nämlich Anima (die Größe eines Atoms annehmen) beherrscht und ein unerschöpflicher Speicher von Dharma (Rechtschaffenheit), Yashas (Ruhm), Shri (Reichtum), Vairagya (Leidenschaftslosigkeit) und Jnana (Wissen) ist. In einigen Büchern findest du Aishvarya (die Macht Gottes), Vibhuti (die Kräfte Gottes), Siddhis und Bala (Allmacht) anstatt Anima und Dharma.

Viele Menschen gehen die Yogapraxis mit Neugier und der Erwartung an, Kräfte zu entwickeln und die Kundalini zu erwecken. Dazu machen sie Sirshasana (Kopfstand) und andere Übungen. Niemand bleibt lange dabei. Nach drei Monaten hören sie auf zu praktizieren. Das ist nicht gut! Einsatz und Ausdauer, Geduld und Hartnäckigkeit sind nötig, um durchgreifenden Erfolg und Siddhi zu erreichen. Bloße Emotionen reichen nicht.

Der Erfolg im Yoga stellt sich umso schneller ein, je mehr Energie der Sadhaka (Übende) einbringt.

Du kannst nicht erwarten, Siddhis zu bekommen, wenn du einfach nur die Nasenlöcher drei bis sechs Monate wechselseitig öffnest und schließt. Wer Yama und Niyama beherrscht, wer Meisterung über die Asanas erlangt hat, der kann Pranayama üben. Er wird ohne Zweifel Erfolg haben.

2. Kundalini Yoga

Wer Kundalini Yoga spraktiziert, sollte über die sechs Chakras (Energie- zentren in Lotos- bzw. Spiralform oder auch feinstoffliche Nervenzentren) gut Bescheid wissen – nur dann ist effektive Kontemplation darüber möglich. Intensive Meditation über die Chakras bringt übersinnliche Kräfte mit sich. ein detailliertes Wissen von den Nadis (feinstofflichen Energiekanälen, die die Lebensenergie befördern) und den Chakras ist unabdingbar für einen Schüler, der den Pfad des Kundalini Yoga geht.

Brahma Danda bzw.Sushumna Nadi (der feinstoffliche Kanal in der Wirbelsäule) ist die Haupt-Nadi. Im Sanskrit werden die Chakras "Padmas" (Lotosblumen) genannt. Prana spielt in allen psycho-physischen Prozessen eine entscheidende Rolle. Als erstes bemüht sich der Hatha Yogi darum, die Nadis zu reinigen und die Sushumna zu öffnen (in weltlichen Menschen ist die Sushumna geschlossen).

Ähnlich einer stark behüteten Frau einer frommen, edlen Familie, wird auch die Kundalini im Muladhara Chakra (Energiezentrum am Steißbein) durch den Schleier von Avidya (Unwissenheit) gut geschützt. Sie (die Kundalini-Kraft) spaziert die königliche Straße der Sushumna entlang, ruht sich immer wieder an Rastplätzen - den Chakras - aus und schließt zuguter letzt ihren Ehemann, den höchsten Herrn, in Sahasrara (Kronen-Chakra am Scheitel) in die Arme und lässt den Nektar fließen.

Kundalini ist die göttliche kosmische Energie in Körpern. Siddhi bzw. die Perfektion im Yoga erreicht man durch das Erwecken dieser höchsten Kraft, die in Form einer dreieinhalb Mal gewundenen Schlange im Muladhara Chakra schläft. Ein Yogi, in dem die Kundalini erweckt wurde, und zur Krone seines Kopfes - Sahasrara Chakra - aufgestiegen ist, ist der wahre König, der Herrscher aller Herrscher. Er besitzt all die göttlichen Aishvaryas(Kräfte). Alle Siddhis und Riddhis liegen ihm zu Füßen. Er kann der Natur befehlen. Er kann den Elementen befehlen. Sein Ruhm ist unbeschreiblich. Die sechs Chakras werden durchstoßen und die Kundalini bewegt sich nach oben, zusammen mit dem Geist und Prana. Dieses Durchstoßen wird Shat Chakra Bheda genannt. Das Erwecken der Kundalini wird als Kundalini Jagrat326 bezeichnet.

Kundalini Yoga ist der Yoga, der sich mit der Kundalini Shakti (Urenergie) befasst und mit den Shat Chakras, dem Erwecken der schlafenden Kundalini-Shakti327 und ihrer Vereinigung mit Shiva (hier: reinem Bewusstsein) im Sahasrara an der Krone des Kopfes.

Es ist eine exakte Wissenschaft, die auch als Laya Yoga bekannt ist. Shat Chakra Bheda geschieht ( d.h.: die sechs Energiezentren werden durchbohrt), wenn die Kundalini Shakti zur Krone des Kopfes aufsteigt.

Sahasrara, der Tausendblättrige Lotos an der Krone des Kopfes wird Sukha-Mandala genannt, Ort des Glücks. Dort verbindet sich  die Kundalini-Kraft mit Shiva. Dann trinkt der Yogi den Nektar der Unsterblichkeit zur Freude seines Herzens.

Die Fontanelle an der Krone des Kopfes wird Brahmarandhra328 genannt. Bei einem Neugeborenen ist diese Stelle klar erkennbar. Sie gleicht einer dünnen Membran. Nach drei bis vier Jahren verknöchert sie. Im Brahmarandhra wohnt die Seele des Menschen. Diese Stelle entspricht dem Sahasrara Chakra und bricht in einem voll entwickelten Yogi auf. Durch diese Öffnung verlassen Seele und Karma den physischen Körper.

Das Erwachen der Kundalini Shakti wird von großer Hitze begleitet. Man kann dann zur Abhilfe Butter oder Amalaka Öl auf den Kopf geben und Butter sowie Süßes essen. Die Hitze oder andere Symptome sollten einen nicht beunruhigen. Sie werden schnell vergehen. Sei mutig, tapfer und frohgemut. Du wirst jetzt Hellsichtigkeit entwickeln. Dein inneres Auge wird sich öffnen.

Sobald die Kundalini erwacht ist, verliert der Schüler sein Körperbewusstsein. Das ist aber keine Ohnmacht. Er erlebt ein Bewusstsein von höheren Sphären, neue Visionen und neue Freude.

Das Erwecken der Kundalini bringt nicht unbedingt in allen Fällen eine Trance mit sich, zusammen mit den Begleiterscheinungen, wie Verlieren des Körperbewusstseins etc.

Der praktizierende Yogi erlangt mit jedem Energiezentrum, zu dem er sich nach oben arbeitet, gewisse Siddhis, geheime Kräfte mit jedem Energiezentrum, das er sich nach oben arbeitet. Er erlebt auch ein besonderes Glücksgefühl in jedem Zentrum.

Die Gnade des Gurus (oder Gottes) ist die einzige Möglichkeit eines spirituellen Aspiranten, die Gefilde der göttlichen Wonne zu betreten. Diese besondere Gnade kann nur auf einen Schüler herabkommen, der Purushartha329verfolgt. Der Guru ergießt dann seine Gnade im Austausch für den hart erkämpften Verdienst, den der Schüler erlangt hat. Große Geduld, Vertrauen in den Guru und strenges Üben sind vonnöten, wenn man das höchste Ziel des Yoga erreichen will. Der andere Schüler verpasste das Ziel wegen seiner Ungeduld.


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