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Paradies und Astralwelten

Bhuvar Loka hat verschiedene Unterebenen. Es gibt also viele verschiedene Astralebenen und Astralwelten:

  • Die Ebene, wo man seine Vorfahren trifft, wird als Pitri Loka bezeichnet.
  • Eine zweite Ebene wird als Sadhana Loka bezeichnet. Angenommen, dir ist Meditation sehr wichtig und spirituelles Leben, Singen, Mantras, Gebete an Gott.  Dann wirst du auch in Bhuvar Loka weiter meditieren und mit Menschen zusammen sein, die auch meditieren. Du verbringst da eine recht wonnevolle Zeit. Du kannst dort nämlich viel leichter meditieren: Keine Knieschmerzen, keine Hüftschmerzen. Keine Alltagspflichten, keine Ablenkungen – du kannst lange meditieren. Dennoch heißt es, dass auf dieser Ebene nur wenig echter Fortschritt möglich ist. Für den Durchschnittsaspiranten ist es einfach eine schöne Zeit, aber keine, wo man sehr viele Fortschritte macht. Wenn alles sehr leicht fällt, sind auch die Fortschritte sehr gering. Wie beim Fahrradfahren: Wenn du bergab fährst, ist das zwar sehr schön, aber die Muskelkraft wird dabei nicht entwickelt.
  • Manche Menschen gehen zur Unterebene „Paradies“, auch Himmel genannt. Paradies ist der Ort, an den religiöse Menschen kommen, die ein gutes Leben geführt haben, in welchen sie meinen, die religiösen Vorschriften mindestens im Wesentlichen erfüllt zu haben. Nach dem Tod gehen sie in ein Paradies ein, das so aussieht, wie sie es sich vorgestellt haben. Sie erwarten das vorher so ein bisschen. Das Paradies wird jetzt kommen, es wird so und so aussehen. Daher werden sie angezogen von dem Ort, der schon von anderen geschaffen wurde. Sie müssen es sich nicht selbst dort schaffen, sondern gehen an den Ort, der von der Vorstellung anderer geschaffen wurde und an den sie jetzt denken. Manche Christen stellen sich das Paradies vor mit Engeln und Harfen, wo Jesus und Gott auf ihrem Thron sitzen. Petrus, die Heiligen und Maria müssen da auch irgendwo sein. Jesus, Gott und Petrus sind vermutlich nicht wirklich so da, wie es sich diese Gläubigen vorstellen – Gott ist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend und Jesus ist eins mit ihm. Aber wenn man sich Gott oder Jesus auf eine bestimmte Weise vorstellt, schafft man eine freudevolle Gedankengestalt, durch welche sich dann auch Gottes Segen manifestieren kann. Moslems stellen sich das Paradies wie ewigen Frühling mit schönen Jungfrauen etc. vor. Die Inder haben auch Vorstellungen von einem Himmel, allerdings nicht von einem ewigen Himmel, sondern von einem vorübergehenden Himmel. In diesem Himmel gibt es Indra auf einem Elefanten, mit Apsaras und Gandharvas, Sängern und Tänzern und so weiter.
  • Die sogenannte Hölle ist eine weitere Unterebene von Bhuvar Loka. Die Hölle ist nicht notwendigerweise mit großem Ofen, Teufel und Dreizack etc. Vielmehr heißt es, dass Menschen, die sehr gewalttätig waren und sehr viel an Gewalt gedacht haben, sich gegenseitig anziehen. Diese Gedanken hören auch nach dem Tod nicht auf. Die Menschen, die dort zusammentreffen, bereiten sich gegenseitig die Hölle.

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Himmel und Hölle – eine Geschichte

Ich will hier eine kleine Geschichte erzählen, die den Unterschied zwischen Himmel und Hölle verdeutlichen soll: Nachdem Hermann gestorben war, klopfte er an die Himmelstür, traf Petrus und fragte: „Ja, wo soll ich denn hingehen?“, worauf Petrus antwortete: „Nun, in deinem Leben gibt es zur Hälfte gute Taten, zur Hälfte schlechte Taten. Du kannst es dir also aussuchen. Du darfst entweder in den Himmel oder in die Hölle.“ Hermann fragte: „Kann ich mir beide mal anschauen?“ Petrus antwortete: „Gerne.“ So ging Hermann zuerst zur Hölle. Dort sah er Menschen, die gerade bei einem Bankett saßen, bei dem die wunderbarsten Speisen aufgetischt wurden. Hermann dachte: „Die Hölle ist anscheinend gar nicht so schlecht.“ Da sah er, dass die Höllenbewohner riesenlange Arme hatten. Ihre Unterarme waren extrem lang, die Oberarme sehr kurz. Die Unterarme waren sogar so lang, dass die Höllenbewohner sich ihr Essen nicht zum Mund führen konnten. Es gab die besten Speisen, aber sie bekamen sie nicht in den Mund. Die Höllenbewohner waren gezwungen, das Essen in die Luft zu werfen und mit dem Mund aufzufangen. Aber das ging meistens schief. Außerdem verbrannten sie sich. Sie litten große Qualen. Gut, dachte sich Hermann, die Hölle ist doch nicht so gut. Deshalb ging er in den Himmel. Dort sah er ähnliche Bankett-Tische, auf denen auch wieder wunderbare Speisen aufgetragen wurden. Und auch die Himmelsbewohner hatten diese riesenlangen Unterarme. Da dachte Hermann: „Das ist merkwürdig – Himmel und Hölle scheinen sich zu gleichen.“ Da sagte Petrus: „Schau mal genauer hin.“ Da sah Hermann, dass die Himmelsbewohner sich gegenseitig das Essen reichten und so wunderbar essen konnten. Deshalb war das der Himmel!
Diese Geschichte ist natürlich im übertragenen Sinne zu verstehen. Sie ist kein Bericht von einem Menschen, der in höhere Bewusstseinszustände gekommen ist.
Die Seelen werden also angezogen von der Astralwelt, die ihren Gedanken entspricht. Im Fall der Hölle sammeln sich Menschen mit gewaltsamen Gedanken und brutalen Fantasien. Sie treffen sich und erfahren die gewalttätigen Fantasien und Gedanken von allen. In der indischen Reinkarnationstheorie spricht man aber nicht von der ewigen Verdammnis sondern von einer vorübergehenden Hölle. Die Zeit in dieser Hölle ist irgendwann erschöpft. Wenn das Höllen-Karma erschöpft ist, kann die Seele entweder noch in andere Astralebenen gehen und dort eine Weile verharren. Oder sie kann sich auch gleich wieder inkarnieren, vielleicht mit dem Vorsatz, das nächste Leben anders anzugehen.

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