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Shri Ma und ein Moslem-Devotee

Bhaiji hatte einen frommen Moslem zum Freund, Maulavi Ziauddin Hussain. Eines abends gingen Bhaiji, Niranjan Rai und der Maulavi nach Shahbagh. Bei ihrer Ankunft wurde im Saal Kirtan gesungen. Sie blieben draußen stehen und sahen zu. Nach einer Weile kam Ma mit einigen anderen Leuten aus dem Saal. Jemand brachte eine Laterne. Ma schien sich in einem erhobenen Bewußtseinszustand zu befinden. Sie kam geradewegs auf die drei im Dunklen stehenden Freunde zu. Sie berührte den Moslem leicht mit ihrer rechten Hand und ging ohne stehenzubleiben weiter. Die drei Freunde folgten ihr. Ma ging zu dem kleinen Mausoleum zweier arabischer Fakire, das in einer Ecke des Gartens lag. Ein Fakir namens Shah Sahab und sein Schüler waren vor langer Zeit nach Dacca gekommen. Der damalige Nawab hatte sie gebeten, in seinen Gärten zu wohnen. Nach Shah Sahabs Tod ließ er über seinem Grab und dem seines Schülers ein Mausoleum bauen. Nach diesem Fakir waren die Shahbagh-Gärten benannt.
       An diesem Abend führte Ma zum Erstaunen aller Anwesenden vor dem Grab das Namaz aus. Schnell überwand der Maulavi seine Überraschung, trat vor und tat es ihr gleich. Später sagte er zu Bhaiji, sie habe das Namaz bis ins kleinste Detail perfekt ausgeführt. In diesem Moment war Ma eine ebenso fromme Moslemin wie vielleicht der Fakir Shah Sahab. Nachdem sie das Namaz vollendet hatte, kehrte Ma in den Saal zum Kirtan zurück. Der Maulavi betrat den Saal mit ihr. Zufällig war der Mann, der täglich am Mausoleum ein Öllicht entzünden und ein paar Batasas [Zuckerplätzchen] darreichen sollte, an diesem Tag nicht gekommen. Ma übertrug diese Aufgabe dem Maulavi. Man gab ihm einen Teller voller Batasas. Nachdem er die Süßigkeiten neben dem Grab niedergelegt hatte, hatte er das starke Bedürfnis, Ma ein paar Zuckerplätzchen zu geben. Als er in den Saal kam, nahm Ma unaufgefordert eine der Süßigkeiten. Von diesem Tag an wurde der Maulavi ein ebenso treu ergebener Anhänger Ma‘s wie irgendeiner ihrer Hindu-Devotees.
     Als Bhaiji und Niranjan Rai eines Tages nach Shahbagh kamen, hatte Ma gerade einige Diagramme mit einem Stück Kohle auf den Boden gezeichnet. Bholanath bemerkte lächelnd: »Eure Mutter hat die Satchakras [7 Chakras] gezeichnet.« Ma sagte: »Heute nachmittag saß ich in einer Yoga-Stellung und maß mit den Fingern den Abstand vom Scheitelpunkt des Kopfes zum Punkt zwischen den Augenbrauen, dann zum Hals, zum Herzen, und weiter bis zum Ende der Wirbelsäule. Ich habe ein Kheyala, daß sich im menschlichen Körper an diesen Stellen Zentren befinden. Vom niedrigsten bis zum höchsten stellen sie die Spanne vom Groben zum Feinen dar. Ich habe diese Diagramme nicht absichtlich gezeichnet, sie haben sich sozusagen selbst gezeichnet. Die Fähigkeiten und Neigungen des Menschen, die durch seine Sinneserfahrungen bestimmt sind, haben in diesen Energiezentren ihren Sitz. Der Strom der Lebenskraft fließt schnell oder langsam durch sie hindurch, er legt die Gefühle und Handlungen des Einzelnen fest. Die verschiedenen Ebenen der Welt, z.B. Erde, Luft, Wasser, Feuer, der leere Raum usw., sind auch mit den Chakras des menschlichen Körpers verbunden. Die Lebenskraft liegt wie schlafend an der Basis der Wirbelsäule. Durch Beharrlichkeit und Glauben werden Denken und Handeln geläutert. Die durch Handlungen von innerer und äußerer Reinheit erzeugten Schwingungen setzen diese schlafende Kraft in Bewegung. Wenn sich die Kraft aufwärts bewegt und eine Ebene nach der anderen durchdringt, fühlt sich der Sadhaka von vielen Fesseln befreit.« Ma beschrieb weiterhin die verschiedenen Chakras, ihre innere Bedeutung und einige der Erfahrungen, die ein Sadhaka auf diesem Weg machen kann. Bhaiji hatte in Büchern über diese Dinge gelesen, aber nun erkannte er, daß Ma den Fortschritt im Yoga durch Sadhana aus ihrer eigenen direkten Erfahrung beschrieb.

Dies waren glückliche Tage für die Leute von Dacca. Shahbagh war für einige Zeit das Zentrum einer immer größer werdenden Familie von Devotees.

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