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Swami Krishnananda:

Antwort auf deine Fragen

Kapitel 58

Die Wahrheit leben

Patrick: Ich möchte herausfinden, was es bedeutet, in der Wahrheit zu leben.

Swamiji: Wenn es Dir im Verstand vollkommen klar ist, was Wahrheit bedeutet, und Dein Verlangen danach ebenso klar ist, warum sollten noch so viele Fragen offen sein? Die Wahrheit zu sein, bedeutet, die Wahrheit zu leben. Das ist alles. Wenn man zur Wahrheit wird, kann man annehmen, daß man die Wahrheit lebt. Worin liegt also das Problem? Es ist so klar. Wenn die Sache für Dich klar ist, gibt es keine Fragen mehr.

Es ist so, als würde man fragen, wie man sich bewußt sein kann, daß es jetzt Tag ist. Niemand würde eine solche Frage stellen, da es klar ist. Wenn man sich also bewußt ist, daß man in der Wahrheit ist, lebt man bereits in der Wahrheit. Das ist alles; die Sache ist damit beendet. Danach gibt es keine Fragen mehr. Nur, wenn man noch nicht in die Wahrheit eingetreten ist, befindet man sich außerhalb der Wahrheit, woraus sich die Frage ergibt, wie man mit ihr leben kann.

Patrick: Ist es für einen Menschen, der die Erfahrung der Wahrheit, die sich jenseits des Verstandes befindet, noch nicht gemacht hat, möglich, sein Leben wie in einem Spiegel der Wahrheit zu leben?

Swamiji: Man kann in dieser Vorstellung leben, obgleich man in Wirklichkeit noch nicht in die Wahrheit eingetreten ist. Es ist eine der Stufen. Man kann sie begrifflich erfassen und in dieser geistigen Vorstellung leben, obgleich man in Wirklichkeit noch nicht in sie eingetreten ist. Es ist eine vorbereitende Stufe.

Patrick: Es gibt viele Menschen, die meinem Gefühl nach eine unmittelbare Erfahrung von dem gehabt haben, was sie sind, und dennoch sind sie nicht vollständig in dem Wissen gefestigt, so daß sie manchmal in ihre alte Gemütsbewegung zurückfallen. Sie haben zwar das Wissen....

Swamiji: Wenn sie wirklich in die Wahrheit eingetreten sind, können sie nicht in die alte Gemütsbewegung zurückfallen. Falls die Möglichkeit des Rückfalls besteht, haben sie die Wahrheit nicht vollständig betreten. Sie haben sie nur begrifflich und nicht wirklich entdeckt.

Patrick: Was sehen die Menschen, die Selbstverwirklichung erreicht haben.

Swamiji: Selbstverwirklichte Menschen sehen niemanden als „andere“. Die Frage bezüglich „andere“ ergibt sich nicht. Sie werden nur EINES überall sehen; die „anderen“ sind auch in die Sicht des EINEN eingeschlossen. Wenn man den Ozean sieht, sieht man das ganze Wasser. Es gibt keine Notwendigkeit, die unterschiedlichen Tropfen zu sehen. Die Frage bezüglich „anderer Menschen“ erhebt sich nicht, denn sie sind mit dem Universalen Sein vereint.

Man selbst, die anderen, alle sind innerhalb des Einen SEIN’, so daß sich die Frage bezüglich Mein und Dein nicht erhebt. Der Gedanke wird durch das Universale SEIN handeln. Er wird nicht durch die einzelne Person handeln - weder durch diese, noch durch jene Person. Der Gedanke handelt vollständig durch das Kosmische SEIN. So arbeitet ES.

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