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Karma Gesetze der Gedankenkraft

Die zweite wichtige Karma-Gesetzesgruppe bezieht sich auf die Gesetze der Gedankenkraft. Gedanken sind Kräfte, die feinsten und stärksten Kräfte des Universums. Ich hatte im Kapitel „Wer bin ich? Was inkarniert?“ über die verschiedenen Ebenen der Existenz gesprochen. Für Yogis besteht die Welt nicht nur aus der physischen Materie. Vielmehr ist alles im Universum Schwingung, Energie. Die physische Materie repräsentiert die grobstofflichste Schwingungsebene. Die Astralwelt besteht aus feinstofflicher Energie und repräsentiert die subtileren Schwingungsebenen. In der Astralwelt gibt es Prana, die Lebensenergie und die Gedankenebene, die feinstofflichste und machtvollste Ebene, auf die der Mensch Einfluss nehmen kann.

Die Welt als Gedanken-Schöpfung von Brahma

Ein Schöpfungsmythos besagt sogar, dass die ganze Welt eine Gedankenschöpfung von Brahma, dem Schöpfer, sei. Letztlich ist sogar das physische Universum nichts anderes als ein Produkt von Gedanken. Der Mensch hat Teil an dieser schöpferischen Tätigkeit Gottes, da auch er mit seinen Gedanken Dinge Wirklichkeit werden lassen kann.

Gedanken als geistige Kräfte

So sind Gedanken geistige Kräfte. Wenn du an etwas sehr stark denkst, kannst du es dadurch beeinflussen. Du kennst vermutlich aus deinem Alltag einige Beispiele von Gedankenkraft: Du denkst an einen Bekannten, den du Monate oder Jahre nicht gesehen hast und im nächsten Moment ruft er dich an. Du hast den Wunsch nach einer bestimmten Frucht und dein Partner bringt sie mit nach Hause. Du befürchtest, dass etwas Bestimmtes eintritt – und dann geschieht es auch.

Positives Denken als schöpferische Kraft

Das Gesetz der Gedankenkraft besagt, dass du mit deinen Gedanken schöpferisch tätig wirst. Wenn du einen bestimmten Wunsch in dir sehr stark werden lässt, schaffst du damit Agami Karma. Eine Weile lang sieht es so aus, als ob nichts passiert – die Gedankenkraft reift als Sanchita Karma. Irgendwann, etwas später, manchmal auch sehr viel später, manifestiert sich dieser Wunsch, wird zum Prarabdha Karma.

Patanjali und Wünsche

Der Yoga Meister Patanjali sagt im Yoga Sutra (II.18 ): „Das Universum existiert für die Erfahrung und die Befreiung der Seele.“ Das beinhaltet, dass sich jeder starke Wunsch erfüllen muss. Daher sollte man auf seine Wünsche aufpassen. Sie werden sich irgendwann manifestieren.
Glücklicherweise müssen sich nicht alle Wünsche auf der physischen Ebene manifestieren. Manche manifestieren sich einfach in einem Traum, andere in Bhuvar Loka zwischen zwei Welten. Manche können sich auf einfachere Weisen manifestieren. Ich kannte mal jemanden, der von Swami Vishnu-devananda aufgefordert wurde, in einem spirituellen Theaterstück die Rolle eines Königs zu spielen. Er erzählte mir später, dass er in seiner Kindheit immer daran gedacht hätte, dass er mal König sein wollte.

Mehr über Gedankenkraft erfährst du im Video mit Sukadev:

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