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Ma mit den Führern des Landes

Alle Männer und Frauen in politischen Schlüsselpositionen kamen irgendwann in Kontakt mit Ma. Trotz ihres dichtgedrängten Programms mit einfachen Leuten und Mahatmas fand sie Zeit für sie. Indiens erster Premierminister, Jawaharlal Nehru, seine Tochter Indira Gandhi und deren ganze Familie waren ihr treu ergeben. Zuerst war es das Gedenken an Kamala Nehrus Verbindung mit Ma, das sie zu ihr führte.
      Mit Pandit Nehru kam auch Vallabha Bhai Patel. Alle Gouverneure und Ministerpräsidenten suchten Ma auf, wenn sie durch ihre Provinzen kam oder sich in New Delhi aufhielt, es sei denn, sie reiste zu schnell weiter. Ma selbst besuchte ein paar herausragende Persönlichkeiten, wenn es ihnen nicht möglich war, sie aufzusuchen. Eine solche Persönlichkeit war Sarojini Naidu, die erste Gouverneurin von Uttar Pradesh nach Erlangung er Unabhängigkeit 1947. Sie war in ihrer Sommerresidenz in Nainital, als Ma sich auf Dr. Pannalas Einladung in der Bergstadt aufhielt. Ma ging zur Residenz der Gouverneurin, um die kränkliche Dame zu besuchen, die sie in einem eigens zu diesem Zweck aufgestellten Schmuckzelt empfing. Ma begrüßte sie herzlich als eine Freundin. Nach einigen Vorreden sagte Ma auf Bengali zu Sarojini Naidu: »Hari kathai katha ar sab vritha vyatha, ki bolo ma? Tomar bangla bhasha mone ache?« [Von Gott allein zu sprechen ist der Mühe wert, alles andere ist leidvoll und vergebens, nicht wahr, Mutter? Sprichst du noch Bengali?]
      Die Gouverneurin nickte und sagte leise, sie verstehe es gut, könne aber nicht fließend sprechen. Jemand schlug Ma vor, einen Spaziergang durch die ausgedehnten Gärten zu machen. Ma und ihr beträchtliches Gefolge begaben sich auf diesen Rundgang. Als Ms. Naidu mit ihren Mitarbeitern zurückblieb, fragte ihre Tochter Lila sie: »Wer ist diese Frau?« Lila war erstaunt, unter Ma‘s Begleitern Dr. Pannalal zu sehen. Er war unter britischer Herrschaft ein Mann von großem Einfluß gewesen. Er war einer der klügsten Köpfe seiner Zeit und unbestritten ein sehr begabter Mann. Ms. Naidu antwortete ihrer Tochter:
      »Sie ist die Quintessenz des indischen Geistes. Sie ist die Stimmgabel, der Prüfstein, das definitive Kriterium zur Unterscheidung, was zu unserer Tradition gehört, und was nicht. So wie sie ist, ist sie einfach vollkommen. Nur in Indien kann man der Vollkommenheit in Person begegnen.«
      Obwohl dies ihre erste und letzte Begegnung war (da Ms. Naidu bald darauf starb), wird deutlich, daß Ma‘s machtvolle Wirkung nicht auf langdauernder Verbindung beruhte. Vielen genügte ein einmaliger Darshan.
      Netaji Subhash Chandra Bose traf mit Ma zusammen, als sie 1935 den Tempel in Dakshineshwar bei Calcutta besuchte. Sie saß auf einer Steinbank unter einem großen Baum. Ma‘s Gefährten und Subhash Chandra saßen vor ihr und um sie herum auf dem Boden. Weder Ma noch Subhash Chandra sprachen; eine Zeitlang herrschte vollkommene Stille. Jemand stellte Ma Subhash Chandra vor. Sie sagte: »Ich habe deinen Bruder in Ahmedabad kennengelernt.« Er fragte: »Warst du in Ahmedabad?« Ma: »Ja.« Wieder herrschte Schweigen. Offensichtlich hatte Subhash Chandra keine Fragen, und Ma hatte ihm nichts zu sagen.
      Amulya Kumar brach - von anderen Anwesenden leise angestoßen, das Schweigen und stellte eine wichtige Frage: »Ma, kann man Gott finden, indem man seinem Land dient?« Ma sagte zu Subhash Chandra: »Pitaji, beantworte du die Frage. Kann man Gott erreichen?«

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Subhash Chandra: »Bin ich denn auf dem Laufenden, wo Gott gerade ist?« (Gelächter)
      Ma (ebenfalls lächelnd): »Worüber bist du auf dem Laufenden?« Subhash Chandra: »Die Frage war nicht an mich gerichtet.« Ma: »Aber du bist der Anlaß für die Frage. (zu Amulya Kumar) Stimmt das nicht?«
      Amulya Kumar: »Doch.«
      Ma: »Nun, sag etwas! Laß es mich so formulieren: Warum arbeitest du für dein Land? Wenn du uns sagen kannst, was man davon hat, werden alle mitmachen. Ich habe gehört, du seiest ein großartiger Redner. Sag uns etwas.«
      Subhash Chandra (lächelnd): »Ich bin nicht hierhergekommen, um eine Rede zu halten; es macht mich glücklich, meinem Land zu dienen. Darum tue ich es.«
      Ma: »Ist dieses Glück dauerhaft?«
      Subhash Chandra: »Dauerhaft ist ein problematisches Wort.«
      Ma: »Was immer währt, ist dauerhaft. Der Einsatz für die Arbeit am eigenen Selbst bringt dauerhaftes Glück hervor. Bei aufrichtigem Dienst ist immerwährendes Glück garantiert. Pitaji, ist dein Dienst von dieser Art?«
      Bevor Subhash Chandra antworten konnte, mischte sich eine Frau ins Gespräch und lenkte Ma‘s Aufmerksamkeit vom vorigen Thema ab. Nachdem Ma sich um ihr Problem gekümmert hatte, wandte sie sich wieder an Subhash Chandra und sagte: »Pitaji, willst du nichts sagen?« Subhash Chandra: »Aber ich bin hierhergekommen, um zu hören, nicht um zu sprechen.«
      Ma: »Nur um zu hören? Willst du hören, was ich sage? Willst du tun, was ich dir auftrage?«
      Subhash Chandra: »Das kann ich nicht versprechen. Ich kann nur sagen, daß ich es versuchen will.«
      Ma: »Siehst du, Pitaji, was wir auch tun, das tun wir aus einem Gefühl des Mangels; gewiß sind wir glücklich, wenn dieser Mangel beseitigt ist. Alle Handlungen in der Welt erzeugen jedoch neue Mängel ... Deshalb heißt es, daß Handeln in Bezug auf die Welt immer mangelhaft ist und nur zu bruchstückhaften Freuden führt. Handeln im Dienst des eigenen Selbst bringt wahre Freude ... Du bist eine große Seele. Versuche, deine Fähigkeiten noch höher zu erheben. Auch der Dienst an deinem Land beruht auf einem Gefühl des Mangels; das Glück, das es bringt, ist vergänglich. Jedermann sucht die dauerhafte Glückseligkeit, die nicht vergeht. Nur Arbeit, die darauf zielt, dein wahres Wesen zu erkennen, führt dich zu höchster Freude. Aber du kannst einwenden: ›Was nützt es, wenn ich Glückseligkeit erreiche, und die Welt endlos leidet?‹ Darauf ist zu erwidern, daß einer, der diese Seligkeit erlangt, sie auch anderen vermitteln kann.«
      Subhash Chandra: »Welche Art von Handeln dient der Suche nach dem wahren Wesen?«
      Ohne die Frage direkt zu beantworten, sprach Ma ausführlich über unser wahres Wesen und über Verhaltensweisen, die uns von unserem wahren Wesen entfernen. Er insistierte: »Du sagst mir nicht, wie ich dieses Ziel erreiche.« Nun mischte sich die Frau, die vorher das Gespräch unterbrochen hatte, wieder ein und legte dar, wie sie Ma‘s Worte verstand. Amulya Kumar, Bhupati Babu, Nagen Babu und andere ernsthafte Männer fanden den Verlauf der Sitzung unbefriedigend, weil Ma keine Gelegenheit hatte, Subhash Chandras Frage zu beantworten. Nach einer Weile führte Subhash Chandra seinen Pranam aus, verbschiedete sich und fuhr nach Calcutta.

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