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1. Kapitel: Einführung - Was ist Gott?




Oh Herr allen Lebens! Oh Himmlische Flamme!
Mittelpunkt und Seele aller Sphären
Dein Licht ist Wahrheit
Deine Wärme ist Liebe.
Gib uns Weisheit, um uns frei zu machen.
Komm, erfülle unsere Herzen mit Frieden.
Lenke uns, beschütze uns, errette uns,
Bis wir das andere Ufer der Unsterblichkeit erreichen.

Die Laterne redet nicht, aber sie leuchtet und wirft ihr Licht ringsumher. Die Jasminblüte spricht nicht, aber sie verströmt ihren Duft überall hin. Der Leuchtturm macht keinen Trommelwirbel, aber er schickt den Schiffern sein freundliches Licht. Das Unsichtbare schlägt keinen Gong, aber der Weise, dem keine Leidenschaft anhaftet und der gute Urteilsfähigkeit besitzt, spürt seine Allgegenwart. Hinter allen Namen und Formen liegt die eine namenlose, formlose Essenz. Hinter allen Lenkern gibt es den Höchsten Lenker der Lenker. Hinter allen Lichtern ist das eine Licht der Lichter. Hinter allen Klängen ist die geräuschlose Höchste Stille. Hinter allen Lehrern ist der eine Höchste Guru der Gurus. Hinter dieser Vergänglichkeit ist das eine unvergängliche Absolute. Hinter allen Bewegungen ist das eine unbewegte Unendliche. Hinter Zeit, Minuten und Tagen gibt es die eine zeitlose Ewigkeit. Hinter Hass, Aufruhr und Kriegen ist versteckt die eine Liebe.

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Was ist Gott?

Gott ist die Gesamtheit von allem, was existiert, vom Belebten ebenso wie vom Unbelebten, vom Fühlenden ebenso wie vom nicht Fühlenden. Er ist frei von Krankheiten und Begrenzungen. Er ist allmächtig, allwissend, allgegenwärtig. Er hat keinen Anfang, keine Mitte, kein Ende. Er ist der, welcher allen Wesen innewohnt. Er kontrolliert von innen heraus.

Gott ist alles in allem. Gott ist die einzige Wirklichkeit in diesem Universum. Die Existenz der Dinge wird durch das Licht Gottes hervorgebracht. Gott ist ewiges Leben. Alles ist von Ihm abhängig. Er ist von allem unabhängig. Er ist die Wahrheit. Gott ist das Ende oder das Ziel aller Yoga Sadhanas (spirituelle Praxis). Er ist das Zentrum, auf das alle Dinge zustreben. Er ist das Höchste Ziel oder das Höchste Gut der Welt. Du verspürst Hunger. Es gibt Nahrung, um den Hunger zu stillen. Du verspürst Durst. Es gibt Wasser, um den Durst zu stillen. Du möchtest immer glücklich sein. Es muss irgendetwas geben, das diesen Drang befriedigt. Dieses Etwas ist Gott, eine Verkörperung des Glücks. Gott, Unsterblichkeit, Freiheit, Vollkommenheit, Frieden, Glückseligkeit, Liebe sind gleichbedeutende Ausdrücke.

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Unterschiedliche Vorstellungen von Gott

Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Gott. Der Gott eines Soldaten trägt einen Helm. Der Gott eines Chinesen hat eine platte Nase und eine Pfeife zum Opium rauchen. Der Gott eines Hindus hat ein Zeichen auf der Stirn und trägt eine Mala und Blumengirlanden um den Hals. Der Gott eines Christen trägt ein Kreuz. Für einige hat Gott Flügel. Ein Büffel würde meinen, Gott sei ein sehr großer Büffel.

Was ist Gott? Das ist schwer zu sagen. Aber wenn ich den Ganges anschaue, so weiß ich, dass er Gott ist. Wenn ich den Jasmin ansehe, so weiß ich, dass er Gott ist. Wenn ich den blauen Himmel betrachte, weiß ich, dass er Gott ist. Wenn ich das Vogelgezwitscher höre, weiß ich, dass es Gott ist. Wenn ich Honig esse, weiß ich, dass das Gott ist. Das Höchste ist undefinierbar, obwohl Gelehrte intellektuelle Beschreibungen von Ihm geben, die nicht unbedingt wahr sind. Der Ozean kann einzig mit dem Ozean verglichen werden. Der Äther (Akasa) kann nur mit dem Äther verglichen werden. Ebenso kann Brahman, das Absolute, einzig mit Brahman verglichen werden. So wie Luft formlos ist und gleichzeitig die Form eines Wirbelsturms annimmt, so nimmt auch Gott, der in Seinem unmanifestierten oder transzendenten Zustand formlos ist, eine Form der frommen Verehrung Seiner Bhaktas an. Er zeigt sich in der Form, in der sein Verehrer Ihn am meisten liebt.

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Das die Herabkunft Gottes bestimmende Gesetz

Als Jesus geboren wurde, stimmten die Engel einen wunderschönen Gesang zum Lobe Gottes und offenbarten dadurch den Zweck Seiner Herabkunft:

Ehre sei Gott in der Höhe,
Frieden auf Erden
Und den Menschen ein Wohlgefallen.

Jesus ist in diese Welt der Menschen gekommen, um die wahre und höchste Ehre Gottes wiederherzustellen - Frieden auf Erden und Wohlgefallen in den Herzen der Menschen gegenüber allen Mitmenschen. Das Gesetz, das die Ankunft Gottes auf der Erde lenkt, ist zu allen Zeiten und überall das gleiche. Gott steigt herab, um den Menschen den Aufstieg zu ermöglichen. Die Absicht eines jeden Avatars ist es, die Welt vor einer großen Gefahr zu retten, die Bösen zu zerstören und die Tugendhaften zu beschützen. Krishna sagt: „Immer wenn Rechtschaffenheit zerstört wird, trete Ich Selbst in Erscheinung. Um die Guten zu schützen, um die Übeltäter zu vernichten, um Rechtschaffenheit wieder herzustellen, werde ich von Zeitalter zu Zeitalter geboren.“ Wenn Ungerechtigkeit zunimmt und Rechtschaffenheit abnimmt, wenn die Kräfte des Ungöttlichen stärker als die göttlichen Kräfte zu sein scheinen, wenn das Wort Gottes oder die Gebote Seiner Überbringer vergessen oder nicht beachtet werden, wenn religiöser Fanatismus den Buchstaben der Schriften Folge leistet und dabei deren geistiges Gut zerstört, nimmt Gott Gestalt auf Erden an, um die Menschen zu retten, um die Rechtschaffenheit zu bewahren. Er nimmt menschliche Gestalt an, wenn Er auf die physische Ebene heruntersteigt. Er wird Avatar genannt. Ein Avatar ist eine mächtige Person. Er zieht Tausenden von Männern und Frauen den Schleier der Unwissenheit fort und nimmt sie mit in das Land der ewigen Ruhe, Glückseligkeit und des Sonnenscheins. Avatare sind eins mit dem Höchsten. Sie sind keine Teile wie die individuellen Seelen. Avatare oder Inkarnationen sind Strahlen des Herrn. Wenn die Arbeit an Loka-Sangraha (Gesamtheit der Welt) vorbei ist, ziehen sie sich wieder aus der Welt zurück.

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Avatar-Formen

Es gibt unterschiedliche Arten von Avataren. Es gibt Purna-Avatare mit voll ständigen Kalas (Strahlen). Es gibt Amsa-Avatare (Teil-Inkarnationen). Es gibt Lila-Avatare. Krishna ist ein Purna-Avatar. Sri Shankaracharya war ein Amsa-Avatar. Matsya, Kurma, Narasimha, Vamana, Varaha, Rama etc. sind Lila-Avatare. Krishna und Rama waren Avatare von Vishnu. Dakshinamurti war eine Inkarnation von Shiva. Dattatreya war der Avatar der drei Murtis (Verkörperungen, Manifestationen) - Brahma, Vishnu und Shiva. Brahma, Vishnu und Shiva sind die drei Aspekte Gottes. Brahma ist der erschaffende Aspekt, Vishnu ist der erhaltende Aspekt und Shiva ist der zerstörende Aspekt. Es gibt keinen Polytheismus im Hinduismus. Brahma, Vishnu, Shiva und Shakti sind unterschiedliche Aspekte des einen Gottes.

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Die göttliche Form eines Avatars

Manche Leute sagen: „Wie können wir Krishna als Gott, als Bhagavan, ansehen? Er ist geboren worden und er ist gestorben. Er ist nur ein Mensch.“ Das ist eine falsche Aussage. Das ist die Äußerung eines unwissenden Kindes. Krishna hat sich selbst nur vorübergehend manifestiert, um Loka-Sangraha-Arbeit zu tun, um für die Gemeinschaft oder das Wohlergehen der Menschheit zu sorgen und dann verschwand er wieder. Krishna ist Hari (Gott) selbst. Darüber besteht kein Zweifel. Rama ist die Höchste Seele, Antaryamin, der Beschützer aller Wesen. Er ist allwissend, allmächtig und allgegenwärtig. Er ist Hari. Er wurde nie geboren. Er ist nie gestorben. Hari hat sich einfach in Form von Rama manifestiert, um Loka-Sangraha zu tun und dann verschwand er. Rama und Krishna hatten keine physischen Körper. Ihre Körper bestanden nicht aus den fünf Elementen. Sie hatten göttliche Formen. Sie hatten Chinmaya-Körper, obwohl ihre Körper allem Anschein nach wie Fleisch aussahen. Sie hatten keine Geburt und keinen Tod wie menschliche Wesen. Sie tauchten auf und verschwanden, genau wie ein Yogi. Ihre Körper blieben nicht in dieser Welt zurück. Ihre Körper sind nicht zerstört worden.

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Philosophie, Mythologie und Ritual

In jeder Religion gibt es drei Teile, nämlich Philosophie, Mythologie und Ritual. Die Philosophie ist die Essenz der Religion. Sie legt die Grundprinzipien, fundamentalen Lehren oder Glaubenssätze dar sowie das Ziel und die Mittel, mit denen sie erreicht werden können. Die Mythologie erklärt und erläutert die Philosophie mit Hilfe von Legenden aus dem Leben bedeutender Menschen oder übernatürlicher Wesen. Das Ritual gibt der Philosophie eine noch konkretere Form, so dass jeder sie verstehen kann. Das Ritual besteht aus Förmlichkeiten, Zeremonien, usw.

Mythologie ist ein Teil jeder Religion. Mythologie ist konkretisierte Philosophie. Mythologie ist die Wissenschaft, die Mythen, Fabeln oder Legenden untersucht, die sich auf weit zurückliegende Ereignisse gründen, besonders solche aus der frühen Zeit der menschlichen Existenz. Mythologie inspiriert die Leser durch Prinzipien und lobenswerte Beispiele und spornt sie an, Perfektion oder das höchste Ideal zu erreichen. Die abstrakten Lehren und höchst scharfsinnigen Vorstellungen werden äußerst interessant und beeindruckend für die Masse der Menschen gemacht, wenn sie in Geschichten, Parabeln, Legenden, Allegorien und Erzählungen eingekleidet sind. Die erhabenen und abstrakten philosophischen Vorstellungen und Ideale im Hinduismus gehen den Massen durch beeindruckende Geschichten sofort zu Herzen. Mythologie ist leicht durchmischt mit ein wenig Geschichte. Es ist schwierig, den feinen Unterschied zwischen Geschichte und Mythologie auszumachen.

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Die alte Mythologie des Hinduismus

Hinter der alten Mythologie des Hinduismus gibt es große Wahrheiten. Man kann nicht über eine Sache hinwegsehen, einfach weil sie im mythologischen Gewand daherkommt. Diskutiere nicht. Verschließe deinen Mund. Halte deinen Intellekt in beträchtlichem Abstand, wenn du Mythologie studierst. Der Intellekt ist ein Hindernis. Er wird dich irreführen. Gib Arroganz und Eitelkeit auf. Kultiviere Liebe zu Symbolik. Sitze da wie ein Kind und öffne freimütig dein Herz. Du wirst die großen von der Mythologie enthüllten Wahrheiten begreifen. Du wirst in die Herzen der Rishis und Weisen, die die Mythologie geschrieben haben, vordringen. Du wirst an der Mythologie wirkliche Freude finden. Geographie studiert man mit Hilfe von Landkarten. Es gibt in Wirklichkeit kein Land oder keine Stadt auf einer Landkarte, aber sie ist dir behilflich, eine ganze Menge über die einzelnen Länder zu erfahren. Mit den Mythen ist das ganz ähnlich. Du kannst die subtilen, philosophischen Wahrheiten nur durch Mythen erfassen. Die Absicht von Mythen und Legenden ist es, den Geist zur Wahrheit der Religion hinzulocken. Wenn du Mythologie studierst, wirst du mehrfach Anschauungsunterricht bekommen, um deinen Charakter zu formen und ein ideales, göttliches Leben zu führen. Die Leben von Sri Rama, Sri Krishna, Bishma, Nala, Harischandra, Lakshmana, Bharata, Hanuman, Yudhishthira, Arjuna, Sita, Savitri, Damayanti, Radha sind Quellen großer spiritueller Inspiration, um dein Leben, dein Verhalten und deinen Charakter zu formen. Wenn du in einer Notlage bist und nicht weißt, was du in schwierigen Situationen tun sollst, wenn Verpflichtungen miteinander kollidieren, dann wirst du eine genaue Lösung bekommen, wenn du dich mit Mythologie befasst.

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Die unterschiedlichen Glaubensrichtungen im Hinduismus

Ein Fremder ist starr vor Staunen, wenn er von den unterschiedlichen Glaubensrichtungen im Hinduismus hört. Aber die Mannigfaltigkeit ist eigentlich die Zierde des Hinduismus. Sie ist gewiss nicht dessen Mangel. Es gibt verschiedene Gemüter und Temperamente. Also sollte es auch unterschiedliche Glaubensrichtungen geben. Das ist nur natürlich. Das ist der Hauptgrundsatz im Hinduismus. Es gibt im Hinduismus für alle Arten von Seelen, von der höchsten bis zur niedrigsten, Raum für deren Wachstum und Entwicklung. Der Begriff Hinduismus ist äußerst dehnbar. Er schließt eine Anzahl von Sekten und Kulten ein, die zwar miteinander verbunden sind, sich aber in vielen wichtigen Punkten unterscheiden. Der Hinduismus hat innerhalb seiner Gruppen unterschiedliche Vedanta-Schulen, den Shaivismus, Shaktismus, Vaishnavismus etc. Er hat verschiedene Kulte und Glaubensrichtungen. Er ist eher ein Zusammenschluss von Religionen als eine einzige Religion mit einem bestimmten Bekenntnis. Er ist ein kameradschaftlicher Zusammenschluss von Glaubensrichtungen. Er ist ein Zusammenschluss von Philosophien. Er beherbergt alle Arten von Menschen. Er bestimmt die spirituelle Nahrung für jeden, je nach seiner Befähigung und seinem Wachstum. Das ist die Schönheit dieser großmütigen Religion. Das ist der Ruhm des Hinduismus. Daher gibt es keinen Konflikt zwischen den unterschiedlichen Kulten und Bekenntnissen. Krishna sagt in der Bhagavad Gita: „Wie auch die Menschen zu Mir kommen, heiße Ich sie doch willkommen, denn der Weg, den die Menschen von jeder Seite her einschlagen, ist Meiner.“ Alle Mannigfaltigkeit ist zusammengefasst und vereint im Körper des Hinduismus. Trotz aller Verschiedenheit der metaphysischen Lehren, trotz aller möglichen Arten von religiöser Disziplin und aller Formen von rituellen Praktiken und aller in der Hindu-Gesellschaft vorherrschenden sozialen Gepflogenheiten gibt es unter den verschiedenen Gruppen von Hindus eine wesentliche Einheitlichkeit in der Auffassung von Religion und in der Ansicht über Leben und Welt.

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Die Frage nach der Anbetung von Götterbildern

Anbetung von Götterbildern ist keine Besonderheit des Hinduismus. Christen verehren das Kreuz. Sie haben das Bild vom Kreuz in ihrer Vorstellung. Die Mohammedaner haben das Bild vom Kaaba-Stein vor sich, wenn sie zum Gebet niederknien. Die Menschen der ganzen Welt - außer ein paar Yogis und Vedanta-Anhänger - sind alle Verehrer von Götterbildern. Sie haben immer das eine oder andere Bild im Kopf.

Das mentale Bild ist auch eine Art Götterbild. Der Unterschied liegt nicht in der Art und Weise, sondern im Ausmaß. Alle Verehrer, wie intellektuell sie auch sein mögen, lassen in ihrer Vorstellung eine Form entstehen und lassen ihre Vorstellung auf diesem Bild ruhen. Jeder ist ein Bilderverehrer. Bilder, Zeichnungen, usw. sind nur eine Form von Pratima. Ein grober Geist braucht ein konkretes Symbol (Alambana) als Stütze, ein feiner Geist benötigt ein abstraktes Symbol. Sogar ein Anhänger des Vedanta nimmt das OM-Zeichen, um den umherschweifenden Geist festzuhalten. Nicht nur Gemälde oder Stein- und Holzbilder sind Gegenstände der Anbetung. Dialektiker und Führer können auch zu Idolen werden. Warum also die Verehrung verdammen?

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Wenn Götterbilder lebendig werden

Der Gott in dir hat die Kraft, die verborgene Göttlichkeit im Götterbild aufzuwecken. Regelmäßiger Gottesdienst, Puja und andere Formen, unsere inneren Gefühle für das Erkennen der Göttlichkeit im Götterbild zu zeigen, enthüllen die in ihm schlummernde Göttlichkeit. Das ist wahrlich ein Wunder. Das Bild wird lebendig. Das Götterbild spricht. Es beantwortet deine Fragen und löst deine Probleme. Für einen Gottesverehrer stellt das Bild sehr viel Chaitanya (Bewusstheit) dar. Der Gottesverehrer erblickt tatsächlich den Herrn im Götterbild. Er bezieht von dem Bild seine Eingebung. Das Bild führt ihn. Es spricht zu ihm. Es nimmt menschliche Form an, um ihm auf zahlreichen Wegen zu helfen. Das Bild im Tempel von Tirupati hat menschliche Form angenommen und Zeugnis im Gerichtshof abgelegt, um Seinen Anhängern zu helfen. Die Götterbilder in den Tempeln von Tirupati, Pandharpur, Palani, Kathirgama usw. sind machtvolle Gottheiten. Sie sind Pratyaksha Devatas. Sie segnen ihre Verehrer, heilen ihre Beschwerden und geben Darshan. Wunderbare Lilas werden mit diesen Gottheiten in Verbindung gebracht. Für einen Bhakta oder einen Weisen gibt es so etwas wie Jada (empfindungslose Materie) nicht. Alles ist Vasudeva oder Chaitanya: „Vasudevah Sarvam Iti“ („Dies ist alles Vasudevah.“ Bhagavad Gita 7.19.) Narsi Mehta wurde von einem Raja auf die Probe gestellt. Der Raja sagte: „Oh Narsi, wenn du ein aufrichtiger Anhänger Krishnas bist, wenn, wie du sagst, Krishna selbst das Götterbild ist, dann mache, dass sich dieses Götterbild bewegt.“ Dem Gebet von Narsi Mehta entsprechend bewegte sich das Götterbild. Der heilige Stier Nandi fraß die von Tulsidas angebotene Nahrung vor Shivas Bildnis. Die Götterfigur spielte mit Mirabai und war voller Leben und Chaitanya für sie.

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Alle Gottheiten sind Aspekte des Einen Gottes

Durch Verehrung von Avataren wie Krishna und Rama kann man zur Gottesverwirklichung gelangen. Viele haben auf diese Weise bereits Gottesverwirklichung erreicht. Tukaram, Ramdas, Surdas, Mirabai und Tulsidas haben Gott von Angesicht zu Angesicht geschaut. Ihre kraftvollen Schriften lassen ihre hohe spirituelle Entwicklungsstufe erkennen. Verehrt Rama oder Krishna zu allen Zeiten, von ganzem Herzen und mit eurem ganzen Geist. Preist Ihn in eurem Herzen. Er wird sich euch bald offenbaren und ihr werdet Seine Gegenwart spüren. Ihr werdet Unsterblichkeit und ewige Glückseligkeit erlangen. Gott offenbart sich Seinen Verehrern auf vielfältige Weise. Er nimmt genau diejenige Form an, die der Verehrer für seine Anbetung gewählt hat. Wenn man ihn als Hari mit vier Händen verehrt, wird er als Hari zu einem kommen. Wenn man ihn als Shiva anbetet, wird Er den Darshan Shivas geben. Wenn du ihn als Mutter Durga oder Kali verehrst, wird Er als Durga oder Kali zu dir kommen. Wenn du ihn als Rama, Krishna oder Dattatreya anbetest, wird Er als Rama, Krishna oder Dattatreya zu dir kommen. Wenn du Ihn als Christ oder Allah verehrst, wird er als Christ oder Allah zu dir kommen. Alle sind sie Aspekte des Einen Ishvara oder Gottes. Ganz gleich unter welchem Namen, immer wird Ishvara verehrt. Die Anbetung geht zu dem, der in der Form wohnt, zum Herrn in der Form. Es ist Unwissenheit, wenn man denkt, dass eine Form der anderen überlegen sei. Alle Formen sind ein und dasselbe. Alle beten den gleichen Gott an. Unterschiede bestehen nur in den Namen, weil die Anbeter unterschiedlich sind, nicht aber die Objekte der Anbetung. Der wahre Jesus oder Krishna ist in eurem eigenen Herzen. Dort lebt Er für immer. Er ist der, der in euch wohnt. Er ist immer euer Gefährte. Es gibt keinen besseren Freund als Ihn, der in euch wohnt. Begebt euch zu Ihm. Nehmt Zuflucht zu Ihm. Verwirklicht Ihn und seid frei.

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