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Vers 6

Thiniyaana Manosilaimeedhu Unathaal
Aniyaar Aravindham Arumbhumadho
Paniyaa Yena Valli Padham Paniyum
Thaniyaa Adhimoga Dhayaaparane


Auf dem verhärteten steinigen Tablett meines Herzens,
Werden sich Deine schönen Lotus-Füße dort manifestieren?
Nach Dienst fragend beugst Du Dich zu Vallis Füßen,
O Herr der nie verlöschenden Liebe! O Verkörperung der Gnade!


„O Herr der nie verlöschenden Liebe zu Valli, zu deren Füßen Du Dich verneigst, um nach ihren Befehlen zu fragen! O Heimstatt unendlichen Mitgefühls! Wird der schöne Lotus Deiner Füße in diesem meinem verhärteten Herzen aus Stein erblühen?“

Erklärung:

Amritavalli und Sundaravalli waren die beiden Töchter von Vishnu. Einmal gingen sie zum Kailash, dem Wohnort von Shiva, wo sie zufällig Skanda trafen. Bezaubert von seiner Schönheit, wollten sie seine Gemahlinnen werden und sagten ihm ihren Wunsch. Der Herr, eine Heimstatt des Mitgefühls, nahm ihren Vorschlag an und befahl, dass die erstere als Deivayanai, dieTochter Indras, geboren werden sollte und die letztere als Valli, Tochter von Nambirajan, einem König des Jägervolkes.

Aufgrund eines Fluches des Rishi (Seher) Kanva irrten Vishnu und Lakshmi als Shivamuni (ein stummer Heiliger) und eine Hirschkuh in einem Wald umher.Als Shivamuni einmal zufällig die Hirschkuh sah, fühlte er sich merkwürdigerweise zu ihr hingezogen und auch sie erwiderte diese Liebe. Durch die gegenseitigen Liebesblicke gebar die Hirschkuh ein weibliches Kind. Da das Kind so ganz anders war als sie, ließ es die Hirschkuh in einer Grube in der Nähe eines Gebüschs aus Schlingpflanzen, die Vallikkodi genannt werden, zurück. Nambirajan, der König der Jäger fand das Kind und war überglücklich, weil er keine Kinder hatte. Es wurde Valli genannt. Von Kindheit an ent wickelte Valli eine große Liebe für Muruga und war entschlossen, niemand anderen als ihn zu heiraten. Als sie älter wurde, wurde ihre Hingabe an Gott intensiver und ihr einziger Gedanke war immer an Gott. Devarishi Narada berichtete Muruga davon und Muruga wusste auch, dass die Zeit gekommen sei, sie anzunehmen. Wie es bei den Jägern Sitte war, bewachte sie das Getreide auf den Feldern, indem sie Vögel verjagte. Skanda ging, verkleidet als Jäger und als alter Mann, von sich aus auf der Suche nach ihr zu den Kornfeldern, prüfte ihre Hingabe und enthüllte schließlich seine Identität. Später heiratete Er sie.

„Nicht nur ging der Herr zu Valli“, sagt Arunagiri, „er fragte sie auch, welchen Dienst er ihr erweisen könne.“ Gott vereinigt nicht nur seine Verehrer mit sich selbst, sondern er kümmert sich auch persönlich um ihre Bedürfnisse. So groß ist das Mitgefühl Gottes. Krishna sagt in der Bhagavad Gita: „Yogakshemam Vahamyaham“ – „Ich sorge für meine Verehrer in Yoga und Kshema.“

Valli repräsentiert die Universelle Mutter, die immer um das Wohlergehen der Jivas (Individuen) bemüht ist. Sie kennt ihren jeweiligen Zustand der Reinheit und ihren Entwicklungsstand und empfiehlt Gott jene reifen Seelen, die geeignet sind zur Befreiung von Samsara, was der Herr mit Freude tut. Darum sagt man, dass Gott sich zu Vallis Füßen verneigt und sie um diesen Dienst bittet.

Arunagiri zitiert das in diesem Vers, um zu zeigen, dass die Liebe Gottes zu seinem Verehrer so groß ist, dass, selbst wenn der Gläubige nicht das richtige Sadhana kennt oder ausführt, sondern Gott nur wirklich liebt und Gott will, er aus eigenem Willen zu ihm kommt und ihn annimmt. Valli ist der Jivatman (individuelle Seele), der nach der Vereinigung mit dem Paramatman (höchstes Selbst; Höchste Seele) strebt. Obwohl sie entschlossen war, Gott zu heiraten, wusste Valli nicht, wo Er war und wie sie Ihn erreichen sollte. Ebenso kann der Jivatman Gott nicht durch eigene Anstrengung finden, aus dem einfachen Grund, dass er kein wahres Wissen von Gott hat; er ist unwissend, ein Produkt von Avidya. Aber wenn er ernsthaft nach Gott strebt, offenbart Er sich selbst, wenn die richtige Zeit dafür gekommen ist als der Guru, trainiert den Schüler und prüft ihn auch, und nimmt schließlich den Jiva in sich selbst auf, wie Er es mit Valli getan hat.

Wenn der Jiva in seinem Streben ernsthaft ist, wird ihn Gott in Gestalt des Guru richtig führen und dafür sorgen, dass er Ihn erreicht. Gott ist unendliche Gnade und Mitgefühl. Er ist „Dayaaparan“ – eine Verkörperung von Mitgefühl und Gnade.

Die Füße Gottes werden mit Lotusblumen verglichen. Gemeint ist hier, dass unser Herz in Liebe zu Gott schmelzen und wie weiche Erde werden sollte, eine notwendige Voraussetzung, für das Blühen des Lotus.

Arunagiri beschwört Gott: „O Herr, Du kamst aus freiem Willen dorthin, wo Valli war (denn, obwohl sie Dich liebte und wollte, wusste sie nicht, wo Du warst und wie sie Dich treffen konnte) und hast sie angenommen. Ebenso manifestiere bitte Deine Lotus-Füße (Dich selbst) in meinem Herzen, das aufgrund endloser Wünsche hart wie ein Stein ist und segne mich.“

Wenn also die Gnade Gottes im Gebet aus tiefstem Herzensgrund angerufen wird, indem man sich eher an seinen Aspekt der Verkörperung von Gnade wendet, als an den philosophischen, der die Maya zerstört, ist Er schnell erfreut und kommt als Guru. Das Wort „Thaniyaa“ bedeutet auch „Skanda, dessen Schrein in Tiruttani ist“.

*

Der Aspirant erkennt weiterhin, dass sein Herz hart wie Stein ist, weshalb sich die Lotus-Füße Gottes nicht manifestieren. Er ruft den Gnadenaspekt Gottes an.

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