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Leben in einer spirituellen Gemeinschaft

Überlegst du, in einer spirituellen Gemeinschaft zu leben?

Willst du diesen alternativen Lebensstil ausprobieren, vielleicht auch länger in reiner spirituellen Gemeinschaft bleiben? Yoga Vidya betreibt in Deutschland mehrere Ashrams, spirituelle Gemeinschaften, als Lebensgemeinschaften, in denen Menschen gemeinsam praktizieren, arbeiten, spirituell wachsen. Yoga Vidya als Ganzes ist eine spirituelle Gemeinschaft. Die Yoga Vidya Ashrams und Zentren sind kleinere und größere spirituelle Lebensgemeinschaften.

Yoga Vidya als eine der größten Yoga-Bewegungen in Europa, sind Vorreiter einer alternativen, engagierten und spirituellen Lebensweise. Die Yoga Vidya Ashrams und vereinseigenen Stadtcentren sind spirituelle Lebensgemeinschaften, Kommunen, in denen Yoga Aspiranten und Yogalehrende zusammen Yoga praktizieren und Yoga weiter geben. Gemeinsam leben, praktizieren, arbeiten - für die eigene persönliche Entwicklung und eine bessere Welt.

In einer spirituellen Gemeinschaft zu leben, heißt engagiertes Leben voller Herausforderungen, Reinigungserfahrungen - und hohen spirituellen Erlebnissen von Freude, Liebe und Bewusstseinserweiterung.

Inhalte zu Leben in einer spirituellen Gemeinschaft

Was heißt "Spirituelle Gemeinschaft"?
Religionsübergreifende Spiritualität
Die 7 Worte spiritueller Philosophie
Spirituelles Wachstum in einer spirituellen Gemeinschaft
Spirituelles Wachstum in der Yoga Vidya Gemeinschaft

Was heißt "Spirituelle Gemeinschaft"?

Gemeinschaft heißt eine Gruppe von Menschen, die sich miteinander verbunden fühlen. Und was heißt "Spirituell"?

Spiritualität ist eine Lebenseinstellung, die davon ausgeht, dass es eine Höhere Wirklichkeit gibt, und dass diese erfahrbar und bedeutsam ist:. Graf Dürkheim, der in den 60er und 70er Jahren sehr viel für die Verbreitung fernöstlicher Spiritualität in Deutschland getan hat, hat Spiritualität wie folgt definiert: "Spiritualität heißt Transparenz zum immanent Transzendenten".

  • "Transzendenz": Es gibt eine höhere Wirklichkeit, die jenseits dessen geht, was über Sinne und Intellekt begreifbar ist (transcendere - gehen jenseits von) . Man kann die Höhere Wirklichkeit Gott nennen, oder Brahman oder "höhere Wirklichkeit" - oder Transzendenz
  • Immanent: Diese höhere Wirklichkeit wohnt allem inne (immanent - innewohnen). Alles, was man wahrnimmt, ist letztlich eine Manifestation der Höheren Wirklichkeit
  • Transparent heißt durchlässig. Ein spiritueller Mensch möchte in mehrfacher Hinsicht durchlässig werden zu einer höheren Wirklichkeit: Er möchte in sich die höhere Wirklichkeit erfahren. Er möchte sich führen und leiten lassen von dieser inneren höheren Wirklichkeit. Er möchte das Wirken der höheren Wirklichkeit im Alltag erfahren, und ihr dienen

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Religionsübergreifende Spiritualität

Letztlich heißt Spiritualität eine innere Einstellung wie auch die Bereitschaft von spiritueller Praxis, um sein Leben auf eine höhere Wirklichkeit auszurichten. Spiritualität kann verbunden sein mit einer bestimmten Religion, kann religionsübergreifend und religionsunabhängig sein.

Die Spiritualität des Yoga ist religionsübergreifend. In Indien wird und wurde Yoga im Hinduismus, im Buddhismus, im Sikhismus und Jainismus praktiziert. Moslemische Sufis und nestorianisch Christen praktzieren seit Jahrhunderten Yoga. Bei Yoga Vidya werden zwar Rituale aus dem Hinduismus ausgeführt wie Puja, Homa, Arati und du findest bei uns viel Darstellungen indischer Götter. Jedoch fühlen sich die wenigsten von uns als Hindus. Manche fühlen sich eher als Christen, manche als Buddhisten oder Moslems. Die meisten als eher universell, ohne formelle Religionszugehörigkeit. Dennoch ist Yoga Vidya als Spirituelle Gemeinschaft nicht "beliebig": Letztlich folgen wir den Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnu-Devananda und damit die Lehren von Yoga Vedanta - die allerdings sehr umfassend sind.

Die sieben Worte spiritueller Philosophie

Sukadev definiert gerne Spiritualität in 7 Worten spiritueller Philosophie, nämlich Brahman, Maya, Dukha, Moksha, Abhyasa, Karma, Kripa:

  • Brahman: es gibt eine höhere Wirklichkeit, die allem zugrunde liegt. Letztlich ist alles eine Manifestation dieses Göttlichen. Dieses ist erfahrbar
  • Maya: Die Welt wie wir sie wahrnehmen, ist nicht so, wie wir sie wahrnehmen. Die Welt der Sinne, der Namen und Formen, ist irrtumsbehaftet. Aus Täuschung heraus rennen Menschen allen möglichen Wünschen hinterher, die sie nicht dauerhaft glücklich machen können
  • Duhkha, Leid: Solange man ein rein äußerliches Leben führt, ist man im Leiden. Ein Leben, das nur auf Wunscherfüllung, Wohlstand, äußerem Erfolg ausgerichtet ist, kann den Menschen nicht dauerhaft befriedigen
  • Moksha, Befreiung: Die höhere Wirklichkeit kann erfahren werden. Es ist möglich, sich selbst als Eins mit dem Unendlichen zu erleben. Menschen aller spiritullen Richtungen in allen Kulturen haben diese Erfahrung gemacht. Sie wird als Samadhi, Satori, Nirvana, Unio Mystica, Erlösung, Gottverwirklichung, Selbstverwirklichung bezeichnet. Sie führt zu allumfassender Nächstenliebe und Gottesliebe. Das Streben nach höchster Verwirklichung ist in jedem Menschen vorhanden. Nur diese Verwirklichung kann den Menschen zu dauerhaftem Glück führen.
  • Abhyasa, eigenes Bemühen : Es gibt 3 Prinzipien, die einen zu Moksha führen können: Abhyasa, eigenes Bemühen; Karma - die Lektionen des Alltags; Kripa - Gnade. Abhyasa heißt eigenes Bemühen. In jeder spirituellen Gemeinschaft gibt es dafür spezifische Praktiken. Bei Yoga Vidya sind das insbesondere: (1) Sadhana - spirituelle Praktiken wie Meditation, Asanas, Pranayama, Mantra-Singen (2) Satsang - gemeinsame spirituelle Praxis (3) Sattwa - Reiner Lebensstil, wozu dann auch Empfehlungn für Ernährung, Ökologie, Ethik gehören (4) Seva - uneigennütziger Dienst für die Gemeinschaft, für die Bedürftigen, für Mutter Erde, für die spirituelle Gemeinschaft
  • Karma, in diesem Kontext: Lernen von den Lektionen des Lebens. Das Leben gibt genau die karmischen Lektionen, an denen man wachsen kann. Leben ist eine Schule - gedacht zum spirituellen Lernen
  • Kripa, Gnade: Nicht alles ist machbar, nicht alles liegt in unserer eigenen Hand. Spiritueller Fortschritt und spirituelle Entwicklung sind ein Zusammenspiel aus eigenem Bemühen und Gnade.

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Spirituelles Wachstum in einer spirituellen Gemeinschaft

Eine spirituelle Gemeinschaft ermöglicht rasches spirituelles Wachstum. In einem weiteren Sinn ist jede Gruppe mit ähnlichen spirituellen Überzeugungen eine spirituelle Gemeinschaft. In einem engeren Sinn ist eine spirituelle Gemeinschaft eine Lebensgemeinschaft mit spiritueller Ausrichtung. In diesem Sinn ist spirituelle Gemeinschaft ein Zusammenleben von Menschen mit gleicher spiritueller Ausrichtung. Menschen in einer spirituellen Gemeinschaft sind deshalb in der spirituellen Gemeinschaft, weil sie durch ein solches Leben zu spiritueller Verwirklichung kommen wollen.

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Spirituelles Wachstum in der Yoga Vidya Gemeinschaft

Die Lebensgemeinschaften bei Yoga Vidya sind spirituelle Gemeinschaften, welche optimal sind für spirituelles Wachstum. Man kann gut verstehen, warum die Yoga Vidya Lebensgemeinschaften raschen spirituellen Fortschritt ermöglichen, wenn man sie anhand der 7 Worte spiritueller Philosophie beleuchtet:

  • Brahman: Durch regelmäßige Lesen in Schriften (Swadhyaya) und Vorträge erinnert man sich immer wieder daran, dass hinter allem eine höhere Wirklichkeit ist. Die Mitglieder einer spirituellen Gemeinschaft erinnern sich daran. Und die vielen Bilder, die in den Yoga Vidya Zentren und Seminarhäusern sind, rufen das immer wieder in Erinnerung - nicht nur intellektuell, sondern auch im Herzen.
  • Maya: Man lernt in einer spirituellen Gemeinschaft seinen Geist und seine Täuschungen kennen. Diejenigen, die länger in der Gemeinschaft leben, können den Neulingen helfen, die Spiele des Geistes zu durchschauen. Dadurch dass alle in der Gemeinschaft ähnliche Werte haben, fällt es leichter, aus den materialistischen Wertvorstellungen herauszuwachsen
  • Duhkha: Viele Menschen kommen zu Yoga Vidya aus körperlichem, emotionalem, materiellem und spirituellem Leiden. Indem wir bei Yoga Vidya uns bemühen, Leiden zu mindern, erkennen wir, wie viel Leiden in dieser Welt ist, wieviel die Geschöpfe leiden. Indem man anderen helfen will, erkennt man, dass letztlich nur spirituelle Verwirklichung dauerhaft hilft
  • Moksha: In einer spirituellen Gemeinschaft ist alles ausgerichtet auf spirituelle Erfahrung. So fällt es in den Yoga Vidya Ashrams und Zentren leicht, spirituelle Erfahrungen zu machen. Die spirituelle Schwingung, die geistige Atmosphäre, die Inneneinrichtung, Gartenanlagen - alles ist darauf ausgerichtet, tiefe Erlebnisse zu ermöglichen. Und jedes spirituelle Erleben bringt einen etwas näher zur Verwirklichung der Höheren Wirklichkeit
  • Abhyasa, eigenes Bemühen: Dadurch dass man umgeben ist von anderen spirituellen Aspiranten, fällt es in der spirituellen Gemeinschaft viel leichter spirituell zu praktizieren. Die geistige Atmosphäre motiviert, Yogastunden, gemeinsame Übungszeiten, gemeinsames Meditieren und Mantra-Singen (Satsang) - all das inspiriert für eigene Praxis. Bei Yoga Vidya ist die Praxis ausgerichtet auf die 4 S: Satsang - gemeinsame Meditation, Mantra-Singen, Vortrag; Sadhana - spirituelle Praktiken der klassischen Yoga Vidya Tradition, insbesondere Asanas, Pranayama, Mantra-Singen, eigene Meditation; Sattwa - reiner Lebensstil, wozu auch Yoga Ernährung, ethisches Verhalten, Umweltschutz etc. zählen; Seva - uneigennütziger Dienst: Durch Dienst am anderen, für die Gemeinschaft und das Verbreiten des Yoga öffnest du das Herz, löst dich vom Ego und von Identifikationen. Seva hat bei Yoga Vidya eine besondere Bedeutung - weshalb die Mitglieder der Yoga Vidya Lebensgemeinschaften als Sevakas bezeichnet werden
  • Kripa, Gnade: Auch wer in einer spirituellen Gemeinschaft lebt, braucht Geduld. Manchmal dauert es eine gute Zeit, bis tiefe Erfahrungen kommen. Manchmal kommen große Glücksgefühle, Energieschübe und tiefe Meditation sehr bald - und dann folgt eine spirituelle Trockenzeit. Es gilt, Vertrauen in göttliche Führung und Gnade zu entwickeln. Gerade wenn man in einer spirituellen Gemeinschaft lebt, fällt es besonders leicht, auf die göttliche Gnade zu vertrauen: Man hört immer wieder Menschen, die von ihren tiefen Erlebnissen berichten. Man spürt die Gegenwart der Meister, man fühlt sich geborgen.

Zusammenfassend: Wer wirklich tief gehen will in seiner spirituellen Praxis, wirklich gute Fortschritte machen will auf seinem spirituellen Weg, tiefe spirituelle Erfahrungen machen will, kann das in einer spirituellen Gemeinschaft leichter als alleine.

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