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Im Energiesystem des Menschen gibt es die so genannten Chakras, meist übersetzt als „Energiezentren“. Der Sanskritausdruck Chakra bedeutet wörtlich „Rad“. Chakras haben machtvolle Energiefelder, die von Hellsehern wie sich drehende Räder wahrgenommen werden. Ein anderer Name für Chakra ist auch Padma, „Lotous“. Eine Lotosblüte hat, wie die meisten Blüten, ein Inneres, wo das Wichtigste, nämlich Blütenstängel und Blütenstaub, sind. Von außen sichtbar sind die wunderschönen Blütenblätter. Diese Blütenblätter können wie in einer Knospe geschlossen sein oder sich öffnen. Die Chakras haben wichtige Funktionen. Wenn die Chakras mit Prana versorgt werden, strahlen sie viel Prana aus. Dies wird symbolisiert durch das Öffnen der Blütenblätter. Fließt kein Prana durch das Chakra, ist es kaum wahrnehmbar; der Lotos ist noch geschlossen.

Funktionen der Chakras

Chakras haben verschiedene Funktionen:

  • Chakras sind Energiespeicher, die das aufgenomme Prana „zwischenspeichern“. Der wichtigste Energiespeicher ist das feinstoffliche Sonnengeflecht, welches den ganzen Bauchraum umfasst und weit nach vorne ausstrahlt.
  • Chakras sind Transformatoren, die das Prana in verschiedene Frequenzen transformieren. Die sieben Hauptchakras entlang der Wirbelsäule sind die wichtigsten „Transformatoren“: Das unterste Chakra (Muladhara-Chakra) gibt Prana von sehr niedriger Frequenz weiter. Je höher das Chakra, umso höher die Frequenz.
  • Chakras sind wie elektrische Geräte, die verantwortlich für die verschiedenen Organfunktionen, Emotionen, geistigen Fähigkeiten und Kräfte sind.

Gründe für mehr oder weniger Energie

Wie in einem komplexen elektrischen Stromkreis kann das Energiesystem des Menschen besser und schlechter funktionieren:

Es kann sein, dass nicht genügend Prana ins System eingespeist wird. So ist es wichtig, die fünf Elemente-Energiequellen optimal zu nutzen, sich für die Kosmische Energie zu öffnen und die Kundalini schrittweise zu aktivieren. Dazu dienen die oben beschriebenen Ratschläge.

Es kann sein, dass die Nadis das Prana nicht richtig weiterleiten. Man spricht dann von „verstopften Nadis“ oder „Energieblockaden“. Es ist notwendig, die Nadis zu reinigen und ihre Leitfähigkeit zu verbessern. Parallel müssen die Nadis stärker werden: Wenn die Menge an Prana erhöht werden soll, müssen auch die Energiekanäle entsprechend stärker werden, damit sie nicht „durchschmoren“. Das ist manchmal eines der Probleme bei einer spontanen, unvorbereiteten Kundalini-Erweckung: Da kann es sein, dass die Nadis diese Energie noch nicht aushalten. Daher wird im klassischen Kundalini-Yoga großer Wert auf Stärkung der Nadis gelegt. Im Kapitel über Nadis werde ich einige Tipps zu ihrer Reinigung und Stärkung geben.

Öffnen der Chakras

Die Chakras müssen geöffnet werden. Insbesondere braucht man Zugang zum Hauptzwischenspeicher, dem Sonnengeflecht.

Sieben Haupt-Chakras

Die sieben Hauptchakras haben die wichtige Transformatoren-Funktion. Bei den meisten Menschen sind die höheren Chakras verschlossen. So haben sie keinen Zugang zu höheren Ebenen des Bewusstseins. Es gibt aber auch vereinzelte Menschen, deren niedere Chakras verschlossen sind. Sie sind unfähig, auf der physischen, materiellen Ebene zu handeln. Hier legt klassisches Kundalini-Yoga großen Wert darauf, dass ein spiritueller Aspirant auch auf der physischen Ebene seinen Mann, seine Frau steht. Man sollte nicht die Bodenhaftung verlieren, wenn man auf dem spirituellen Weg voranschreitet.

Manche Chakras sind wegen emotionalen Verletzungen und Traumata ganz oder teilweise verschlossen. Damit fehlt dem Menschen der Zugang zu vielen seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten. Durch systematische spirituelle Praxis werden diese so genannten Unreinheiten an die Oberfläche gebracht und geheilt. Nach einer Periode der Konfrontation mit diesen „Schattenseiten“ kann man eine starke Leichtigkeit fühlen und bekommt Zugang zu inneren Quellen der Inspiration und Kraft.

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