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Die Kraft der Gedanken

 

Gedanken - Ihre Vielfalt und ihre Bezwingung

 

Überwinde düstere Gedanken

Beobachte sehr sorgfältig alle Gedanken. Nehmen wir an, düstere Gedanken überfallen dich. Du fühlst dich deprimiert. Trinke eine Tasse Tee oder Milch. Setze dich ruhig hin. Schließe die Augen. Finde den Grund für die Depression heraus und versuche, die Ursache zu beseitigen.
Die beste Methode, düstere Gedanken und die darauf folgende Depression zu überwinden, ist es, an inspirierende Gedanken und inspirierende Dinge zu denken. Erinnere dich, das Positive überwindet das Negative. Das ist ein großes Gesetz, das in der Natur wirkt.
Nun denke fest an den entgegengesetzten Gedanken, das Gegenteil von Düsterkeit. Denke an die Dinge, die deinen Geist erheben; denke an Fröhlichkeit. Fühle, dass du diese Eigenschaft tatsächlich besitzt.
Wiederhole geistig immer wieder die Formel: Om Frohsinn. Spüre: »Ich bin fröhlich«. Beginne zu lächeln und lache ein paar Mal.
Singe: manchmal kann dich das sehr rasch erheben. Singen ist sehr nützlich, um Düsternis zu vertreiben. Singe einige Male laut OM. Laufe ins Freie. Die Depression wird rasch verschwinden. Das ist die Pratipaksha Bhavana Methode der Raja Yogis. Es ist die einfachste Methode.
Die Methode, Kummer gewaltsam zu vertreiben - durch Willen, Anstrengung, Befehl - fordert den Willen sehr stark, ist jedoch auch die wirksamste Methode. Sie verlangt eine große Willenskraft. Gewöhnlichen Menschen wird es nicht gelingen. Die Methode, das negative Gefühl zu verbannen oder zu verscheuchen, indem es durch das Gegenteil, ein positives Gefühl, ersetzt wird, ist sehr einfach. Binnen kurzer Zeit verschwindet das unerwünschte Gefühl. Übe das und spüre es. Auch wenn es zu einigen Misserfolgen kommt, mache weiter. Nach einigen Sitzungen und einigem Üben wird sich der Erfolg einstellen.
Andere negative Gefühle und Gedanken können auf dieselbe Weise behandelt werden. Wenn das Gefühl von Zorn da ist, denke an Liebe. Wenn Gedanken der Eifersucht auftreten, denke an die Vorzüge von Barmherzigkeit und Groß- zügigkeit. Wenn Gedanken von Kummer da sind, denke an eine inspirierende Landschaft, die du vor einiger Zeit gesehen hast, oder erinnere dich an einen inspirierenden Satz.
Wenn das Herz verhärtet ist, denke an Mitgefühl. Wenn Lust da ist, denke an die Vorzüge der Enthaltsamkeit. Wenn Unehrlichkeit da ist, denke an Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit. Wenn Knausrigkeit da ist, denke an Großzügigkeit und an groß- zügige Menschen.
Wenn Moha wächst, denke an Unterscheidung und Atma Vichara; wenn Stolz da ist, denke an Demut. Wenn Heuchelei da ist, denke an Offenheit und ihre un- schätzbaren Vorzüge. Wenn Eifersucht da ist, denke an Edelmut und Groß- herzigkeit. Wenn Schüchternheit da ist, denke an Mut, usw.
Die negativen Gedanken und Gefühle werden vertrieben werden, und ein positiver Zustand wird sich festigen. Fortgesetztes Üben ist wesentlich. Sei sorgfältig in der Auswahl deiner Freunde. Sprich sehr wenig und das wenige über sinnvolle Dinge.

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Sieg über zudringliche Gedanken

Zu Beginn der Praxis von Gedankenkontrolle wird man große Schwierigkeiten erleben. Man muss mit ihnen Krieg führen. Sie werden mit aller Kraft um ihr Überleben kämpfen.
Sie werden sagen: »Wir haben das gute Recht, in diesem Palast des Geistes zu verweilen. Wir haben seit undenklichen Zeiten das alleinige Monopol zur Einnahme dieses Gebietes. Warum sollten wir jetzt unser Reich verlassen? Wir werden bis zum Ende um unser Geburtsrecht kämpfen.«
Sie werden mit großer Vehemenz über dich einher fallen. Schon wenn du dich zur Meditation hinsetzt, tauchen alle möglichen schlechten Gedanken auf. Wenn du versuchst, sie zu unterdrücken, greifen sie mit doppelter Kraft und Gewalt wieder an. Aber das Positive triumphiert immer über das Negative.
So wie Dunkelheit der Sonne nicht standhalten und der Leopard nicht vor dem Löwen bestehen kann, so können auch diese dunklen negativen Gedanken - diese unsichtbaren Eindringlinge - nicht vor den erhabenen göttlichen Gedanken bestehen. Sie müssen von selbst sterben.

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Verscheuche unangenehme Gedanken

Verscheuche aus deinem Geist alle unnötigen, nutzlosen und widerwärtigen Gedanken. Nutzlose Gedanken beeinträchtigen das spirituelle Wachstum; unangenehme Gedanken sind Stolpersteine für den spirituellen Fortschritt.
Man ist von Gott entfernt, wenn man nutzlose Gedanken pflegt. Ersetzte sie durch Gedanken an Gott. Habe nur Gedanken, die sinnvoll und hilfreich sind. Nützliche Gedanken sind Sprungbretter zu spirituellem Wachstum und Fortschritt.
Lasse den Geist nicht in die alten Furchen laufen und seine Eigenarten und Gewohnheiten haben. Sei äußerst vorsichtig.
Wenn uns ein Kieselstein im Schuh stört, werfen wir ihn hinaus. Wir ziehen den Schuh aus und schütteln ihn aus. Sobald man dies richtig verstanden hat, ist es ebenso einfach, einen lästigen und widerwärtigen Gedanken aus dem Geist zu vertreiben. Darüber brauchen weder ein Zweifel noch zwei Meinungen bestehen. Das ist klar, offensichtlich und unmissverständlich.
Es muss so einfach sein, einen zudringlichen Gedanken aus dem Geist zu vertreiben, wie es einfach ist, einen Kieselstein aus dem Schuh zu schütteln; und solange ein Mensch das nicht tun kann, ist es nichts als Unsinn, über seinen Aufstieg oder seine Herrschaft über die Natur zu sprechen. Er ist nichts als ein Sklave und eine Beute für das Phantom mit Fledermausflügeln, das durch die Gänge seines Gehirns huscht.

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Beherrsche weltliche Gedanken

Zu Beginn des neuen Lebens der Gedankendisziplin werden weltliche Gedanken sehr störend sein. Sie stören, auch wenn man mit der Praxis von Meditation und Spiritualität beginnt. Wenn man aber regelmäßig spirituelle Gedanken pflegt und meditiert, werden diese weltlichen Gedanken allmählich von selbst vergehen.
Meditation ist ein Feuer, das diese Gedanken verbrennt. Versuche nicht, alle weltlichen Gedanken zu vertreiben. Pflege positive Gedanken über das Objekt deiner Meditation. Denke in positiver Weise an Erhabenes.
Beobachte deinen Geist immer sehr sorgfältig. Sei wachsam. Sei auf der Hut. Lasse keine Wellen von Reizbarkeit, Eifersucht, Zorn, Hass oder Lust sich aus dem Geist erheben. Diese dunklen Wellen und weltlichen Gedanken sind Feinde von Meditation, Frieden und Weisheit.
Bezwinge sie unmittelbar durch die Pflege erhabener göttlicher Gedanken. Weltliche Gedanken, die vielleicht entstanden sind, können zerstört werden, wenn gute Gedanken entwickelt und beibehalten werden. Sie können durch die Wiederholung eines Mantras (Name des Herrn), durch das Denken an die Gestalt des Herrn, durch gute Taten oder indem man an das Leid denkt, das aus weltlichen Gedanken resultiert, aufgelöst werden.
Wenn ein Zustand der Reinheit erlangt wird, werden sich keine weltlichen Gedanken im Geist erheben. So wie es einfach ist, den Eindringling oder Feind am Tor zurückzuweisen, so ist es auch leicht, einen weltlichen Gedanken bei seinem Entstehen zurückzuweisen. Ersticke ihn im Keim. Lasse ihn keine tiefen Wurzeln schlagen.

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Bezwinge unreine Gedanken

Wenn man intensiv mit der täglichen Arbeit beschäftigt ist, hegt man vielleicht keine unreinen Gedanken; wenn man aber ruht und den Geist leer lässt, werden die unreinen Gedanken sehr hartnäckig einzudringen versuchen. Man muss vor- sichtig sein, wenn der Geist entspannt ist.
Gedanken gewinnen an Kraft, wenn sie wiederholt werden. Wenn man einen unreinen Gedanken oder einen guten Gedanken ein einziges Mal hat, hat dieser unreine oder gute Gedanken eine Tendenz, sich zu wiederholen.
Gedanken scharen sich zusammen, so wie Vögel derselben Art sich zusammen- scharen. So ist es auch, wenn man einen einzigen unreinen Gedanken hat; alle möglichen unreinen Gedanken werden sich zusammen- finden und angreifen. Wenn du einen guten Gedanken hast, kommen alle guten Gedanken zusammen, um dir zu helfen.

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Besiege negative Gedanken

Lerne es, all deine Gedanken zu besiegen, zu reinigen und zu ordnen. Kämpfe gegen alle negativen Gedanken und Zweifel. Lasse erhabene göttliche Gedanken von allen Seiten her auf dich zukommen.
Gedanken von Depression, Misserfolg, Schwäche, Dunkelheit, Zweifel, Furcht, usw. sind negative Gedanken. Pflege positive Gedanken von Stärke, Ver- trauen, Mut oder Frohsinn. Die negativen Gedanken werden verschwinden.
Erfülle den Geist mit göttlichen Gedanken durch Japa, Gebet, Dhyana und das Studium heiliger Bücher. Stehe allen negativen und ungöttlichen Gedanken unbeteiligt gegenüber. Sie werden verschwinden. Kämpfe nicht mit ihnen. Bete zu Gott um Kraft. Studiere das Leben von Heiligen. Lies Bhagavatam und Ramayana. Alle Gläubigen haben ähnliche Prüfungen durchgemacht. Also fasse dir ein Herz.

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Überwinde Gewohnheitsgedanken

Alle möglichen Gewohnheitsgedanken hinsichtlich Körper, Kleidung, Nahrung, usw. müssen durch Atma-Chintana überwunden werden, durch Kontemplation über das Wesen des göttlichen Selbst im Herzen. Das ist eine mühsame Arbeit. Sie erfordert Geduld, unaufhörliches Üben und innere spirituelle Stärke.
Die Shrutis betonen besonders: »Schwache Menschen können diesen Atman nicht erreichen.« Ernsthaft Strebende widmen ihr gesamtes Wesen der Kontemplation über das Ewige und haben ihre Aufmerksamkeit von weltlichen Dingen abgezogen.
Wer die Vasanas und die Scharen der Gewohnheitsgedanken vernichtet hat, wird die endgültige Seligkeit im Sitz Brahmans genießen und erfüllt sein mit Vertrauen, Ruhe und Ausgewogenheit. Er wird in allen Angelegenheiten eine universelle Sicht haben. Der ungestüme und starke Geist lässt alle Schmerzen und Ängste entstehen, diverse Widerwärtigkeiten, Unausgewogenheiten, Unterscheidungen und Dualitäten und zerstört jeglichen edlen spirituellen Reichtum. Erschlage diesen lästigen Geist.
Wenn Gesehenes und Sehen ineinander verschmelzen, ist das die Erfahrung von Ananda (Wonne). Das ist der Turiya Zustand. Dann kommt es zur Wahrnehmung des unbegrenzten Jñana, nichts als Atman überall. Alle Unterscheidungen und Dualitäten verschwinden völlig.
Gedanken der Anziehung und Gedanken des Widerwillens, Zu- und Ab- neigungen, Raga-Dvesha, werden zur Gänze verlöschen. Dann ist sich der Weise der Existenz des Körpers nicht bewusst, obwohl er in ihm wirkt. Er verliert niemals die Kontrolle, nicht einmal inmitten der vielen Illusionen der Welt, wie eine Frau ihre Pflichten im Haushalt erfüllt, während ihr Geist beschäftigt ist mit ihrem Geliebten, der weit weg ist. Der Weise zentriert seinen Geist immer in Brahman.
Mögest du stets nur diese tugendhaften Handlungen ausführen, die dir dabei helfen, Jnana zu erlangen, ohne Gedanken an weltlichen Wohlstand in der Zukunft. Mögest du leben versunken im Ozean der Freude Brahmans, in einem Zustand voller Erleuchtung, nachdem alle Dualitäten,  Unterscheidungen und Unterschiede zerstört worden sind!

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Triumphiere über unwichtige Gedanken

Versuche nicht, unwichtige und unerhebliche Gedanken zu vertreiben. Je mehr du es versuchst, desto mehr kommen sie zurück, und desto stärker werden sie. Das beansprucht deine Energie und deinen Willen sehr stark.
Werde unbeteiligt. Erfülle den Geist mit göttlichen Gedanken. Sie werden langsam verschwinden. Festige dich in Nirvikalpa Samadhi durch fortgesetzte Meditation.
Das Beseitigen von Muskelanspannungen im Körper bringt Entspannung und Ruhe im Geist. Durch Entspannung erholen sich der Geist, die müden Nerven und die überarbeiteten Muskeln. Man erlangt unglaublichen Seelenfrieden, Kraft und Stärke. Wenn man Entspannung von Körper oder Geist praktiziert, darf das Gehirn nicht mit diversen Gedanken - Ihre Vielfalt und ihre Be- zwingung äußeren Einzelgedanken beschäftigt sein. Zorn, Enttäuschung, Misserfolg, Unpässlichkeit, Kummer, Sorge oder Streitereien verursachen eine innere geistige Belastung. Vertreibe sie.

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Verwandle instinktive Gedanken

Es gibt vier Arten von Denken: symbolisches Denken, instinktives Denken, impulsives Denken und Gewohnheitsdenken.
Verbales Denken ist symbolisches Denken. Instinkte sind stärker als Impulse. Gedanken an Körper, Essen, Trinken, Bad, usw. ist Gewohnheitsdenken. Symbolisches Denken kann leicht angehalten werden. Es ist schwierig, instinktives und impulsives Denken anzuhalten.
Geistige Ausgewogenheit und Stille können durch Beseitigung von Sorge und Ärger bewirkt werden. Furcht liegt in der Tat beiden zugrunde, sowohl der Sorge als auch dem Ärger. Sei vorsichtig und gedankenvoll. Alle unnötigen Sorgen sind zu vermeiden. Denke an Mut, Wonne, Frieden und Frohsinn. Sitze fünfzehn Minuten entspannt in einer bequemen einfachen Stellung.
Du kannst in einem Lehnstuhl liegen. Schließe die Augen. Ziehe den Geist von äußeren Dingen ab. Beruhige den Geist. Bringe die blubbernden Gedanken zum Schweigen.

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Verringere die Anzahl der Gewohnheitsgedanken

Im allgemeinen sind bei ungeübten Menschen vier oder fünf Arten von Gedanken gleichzeitig im Geist. Haushaltsgedanken, Geschäftsgedanken, Körpergedanken, Gedanken an essen und trinken, Hoffen und Vorweg- nehmen, Pläne zum Geldverdienen, Rachegedanken, Gewohnheitsgedanken an die Bedürfnisse der Natur, an Baden, usw. beschäftigen den Geist gleichzeitig.
Wenn man um 15.30 interessiert ein Buch liest, wird das Studium ab dann immer wieder von dem angenehmen Gedanken unterbrochen, um 16.00 ein Kricketmatch zu sehen. Nur ein Yogi mit einpünktigem Geist, kann nur einen einzigen Gedanken auf einmal haben und ihn beliebig lange halten.
Wenn man den Geist aufmerksam beobachtet, stellt man fest, dass sehr viele Gedanken flüchtig sind. Der Geist zieht ziellos herum, so wie es ihm gefällt. Da sind Gedanken an den Körper und seine Bedürfnisse, Gedanken an Freunde, Gedanken an Geldverdienen, Gedanken an essen und trinken, Gedanken an die Kindheit, usw.
Wenn man den Geist analysieren und beständige Gedanken an ein einziges Objekt und nur einer einzigen Art haben kann und alle anderen Gedanken ausschließt, ist das an sich schon ein großer Erfolg, es ist ein großer Schritt im Vorwärts- schreiten in der Gedankenbeherrschung. Lasse dich nicht entmutigen.

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Sammle inspirierende Gedanken

Das Ziel das Lebens ist das Erlangen göttlichen Bewusstseins. Dieses Ziel ist die Verwirklichung, dass man weder der vergängliche Körper ist noch der veränder- liche und begrenzte Geist, sondern das man der völlig reine und für immer freie Atman ist.
Denke immer an diesen inspirierenden Gedanken. Ajo Nityah Sasvatoyam Purano: ungeboren, ewig und beständig ist dieses Uralte. Das ist deine wahre Natur. Du bist nicht der kleine vergängliche Mensch, der an einen Namen und an eine Form gebunden ist. Du bist nicht Ramaswamy oder Mukherji oder Metha oder Mathew oder Garde oder Apte. Du bist nur durch ein Missgeschick in diese kleine Täuschung gefallen, durch eine vorbeiziehende Wolke der Unwissenheit. Erwache und erkenne, dass du reiner Atman bist.
Es gibt einen weiteren inspirierenden Gedanken aus den Upanishaden: Isavasyamidam sarvam: jeder Inhalt in diesem Universum pulsiert mit dem Leben des Herrn. Lächle mit den Blumen und dem grünen Gras. Lächle mit Büschen, Farnen und Zweigen. Entwickle Freundschaft mit allen Nachbarn, mit Hunden, Katzen, Kühen, Menschen, Bäumen - mit der ganzen Schöpfung der Natur. Dein Leben wird vollkommen und reich sein.

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Kontempliere über erleuchtende Gedanken

Wenn Gedankenkraft entwickelt werden soll, wenn man seine Persönlichkeit gestalten will und Größe erlangen will, sollte man immer Bücher mit inspirierenden und erleuchtenden Gedanken bei sich haben. Man lese sie immer wieder, solange bis sie Teil des täglichen Handelns und des täglichen Lebens werden.
Hier ist eine Liste mit erleuchtenden Gedanken, über die man nachsinnen kann:
1. Ein reines Gewissen bringt ein festes Herz und einen starken Willen.
2. Armut ist der ältere Bruder von Faulheit.
3. Selbsterkenntnis ist der größte Schatz. Meditation ist der Schlüssel zu Erkenntnis.

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Richtige Gedanken statt falscher Gedanken

Gedanken von Leidenschaft und Lust müssen bezwungen werden durch eine ernsthafte Praxis von Brahmacharya, durch intensives Streben nach der Verwirklichung der Wahrheit und der Erkenntnis Gottes und durch Meditation über die großen Vorzüge der Reinheit.
Gedanken von Hass und Zorn müssen beherrscht werden durch das Schaffen von Gedanken der Liebe, der Nachsicht, der Barmherzigkeit, des Friedens, der Geduld und der Gewaltlosigkeit.
Stolz und Gedanken in Verbindung mit Stolz müssen beherrscht werden durch ein systematisches geistiges Überprüfen des Wertes der Pflege von Demut.
Gedanken von Habsucht, Raffgier und Besitzenwollen müssen zerstreut werden durch das Streben nach Ehrhaftigkeit, Uneigennützigkeit, Großzügigkeit, Zufriedenheit und Nichtbegehrlichkeit.
Edelmut und Großherzigkeit, Mitgefühl und Herzensgröße helfen dabei, alle Gedanken von Enge, Eifersucht und Kleinlichkeit zu überwinden.
Täuschung und Irreleitung sind am besten zu bezwingen durch das Entwickeln von Unterscheidung. Eitelkeit wird überwunden durch vielseitige Schlichtheit, Arroganz durch Höflichkeit.

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Die Tonleiter der Gedanken

Es gibt verschiedenartige Gedanken. Es gibt instinktive Gedanken. Es gibt visuelle Gedanken. Es gibt auditive Gedanken (Denken durch Hören). Es gibt symbolische Gedanken (Denken in Symbolen). Manche Gedanken sind Gewohnheiten.
Es gibt kinestetische Gedanken (Denken in Bewegung, so wie in einem Spiel). Es gibt emotionale Gedanken. Gedanken ändern sich von der visuellen Phase zur Hörphase und vom Hören zur Kinestetik.
Es besteht eine enge Beziehung zwischen Denken und Atmen, und es besteht eine enge Beziehung zwischen Geist und Prana. Wenn der Geist konzentriert ist, verlangsamt sich der Atem. Bei raschem Denken wird auch der Atem rasch. Es gibt ein Gerät zum Lesen der Gedanken, ein Psychograph, der korrekt den Typ der Gedanken aufzeichnet.

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Niedere Gedanken und moralische Entwicklung

Unbeherrschte Gedanken sind die Wurzel allen Übels. Jeder Gedanke ist an und für sich äußerst schwach, denn der Geist wird gewöhnlich abgelenkt durch zahllose und sich stets ändernde Gedanken.
Je mehr die Gedanken eingeschränkt werden, desto konzentrierter ist der Geist, und folglich gewinnt er umso mehr Kraft und Stärke.
Es bedarf geduldiger Arbeit, um gemeine und niedrige Gedanken zu beseitigen; aber die Pflege von erhabenen Gedanken ist die einfachste und rascheste Methode, um niedrige Gedanken zu zerstören. Der weltlich denkende Mensch, der mit der Gesetzmäßigkeit der Gedanken nicht vertraut ist, wird zur Beute aller möglichen Gedanken - Gedanken von Hass, Zorn, Rache, Lust - und sein Wille wird schwach, es mangelt ihm an Unterscheidungskraft, und er ist Sklave der entgegenwirkenden subtilen Arbeit des Geistes.
Die beste Methode, um geistige Kraft zu erwerben, ist es, erhabene, edle und gute Gedanken zu haben und mit ihrer Hilfe die zerstreuenden, ablenkenden, weltlichen und niedrigen Gedanken zu beherrschen.
Wenn ein böser Gedanke den Geist bedrängt, ist die beste Methode, um ihn zu beherrschen, ihn zu ignorieren. Wie kann man einen schlechten Gedanken ignorieren? Indem man ihn vergisst. Wie kann man vergessen? Indem man sich nicht noch einmal damit beschäftigt und auch nicht darüber brütet.
Wie kann der Geist davon abgehalten werden, sich damit zu beschäftigen und immer wieder darüber zu brüten ? Indem man an etwas sehr Interessantes denkt, etwas Erhabenes und Inspirierendes. Ignoriere, vergiss, denke an etwas Inspirierendes; diese drei bilden das große Sadhana, um Herrschaft über schlechte Gedanken zu gewinnen.

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