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Sei ehrlich zu dir selbst

Über das Zurückziehen

Selbst wenn ihr euch von der Welt zurückgezogen habt, wird der Geschmack nicht so leicht vergehen. Das Weltliche wurde abgeschüttelt, doch ein Nachgeschmack bleibt. Obwohl ihr drei Monate lang weder Fleisch gegessen noch Bier getrunken habt, kennt ihr ihren Geschmack. Glaubt ihr, dass der Geschmack vergangen ist? Er wird nicht vergehen. Die Schönheit des Lebens, der Duft der Dinge, die Bequemlichkeiten des Lebens mögen nicht gegenwärtig sein, wenn ihr das Leben eines Sanyasins angenommen habt, doch weiß der Sanyasin nicht trotzdem, dass es diese Dinge gibt? Selbst das Wissen über die Existenz dieser schönen Dinge hat einen negativen Einfluss auf das innere Gleichgewicht des zurückziehenden Geistes.

Es macht keinen Sinn zu behaupten, dass man nichts besitzt. Manchmal erzählen Yogalehrer, dass das Zurückziehen der Sinnesorgane von den Objekten nicht bedeuten muss, dass man die Sinne nicht vor den Wahrnehmungen verschließen sollte. Das Zurückziehen der Sinne bedeutet jedoch, dass sich die Sinnesorgane nicht einmal der existierenden Objekte bewusst sind. Das ist wirkliches Zurückziehen. Sich etwas bewusst zu sein und dann die Augen zu verschließen ist etwas Anderes, als sich nicht der äußeren existierenden Dinge bewusst zu sein.

Die frühere Form des Zurückziehens ist unehrlich. Es ist lediglich ein wissentlicher Umgang, doch es ist kein qualifiziertes Wissen. Das wirkliche Zurückziehen ist spirituell und nicht gesellschaftlich, materiell oder körperlich zu verstehen. Ihr isoliert euch nicht gesellschaftlich von irgendwelchen materiellen oder körperlichen Dingen, denn das macht jeder, wenn er von sich behauptet, er müsse sich aus familiären Gründen zurückziehen.

Nun im fünften Kapitel werden wir angewiesen, dass wir eine andere Form des Zurückziehens benötigen, was rein spirituell in dem Sinne gemeint ist, dass wir nicht einmal eine Ahnung von den Dingen haben. „Die Spitze von Vairagya oder des Zurückziehens ist erreicht, “ sagte ein großer Meister, „wenn ihr feststellt, dass selbst die Freude von Brahmaloka wie ein Geschmack von trockenem Stroh ist.“ Und was sollen wir dann noch über die Freuden dieser Welt sagen? Diese Wahrheiten sind derzeit jenseits unseres Verstehens, doch durch intensive Praxis und durch das ständige Bewusstmachen dieser Gedanken, werden wir feststellen, dass es nicht nur machbar, sondern wesentlich ist.

Wenn dieses Zurückziehen uns vollständig erfasst hat, sind wir bereit, dem wirklichen Leben entgegenzutreten. Dieses ist die Vorbereitung auf die Yo­gameditation, wie es wunderschön im sechsten Kapitel der Bhagavad Gita beschrieben wird. Welch Art ist dieses Yoga in dieser entscheidenden Phase?

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