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KAAPPU

Nenjak Kanakallu Negizhndu Urugat
Thanjattharul Shanmuganukku Iyalser
Senchor Punaimaalai Siranditave
Panjak Karavaanai Padam Panivaam

Selbst das steinharte Herz schmilzt und zerfließt Durch die Gnade, die Shanmukha demjenigen gewährt, der Zuflucht nimmt; Möge diese süße Wortgirlande für Ihn glorreich sein Lasst uns zu Füßen des fünfarmigen Herrn uns verneigen.

„Lasst uns vor den Lotus-Füßen des fünfarmigen Herrn (Vigneshvara = Ganesha) uns verneigen, zum Ruhm dieser Girlande (Kandar Anubhuti) für Shanmukha, die in der schönen Sprache Tamil geknüpft ist, der Seine Gnade, die selbst ein verhärtetes, versteinertes Herz erweicht und schmilzt, über jeden regnen lässt, der seine Zuflucht bei ihm nimmt.“

Erklärung

Kaappu, die Anrufung ist ein Gebet für die Entfernung von Hindernissen. Es ist üblich, den Segen von Lord Ganesha für den Erfolg einer Unternehmung anzurufen. Auch Arunagiri schmückt sein Werk Kandar Anubhuti mit einem Kaappu. Selbst in diesem Gedicht, worin er sich vor dem fünfarmigen Gott (Vighneshvara = Ganesha) verneigt und Seine Gnade für den erfolgreichen Abschluss dieses Werkes anruft, glorifiziert er auf exquisite Weise Lord Skanda, da seine Liebe für ihn am größten war.

Dieses Anrufungslied soll den Segen von Ganesha erwirken, so dass die Arbeit erfolgreich abgeschlossen werden kann, ohne irgendwelche Hindernisse, und auch zum Ruhm dieses Werks. Dieses Werk wird denen Ruhm bringen, die es singen, schreiben, hören oder lesen, weil sie die Gnade des Herrn genießen werden. Es wird auch dem Heiligen selbst zur Ehre gereichen, der tamilischen Sprache und Gott. Zum Ruhme des Kandar Anubhuti wollen wir uns vor Ganesha mit den fünf Armen verneigen. Die tamilischen Schriften beschreiben die Funktionen der fünf Arme sehr anschaulich: Die Hand mit dem Stift verrichtet die Arbeit der Schöpfung; die mit dem Modaka, der süßen Kugel, Erhaltung; die mit dem Ankusa, dem Treibstock, Zerstörung; die mit dem Paasa, der Schnur, Verhüllung und der Rüssel, der fünfte Arm, gewährt Gnade.

Dieses Werk ist eine Girlande, aus schönem, süßem Tamil. Blumengirlanden verwelken bei Gebrauch in ein paar Stunden oder höchstens in ein paar Tagen. Aber diese Wortgirlande verbreitet immer mehr Duft je mehr die Tage vergehen, weil mehr und mehr Menschen sie kennen, sie singen oder lesen und Nutzen von ihr haben werden. Darum sind solche Wortgirlanden dem Herrn lieber als Blumengirlanden. In Vers 29 sagt der Heilige darum, dass Gott immer seine Girlande aus Worten trägt. Gott segnet jene, die Zuflucht bei ihm nehmen, genau wie die Sonne diejenigen wärmt, die sich ihr aussetzen. Es ist die Natur der Sonne, Wärme zu geben; so ist es auch das Svabhava, die spontane Natur Gottes, die von Wünschen verhärteten Herzen der Verehrer zu schmelzen, die zu seinen Füßen Schutz suchen, ihre schlechten Taten der Vergangenheit bereuen und sich vollständig ergeben, weil sie ihre Hilflosigkeit und die Größe Gottes erkennen.

Skanda Avatara Die Puranas (ind. Göttergeschichten) erzählen vom Kampf, der ständig zwischen den Devas (Engelswesen) und den Asuras (Dämonen) stattfindet. Die Devashaben die Asuras wiederholt besiegt. Die Asuras Surapadma, Simhamukha und Taraka, die Dämonin Surasa, die diese von dem Weisen Kashyapa durch eine hinterlistige Heirat bekommen hatte, verrichteten strenges Tapas(Askese), verehrten Shiva und bekamen von ihm viele Segnungen, durch deren Kraft sie in Devaloka (den Himmel) eindrangen, ihn eroberten und die Devas großen Erniedrigungen unterwarfen. Surapadma zwang sie zu Knechtarbeiten und wie die Tage vergingen, nahmen seine Übeltaten zu.

Da sie die Qualen nicht mehr ertragen konnten, kamen die Devas unter der Leitung von Indra, Vishnu und Brahma zu Shiva auf den Berg Kailash und baten um Hilfe. Sie ergaben sich ihm und flehten um sofortigen Schutz. Voller Mitgefühl sicherte ihnen Shiva seine Hilfe zu. Weil Shiva jedoch wieder in Meditation versunken war, ersuchten die Devas Kamadeva (Cupid, den Liebesgott) ihn aus seinem Samadhi (überbewusster Zustand) aufzuwecken. Unwillig aus Angst vor Shiva und doch von den Devas gezwungen, störte Kama ihn mit seinen Blumenpfeilen. So in der Meditation gestört, blitzte Tejas (Feuer) aus Shivas drittem Auge und verbrannte Manmatha (den Liebesgott).

Die Devas warfen sich sofort zu den Füßen des Herrn nieder und beteten um unverzügliche Hilfe. Da die Asuras Kräfte von Shiva erhalten hatten, konnte er sie nicht in seiner Gestalt als Shiva töten. Er nahm darum seine ursprüngliche Gestalt mit sechs Gesichtern an und aus dem dritten Auge jedes Gesichts ging Licht (Tejas) hervor, das den ganzen Raum erfüllte. Die Devas, verblüfft über dieses unerwartete Geschehen, zitterten vor Angst, aber der Herr versprach ihnen Sicher heit und zog das Licht wieder in seine Hände zurück. Er gab dieses Licht an Vayu (Windgott) und Agni (Feuergott) weiter und befahl ihnen, es zur Ganga (Fluss Ganges) zu tragen.

Als sie wegen seiner mächtigen Kraft zögerten es zu nehmen, gewährte Shiva ihnen besondere Kräfte. Vayu trug es dank der durch Shiva gewährten Kraft mit großen Schwierigkeiten irgendwie ein Stück weit und gab es dann, unfähig es noch weiter zu tragen, an Agni, der sich beeilte und es in den Ganges warf. Ganga war auch nicht in der Lage, die Kraft des Lichtes zu ertragen und so trug sie es zu einem kleinen Weiher, der von Shara-Büschen umgeben war und Sharavanappoigai genannt wurde. Und siehe da! Dem Weiher geschah nichts und ein Wunder fand statt. Sofort als es den Weiher erreichte, nahm das Licht die Gestalt von sechs schönen Babies von himmlischer Pracht an, die auf sechs Lotussen schliefen.

Vishnu, Brahma und all die Götter versammelten sich dort, um Zeuge dieser Herabkunft (Avatara) von Subrahmanya zu sein. Sie baten die sechs Kirttika Devis (6 Sterne des Sternbilds Karttik), die sechs Babys zu säugen und zu füttern, was sie auch taten. In der Zwischenzeit kamen Shiva und Parvati dort an, und als Parvati die Babys nahm, verbanden sie sich zu einem einzigen Körper mit sechs Gesichtern und zwölf Händen. Dies ist Shanmukha oder der Herr mit sechs Gesichtern, dessen Natur es ist, diejenigen zu segnen, die Zuflucht bei ihm suchen, weil dies der Zweck seines Erscheinens ist. Er heißt Skanda 10, „der Verbundene“, da sich die sechs Babys verbanden und eine einzige Form annahmen; Er wird Karttikeya genannt, weil er von den Karttika Devis (die dritte Konstellation der 27 Sterne) gepflegt wurde; er wird Sharavanabhava genannt, weil er im Weiher der Shara-Pflanze geboren wurde (Sharavanappoigai).

Er hat auch viele andere Namen. Da er aus dem dritten Auge (Auge der Weisheit) von Shiva geboren wurde, steht er für göttliches Wissen und ist eine Inkarnation des reinen Bewusstseins. Uns an diese Hintergründe zu erinnern, wird uns in unseren Studien des Werkes Kandar Anubhuti viel helfen. Kacchiyappa Sivachariar (ungefähr 9. Jhd. n. Chr.), der von Lord Shanmukha den Auftrag bekam, das Werk Skanda Purana in Tamil zu verfassen, indem er ihm die erste Zeile für sein Werk vorgab, beschreibt seine Herabkunft genau und schön in zwei Versen: „Diese Masse von Bewusstsein (Licht), die das Höchste Brahman (Absolute) genannt wird, die formlos ist, mit Form, anfanglos, das Eine und auch das Viele – diese nahm eine Gestalt mit sechs gnadenspendenden Gesichtern und zwölf Händen an und nahm Gestalt an als göttliche Inkarnation, als Murugan, zur Erlösung der Welt.“ „Jener ewig reine, allgegenwärtige und ganz erfüllte Shiva, der nicht durch die Sprache, den Geist und nicht einmal durch die Veden verstanden werden kann, nahm die Gestalt von sechs süßen Babys an, die anmutig auf sechs Lotussen im Sharavanappoigai saßen.“

Die sechs Gesichter repräsentieren den Geist und die fünf Elemente, deren Herr er ist. Das Tejas, das den Raum (Äther) erfüllte, wurde von Vayu (Luft) und Agni (Feuer) getragen, in die Ganga (Wasser) geworfen und in den Weiher (Erde) geschoben. Die sechs Gesichter blicken in die Richtungen Osten, Westen, Norden, Süden, oben und unten – was zeigt, dass Seine Sicht überall ist, dass er alldurchdringend und allwissend ist. Die sechs Gesichter repräsentieren die sechs Eigenschaften Gottes (Bhagavan) – Jnana (Weisheit), Vairagya (Verhaftungslosigkeit), Kirti (Ruhm), Aishvarya (Reichtum), Sri (Erfolg) und Bala (Stärke). Die sechs Gesichter repräsentieren auch die sechs Chakras, die Plexus oder Zentren spiritueller Energie im Astralkörper.

Jedes Gesicht ist von der Gestalt der Gottheit, die dem jeweiligen Chakra vorsteht, nämlich Ganesha, Brahma, Vishnu, Rudra, Maheshwara und Sadashiva. Der Ruhm der sechs Gesichter ist unbeschreiblich; davon wird in den tamilischen Schriften sehr detailliert berichtet. Um den Zweck seiner Herabkunft zu erfüllen, übernahm Skanda, nachdem er viele Bala-Lilas (göttliche Spiele in seiner Kindheit) vollführt hatte, die Führung (Senapati) der Devas, griff die Asuras an und tötete sie alle mit seinem Vel (Speer), der Jnana Shakti (die Kraft des Wissens) repräsentiert.

Er befreite die Devas und setzte sie wieder im Himmel ein. Indra bot ihm seine Tochter Deivayanai zur Heirat an. Deivayanai steht für Kriya Shakti (die Kraft des Handelns). Er heiratete dann auch Valli-Devi, die Iccha Shakti (die Willenskraft) repräsentiert. Also ist Lord Skanda der Herr der Shaktis (Energien, Kräfte) und überträgt alle Segnungen. Er residiert in der Höhle des Herzens seiner Verehrer und wird daher auch Guha („Höhle“) genannt. Lord Skanda ist nicht nur der Hauptanführer der Armee der Devas und Vernichter der Asuras, sondern er ist das Höchste Wesen selbst, das sich zu einem bestimmten Zweck als Avatar inkarnierte; genauso wie Krishna nicht nur der Sohn von Yashoda, der Überwinder von Kamsa oder der Wagenlenker von Arjuna ist, sondern Bhagavan (Gott) selbst, wie es in der Bhagavad Gita enthüllt wird.

Tatsächlich dauert dieser Skandavatara in der Schöpfung und im eigenen Leben fort. Wann immer und wo immer es die Notwendigkeit gibt, dass Gott eingreift, um die Dinge in Ordnung zu bringen, manifestiert er sich auf der Stelle in der notwendigen Weise, um die Situation anzugehen. Er kam als kleiner Junge (Vamana) und nicht als schrecklicher Parasurama oder als Rama oder Krishna, um Bali zu zerstören. Wo ein bestimmter göttlicher Aspekt ausreicht, um einer bestimmten Situation zu begegnen, wird er sich nicht mehr als notwendig manifestieren, obgleich er voller Tapferkeit ist. Er geht höchst ökonomisch vor, nicht mehr und nicht weniger als was gerade gebraucht wird. Daher hilft er oft den Verehrern mit der nötigen physischen Stärke, intellektuellem Verstehen und selbst mit materieller Hilfe von außen, aber manifestiert sich nicht selbst und erscheint nicht vor ihnen, obwohl sie es wünschen, weil es nicht notwendig ist. Er erscheint in verschiedenen Gestalten, um verschiedene Zwecke zu erfüllen –von unserem Standpunkt aus – aber Er ist was Er ist, gleich gültig als was Er uns erscheint oder was wir verstehen, was Er ist.

10.  „Skanda“ bedeutet auch „einer, der ausgeworfen wurde“ oder „einer, der hinausgesprungen ist“ und bezieht sich offensichtlich auf die Weise, wie er aus Shiva hervorgegangen ist.

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